Wirtschaft

US-Regierung beruhigt MärkteGute Konjunkturdaten verschaffen der Wall Street Rückenwind

21.08.2026, 23:26 Uhr
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Der Anstieg der Renditen ist erst einmal gebremst. (Foto: AP Photo/Yuki Iwamura)

Eine turbulente Handelswoche endet für die Wall Street mit einem kleinen Tagesplus. Verunsicherte Anleger freuen sich über robuste Konjunkturdaten. Auch die Anleiherückkäufe der US-Regierung zeigen Wirkung.

Nach einer wechselhaften Handelswoche haben die US-Börsen im Plus geschlossen. Auf Wochensicht verbuchten die wichtigsten Indizes jedoch Verluste, da schwankende Anleiherenditen und die unklare Lage im Nahen Osten die Anleger verunsicherten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss ein Prozent höher auf 53.277 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,4 Prozent auf 7674 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 26.180 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Dow knapp 0,9 Prozent, der S&P 500 gab 1,4 Prozent nach und der Nasdaq büßte zwei Prozent ein.

Im Handelsverlauf orientierten sich die Investoren stark an der Entwicklung der US-Staatsanleihen, da die Aussicht auf höhere Kreditkosten zeitweise die Risikobereitschaft dämpfte. Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent über eine mögliche Ausweitung der Anleiherückkäufe durch die Regierung beruhigten die Märkte jedoch. "Mitte der Woche befürchteten die Aktienanleger noch, dass die Renditen nur noch den Weg nach oben kennen", sagte Chris Zaccarelli, Anlagechef bei Northlight Asset Management. Nach der Ankündigung des Finanzministeriums seien diese Sorgen in den Hintergrund getreten.

Zusätzlichen Rückenwind lieferten robuste Konjunkturdaten. Der US-Dienstleistungssektor verzeichnete im August das stärkste Wachstum seit fast zwei Jahren. Dies glich eine Abschwächung in der Industrie aus, die unter geringerem Lageraufbau und Lieferengpässen infolge des Iran-Krieges leidet. Unterdessen hob die Großbank UBS ihr Jahresendziel für den S&P 500 unter Verweis auf starke Unternehmensgewinne auf 8100 Punkte an.

Kryptowerte verbuchen Höhenflug

Neue Inflationssorgen schürte dagegen der Ölmarkt. Die Preise stiegen den sechsten Tag in Folge, nachdem US-Präsident Donald Trump den Handelspartnern des Irans mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht hatte. Auf Wochensicht verteuerte sich die Nordseesorte Brent um 6,39 Prozent, US-Leichtöl legte um 5,66 Prozent zu.

Auf Unternehmensseite standen unter anderem Einzelhändler und Kryptowerte im Fokus. Die Aktien von Ross Stores stiegen um 4,4 Prozent, nachdem der Discounter seine Jahresgewinnprognose angehoben und besser als erwartete Quartalszahlen vorgelegt hatte. Ein Kursanstieg der Cyberdevise Bitcoin auf den höchsten Stand seit Mitte Mai beflügelte die Aktien von Kryptounternehmen. Die Papiere der Handelsplattform Robinhood sprangen um 13,7 Prozent nach oben. Die Titel der Kryptobörse Coinbase gewannen 8,2 Prozent und die des Softwareherstellers MicroStrategy legten um sechs Prozent zu. Bei den Branchen im S&P 500 verzeichneten Rohstoffwerte mit einem Plus von 2,2 Prozent die stärksten Gewinne. Versorger bildeten mit einem Abschlag von 2,3 Prozent das Schlusslicht.

In der neuen Woche richten die Anleger ihr Augenmerk auf die Quartalszahlen des KI-Chip-Spezialisten Nvidia sowie von Softwareunternehmen wie Intuit, Salesforce und CrowdStrike. Zudem stehen wichtige Konjunkturdaten an, darunter der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Juli. Dieser gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank Fed. Mit Spannung wird auch die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Ende der Woche erwartet.

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Quelle: ntv.de, mau/rts

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