Der Börsen-Tag
24. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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08:59 Uhr

Alibaba schockt den Markt

Zum Start in die neue Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Anleger trennen sich vor allem von Technologiewerten, getrieben von neuen Zweifeln an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen. Auslöser ist eine massive Kapitalerhöhung durch Alibaba. Positive Vorgaben der US-Börsen vom späten Freitag verpuffen, nachdem sich der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada über das Wochenende verschärft hat. Eine Einigung scheiterte in letzter Minute.

Uneinheitlich zeigt sich der japanische Aktienmarkt. Während der Nikkei-Index um 0,5 Prozent nachgibt, tendiert der breiter gefasste Topix gut behauptet. In Hongkong fällt der Hang-Seng-Index um 2,1 Prozent. Unter den Einzelwerten stürzen Alibaba um 9,7 Prozent ab, nachdem das Unternehmen eine Kapitalerhöhung im Volumen von 10,2 Milliarden Dollar angekündigt hat. Der Erlös soll in KI-Investitionen fließen. Der Kurs des KI-Unternehmens Minimax sackt um 9,3 Prozent ab. Im übrigen Technologiesektor fallen Tencent um 3,8 und Meituan um 3 Prozent. Der Composite-Index in Shanghai verliert 0,7 Prozent.

In Seoul fällt der Kospi um 3,1 Prozent. Die beiden Chipschwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics belasten den Index mit Verlusten von 3,1 und 9,2 Prozent. Das kräftige Minus von Samsung erklären Marktteilnehmer damit, dass der am Freitag angekündigte Aktienrückkauf die Erwartungen verfehlt habe.

Alibaba schockt den Markt
08:40 Uhr

Bitcoin steht vor neuen Tests

Der Bitcoin notiert tiefer und legt damit nach der Rally der vergangenen Woche eine Verschnaufpause ein. Nach seiner besten Woche seit über zwei Jahren stehe die Erholung des Bitcoin vor Risiken, meint Linh Tran von XS.com. Ein vorübergehend nachlassender Renditedruck, eine Dollarschwäche und die Erwartung weniger restriktiver Finanzbedingungen hätten die Risikobereitschaft verbessert und gleichzeitig Kapitalflüsse in den Bitcoin gefördert. Dies deute darauf hin, dass die Rally auf echten Käufen beruhe, aber der Anstieg von 70.000 auf fast 80.000 US-Dollar enthalte immer noch ein gewisses Maß an technisch bedingtem Momentum, erläutert Chang. Volatilität und Gewinnmitnahmen seien schwer zu vermeiden. Der Bitcoin gibt um 0,3 Prozent auf 77.203 US-Dollar nach.

Bitcoin steht vor neuen Tests
08:20 Uhr

VW-Krise ruft Politik auf den Plan

Über die Lage beim kriselnden Volkswagen-Konzern will sich Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies heute bei einem Besuch des VW-Werks in Hannover informieren. Auf Einladung des Gesamtbetriebsrates sind Gespräche mit Betriebsratsmitgliedern, Vertrauensleuten aus der Belegschaft und der örtlichen Werksleitung geplant, wie ein Sprecher des Gesamt- und Konzernbetriebsrates mitteilte.

Im Anschluss wollen Lies, Niedersachsens Vize-Regierungschefin Julia Willie Hamburg (Grüne), die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo sowie Vertreter des örtlichen Betriebsrates und der Gewerkschaft IG Metall über den Austausch informieren. Besuche des niedersächsischen Ministerpräsidenten sind auch in den VW-Werken in Osnabrück und Emden geplant. Mit Vertretern des Werkes im sächsischen Zwickau soll es einen digitalen Austausch geben, hieß es.

In den kommenden Tagen sind bei VW neun Betriebsversammlungen geplant. Es geht um die Zukunft des Konzerns und der VW-Standorte. Die VW-Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Zehntausende Arbeitsplätze und die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. Sie verlangen schnelle Klarheit und die Vermeidung von drastischen Schritten wie die Schließung von Werken.

VW-Krise ruft Politik auf den Plan
08:02 Uhr

Warten auf US-Finanziminister Bessent

Der Dax wird mit wenig Bewegung in den Handel starten. Am Freitag war er um 0,6 Prozent gestiegen und schloss bei 26.137 Punkten. Auch die wichtigsten US-Indizes schlugen nach einer schwachen Börsenwoche einen Erholungskurs ein. Sorgen über ausufernde Staatsfinanzen, die anhaltend hohen Ölpreise und der Renditeanstieg am Anleihenmarkt begrenzten jedoch die Kursgewinne.

Heute blicken die Anleger erneut auf die Geopolitik. US-Finanzminister Scott Bessent hält ab 20 Uhr (MESZ) eine Pressekonferenz. Erwartet wird, dass er Einzelheiten zu den am Donnerstag angekündigten "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen Iran nennt. Ziel dieser Sanktionen ist es, die iranische Regierung zum Zusammenbruch zu bringen. US-Präsident Donald Trump hatte allen Ländern mit wirtschaftlichen Konsequenzen gedroht, die dem Iran in irgendeiner Form helfen.

Warten auf US-Finanziminister Bessent
07:46 Uhr

KI-Startup prüft Verkauf für 13 Milliarden Dollar

Das auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Startup Hugging Face prüft offenbar einen Verkauf, der das Unternehmen mit 13 Milliarden Dollar oder mehr bewerten könnte. Die in New York ansässige Firma habe eine Bank beauftragt, um das Interesse potenzieller Bieter auszuloten, berichtete das Portal Business Insider unter Berufung auf Insider. Der KI-Spezialist stellt quelloffene große Sprachmodelle und Datensätze bereit. Bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2023, die von Technologiekonzernen wie Salesforce, der Alphabet-Tochter Google und Nvidia angeführt wurde, war Hugging Face mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet worden. 

KI-Startup prüft Verkauf für 13 Milliarden Dollar
07:28 Uhr

Shein startet Milliarden-Börsengang 

Shein treibt seinen Börsengang in Hongkong voran und will dabei bis zu 1,77 Milliarden Dollar einnehmen. Der chinesische Online-Billigmodehändler startete die Zeichnungsfrist für die Aktien, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht. Angeboten werden 280 Millionen Papiere zu einem Preis zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar. Damit würde Shein mit bis zu 26,81 Milliarden Dollar bewertet. Der Ausgabepreis soll am 31. August festgelegt werden, das Börsendebüt ist für den 1. September geplant.

Der lang erwartete Schritt an die Börse erfolgt in einer schwierigen Phase für den Konzern. Ein langsameres Umsatzwachstum und schwächere Kerngewinne belasten das Geschäft. Zudem schrumpfen die Margen. Dies schürt Bedenken, dass die rasante Expansion des Unternehmens durch höhere Handelskosten, strengere regulatorische Auflagen und den verschärften Wettbewerb im weltweiten Online-Handel ins Stocken geraten könnte. Zuletzt verbuchte Shein einen Quartalsverlust von 99 Millionen Dollar. Grund dafür war die Streichung einer US-Zollbefreiung für Kleinpakete.

Shein startet Milliarden-Börsengang 
07:11 Uhr

US-Sanktionen erwartet – Ölpreise reagieren

Die Ölpreise fallen infolge von Gewinnmitnahmen vor der erwarteten Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen den Iran. Der Preis für die Nordseesorte Brent sinkt um 1,29 Prozent auf 93,17 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI verbilligt sich um 1,38 Prozent auf 85,86 Dollar. US-Finanzminister Scott Bessent, der im Tagesverlauf eine Pressekonferenz abhalten will, hatte dem Iran zuvor mit den "härtesten Sanktionen der Geschichte" gedroht. Der iranische Präsident Masud Peseschkian verurteilte die Pläne, rief aber zugleich zu einer diplomatischen Lösung auf. In der Vorwoche hatten die Ölpreise noch um mehr als fünf Prozent zugelegt, da festgefahrene Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran die Öllieferungen durch die Straße von Hormus begrenzten. Durch diese Meerenge wird üblicherweise ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert.

US-Sanktionen erwartet – Ölpreise reagieren
06:54 Uhr

Anleger suchen "Vorwand für Verkäufe"

Die asiatischen Aktienmärkte nehmen zum Wochenstart eine abwartende Haltung ein. In Tokio bleibt der Nikkei-Index fast unverändert bei 65.968,71 Punkten und der breiter gefasste Topix notiert 0,3 Prozent höher bei 4080,30 Zählern. Auch in China geben die Kurse nach: Der Shanghai Composite verliert 0,6 Prozent auf 3880,33 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,1 Prozent auf 4.566,57 Punkte.

Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des US-Chipriesen Nvidia am Mittwoch geraten in Tokio vor allem Werte aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) unter Druck. So gehören Fujikura mit einem Minus von 3,5 Prozent und SoftBank mit einem Abschlag von 3,3 Prozent zu den Verlierern, während der Chipanlagenbauer Tokyo Electron um 2,1 Prozent zulegt. "Wir betrachten die Sorgen über die Rentabilität von Halbleiterunternehmen lediglich als Vorwand für Verkäufe", sagt Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities.

Die Stimmung wurde zudem von geopolitischen Spannungen getrübt. Anleger blicken nervös auf drohende US-Sanktionen gegen den Iran sowie einen heraufziehenden Handelskrieg zwischen den USA und Kanada.

Anleger suchen "Vorwand für Verkäufe"
06:36 Uhr

Samsung-Kurs bricht ein

Enttäuschende Renditepläne schicken die Aktien von Samsung Electronics auf Talfahrt. Die Papiere des südkoreanischen Chipherstellers fallen um acht Prozent. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, in diesem Jahr zwischen 90 und 110 Billionen Won (bis zu 79,4 Milliarden Dollar) an seine Aktionäre zurückzugeben. Dies sei mehr als fünfmal so viel wie der bisherige Höchstwert von 20,3 Billionen Won im Jahr 2020, teilte Samsung mit. Im dritten Quartal seien zudem Bardividenden in Höhe von 30 Billionen Won geplant.

Analysten zufolge sind die in Aussicht gestellten Summen geringer als erwartet ausgefallen. Zudem fehlten Details zu geplanten Aktienrückkäufen. Im Gegensatz zum Konkurrenten SK Hynix habe Samsung weder eine Ausweitung der bestehenden Ausschüttungspolitik noch die Einziehung eigener Aktien angekündigt, erklärte Analyst Sohn In-joon von Eugene Securities. Letzteres hätte direkter zu einem Kursanstieg beitragen können. Die Aktien von SK Hynix legen um 0,4 Prozent zu, während der südkoreanische Leitindex Kospi um 1,5 Prozent nachgibt.

Samsung-Kurs bricht ein
06:19 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 158,87 Yen und legt leicht auf 6,7235 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8000 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1681 Dollar und gibt um 0,1 Prozent auf 0,9345 Franken nach.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:00 Uhr

Warten auf den großen Knall …

In dieser Börsenwoche dürften das Notenbankertreffen in Jackson Hole, die Nvidia-Zahlen und wichtige Konjunkturdaten den Takt vorgeben. Diese dürften entscheiden, ob sich die jüngsten Turbulenzen am Anleihe- und Aktienmarkt fortsetzen. Sorgen über hohe Ölpreise wegen der Pattsituation im US-Iran-Konflikt und die steigende Staatsverschuldung hatten in den vergangenen Tagen die Renditen von Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten getrieben. Anleger warfen daraufhin als risikoreicher geltende Aktien aus den Depots, doch starke Konzernbilanzen und Konjunkturdaten begrenzten die Kursverluste. "Es scheint für die Weltwirtschaft unverändert möglich zu sein, ohne normalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu expandieren", kommentiert Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Am Freitag schloss der Dax mit einem Stand von 26.137 Punkten. Das Wochenminus betrug damit etwa ein Prozent.

Nun richten Anleger ihren Blick auf weitere wichtige Termine in dieser Woche. Im Fokus steht dabei vor allem das Symposium der regionalen Notenbank von Kansas City in Jackson Hole. Das Treffen von Notenbankern, Ökonomen und Finanzpolitikern beginnt am Donnerstag und dauert bis Samstag. Dort erhoffen sich Investoren weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der US-Notenbank Fed unter dem neuen Chef Kevin Warsh. Er hat sich bislang zurückhaltend zum künftigen Kurs der Geldpolitik unter seiner Führung geäußert.

Auf der Unternehmensseite legt Nvidia am Mittwoch als letzter der wichtigsten US-Technologiekonzerne seine Quartalszahlen vor. Dies gilt als erneuter Test für den Handel mit KI-Aktien, nachdem mehrere Unternehmen aus dem Sektor starke Ergebnisse vorgelegt hatten. "Nach Wochen der Sorge über die enormen Finanzierungssummen, die für den Ausbau von KI benötigt werden, werden Investoren weiter nach Belegen suchen, dass die Nachfrage nach Chips und KI-Infrastruktur stark genug bleibt", sagt Capital.com-Expertin Daniela Hathorn. Geplant zur Veröffentlichung am Mittwoch sind zudem die Ergebnisse des SAP-Rivalen Salesforce.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Warten auf den großen Knall …