Mittwoch, 29. August 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:55 Uhr

Rekordrausch der Wall Street reißt Dax mit

Dax
Dax 12.490,74

Nach einem eher beschaulichen Handelstag kann der Dax erneut zulegen. Für den deutschen Leitindex geht es zur Wochenmitte um 0,3 Prozent nach oben auf 12.562 Punkte. Europaweit ist die Stimmung an den Börsen optimistisch, wenn auch nicht euphorisch. Der Eurozonen-Index Euro-Stoxx-50 legt um ebenfalls 0,3 Prozent zu. Die Börse in London hingegen gibt 0,7 Prozent nach.

Positive Impulse kommen aus den USA: An der Wall Street markiert der marktbreite S&P 500 ein erneutes Allzeithoch bei 2915 Punkten. Auch die dortige Konjunktur sorgt für gute Laune an den Börsen: So wurde in den USA das BIP zum zweiten Quartal nach oben revidiert auf 4,2 Prozent. Zuvor lag es bei 4,1 Prozent.

Aktien aus der Immobilien-Branche ziehen angesichts der nachlassenden Sorgen um stärkere Zinserhöhungen weiter an. Im Dax steigen Vonovia daher auf ein neues Rekordhoch und schließen 1,5 Prozent im Plus. FMC setzen ihre Rally nach positiven Analystenstimmen fort, steigen um 2,4 Prozent und sind damit Tagessieger im deutschen Leitindex.

Schlusslicht im Dax sind hingegen Covestro, die um 2 Prozent nachgeben. Hier belasten Anschlussverkäufe nach der negativen Studie von Barclays vom Vortag. Die Analysten hatten auf Sorgen vor Margendruck und Überkapazitäten bei bestimmten Kunststoffen in China hingewiesen. Nun hat auch die Citigroup auf ein Überangebot von Recyling-Plastik im Reich der Mitte hingewiesen.

17:33 Uhr

Gefährliches Augen-Implantat sorgt für Kurssprung

Novartis
Novartis 83,99

Der Rückzug eines Konkurrenzproduktes vom Markt beschert Glaukos den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien der US-Medizintechnikfirma steigen um bis zu 58 Prozent auf ein Rekordhoch von 70,79 Dollar.

Zuvor hatte die Novartis-Tochter Alcon ein zur Behandlung von Grünem Star (Glaukom) eingesetztes Implantat vom Markt genommen, weil es Tests zufolge das Auge schädigen könnte. Dadurch könne sich der bislang auf 155 Millionen Dollar geschätzte US-Umsatz von Glaukos um 50 Millionen Dollar erhöhen, prognostizierten die Analysten des Vermögensverwalters William Blair. Novartis-Titel fallen in Zürich um 0,7 Prozent.

16:44 Uhr

Brexit-Idee der EU wirbelt Devisenmarkt auf

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,12

Binnen Minuten schnellt am Nachmittag die britische Währung Pfund Sterling um rund einen US-Cent auf 1,2982 Dollar und um eineinhalb Euro-Cent auf 1,1101 Euro in die Höhe.

Auslöser sind Börsianern zufolge Aussagen des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier. Dieser sagte, die Staatengemeinschaft werde Großbritannien für die Zeit nach dem Brexit eine Partnerschaft anbieten, die bislang kein anderer Drittstaat erhalten hat. Die Bedingungen für eine Teilnahme am gemeinsamen Binnenmarkt seien aber nicht verhandelbar.

16:18 Uhr

Diese Cannabis-Aktie versetzt Anleger in Rausch

Ein verdoppelter Umsatz von Tilray katapultiert die Aktionäre des Cannabis-Anbieters auf Wolke sieben. Die in den USA notierten Aktien des kanadischen Unternehmens steigen um knapp 22 Prozent auf ein Rekordhoch von 62,75 Dollar. Damit haben sie ihren Kurs seit dem Börsengang im Juli mehr als verdreifacht.

Dank eines gestiegenen Absatzes und höherer Preise wuchs der Quartalsumsatz von Tilray den Angaben zufolge auf 9,7 Millionen US-Dollar. Wegen hoher Kosten für den Ausbau des Geschäfts vervielfachte sich der Verlust allerdings auf 12,8 von 2,4 Millionen Dollar.

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Im Windschatten von Tilray legen die Papiere der Konkurrenten Canopy und Cronos bis zu zehn Prozent zu.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

16:05 Uhr

Handels-Hickhack lähmt die Wall Street

Dow Jones
Dow Jones 27.370,00

Der ungeklärte Handelsstreit mit Kanada hält Anleger von größeren Engagements an der Wall Street ab. Der US-Standardwerteindex Dow Jones liegt zur Eröffnung fast unverändert bei 26.049 Punkten.

Sollten sich die USA mit ihrem nördlichen Nachbarn auf ein Handelsabkommen einigen, werde der Optimismus der Anleger aber zurückkehren, sagt Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. "Jede positive Aussage zum Thema Handel könnte den Kursen Schub verleihen."

15:42 Uhr

Türkei-Krise - Media-Saturn zieht Konsequenzen

Ceconomy
Ceconomy 5,74

Europas größte Elektronikhandelskette Media-Saturn hat Insidern zufolge die Gespräche über einen Einstieg beim türkischen Konkurrenten Teknosa auf Eis gelegt. Die Tochter der im MDax gelisteten Holding Ceconomy ziehe damit auch Konsequenzen aus der durch den Verfall der Landeswährung Lira entstandenen wirtschaftlichen Lage, sagten mehrere Insider.

Die Pläne für einen Einstieg seien aber erst einmal nur zu den Aktien gelegt und könnten zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf den Tisch kommen. Eine Ceconomy-Sprecherin wollte die Angaben nicht kommentieren.

Ceconomy-Chef Pieter Haas hatte erst Mitte August gesagt, er glaube weiter an den türkischen Markt. Mediamarkt und Saturn betreiben in Europa über 1000 Märkte, in der Türkei sind es 69 Filialen.

15:00 Uhr

Steinhoff-Aktie steigt rasant aus Tief

Steinhoff
Steinhoff ,08

Es wurde vor ein paar Wochen bereits über den Abschied des krisengeschüttelten Möbelhändles Steinhoff aus dem SDax spekuliert. Doch davon ist mittlerweile keine Rede mehr: Positive Nachrichten zum Bilanzskandal machen Anlegern neue Hoffnung. Die Aktie steigt deutlich um mehr als 20 Prozent an und ist mit rund 16 Cent so viel Wert wie seit einem Monat nicht mehr.

Der hoch verschuldete Möbelkonzern will in den kommenden beiden Tagen über einen Weg aus der Krise beraten. Es sollen Entscheidungen darüber gefällt werden, welche Unternehmensteile verkauft werden, erklärte Firmenchef Heather Sonn. Ziel sei es, die Schulden zu senken und wieder Geld zu verdienen.

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Die Steinhoff-Aktie hat einen rasanten Absturz erlebt, seit der Konzern im Dezember 2017 Bilanzunregelmäßigkeiten eingeräumt hatte.

(Foto: picture alliance / Mohssen Assan)

 

14:15 Uhr

"Unglaubliches Potenzial" - Buffett betritt Neuland

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(Foto: REUTERS)

Das Unternehmen von Investoren-Legende Warren Buffett, Berkshire Hathaway, hat sich erstmals in einem indischen Unternehmen eingekauft. Das bestätigte Buffetts Assistentin Debbie Bosanek gegenüber CNN. Dabei handelt es sich um das Unternehmen One97 Communications, dem der digitale Bezahldienst Paytm gehört.

Online-Bezahldienste erfahren in Indien einen großen Zulauf, nachdem die Regierung Ende 2016 fast 90 Prozent des Bargeldes für ungültig erklärt hatte. Buffett hatte bereits in der Vergangenheit vom indischen Markt geschwärmt und diesem ein "unglaubliches Potenzial" attestiert.

13:54 Uhr

Aktie von weltgrößter Modekette unter Druck

Inditex
Inditex 27,45

Eine skeptische Analysteneinschätzung drückt die Aktien der weltgrößten Modekette Inditex auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Die Papiere fallen an der Madrider Börse um bis zu 5,6 Prozent auf 26,71 Euro und sind damit dort größter Verlierer.

Die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley haben die Aktien-Bewertung auf "Underweight" gesenkt. Die zunehmenden Belastungsfaktoren könnten nicht länger ignoriert werden, hieß es zur Begründung. Der Konzern, der Marken wie Zara, Massimo Dutti und Bershka im Programm hat, leide mehr denn je unter Wechselkursschwankungen. Die Gewinnmargen seien seit fünf Jahren rückläufig, auch wechselnde Vertriebskanäle setzten das Haus unter Druck.

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(Foto: REUTERS)

 

13:10 Uhr

Analyst: "Deutsche Banken keine gute Geldanlage"

Die deutschen Banken stehen für Analyst Stuart Graham von Autonomous Research im internationalen Vergleich schlecht da. "Fast alle Kunden halten das deutsche Bankensystem für keine gute Geldanlage", sagte der Gründer von Autonomous auf der Handelsblatt-Tagung "Bankengipfel" in Frankfurt.

Insbesondere die beiden größten Privatbanken, die Deutsche Bank und die Commerzbank, seien wegen ihrer geringen Rentabilität und ihrer hohen Kosten anfällig für Verwerfungen an den Märkten. "Die niedrigen Bewertungen zeigen deutlich, dass Investoren große Bedenken haben", so Graham. Die beiden Institute würden mit dem 0,4-fachen des Buchwerts gehandelt, der Durchschnitt in Europa liege bei 1,1, in den USA bei 1,9.

12:27 Uhr

Experten: Londoner Häusermarkt droht Einbruch

Der nahende Brexit setzt einer Umfrage zufolge dem lange boomenden Immobilienmarkt in London zu. Die Häuserpreise dürften in diesem und im nächsten Jahr sinken und könnten sogar einbrechen, wenn es zu einem britischen EU-Austritt ohne Anschlussvereinbarung kommt, wie aus einer Reuters-Quartalserhebung hervorgeht.

"Mit Zentral-London geht es bergab, weil die traditionellen Käufer aus dem Ausland wegbleiben und die Menge der Käufer abnimmt", sagte Tony Williams von der Immobilienberatung Building Value. "Ein ungeordneter Brexit wird diesen Trend verschärfen."

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Auch wenn die Häuserpreise in der britischen Hauptstadt sinken - Experten halten sie weiter für überteuert.

(Foto: imago/Joko)

 

11:54 Uhr

Ölpreis-Anstieg macht Tanken immer teurer

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,94

Unangenehmen Neuigkeiten für Autofahrer: Der anziehende Ölpreis schlägt sich in den Spritpreisen nieder. Ein Barrel der Nordseesorte Brent hat sich seit Jahresbeginn um rund vier Dollar auf über 76 Dollar (65 Euro) verteuert. Anfang Januar lagen die Kraftstoffpreise noch um rund zehn Cent niedriger.

Die Spritpreise klettern nun auf den höchsten Stand des Jahres. Gegenüber der vergangenen Woche stieg der Preis für einen Liter Super E10 nach Angaben des Automobilclubs ADAC um 1,5 Cent auf durchschnittlich 1,480 Euro. Diesel-Kraftstoff verteuerte sich ebenfalls um 1,5 Cent und kostet im bundesweiten Mittel 1,311 Euro.

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Der Adac empfiehlt Autofahrern, den Tank nach Möglichkeit nachmittags oder abends zu füllen. Dann seien die Spritpreise erfahrungsgemäß am niedrigsten.

(Foto: dpa)

 

11:22 Uhr

RTL macht sich bei Anlegern begehrt

RTL Group
RTL Group 44,92

Einen kräftigen Zug nach oben macht die Aktie des Medienkonzerns RTL Group zur Wochenmitte: Mit einem Plus von mehr als 6 Prozent steht sie an der Spitze des Nebenwerteindex' MDax. In den letzten drei Monaten war das Papier leicht unter Druck geraten - nun ist eine positive Jahresperformance wieder greifbar.

Grund sind die starken Zahlen des Unternehmens: Der Umsatz hat im zweiten Quartal die Erwartungen geschlagen. Auch das Betriebsergebnis (Ebitda) fällt mit 379 Millionen Euro höher aus als erwartet. Den Ausblick hat RTL bestätigt. "Alles in allem ist die Entwicklung besser als erwartet", sagt ein Händler.

11:01 Uhr

Deutsche Bank sieht keine Gefahr in Wirecard

Wirecard
Wirecard 150,10

Der Zahlungsabwickler Wirecard hat einen rasanten Aufstieg hinter sich. Zuletzt war das Münchner Unternehmen an der Börse mehr wert als die Commerzbank und auch mehr wert als die Deutsche Bank. Nun wird es wohl in den Dax aufsteigen.

Deutschlands Großbanken nehmen dies jedoch betont gelassen. Zwar habe sich Wiredcard erfolgreich "in einer Nische des Zahlungsverkehrs eingenistet", konstatierte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Doch der Vergleich mit klassischen Banken hinke. Er sehe das Fintech nicht als Angreifer.

Die Entscheidung über die künftige Zusammensetzung des Deutschen Aktienindex fällt am 5. September. Aller Voraussicht nach wird Wirecard in der ersten deutschen Börsenliga die Commerzbank ersetzen.

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Wirecard sei "eine absolut imposante Entwicklung", gesteht Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

10:19 Uhr

Lira stürzt weiter - Ankara nimmt es gelassen

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,71

Seit Wochen steht die türkische Währung unter starkem Druck, hat seit Jahrsanfang fast 40 Prozent an Wert verloren. Doch für die Regierung in Ankara ist das kein Grund, um in Panik auszubrechen. Vielmehr sieht man dort trotz des Lira-Verfalls keine großen Risiken für die Wirtschaft oder das Finanzsystem.

Finanzminister Berat Albayrak begründete das in einem Bericht der Zeitung "Hürriyet" damit, dass die Verschuldung von Staat und Haushalten sehr gering seien und das Finanzsystem zudem stabil. Die Lira gibt unterdessen weiter nach, ein Dollar kostet mit 6,4 Lira fast zwei Prozent mehr als gestern.

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Keine Panik - der türkische Finanzminister Finanzminister Berat Albayrak gibt sich trotz des Lira-Verfalls unbesorgt.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

09:47 Uhr

Aufruhr im SDax - Aktie macht Riesensprung

Tele Columbus
Tele Columbus 1,76

Anleger, die ihr Geld in Aktien des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus gesteckt haben, dürften sich zum Handelsstart ungläubig die Augen reiben: Mehr als 25 Prozent schießt das Papier nach oben und ist damit einsamer Spitzenreiter im Kleinstwerteindex SDax.

Dabei hat Tele Columbus heute eigentlich nur Negatives zu vermelden: Das Unternehmen muss seine Prognose erneut senken. Die Gründe liegen in der Übernahme des Konkurrenten Pepcom und höheren Kosten für das Anwerben von Neukunden.

Warum also der Kurssprung? Die Aktien hatten seit Anfang August stark nachgegeben, als Tele Columbus die Veröffentlichung seiner Halbjahreszahlen auf Anfang September verschoben hatte. "Jetzt ist die Katze endlich aus dem Sack und offenbar hatten Investoren noch Schlimmeres erwartet", sagt ein Händler.

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Tele Columbus kämpfte zuletzt mit zahlreichen eigenen Problemen sowie einer schärfer werdenden Konkurrenz.

(Foto: imago/Schöning)

 

09:32 Uhr

Deutsche Kaufunlust irritiert Börsianer

Dax
Dax 12.490,74

Die 12.600er-Marke könnte beim Dax heute fallen - zu Handelsbeginn zögert der deutsche Leitindex jedoch. Maue 0,1 Prozent geht es nach oben auf 12.542 Punkte. Auch der Euro-Stoxx-50 legt nur moderat zu, ebenso wie fast alle wichtigen europäischen Börsen.

Die Stimmung der Dax-Anleger trübt die schlechtere Kauflaune der Deutschen. Das Barometer der GfK-Marktforscher für das Konsumklima im September fiel um 0,1 auf 10,5 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Juni 2017.

Schwung könnte erst das Thema Handel bringen. Anleger warten gespannt darauf, ob Kanada der vorläufigen Vereinbarung zwischen USA und Mexiko beitritt, die das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta ersetzen soll. Das Land könnte aber auch eigene Bedingungen verhandeln.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:42 Uhr

Aston Martin plant Börsengang - Daimler bleibt an Bord

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Die britische Automobil-Ikone Aston Martin plant den Gang an die Börse. Das Unternehmen hat die Börsenaufsicht eigenen Angaben zufolge über das Vorhaben informiert. Demnach sollen mindestens 25 Prozent von Aston Martin an die London Stock Exchange gebracht werden. Der Börsenprospekt soll am oder um den 20. September veröffentlicht werden.

Der geplante Börsengang folgt auf eine harte Restrukturierung unter CEO Andy Palmer. Im jüngsten Geschäftsjahr hat es das Unternehmen zurück in die schwarzen Zahlen geschafft. In den ersten sechs Monaten steigerte Aston Martin den Umsatz um 8 Prozent auf 444,9 Millionen Pfund. Das bereinigte Ebitda stieg den weiteren Angaben zufolge um 14 Prozent auf 105,9 Millionen Pfund. "Das ist eine gute Basis für unseren Börsengang", sagte Palmer dem "Wall Street Journal". Angaben zur Preisspanne oder Bewertung machte der Manager nicht.

Die Daimler AG, die mit knapp 5 Prozent an Aston Martin beteiligt ist, werde nach dem Börsengang beteiligt bleiben, so Aston Martin.

08:31 Uhr

Atlantia-Chef wehrt sich gegen Autostrade-Verstaatlichung

Atlantia
Atlantia 23,50

Der Chef der Autostrade-Mutter Atlantia, Giovanni Castellucci, wehrt sich nach dem Einsturz der Brücke in Genua gegen eine Verstaatlichung des Autobahnbetreibers. "Autostrade gehört zum Erbe von Atlantia und ist die wichtigste Beteiligung", sagte der Manager der Zeitung "La Repubblica". "Es liegen keine anderen Szenarien auf dem Tisch." Eine Verstaatlichung wäre ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Allerdings schloss Castellucci eine Zusammenarbeit mit staatlich kontrollierten Fonds, wie der Bank Cassa Depositi e Prestiti, nicht aus.

Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli hatte zu Wochenbeginn gesagt, eine Verstaatlichung sei die einzige Lösung für Autostrade. Nach dem Kollaps der Brücke, bei dem 43 Menschen ums Leben kamen, hat die Regierung in Rom einen Prozess eingeleitet, um Autostrade die Betriebserlaubnis zu entziehen.

08:20 Uhr

Plus in Japan, Minus in China

Die asiatischen Börsen haben keine gemeinsame Richtung gefunden. In Japan ging es leicht aufwärts, die Kurse in China gaben dagegen nach. "Während die jüngsten Nafta-Gespräche helfen, müssen die USA und China ihren Handelsstreit erst beilegen, um die Zweifel an den Märkten wirklich zu beseitigen", sagte Experte Hiroki Takashi vom Handelshaus Monex Securities mit Blick auf die Einigung der Regierung in Washington mit Mexiko.

Der Tokioter Nikkei-Index stieg um 0,2 Prozent und schloss bei 22.848 Punkten. Der breiter gefasste Topix gewann 0,5 Prozent. Konjunktursorgen verunsicherten die Anleger in China. Die chinesischen Leitindizes in Shenzen und Shanghai lagen bis zu 0,5 Prozent niedriger.

Die staatliche chinesische Planungsbehörde warnte vor erhöhten Risiken für die Wirtschaft im zweiten Halbjahr. Um die Entwicklungsziele der Volksrepublik zu erreichen, müsse die Regierung in Peking größere Anstrengungen unternehmen. Der Handelsstreit mit den USA nährt die Besorgnis, das Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik könnte rascher abkühlen als erwartet.

07:58 Uhr

Sorge wegen möglicher Öl-Angebotsknappheit

Brent Rohöl
Brent Rohöl 63,69

Wie ist die Lage an der Rohstofffront? Die Ölpreise haben sich im frühen Handel kaum bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 75,91 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls geringfügig um drei Cent auf 68,50 Dollar.

Am Rohölmarkt blieben starke Impulse zunächst aus. Für Erleichterung hatte zuletzt die Einigung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko gesorgt. Belastet wird die Stimmung dagegen durch die anhaltenden wirtschaftlichen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China.

Unterdessen sind am Rohölmarkt Sorgen wegen möglicher Angebotsknappheit zu beobachten, wenn Anfang November Wirtschaftssanktionen der USA gegen Iran in Kraft treten. Ölterminkontrakte zu diesem Zeitpunkt notieren aktuell höher als Kontrakte mit Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt. Eine derartige Konstellation, genannt "Backwardation", ist eher ungewöhnlich und kann auf Knappheitsängste hindeuten.

07:40 Uhr

Kauder fordert zwei kräftige deutsche Großbanken

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(Foto: picture alliance / Michael Kappe)

Zehn Jahre nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers und der globalen Finanzkrise setzt sich Unionsfraktionschef Volker Kauder dafür ein, wieder starke deutsche Großbanken zu formen. "Wir müssen uns überlegen, wie wir in Deutschland wieder leistungsfähige Großbanken bekommen", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". Derzeit gebe es "keinen echten Global Player". Die Deutsche Bank sei "leider von alter Größe ein Stück entfernt".

Kauder verwies auf die Bedeutung der Finanzbranche für die deutsche Exportwirtschaft. "Ich glaube, dass unsere Weltmarktführer schon von zwei kräftigen Großbanken profitieren könnten", so der Fraktionschef. Zwar sei es richtig gewesen, die Banken nach der Finanzkrise strenger zu regulieren. Doch seien international große Banken wichtig, um die deutsche Wirtschaft bei ihren globalen Geschäften zu unterstützen.

07:20 Uhr

Dax auf Kurs 12.600 - Italien und Brexit im Fokus

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(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Mit etwas steigenden Aktienkursen rechnen Marktteilnehmer für den heutigen Handelsbeginn. "Von den Vorlagen kommt kein Störfeuer, der Dax könnte die 12.600-Punkte-Marke wieder testen", sagt ein Marktteilnehmer. Sie gilt als nächster wichtiger technischer Widerstand. Vorbörslich notierte der Frankfurter Leitindex 0,3 Prozent höher bei 12.561 Punkten.

Weiter gebremst wird die Stimmung allerdings von Italien und auch zunehmend von den festgefahrenen Brexit-Verhandlungen. Das Pfund Sterling notiert gegen den Euro auf dem tiefsten Stand seit fast einem Jahr. Die Deadline für die Verhandlungen soll nun angeblich auf Mitte Oktober verschoben werden.

"In Italien ist ein Rendite-Rückgang dringend notwendig", sagt ein Marktteilnehmer. Die Spread-Ausweitung kostet Unicredit bereits den Aufstieg in den Euro-Stoxx-50. "Ohne Spread-Einengung dürfte sich die Underperformance der Banken fortsetzen", so der Marktteilnehmer.

Gute Vorlagen kommen aus den USA für die Fluggesellschaften, nachdem der Ölpreis am Dienstag im Verlauf nach unten drehte.

06:48 Uhr

Auf dem Pfad der Wall Street: Nikkei legt zu

Nikkei
Nikkei 21.620,88

Die Tokioter Börse hat, beflügelt von der Wall Street, zugelegt. Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg um 0,3 Prozent auf 22.875 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 0,5 Prozent auf 1739 Zähler.

Bei den Einzelwerten fielen Bunka Shutter mehr als sieben Prozent. Zuvor hatte der Hersteller von Baumaterialien mitgeteilt, Wandelanleihen zu begeben. Die US-Börsen hatten am Dienstag gut behauptet geschlossen.

06:40 Uhr

Tele Columbus kappt erneut Ziele

Tele Columbus
Tele Columbus 1,76

Schlechte Nachrichten von Tele Columbus: Der Kabelnetzbetreiber muss seine Prognose erneut senken. Die Gründe liegen in der Übernahme des Konkurrenten Pepcom und höheren Kosten für das Anwerben von Neukunden. Beim Umsatz wird jetzt nur noch ein Wert auf dem Niveau des Vorjahres von knapp 497 Millionen Euro erwartet, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Bisher hatte Tele Columbus einen Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert.

Beim operativen Gewinn rechnet das Unternehmen jetzt mit einem deutlichen Rückgang. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde mindestens 235 Millionen Euro betragen - damit könnte das operative Ergebnis um bis zu elf Prozent fallen. Bislang hatte Tele Columbus einen Wert von 265 bis 280 (2017: 264,7) Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Tele Columbus kämpfte zuletzt mit zahlreichen eigenen Problemen sowie einer schärfer werdenden Konkurrenz. An der Börse sorgte das für einen Kurssturz. Das im SDax notierte Papier verlor in diesem Jahr zirka 70 Prozent an Wert und ist damit die mit Abstand schwächste Aktie im Index. Tele Columbus kommt jetzt gerade noch auf einen Börsenwert von 350 Millionen Euro.

06:15 Uhr

Euro verliert nur leicht an Stärke

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Knapp unter 1,17 Dollar: Die neue Stärke des Euro belastet die Exportaussichten der deutschen Wirtschaft.

picture alliance / Jens Büttner/

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12

Im Devisengeschäft beginnt der Handel zur Wochenmitte mit einem Euro wieder knapp unter der Marke von 1,17 Dollar. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung hält sich damit auf Vortagesniveau.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro prozentual nahezu unverändert bei 1,1693 Dollar. Am Vortag war der Kurs zeitweise über die 1,17er-Schwelle gestiegen.
  • Im fernöstlichen Handel gab der Euro zum Dollar leicht nach. Die europäische Einheitswährung kostete in Tokio zuletzt 1,1686 Dollar. Zum Yen stagnierte die US-Währung bei 111,20 Yen.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs für den Euro am Dienstagnachmittag auf 1,1710 (Montag: 1,1633) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8540 (0,8596) Euro.