Dax mit angezogener Handbremse
Zum Auftakt der Weihnachtswoche haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt kaum aus der Deckung gewagt. Der Dax schloss kaum verändert bei 24.284 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 5749 Stellen. "Ab heute dürfte es auf dem Parkett ruhig werden. Kaum jemand wird jetzt noch große neue Positionen eingehen", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners.
Allerdings bedeuten niedrige Umsätze dem Experten zufolge nicht automatisch, dass die Schwankungen niedrig bleiben. Bei kleineren Volumina reichen schon wenige Transaktionen, um die Kurse nachhaltig zu bewegen. "Für den Dax gilt jetzt das große Ziel, das Börsenjahr oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten zu beenden", sagte Altmann weiter.
Bei den Einzelwerten gaben die Aktien der Rüstungskonzerne Rheinmetall, Hensoldt und Renk zwischen 0,1 und 0,9 Prozent nach. Die jüngsten Gespräche zwischen den USA, Europa und der Ukraine über ein Ende des russischen Krieges sind nach den Worten des US-Sondergesandten Steve Witkoff produktiv gewesen.
Bewertung der KI-Firmen "aus unserer Sicht zu hoch"
Wirtschaftsindex der Chicago-Fed steigt im September
Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im September leicht verstärkt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) stieg auf einen Stand von minus 0,21, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den August wurde der Indexstand auf minus 0,31 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von minus 0,12 genannt worden war. Der aussagekräftigere gleitende Dreimonatsdurchschnitt verschlechterte sich und notierte im September bei minus 0,21. Für den August wurde der Wert von minus 0,18 bestätigt.
Ein CFNAI von Null signalisiert ein Wirtschaftswachstum auf historischem Trendniveau. Weist der Index einen negativen Stand auf, deutet dies auf eine Expansion unterhalb des historischen Trendniveaus hin, ein positiver Wert zeigt ein darüber liegendes Wachstum an.
Kann Chinas Techsektor mit den USA gleichziehen?
Im Gegensatz zum Technologiehype in den USA hatten chinesische Techaktien in den vergangenen Jahren deutlich mehr zu kämpfen. Zuletzt aber befand sich der Hang Seng Tech Index wieder mehr im Aufwind. Warum chinesische Technologieaktien für Anleger einen Blick wert sein könnten und wie man darauf setzen kann, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Peter Bösenberg von der Société Générale.
Wall Street startet fester - Tech-Erholung gewinnt an Fahrt
Anziehende Technologiewerte halten US-Anleger zum Start der Weihnachtswoche bei Laune. Der Dow-Jones-Index eröffnete 0,2 Prozent höher bei 48.240 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq stiegen jeweils rund ein halbes Prozent auf 6866 beziehungsweise 23.460 Zähler. Vor allem Aktien aus der Technologiebranche erholten sich nach den jüngsten Kursverlusten weiter. Starke Prognosen des Chipherstellers Micron hatten die Stimmung zuletzt aufgehellt.
Micron zogen erneut um drei Prozent an, nachdem sie am vergangenen Handelstag rund sieben Prozent zugelegt hatten. Auch andere Chiphersteller wie Nvidia, Broadcom, Intel oder AMD legten zu Handelsbeginn um rund zwei Prozent zu.
Euro gewinnt an Härte - Referenzkurse der EZB
Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1745 (Freitag: 1,1712) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8514 (0,8538) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87420 (0,87600) britische Pfund, 184,77 (184,15) japanische Yen und 0,9316 (0,9318) Schweizer Franken fest.
Das sagen Analysten zu EZB-Zinspolitik, Inflation und BIP-Entwicklung
Die regelmäßig von der EZB befragten Analysten haben im Vorfeld der Ratssitzung in der vergangenen Woche nicht mehr damit gerechnet, dass die Euro-Notenbank ihren Leitzins im aktuellen Zyklus noch einmal senken wird. Wie die EZB im Ergebnis einer Umfrage mitteilte, wird erst im dritten Quartal 2028 eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent erwartet. Bisher lag diese Erwartung auf dem zweiten Quartal 2028.
Die Inflation im Euroraum wird ihrer Erwartung nach im vierten Quartal bei 2,1 Prozent liegen und im ersten Quartal 2026 auf 1,8 Prozent sinken. Bis Ende 2026 wird die Inflation dann ihrer Prognose nach bei 1,9 Prozent liegen, also unterhalb des EZB-Zielwerts von 2,0 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach Meinung der Analysten im vierten Quartal um 0,2 Prozent steigen und im ersten Quartal 2026 um 0,3 Prozent. Das entspricht den bisherigen Annahmen.
O2-Mutter Telefonica baut Tausende Stellen ab
Telefonica plant im Rahmen eines Strategieprogramms den Abbau von etwa 5500 Arbeitsplätzen. Der spanische Telekomkonzern will im Zuge des Programms "Transform & Grow Plan 2026-2030" die Digitalisierung vorantreiben. Der O2-Mutterkonzern teilte mit, dass die Kosten für den Jobabbau bei etwa 2,5 Milliarden Euro vor Steuern liegen dürften. Im Gegenzug dürfte die Maßnahme ab 2028 jährliche Einsparungen von rund 600 Millionen Euro ermöglichen. Das Unternehmen fügte hinzu, dass der Schritt die Cash-Generierung ab dem nächsten Jahr ankurbeln werde. Hintergrund des Plans sei die Neuausrichtung auf digitale Geschäftsfelder.
Der Stellenabbau, über den die Gewerkschaft erstmals im vergangenen Monat berichtet hatte, erfolgt auf Basis einer Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern. Es wird erwartet, dass die ersten Mitarbeiter das Unternehmen ab dem ersten Quartal des nächsten Jahres verlassen werden. Zum Ende des Jahres 2024 beschäftigte Telefonica rund 25.000 Menschen in Spanien und etwa 101.000 weltweit.
Paramount erhöht Angebot für Warner mit neuer Ellison-Garantie
Paramount hat die Offerte für Warner Bros. Discovery nachgebessert. Milliardär Larry Ellison hat zugestimmt, persönlich für 40,4 Milliarden US-Dollar der Eigenkapitalfinanzierung des Geschäfts zu garantieren, wie Paramount mitteilte.
Warner hatte den Aktionären bisher empfohlen, das Gebot von Paramount in Höhe von 77,9 Milliarden Dollar oder 30 Dollar pro Aktie abzulehnen. Das Unternehmen vertrat die Ansicht, dass der Vorschlag von Netflix für die Filmstudios und den Streaming-Dienst HBO Max weiterhin überlegen sei. Das Angebot von Netflix für das Studio- und Streaming-Geschäft beläuft sich auf 72 Milliarden Dollar in bar und Aktien, was 27,75 Dollar pro Aktie entspricht.
Insider: Nvidia schickt H200-Chips bald nach China - Aktie geht hoch
US-Anleger setzen auf die Ausfuhr hochentwickelter KI-Chips nach China und greifen bei Nvidia zu. Die Titel des US-Chipkonzerns klettern vor US-Börsenstart um knapp zwei Prozent. Nvidia will Insidern zufolge noch vor dem chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar 2026 mit der Lieferung seines zweitstärksten KI-Chips H200 nach China beginnen. Dies sagten drei Insider gegenüber Reuters. Die Pläne hängen jedoch von der Zustimmung der Regierung in Peking ab. US-Präsident Donald Trump hatte in diesem Monat angekündigt, den Verkauf der sogenannten H200-Chips mit einer Gebühr von 25 Prozent zu erlauben.
Dies stellt eine deutliche Abkehr von der Politik der Vorgängerregierung unter Joe Biden dar, die den Verkauf fortschrittlicher KI-Chips nach China aus Gründen der nationalen Sicherheit verboten hatte. Die Regierung in Peking prüft derzeit, ob sie die Lieferungen genehmigen soll. Einerseits will China seine heimische Chip-Industrie fördern, andererseits sind die H200-Chips etwa sechsmal leistungsfähiger als die bisher für China bestimmte, abgespeckte Variante H20. Nvidia und das chinesische Industrieministerium waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Neues vom Geldmarkt
Die Sätze am europäischen Geldmarkt sich zum Start in die Weihnachtswoche kaum verändert. Langsam positionieren sich die Treasurer für den Jahresultimo. Auf Grund der guten Liquidität sollte dieser allerdings in ruhigen Bahnen verlaufen, heißt es. Unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Belebung dürfte nach Einschätzung der DZ Bank 2026 der Preisdruck in der Eurozone perspektivisch etwas zunehmen.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,19 (1,90 - 2,19), 3-Monats-Geld: 2,00 - 2,21 (2,01 - 2,22), 6-Monats-Geld: 2,06 - 2,29 (2,06 - 2,29), 12-Monats-Geld: 2,19 - 2,41 (2,19 - 2,41), Euribors: 19.12. 18.12. 3 Monate: 2,0020 2,0350, 6 Monate: 2,1260 2,1340, 12 Monate: 2,2660 2,2640
Merck KGaA hat in China Erfolg mit Medikament
Der Pharmakonzern Merck KGaA hat in China für das Medikament Pimicotinib die Zulassung für den Einsatz bei einem seltenen Gelenktumor, dem symptomatischem tenosynovialen Riesenzelltumor (TGCT), erhalten. Wie der Dax-Konzern mitteilte, hat die chinesische Zulassungsbehörde National Medical Products Administration (NMPA) Pimicotinib zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit TGCT zugelassen, bei denen eine chirurgische Entfernung potenziell zu Funktionseinschränkungen oder relativ schwerer Krankheitslast führen würde. Erteilt worden sei die Zulassung um Zuge der beschleunigten Prüfung (Priority Review).
Pimicotinib, ein von Abbisko Therapeutics mit Sitz in Schanghai entwickelter Inhibitor des Kolonie-stimulierenden Faktor-1-Rezeptors (CSF-1R), sei das erste Arzneimittel chemischen Ursprungs der Klasse 1, das in China zur Behandlung von TGCT genehmigt wurde. TGCT ist laut Mitteilung ein seltener und lokal aggressiver Gelenktumor, der mit zunehmender Schwellung, Steifheit und Einschränkung der Beweglichkeit des betroffenen Gelenks sowie Schmerzen einhergeht. Unbehandelt oder bei Auftreten von Rezidiven kann TGCT Knochen-, Gelenk- und umliegendes Gewebe irreversibel schädigen.
Bericht: VW verabschiedet sich von Agenturmodell
Volkswagen verabschiedet sich einem Bericht zufolge auch bei Elektroautos vom Direktvertrieb. Das Unternehmen kehre in ganz Europa zum klassischen Händlervertrieb zurück, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf VW-Vertriebschef Martin Sander. "Wir setzen auf die unternehmerische Stärke unserer Händler - sie ist durch kein Modell zu ersetzen", sagte Sander der Zeitung. Lediglich im Flottengeschäft bleibe das Agenturmodell bestehen, dort habe es sich seit Jahren bewährt.
VW hatte seine Elektroautos ab 2020 über das sogenannte Agenturmodell vertrieben. Dabei setzt der Hersteller den Preis fest, die Händler sind lediglich Vermittler und erhalten dafür eine Provision. Ursprünglich sollte das Modell auch auf Verbrennerfahrzeuge ausgeweitet werden, davon hat das Unternehmen allerdings wieder Abstand genommen.
Jahresendrally dürfte in den USA weiterlaufen
Die positive Stimmung an der Wall Street dürfte heute in die dritte Runde gehen. Die jüngst wieder entfachte Zinssenkungsspekulation im Zuge günstiger Daten treibt die Kurse weiter an. Der Aktienterminmarkt lässt einen freundlichen Handelsbeginn vermuten. Wie sehr Anleger auf weiter fallende Zinsen setzen, zeigt sich am Rekordhoch bei Gold. Händler sprechen von fehlenden Impulsen so kurz vor Weihnachten, aber die Hoffnung auf sinkende Leitzinsen 2026 halte die Jahresendrally am Laufen. Zudem kaufen Fondsverwalter besonders gut gelaufene Aktien, um sie in ihren Portfolios ausweisen zu können und diese attraktiver erscheinen zu lassen - das Phänomen ist als "Window Dressing" bekannt.
Dax lahm, EuroStoxx lahm, aber bei Ölpreisen ist Musike drin
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich bislang nur unwesentlich bewegt. Am Mittag notierte der Leitindex 0,1 Prozent tiefer bei 24.273 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,2 Prozent auf 5750 Stellen. Der Euro lag bei 1,1732 US-Dollar. Bewegung gab es dagegen beim Öl: Die Preise für die Sorten Brent und WTI stiegen um je 1,7 Prozent.
App-Tracking: Apple muss in Italien Strafe zahlen
Apple wird wegen seiner App-Tracking-Geschäftspraxis in Italien zur Kasse gebeten. Die italienische Kartellaufsicht (AGCM) hat eine Strafe von gut 98 Millionen Euro gegen den US-Konzern verhängt. Die Behörde wirft Apple vor, seine Dominanz durch seine Richtlinie zur App-Tracking-Transparenz missbraucht zu haben.
Apple erlege App-Entwicklern unfaire Datenschutzregeln auf, indem der Konzern verlange, die Zustimmung der Nutzer zur Erhebung und Nutzung von Daten für Werbezwecke durch eine spezifische Abfrage einzuholen, so die AGCM. Diese zwinge die App-Entwickler praktisch dazu, zwei Mal für denselben Zweck um Zustimmung zu bitten. Die Bedingungen von Apple zur App-Tracking-Transparenz schadeten den Interessen der Geschäftspartner des Konzerns. "Apple hält durch seinen App Store eine super-dominante Position", so die AGCM weiter.
Bayer erhält in Japan Zulassung für Herzinsuffizienz-Mittel
Bayer hat nach eigenen Angaben in Japan die Zulassung für seinen Wirkstoff Finerenon für den Einsatz bei chronischer Herzinsuffizienz erhalten. Japans Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales habe Finerenon beziehungsweise der Marke Kerendia - einem nicht-steroidalen, selektiven Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (nsMRA) - die Zulassung für die Behandlung erwachsener Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz erteilt, teilte der Dax-Konzern mit.
Die Zulassung basiere auf den positiven Ergebnissen der Phase-3-Studie FINEARTS-HF, so Bayer. Damit biete sich eine neue Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz mit einer linksventrikulären Auswurfleistung (LVEF) von mindestens 40 Prozent.
Astrazeneca-Kombinationstherapie verfehlt Ziel in Lungenkrebsstudie
Astrazeneca hat einen Rückschlag in einer Kombinationstherapie mit einem Lungenkrebsmittel verzeichnet. Bei dem experimentellen Medikament Ceralasertib in Kombination mit der zugelassenen Krebsbehandlung Imfinzi wurde das Hauptziel einer klinischen Spätphasenstudie bei fortgeschrittenem Lungenkrebs nicht erreicht, wie der Konzern mitteilte. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Ceralasertib-Kombination das primäre Ziel des Gesamtüberlebens im Vergleich zum Behandlungsstandard bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs verfehlt habe, so das Pharmaunternehmen. Die Kombination aus Ceralasertib und Imfinzi sei im Allgemeinen gut vertragen worden, und es seien keine neuen Sicherheitsbedenken aufgetreten.
Die Studie untersuchte die Wirksamkeit der Wirkstoffkombination bei Lungenkrebspatienten, die bereits vorbehandelt waren und deren Tumore nicht mehr auf verfügbare Therapien ansprachen.
Gold und Silber auf Rekordhochs
Weiter nach oben ist es am Morgen mit den herausragenden Anlagen des Jahres 2025, den Edelmetallen gegangen. Der Preis der Feinunze Gold brach auf neue Allzeithochs aus. Er stieg um 1,6 Prozent auf 4410 US-Dollar und beendete damit die Konsolidierung der vergangenen Wochen. Auch Silber (plus 2,3 Prozent auf 68,71 Dollar) setzte die Hausse mit neuen Allzeithochs fort und näherte sich weiter der Marke von 70 Dollar je Feinunze. "Die Edelmetalle bleiben eine Absicherung gegen politische Einflussnahme auf die US-Notenbank", meinte ein Marktteilnehmer.
Wird 2026 die "Sahne auf der Torte"?
Der Schwung an den Börsen hat zuletzt nachgelassen. Wird die Luft nach drei erfolgreichen Börsenjahren also dünner? Statistisch gesehen wäre das möglich, aber nicht zwingend. Wie sich die Märkte im kommenden Jahr entwickeln könnten, was dazu ein Blick in die Chartanlayse verrät und welche Anlegestrategie sich daraus ableiten lässt, darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Jörg Scherer von der HSBC und Stefan Watzka vom Vermögensverwalter Martagon.
Tesla siegt im Rechtsstreit um milliardenschwere Musk-Vergütung
Tesla hat den Streit um ein rekordverdächtiges Vergütungspaket für CEO Elon Musk gewonnen, das 2018 von den Aktionären genehmigt worden war. Damit endet ein jahrelanger Rechtsstreit um seine Kompensation, deren Wert mittlerweile auf insgesamt 139 Milliarden US-Dollar angewachsen ist.
Der Oberste Gerichtshof des US-Bundestaats Delaware hob die Entscheidung einer Vorinstanz auf, das Gehaltspaket des CEO aus dem Jahr 2018 zu annullieren. In einem Gutachten erklärte der Supreme Court von Delaware, dass das Urteil der Vorinstanz Musk um die Vergütung für mehrere Jahre Arbeit gebracht hätte, weshalb ihm das volle Paket zustehe. Das vorinstanzliche Gericht hatte 2024 das Paket für ungültig erklärt, nachdem es zu dem Schluss gekommen war, dass die Tesla-Direktoren ihrem CEO verpflichtet gewesen seien und der Genehmigungsprozess für den Deal intransparent sowie fehlerhaft verlaufen sei.
Dax startet mit Mini-Plus - Rheinmetall-Aktie Schlusslicht
Der Dax ist kaum verändert in die Weihnachtswoche gestartet. Der deutsche Leitindex gewann 0,1 Prozent auf 24.305 Punkte. Leichte Zugewinne verzeichneten auch SDax und TecDax, während der MDax stagnierte. Der Euro lag etwas fester bei 1,1729 US-Dollar.
Ganz oben im Dax lagen Siemens Energy mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent. Schlusslicht waren Rheinmetall mit minus 0,8 Prozent.
Deutliche Gewinne in Asien mit sehr festen Technologiewerten
Kräftige Kursgewinne bei den Technologiewerten haben zu Wochenbeginn die Aktienmärkte in Ostasien angetrieben. Die jüngsten Sorgen um eine KI-Blase traten in den Hintergrund, was im Technologie-Sektor für kräftige Kursaufschläge sorgte. Die mit KI und Rechenzentren verbundene Nachfrage dürfte weiter robust bleiben, so die Erwartung. Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Quartalszahlen von Micron hatte Morgan Stanley als die besten in der Geschichte der US-Halbleiterindustrie außerhalb von Nvidia bezeichnet. Micron hat außerdem die Gewinnprognose deutlich erhöht. Das Unternehmen ist für das gesamte Jahr 2026 praktisch ausverkauft.
Besonders deutlich fielen die Kursgewinne beim technologielastigen Kospi in Seoul mit 2,1 Prozent aus. Für den Nikkei in Tokio ging es 1,8 Prozent auf 50.402 Punkte nach oben. Auch hier trieben vor allem die Gewinne der Technologiewerte an. Moderater waren die positiven Vorzeichen dagegen in Shanghai mit 0,7 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong zeigte sich im späten Handel 0,1 Prozent höher.
VW stoppt für 2026 US-Export des ID.Buzz - Absatz eingebrochen
Volkswagen zieht im kommenden Jahr zunächst den Stecker für den Verkauf seines elektrischen Retro-Busses in den USA. Hintergrund ist das Auslaufen von Steuervergünstigungen für Kunden, das die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen einbrechen ließ. Der Autohersteller habe beschlossen, den Export des ID.Buzz in die USA vorerst zu stoppen, sagte ein Unternehmenssprecher. Für andere Märkte werde das Fahrzeug weiterhin produziert.
Der ID.Buzz hat sich seit seiner Markteinführung vor etwa einem Jahr nur schleppend verkauft. Händler und Kunden kritisierten den hohen Einstiegspreis von rund 60.000 US-Dollar sowie die mäßige Batteriereichweite von rund 250 Meilen mit einer einzigen Ladung. Infolgedessen stehen viele Fahrzeuge trotz hoher Rabatte auf den Händler-Arealen, wie aus Branchendaten hervorgeht. Ende November standen laut Schätzungen von Motor Intelligence rund 2.600 Fahrzeuge zum Verkauf, was einem Absatz für mehr als 200 Verkaufstagen entspricht. Der Durchschnitt für die gesamte Automobilindustrie lag bei 54 Tagen.
Dax funkt rote Signale
Zum Auftakt der Weihnachtswoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Freitag hatte er dank anhaltender Spekulationen auf weitere US-Zinssenkungen 0,4 Prozent auf 24.288 Punkte zugelegt. Nach oben ging es auch an der Wall Street. Börsianer rechnen mit einem ruhigen Handelsverlauf, da kaum Konjunkturdaten veröffentlicht werden. Auf dem Terminplan steht unter anderem das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal.
In der vergangenen Woche hatte ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze eine Abkühlung der dortigen Konjunktur signalisiert. Investoren richten ihre Aufmerksamkeit auch bereits auf die für Dienstag angekündigte Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten. Die Auftragseingänge für langlebige Güter sind im Oktober Schätzungen zufolge um 1,2 Prozent gesunken. Der Index für das Verbrauchervertrauen im Dezember habe sich dagegen auf 91 Punkte von 88,7 Zählern verbessert.