Der Börsen-Tag
5. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Max Borowski
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17:56 Uhr

Dax schließt auf Rekordstand

Die militärische Intervention von US-Truppen in Venezuela und die Entführung sowie anschließende Überführung in die USA des dortigen Machthabers Nicolas Maduro haben den deutschen Aktienmarkt gestützt. Auch die Aussicht auf ein längerfristig höheres Ölangebot stützte das Sentiment: Dies dürfte dämpfend auf die Inflation wirken und könnte mithin die Wirtschaft ankurbeln.

Der Dax gewinnt 1,3 Prozent auf 24.869 Punkte und schließt damit auf einem neuen Allzeithoch. Ein schwächerer ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA schob den Dax am Nachmittag zusätzlich an. Mit 47,9 Punkten gab der ISM-Index im Dezember leicht nach gegenüber dem Vormonat und verfehlte die Erwartung einer Verbesserung auf 48,3 Punkte. An den Märkten wurden die Daten offenbar als taubenhaftes Signal in Richtung US-Notenbank gelesen.

Kursgewinner Nummer eins waren Rüstungswerte. Wegen des US-Angriffs auf Venezuela und erneuter Drohungen gegen Grönland wurde gekauft. Im Dax sprangen Rheinmetall um 9,4 Prozent nach oben. Hensoldt und Renk stiegen um bis zu 8,2 Prozent. Airbus kletterten um 2,1 Prozent, nachdem die Auslieferungen für 2025 laut einem Bericht etwas höher als erwartet ausgefallen sind. "Solange militärische Konflikte regional begrenzt bleiben und keine Eskalationen zwischen den Weltmächten auslösen, kann die Börse, so hart es klingt, damit leben", so CMC.

US-Präsident Donald Trump hat die Inbesitznahme der Ölfelder in Venezuela angekündigt. Die Förderung sollen zukünftig US-Konzerne übernehmen, ein mögliches Milliardengeschäft. Venezuela verfügt über die größten Ölreserven weltweit. Die Nachricht stützte Öl- und Energieaktien, aber auch Ausstatter. Siemens Energy legten um 3,9 Prozent zu.

17:28 Uhr

Autowerte schwächeln

Während Rüstungsaktien haussieren und der Dax ein neues Allzeithoch markiert hat, bleiben Autoaktien außen vor. Laut einer aktuellen Studie von JP Morgan erwarten die Analysten einen schwächeren Jahresauftakt für die Branche, im zweiten Quartal könnte sich die Produktions-Schwäche sogar noch ausweiten. Verantwortlich seien geringere Exporte aus Europa in andere Länder, die Auswirkungen der Zölle sowie der verstärkte Kauf von Gebrauchtwagen durch die Verbraucher.

BMW verlieren 2,7 Prozent, Mercedes-Benz 2,5 Prozent, VW 2,7 Prozent oder Continental 1,3 Prozent.

16:57 Uhr

Dax markiert neues Allzeithoch

Der Dax baut seine Gewinne weiter aus und liegt nun 1,2 Prozent auf 24.836 Punkte vorne. Bei 24.846 Punkten wurde ein neues Allzeithoch markiert. Ein Grund: Der unter den Erwartungen ausgefallene ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe hat neue Lockerungsfantasie mit Blick auf die US-Notenbank ausgelöst.

16:54 Uhr

US-Drohnenhersteller führt Rüstungsrally an

Die US-Militärintervention in Venezuela und die Drohungen von Präsident Donald Trump gegen weitere lateinamerikanische Länder treiben die Aktien von US-Rüstungsfirmen an. Die Papiere von Lockheed Martin, Northrop Grumman und L3Harris gewinnen jeweils rund zwei Prozent. Die Aktien des Drohnenherstellers Aerovironment springen um elf Prozent in die Höhe, Kratos Defense legen um acht Prozent zu. Trump hatte nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro mit einem weiteren Einsatz gegen das Land sowie gegen Kolumbien und Mexiko gedroht. Der S&P-Branchenindex für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung klettert auf ein Rekordhoch. Auch in Europa sind Rüstungswerte gefragt.

16:24 Uhr

US-Industrie schrumpft überraschend schneller

Die Aktivität in der US-Industrie hat sich laut ISM im Dezember verlangsamt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 47,9 (Vormonat: 48,2). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf 48,3 prognostiziert.

Das Stimmungsbarometer liegt damit unter der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Schrumpfen signalisiert. Unter den stark beachteten Unterindizes stieg der für Neuaufträge auf 47,7 (Vormonat: 47,4), jener für die Beschäftigung legte zu auf 44,9 (Vormonat: 44,0). Der Index für die Produktion gab nach auf 51,0 (Vormonat: 51,4), während der Subindex der Preise einen konstanten Wert von 58,5 auswies.

16:15 Uhr

US-Börsen auf Rekordkurs

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Spezialkräfte sind die US-Börsen mit kräftigen Gewinnen in die Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte steigt 1,2 Prozent auf 48.952 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,6 Prozent auf 69600 Zähler. Das Plus beim technologielastigen Nasdaq beträgt 0,9 Prozent auf 25.427 Punkte. Gefragt waren vor allem Chipkonzerne und Ölaktien. Anleger wetteten darauf, dass US-Ölkonzerne Zugang zu den weltgrößten Ölreserven in Venezuela erhalten.

Die Papiere von Chevron und ConocoPhillips zogen jeweils rund vier Prozent an. Die Aktien der Öldienstleister SLB und Halliburton, deren Technologie für den Wiederaufbau der Förderung entscheidend wäre, gewannen jeweils bis zu neun Prozent. "Die Risikobereitschaft hat zugenommen, da die Aktion in Venezuela als einmalig angesehen wird und die globalen Aktienmärkte durch die Erwartung niedrigerer Energiekosten ermutigt wurden", sagte Bob Savage, Stratege bei BNY.

Die Hoffnung auf weiter steigende Preise infolge einer globalen Angebotsknappheit trieb zum Handelsauftakt zudem die Aktien von Speicherchip-Herstellern an. Die Aktien von Micron und Western Digital verteuerten sich in der Spitze um mehr als drei beziehungsweise mehr als vier Prozent.

15:48 Uhr

"Beispiellose Knappheit" treibt Speicherchip-Hersteller

Die Hoffnung auf weiter steigende Preise infolge einer globalen Angebotsknappheit treibt die Aktien von Speicherchip-Herstellern an. Die in den USA gehandelten Papiere von Micron legen vor US-Börsenstart mehr als drei Prozent zu. SanDisk, Western Digital und Seagate verteuern sich zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Hintergrund ist die hohe Nachfrage nach Chips für den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI), die das Angebot verknappt. Samsung-Co-Chef TM Roh spricht von einer "beispiellosen" Knappheit. Analysten schätzen, dass der aktuelle Aufschwung bis weit ins Jahr 2027 andauern könnte.

15:16 Uhr

Sommer 2026 soll "Wendepunkt" für deutsche Flughäfen sein

Die deutschen Flughäfen rechnen auch dank geplanter Entlastungen durch die Politik für 2026 mit mehr Passagieren. Die Zahl der Fluggäste werde 2026 voraussichtlich um 4,2 Prozent auf 225 Millionen steigen, teilte der Airportverband ADV am Montag mit. Damit erreiche Deutschland aber nur rund 91 Prozent des Niveaus von vor der Corona-Krise 2019. Diese Prognose sei jedoch an die Bedingung geknüpft, dass die Bundesregierung angekündigte Entlastungen umsetze und weitere strukturelle Standortnachteile abbaue. Die Nachfrage bleibe vor allem bei Privat- und Urlaubsreisen hoch.

Den stärksten Zuwachs erwartet der Verband mit 5,2 Prozent im Europaverkehr. Auf der Langstrecke soll das Passagieraufkommen um 3,1 Prozent zulegen, im innerdeutschen Verkehr um 2,9 Prozent. "Wir sehen erfreuliche Signale für das Jahr 2026 – getrieben von stabiler Nachfrage und steuerpolitischen Kurskorrekturen", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Die Prognose liege nur knapp unter der des Airline-Weltverbandes IATA, der für 2026 weltweit einen Anstieg von 4,4 Prozent erwarte.

Hoffnungsträger ist dem Verband zufolge der Sommerflugplan. Als Gründe nannte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) die geplante Senkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli sowie zusätzliche Flugkapazitäten, da wegen Triebwerksproblemen stillgelegte Maschinen wieder eingesetzt würden. Zudem signalisierten Fluggesellschaften die Bereitschaft, ihre Flugpläne zu überdenken, sofern die Rahmenbedingungen stimmten. "Der Sommer 2026 könnte ein Wendepunkt sein – wenn die politischen Signale jetzt in dauerhafte Standortpolitik übersetzt werden", sagte Beisel.

14:08 Uhr

Venezuela-Rally bei US-Ölaktien

Die Hoffnung auf Zugriff auf die Ölreserven Venezuelas treibt die Aktien von US-Energiekonzernen. Die Titel von Halliburton steigen vor US-Börsenstart um gut zehn Prozent, die von SLB um neun Prozent. Exxon Mobil verteuert sich um knapp fünf Prozent. Chevron, Baker Hughes, ConocoPhillips und Valero Energy gewinnen jeweils rund sieben Prozent. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Spezialkräfte hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA benötigten "totalen Zugang" zu den Ölreserven Venezuelas. Dies nährte Spekulationen, dass Washington die Beschränkungen für venezolanische Rohölexporte lockern könnte.

Die Analysten von JP Morgan sind der Ansicht, die kombinierten Ölreserven aus Venezuela, Guyana und den USA könnten den Vereinigten Staaten etwa 30 Prozent der weltweiten Ölreserven sichern, wenn sie unter ihrem Einfluss konsolidiert würden. Die Rohölpreise machten anfängliche Verluste zum Wochenauftakt wieder wett und zogen leicht an.

Den Analysten von Scotiabank zufolge könnte auf kurze Sicht der Energiekonzern ConocoPhillips der größte Nutznießer sein. Sollte es zu einer Machtübergabe an einen pro-westlichen Kandidaten kommen, könnte das Unternehmen bis zu zehn Milliarden Dollar für frühere Forderungen erhalten und sich wieder zwei Projekten anschließen. Der US-Ölkonzern Chevron werde zwar keine hohen Einmalzahlungen erhalten, konstatierten die Experten weiter. Sein Status als einziges derzeit im Land tätiges US-Unternehmen könnte Chevron jedoch einen Vorsprung verschaffen.

13:39 Uhr

Rheinmetall und MBDA gründen Joint-Venture für Laserwaffen

Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und MBDA bündeln ihre Marine-Laser-Aktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen, um hochleistungsfähige und innovative Laserwaffensysteme zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Das neue Joint-Venture baut auf einer seit 2019 bestehenden Kooperation auf, im Rahmen derer die Unternehmen bereits einen Laserdemonstrator erstellt haben, der auf einem Marineschiff der Bundeswehr ein Jahr lang erfolgreich unter operationellen Bedingungen getestet wurde, wie Rheinmetall mitteilte.

Nach der erfolgreicher einjährigen Testphase zur See mit mehr als über 100 Beschüssen und Tracking-versuchen gegen verschiedene Ziele wurde der Laserdemonstrator für die Marine zur weiteren Erprobung an das Laserkompetenzzentrum der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition in Meppen transferiert. Er ist dort wieder in Betrieb genommen worden und wird zur weiteren Erprobung auch landgestützter Drohnenabwehr genutzt.

Ziel des Joint Ventures ist der Mitteilung zufolge zunächst die Entwicklung eines operationellen Laserwaffensystems für die Deutsche Marine, das komplementär zu Rohrwaffen und Lenkflugkörpern, insbesondere zur Abwehr von Drohnen und weiteren hochagilen Zieltypen im Nah- und Nächstbereich geeignet ist.

13:09 Uhr

Dax in Rekordlaune

Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr hat den Dax auf ein Rekordhoch getrieben. Mit einem Anstieg bis zu 1,2 Prozent auf 24.825 Punkte hatte der deutsche Leitindex im frühen Handel seine alte Bestmarke aus dem Oktober von 24.771 Punkten hinter sich gelassen. Gegen Mittag notierte das Börsenbarometer mit 24.713 Punkten noch 0,7 Prozent im Plus.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 0,4 Prozent auf 31.104 Zähler. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, setzte seinen Rekordkurs fort und stieg um 0,7 Prozent.

Bereits gegen Ende 2025 hatten Anleger hierzulande zunehmend auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die schuldenfinanzierten Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung sowie durch weniger Bürokratie gesetzt. "Anleger scheinen fest entschlossen zu sein, die fundamentale Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft - getragen von den Reformhoffnungen unter der Regierung Merz - in die Kurse einzupreisen", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Dennoch bleibe die Marktdynamik vorerst fragil, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anziehe.

Zudem griffen die Anleger bei Rüstungsaktien zu. So schnellten Rheinmetall an der Dax-Spitze um 7 Prozent in die Höhe. Unter den besten Werten im MDax zogen die Aktien des Panzergetriebeherstellers Renk um 6,3 Prozent und die des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt um 6,6 Prozent an. Damit holten die Rüstungswerte ihre Verluste des vierten Quartals weiter auf. Da hatten viele Anleger die zuvor starken Kursentwicklungen genutzt, um Kasse zu machen - auch in der Hoffnung auf ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Rüstungswerte profitieren nun davon, dass es nach wie vor keine Lösung für den Ukraine-Krieg gibt. Hinzu kommt jetzt noch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem droht nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump jetzt auch Kolumbien. "Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit", fuhr Sohlleder fort. Da Venezuela über signifikante Ölreserven verfüge, beobachteten Marktteilnehmer die Reaktion der Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationserwartungen mit Argusaugen. Sollte die geopolitische Instabilität zunehmen, könnte dies den Risikoappetit der Anleger kurzfristig bremsen.

Angetrieben von einem positiven Analystenkommentar zu den Aktien von ASML blieben die Papiere des Branchenkollegen Aixtron gefragt und stiegen um weitere 3,5 Prozent. Die Rally des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron hatte im Herbst Fahrt aufgenommen. Im Kielwasser dessen zogen die Anteilsscheine des Halbleiterindustrie-Zulieferers Siltronic an der Spitze des Nebenwerte-Index SDax um 6,3 Prozent an.

Aktien von Rückversicherern hingegen gerieten unter Druck. Munich Re verloren 1,2 Prozent und Hannover Re 1,7 Prozent. Analysten verwiesen auf Preisdruck bei der jährlichen Vertragserneuerungsrunde.

12:47 Uhr

Gold- und Silberpreis ziehen deutlich an

Die Preise für Gold und Silber haben von der gestiegenen politischen Unsicherheit infolge des US-Angriffs auf den ölreichen südamerikanischen Staat Venezuela profitiert. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) stieg um mehr als zwei Prozent auf 4.424 US-Dollar. Damit steuert Gold auch am zweiten Handelstag des Jahres auf ein Plus zu.

Ende 2025 war der Goldpreis nach dem am 26. Dezember erreichten Rekordhoch von knapp 4.550 US-Dollar bis auf 4.275 Dollar zurückgefallen. Gold war im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr.

Bei Silber war das Jahresplus mit fast 150 Prozent noch deutlich höher. Am Montag zog der Silberpreis um fast vier Prozent auf 75,5 Dollar an. In den vergangenen Wochen schwankte der Preis für Silber zuletzt stark. Nach dem Rekordhoch von etwas mehr als 84 Dollar am 29. Dezember ging es zeitweise wieder bis auf 70 Dollar zurück.

12:22 Uhr

Foxconn meldet Umsatzsprung

Die ungebrochene Nachfrage nach Hochleistungsservern für Künstliche Intelligenz (KI) beschert Foxconn einen erneuten Schub. Der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger gab einen Anstieg des Quartalsumsatzes um 22 Prozent auf ein Rekordhoch von umgerechnet 70,8 Milliarden Euro bekannt.

Wachstumstreiber war erneut die Cloud- und Netzwerksparte des taiwanischen Konzerns, der offiziell Hon Hai Precision Industry heißt. Sie hatte vor einigen Monaten die Smartphone-Fertigung als wichtigsten Geschäftszweig abgelöst. Foxconn ist ein wichtiger Produzent von KI-Servern. Das Unternehmen erwartet in diesem Bereich ein "signifikantes" Wachstum. So schloss es im November eine Partnerschaft mit dem ChatGPT-Anbieter OpenAI. Die beiden Firmen wollen gemeinsam KI-Hardware entwickeln.

Das Geschäft mit Verbraucherelektronik verbuchte im abgelaufenen Quartal dagegen einen Umsatzrückgang, teilte Foxconn weiter mit. Der Grund hierfür seien negative Wechselkurseffekte. Der Konzern ist der weltgrößte Fertiger von Apples iPhones. Detaillierte Geschäftszahlen sollen im März veröffentlicht werden.

11:48 Uhr

Seit Jahren im Zahlungsverzug: Wert venezolanischer Anleihen springt nach oben

Die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat zu einem Kurssprung bei den Staatsanleihen des seit Jahren zahlungsunfähigen Landes geführt. Die Papiere der Regierung und des staatlichen Ölkonzerns PDVSA legten im frühen europäischen Handel um bis zu acht Cent je Dollar oder rund 20 Prozent zu. Die Aktion des US-Militärs in Caracas am Wochenende nährt an den Finanzmärkten die Hoffnung auf eine umfassende Umschuldung.

Bereits 2025 gehörten die Anleihen Venezuelas zu den weltweit renditestärksten Anlagen und verdoppelten ihren Wert nahezu, als die US-Regierung unter Präsident Donald Trump den militärischen Druck auf Maduro erhöhte. Zu Wochenbeginn stieg der Kurs einer bis 2031 laufenden Anleihe auf fast 40 Cent je Dollar. Die meisten anderen Papiere des Landes notierten zwischen 35 und 38 Cent.

Venezuela ist seit 2017 mit seinen Zahlungen im Verzug. Die Regierung und der Ölkonzern PDVSA sind mit Anleihen im Nennwert von rund 60 Milliarden Dollar im Zahlungsverzug. Analysten zufolge belaufen sich die gesamten Auslandsschulden des Landes jedoch auf 150 bis 170 Milliarden Dollar - je nachdem, wie aufgelaufene Zinsen und Gerichtsurteile eingerechnet werden.

11:24 Uhr

Ölpreise runter, Aktienkurse rauf?

Die Aussicht auf eine langfristige Erholung des Angebots infolge einer zu erwartenden höheren Produktion Venzuelas dürfte nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Volkswirten die Ölpreise senken. "Trump selbst hatte am Wochenende gesagt, US-Ölkonzerne würden 'hineingehen, Milliarden von Dollar ausgeben, die schwer beschädigte Infrastruktur, die Ölinfrastruktur, reparieren und anfangen, Geld für das Land zu verdienen'", schreiben sie in ihrem Morgenkommentar. Tatsächlich hätten diese Erwartungen die Ölpreise bereits gedrückt: "Brent-Rohöl fällt um 0,43 Prozent auf 60,49 Dollar je Barrel, während WTI um 0,54 Prozent auf 57,01 Dollar nachgibt.

Unterdessen sind die US-Aktienfutures leicht gestiegen, wobei der Future auf den S&P-500 um 0,12 Prozent zulegt", schreiben die Ökonomen.

11:01 Uhr

Nordex punktet in Kanada

Nordex hat sich in Kanada weitere Aufträge gesichert. Wie der Windkraftanlagenbauer mitteilte, umfassen die beiden Bestellungen die Lieferung von 73 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 508 Megawatt (MW) und langfristige Servicevereinbarungen. Die Lieferung der Anlagen sei für die Jahre 2027 und 2028 geplant. Die Namen der Kunden und der Windparks wurden nicht bekanntgegeben. Die für kalte Klimazonen ausgelegten Turbinen würden mit einem speziellen Anti-Vereisungssystem für die Rotorblätter ausgestattet, um Ausfälle durch Eisbildung zu verringern, erklärte das Unternehmen.

10:24 Uhr

Chevron-Aktionäre wittern Hauptgewinn in Venezuela - Experte zweifelt

Die Aktie von Chevron legt bei guten Umsätzen in London um 10 Prozent zu - getragen von der Erwartung, der Hauptprofiteur der Entwicklung in Venezuela zu sein. Chevron ist aktuell der einzige große US-Ölproduzent, der unter einer speziellen Lizenz des US-Finanzministeriums noch in Venezuela tätig ist.

Marktstratege Neil Wilson hat so seine Zweifel, dass Chevron in Venezuela wieder auf eine Förderung von 4 Millionen Barrel pro Tag kommen werde. Das dauerte Jahre und erforderte Investitionen in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar. Zum anderen stelle sich die Frage, ob das Regime, das in Venezuela das Sagen habe, tatsächlich die Kontrolle abgeben werde.

09:56 Uhr

Rüstungsrally zieht Dax auf Allzeithoch

Eine Rally der Rüstungsaktien zieht die Börsen nach oben: Der Dax markiert ein Allzeithoch bei 24.792 Punkten und klettert aktuell um gut 1 Prozent auf 24.780 Punkte. Rheinmetall gewinnen 6,8 Prozent und sind damit stärkster Wert im Dax. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,9 Prozent auf 5.904 Zähler.

Hensoldt und Renk steigen um 5 bis 6 Prozent. In Paris legen Dassault Aviation 4,4 Prozent und Thales 3,3 Prozent zu, in Mailand steigen Leonardo um 6 Prozent, in London geht es bei BAE Systems um 4,4 Prozent nach oben, in Schweden bei Saab um 4,3 Prozent. Airbus klettern um 2 Prozent, nachdem die Auslieferungen laut einem Bericht etwas höher als erwartet ausgefallen sind.

Neben der Rüstung werden auch Technologiewerte weiter gekauft. Der südkoreanische Kospi-Index springt dank starker Chip-Werte um 3,4 Prozent ebenfalls auf ein neues Rekordhoch. Für Aktien wie Taiwan Semicondunctor und Softbank geht es um die 5 Prozent nach oben - in Südkorea springen Samsung Electronics auf Allzeithoch. Entsprechend legt der Index der Halbleiterwerte in Europa um 1,8 Prozent zu. Bei Aktien wie ASML und BE Semiconductor geht es am Morgen um über 4 Prozent nach oben. Im Dax legen Infineon um 2,8 Prozent zu.

09:34 Uhr

Ölmärkte bewerten US-Intervention in Venezuela

Am Rohstoffmarkt verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 60,63 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,3 Prozent schwächer bei 57,12 Dollar.

Die Märkte bewerten die Auswirkungen der US-Intervention sowie die Entscheidung der OPEC+, die Ölförderung unverändert zu lassen wie folgt: Ein Szenario mit fallenden Ölpreisen sei höchst unwahrscheinlich, sagt Marko Papic, Chefstratege bei BCA Research. Venezuela benötige viel Kapital und technische Hilfe, um seine Produktion wieder hochzufahren. Papic zufolge könnten sogar Aufwärtsrisiken für den Ölpreis entstehen.

09:17 Uhr

Tech-Rally statt Trump-Turbulenzen

Der Dax bewegt sich weiter aufwärts und startet fester in den Handel. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 24.650 Punkten, nachdem er am ersten Handelstag des Jahres 0,2 Prozent auf 24.539 Zähler zugelegt hatte. 2025 hatte er etwa 23 Prozent gewonnen.

"Die US-Intervention in Venezuela lässt die Märkte bislang kalt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf zum Teil neue Rekordstände an den Asien-Börsen, wo die Technologierally andauert. "Es gibt auch keine Turbulenzen am Ölmarkt, was zur Beruhigung der Lage beiträgt."

08:58 Uhr

Erstes Highlight steht auf der Agenda

Mit dem US-Arbeitsmarktbericht steht am Freitag der erste Hochkaräter an US-Daten auf der Agenda. Dieser dürfte nach Einschätzung von Marktstratege Michael Brown von Pepperstone eine Fortsetzung der Stagnation zeigen, mit einer Arbeitslosigkeit bei ca. 4,6 Prozent. Dies sollte die Fed jedoch nicht von weiteren Zinssenkungen abhalten - der Markt ist seiner Meinung nach hier aktuell zu restriktiv positioniert.

08:40 Uhr

Luxus-Aktien könnten 2026 rocken

Nachdem der Sektor der europäischen Luxusgüterhersteller 2025 mehrheitlich stagniert hat, sehen die Bernstein-Analysten erste Anzeichen einer Erholung. Sie gehen für das Geschäftsjahr 2026 von einer schrittweisen Erholung aus, sie erwarten ein währungsbereinigtes Wachstum von rund fünf Prozent. Gerechnet wird mit einer fortschreitenden schrittweisen U-förmigen Erholung in China. Der Sommer brachte mehrere Datenpunkte, die auf eine Verbesserung der Nachfragetrends hindeuteten. Dies dürfte sich im Schlussquartal 2025 fortgesetzt haben.

08:22 Uhr

"Risk on" heißt das Motto

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Start in die Woche im Plus erwartet. Der Euro-Stoxx-50 wird am Morgen mit 5.882 Punkten indiziert und dürfte damit am zweiten Handelstag des Jahres erneut auf Allzeithoch notieren. Auch der Dax wird knapp ein halbes Prozent im Plus erwartet. Die Vorgaben aus Asien lesen sich positiv, dort legt der Nikkei um 3 Prozent zu und die Stärke der Halbleiterwerte schiebt die Börse in Seoul auf Rekordhoch.

Gesprächsthema Nummer eins ist die Festnahme des venezolanischen Präsidenten durch die USA am Wochenende. Die USA führten am Samstag einen Angriff gegen Venezuela aus und setzten den langjährigen Präsidenten Nicolás Maduro ab. Die aktuelle Lage in Venezuela könnte Auswirkungen auf die Ölpreise haben, heißt es bei der Commerzbank. Brent-Rohöl handelt aber etwas leichter, da Marktteilnehmer davon ausgehen, dass ein reichliches globales Angebot und eine unveränderte Förderpolitik der Gruppe Opec+ mögliche Störungen durch Venezuela ausgleiche.

Der Tageskalender ist noch vergleichsweise leer, auch von Unternehmensseite ist es noch recht ruhig. Es ist die erste volle Handelswoche im neuen Jahr, viele Marktteilnehmer dürften noch in den Ferien weilen und die Liquidität in Folge gering ausfallen.

08:03 Uhr

Technologierally und Rekorde in Asien

Die technologiegetriebene Rally an den asiatischen Börsen setzt sich fort. Da zuletzt noch nicht alle Handelsplätze geöffnet waren, vollziehen einige Börsen der Region die Aufschläge vom vergangenen Freitag nach - so wie in Japan. Händler sprechen von einem ungebrochenen KI-Boom. Die Risikobereitschaft unter Anlegern scheint von den geopolitischen Spannungen weitgehend unberührt, nachdem die USA einen Angriff auf Venezuela gestartet und Machthaber Nicolas Maduro gefangen genommen hatten.

Der marktbreite Topix in Japan und der südkoreanische Kospi verbuchen Allzeithochs. Der japanische Leitindex Nikkei steigt auf ein Zweimonatshoch und legt um 3,4 Prozent auf 52.033 Punkte zu. Die Chiptitel Advantest und Tokyo Electron ziehen um über 6 Prozent an. Der Kospi legt um weitere 3,2 Prozent zu - die schwer gewichteten Samsung Electronics schnellen um 7,8 Prozent in die Höhe, nachdem die Titel bereits am Freitag Rekordstände markiert hatten.

In China stagniert der HSI in Hongkong und der Shanghai Composite gewinnt 1,2 Prozent. Der HSI hatte bereits am Freitag deutlich zugelegt, auf dem Festland werden diese Aufschläge nun nachgeholt, weil dort erst jetzt wieder gehandelt wird. Der australische S&P/ASX-200 schloss unverändert. Technologiewerte spielen in diesem Index keine Rolle.

07:45 Uhr

Solarenergie überflügelt Braunkohle

Solaranlagen in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Strom erzeugt. Ihr Anteil an der heimischen Stromerzeugung wuchs von 14 Prozent (2024) auf rund 18 Prozent, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mitteilte. Damit habe Photovoltaik die Braunkohle (etwa 14 Prozent) und das Erdgas (rund 16 Prozent) als Energiequelle für Strom überholt.

Das geht nach Angaben des Verbands aus Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme hervor. Die wichtigste Stromerzeugungsquelle ist demzufolge Windenergie mit einem Anteil von 27 Prozent.

Nach der vorläufigen Jahresbilanz erzeugten die mehr als 5,5 Millionen installierten Photovoltaikanlagen im vorigen Jahr rund 87 Terawattstunden Strom. Das waren 15 Terawattstunden mehr als 2024 und erneut ein Höchstwert.

07:29 Uhr

BOJ sieht weitere Zinserhöhungen

Der japanische Notenbank-Gouverneur Kazuo Ueda hat weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt, sollten sich Konjunktur und Preise wie erwartet entwickeln. Die japanische Wirtschaft habe sich im vergangenen Jahr trotz der Belastung der Unternehmensgewinne durch höhere US-Zölle moderat erholt, erklärte Ueda. "Löhne und Preise werden höchstwahrscheinlich gemeinsam moderat steigen", sagte er. Eine Anpassung des Grades der geldpolitischen Unterstützung werde der Wirtschaft helfen, nachhaltig zu wachsen.

Die Bank of Japan (BOJ) hatte ihren Leitzins im vergangenen Monat von 0,5 auf 0,75 Prozent angehoben und erreichte damit den höchsten Stand seit 30 Jahren. Damit machte die Notenbank einen weiteren wichtigen Schritt bei der Abkehr von ihrer jahrzehntelangen extrem lockeren Geldpolitik mit Zinsen nahe null. Trotz der Anhebung bleiben die realen Kreditkosten in Japan jedoch deutlich im negativen Bereich, da die Verbraucherinflation seit fast vier Jahren über dem Ziel der BOJ von zwei Prozent liegt.

07:11 Uhr

Asien-Anleger stehen auf Chip-Werte

Die Aktienmärkte in Asien zeigen sich mit deutlichen Gewinnen. Angetrieben wird die Aufwärtsbewegung von starken Kurszuwächsen bei Chip-Aktien, die dem positiven Auftakt des US-Halbleitersektors folgen. Die Aktien des Chip-Testanlagenbauers Advantest legen um 5,14 Prozent zu, während der Hersteller von Chip-Fertigungsanlagen Tokyo Electron um 5,7 Prozent steigt.

Anleger zeigen sich damit von dem US-Militäreinsatz in Venezuela am Wochenende unbeeindruckt. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, er stelle Venezuela vorübergehend unter US-amerikanische Kontrolle. "Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA dürfte kurzfristig keine nennenswerten wirtschaftlichen Folgen für die Weltwirtschaft haben", sagt Neil Shearing, Chefvolkswirt bei Capital Economics. "Aber die politischen und geopolitischen Auswirkungen werden nachhallen."

Die japanische Börse tendiert fester. In Tokio legt der Nikkei-Index 2,6 Prozent auf 51.634,69 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 1,9 Prozent höher bei 3472,11 Zählern. Der Shanghai Composite gewinnt 1,1 Prozent auf 4011,45 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 1,6 Prozent auf 4.703,41 Punkte.

06:52 Uhr

Chinas Dienstleister verlieren an Schwung

Das Wachstum im chinesischen Dienstleistungssektor hat sich im Dezember auf den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr verlangsamt. Wie eine veröffentlichte Unternehmensumfrage zeigt, waren die Gründe dafür ein schwächeres Neugeschäft und eine sinkende Auslandsnachfrage. Der von S&P Global erstellte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor von RatingDog China General Services fiel von 52,1 im Vormonat auf 52,0 Punkte. Ein Wert über der Marke von 50 Zählern signalisiert Wachstum.

Das Wachstum des Neugeschäfts erreichte den niedrigsten Stand seit sechs Monaten, während das Auslandsgeschäft nach einer Zunahme im Vormonat wieder schrumpfte. Die Umfrage führte dies vor allem auf geringere Touristenzahlen zurück. Die Geschäftsaussichten hellten sich jedoch auf, wobei der entsprechende Teilindex auf ein Neunmonatshoch stieg. "Der Sektor beendete das Jahr 2025 mit einem Profil von 'bescheidenem Wachstum, hohen Erwartungen'", sagte Yao Yu, der Gründer von RatingDog. Schrumpfende Beschäftigung und eine unbeständige Auslandsnachfrage blieben jedoch die wichtigsten Hemmnisse. Demnach bauten die Unternehmen den fünften Monat in Folge Personal ab.

06:35 Uhr

Experten warnen vor drastischem Anstieg der Staatsschuldenquote

Das Düsseldorfer Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) warnt in einer neuen Studie eindringlich vor dem dauerhaften Ausnehmen der Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung von der Schuldenbremse des Grundgesetzes. Bleibe es bei der jetzigen Regelung, wonach das Gros der Verteidigungskosten über Kredite finanziert werden darf, "droht der Schuldenstand des deutschen Staates bis 2050 auf fast 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigen", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus der wissenschaftlichen Untersuchung. Zuletzt lag die Schuldenquote von Bund, Ländern und Gemeinden bei insgesamt gerade einmal 65 Prozent, heißt es.

Die Studie sei laut der Zeitung vor allem deshalb brisant, weil das IMK seit Jahren zu den eindeutigen Befürwortern einer sehr viel flexibleren Kreditregel im Grundgesetz zählt. Die nach der Bundestagswahl gefundene Lösung ist aus Sicht des Instituts aber kontraproduktiv. "Ökonomisch ist die Schuldenbremsenreform vom Frühjahr 2025 genau falsch herum aufgezogen worden: Eigentlich hätte man großzügig Kredite für Investitionen erlauben und vorübergehend Spielräume für Verteidigung schaffen sollen", sagte IMK-Chef Sebastian Dullien der Zeitung. "Stattdessen hat man begrenzte Spielräume für Investitionen und eine unbegrenzte Kreditaufnahmemöglichkeit für Verteidigung ins Grundgesetz geschrieben."

06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 157,17 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,9826 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,3 Prozent höher bei 0,7946 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,4 Prozent auf 1,1675 Dollar und zieht leicht auf 0,9279 Franken an.

05:59 Uhr

Dax in Schlagdistanz zum Rekordhoch - mit Risiko

Nach dem 23-prozentigen Kursplus 2025 hoffen die Dax-Anleger auf eine rasche Fortsetzung der Rally im neuen Jahr. Die anstehenden heimischen Konjunkturdaten würden voraussichtlich besser ausfallen als erwartet, sagt Daniel Hartmann, Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon. "Die positiven Effekte des deutschen Fiskalpakets werden derzeit unterschätzt. Das Wachstum dürfte 2026 nicht nur bei gut 1, sondern zwischen 1,5 und 2 Prozent liegen."

Der erste Handelstag des neuen Jahres machte Anlegern bereits Lust auf mehr: Zeitweise notierte der Dax am Freitag nur knapp 100 Zähler unter seinem Rekordhoch vom Oktober mit 24.771,340 Punkten. Ins Wochenende ging der deutsche Börsenleitindex dann mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent und 24.539 Zählern. Eine positive wirtschaftliche Dynamik, robuste Gewinne und strukturelle Investitionen in neue Technologien könnten die globalen Märkte noch eine Weile stützen, meint Alex Tedder vom Vermögensverwalter Schroders.

Positiv beurteilt Portfoliomanager Tilo Wannow von der Oddo BHF Bank vor allem die Aussichten für Qualitätsaktien. Darunter verstehen Experten ertragsstarke und relativ konjunkturunabhängige Werte wie Gesundheits- oder Konsumkonzerne. Nach einer unterdurchschnittlichen Kursentwicklung in den vergangenen Monaten seien Firmen aus diesen Sektoren recht günstig zu haben.

Einen Risikofaktor stellten Technologiewerte dar, warnt Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets. Die Furcht vor einem Platzen der KI-Blase könnte einen erneuten Kursabschwung auslösen.

Schwächere US-Konjunkturdaten könnten der labilen Anlegerstimmung ebenfalls einen Dämpfer verpassen. Börsianer tappen bei der Beurteilung des Gesundheitszustands der weltgrößten Volkswirtschaft teilweise im Dunkeln, weil der wochenlange US-Verwaltungsstillstand die Erhebung der Zahlen beeinträchtigt hat. Heute blicken Anleger aber zunächst auf frische Sentix-Konjunkturdaten für Deutschland.