Montag, 08. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:46 Uhr

"Wahnsinn": Dax pulverisiert Allzeithoch

"Was für eine Rakete, Wahnsinn", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil den Dax-Verlauf im Montagshandel. Nicht nur, dass der deutsche Börsenleitindex direkt zum Start die psychologisch wichtige 14.000er Marke problemlos nimmt, er pulverisiert auch gleich noch sein bisheriges Allzeithoch von knapp unter 14.200 Zählern mit einer Leichtigkeit, die viele Marktexperten überrascht. Das Tageshoch markiert er bei 14.403 Punkten. Aus dem Handel geht der Dax 3,3 Prozent oder rund 460 Punkte fester mit  14.381 Zählern.

Dax
Dax 15.320,52

"Es ist ein Befreiungsschlag und wirklich beeindruckend", sagt Wohlfeil weiter und verweist darauf, das vor allem konjunkturabhängige Werte gefragt sind: "Die Anleger setzen darauf, dass man die Coronavirus-Pandemie nun in den Griff bekommt und danach eine schnelle und nachhaltige Konjunkturerholung einsetzt. Die Wirtschaftsdaten aus China dienen gewissermaßen als Blaupause."

Bei den Einzelwerten im Dax zeigen sich Deutsche Post mit einem Aufschlag von rund sechs Prozent stark, der Konzern hat ein Aktienrückkaufprogramm sowie eine Dividendenanhebung angekündigt. Mehr als fünf Prozent geht es etwa für Continental und BMW nach oben. Trotz der positiven Stimmung gibt es auch Verlierer, darunter Beiersdorf und Covestro, die jeweils etwa ein halbes Prozent einbüßen.

Deutsche Post
Deutsche Post 48,58
Continental
Continental 114,70

 

17:31 Uhr

Steigende Renditen setzen Goldpreis zu

Anleger kehren angesichts steigender Anleiherenditen Gold den Rücken zu. Das Edelmetall, bei dem keine Zinsen abfallen, verbilligt sich um rund ein Prozent auf ein Neun-Monats-Tief von 1683,50 Dollar je Feinunze. "Wir haben eine Wirtschaft, die sich erholt, und die Inflation setzt sich durch; das bedeutet letztlich, dass die Renditen Spielraum nach oben haben", sagte Bart Melek, Leiter der Rohstoffstrategien bei TD Securities. Infolgedessen verliere Gold als Anlage an Attraktivität. Der Goldpreis könne daher weiter in Richtung 1660 Dollar fallen.

Gold in USD
Gold in USD 1.781,67

17:17 Uhr

Neuer Posten für Investor treibt Gamestop-Kurs

Die stärkere Einbindung des aktivistischen Investors Ryan Cohen sorgt beim US-Videospiele-Händler Gamestop für Rückenwind. Die Aktie legt rund 13,5 Prozent zu. Auch die in Frankfurt gehandelten Titel ziehen mehr als zehn Prozent an. Der Konzern teilte mit, dass ein Ausschuss für strategische Planung und Kapitalzuteilung zum digitalen Umbau des Konzerns gegründet worden sei, dem der Großaktionär Cohen vorstehe. Damit bestätigt das Unternehmen einen Bericht der Agentur Bloomberg. Demnach soll Cohen den Übergang des Spiele-Händlers zum E-Commerce-Geschäft leiten.

Anfang des Jahres waren die Gamestop-Aktien zum Spielball von Spekulanten geworden: Bei der Online-Plattform Reddit hatten sich Börsianern zufolge Kleinanleger zu konzertierten Käufen von Gamestop-Aktien verabredet, um Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf einen Kursverfall zu zwingen. Gamestop-Aktien vervielfachten sich daraufhin. Ein Vergleich von Cohens aktivistischer Gesellschaft RC Ventures mit Gamestop brachte dem Großaktionär einen Sitz im Vorstand ein. Vor gut einer Woche sorgte Cohen, der auch Gründer der E-Commerce-Firma Chewy.com ist, mit einem Twitter-Foto mit einer Eistüte für Wirbel. Analysten witterten eine verborgene Botschaft und spekulierten, ob dies Gamestop-Aktien angetrieben haben könnte.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 128,50

 

16:42 Uhr

Analysten heben Aixtron-Kursziel deutlich an: Kurs reagiert

Ein positiver Analystenkommentar gibt Aixtron Auftrieb. Die Aktien des Spezialmaschinen-Bauers steigen rund drei Prozent, vorbörslich hatte das Plus aber schon bei mehr als drei Prozent gelegen. Die Experten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Titel auf 18 von 11 Euro angehoben. Aktuell notieren sie um 17,10 Euro.

Aixtron
Aixtron 18,56

16:17 Uhr

Deutsche Post beschenkt nach Rekordjahr Aktionäre doppelt

Die Deutsche Post will nach dem Rekordjahr 2020 eigene Aktien zurückkaufen und eine deutlich erhöhte Dividende von 1,35 (Vorjahr: 1,15) Euro je Aktie ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro, wie die Post mitteilte. Das Programm beginne im März und sei auf eine maximale Laufzeit von einem Jahr ausgelegt.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) war im abgelaufenen Jahr nach im Januar vorgelegten vorläufigen Zahlen auf den Rekordwert von 4,8 (2019: 4,1) Milliarden Euro gestiegen. Der Umsatz des Logistikkonzerns kletterte im Gesamtjahr um fünf Prozent auf 66,8 Milliarden Euro, getrieben von einem Plus von 13 Prozent in den letzten drei Monaten. Die Post profitiert vom Paket-Boom durch den florierenden Internet-Handel in der Corona-Krise. Für den Kurs der Post-Aktien geht es rund 4,5 Prozent nach oben.

Deutsche Post
Deutsche Post 48,58

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16:06 Uhr

Wall Street startet fester - Technologiewerte im Blick

Die Wall Street zeigt sich zum Start in die neue Handelswoche etwas fester. Der Dow-Jones-Index legt um 0,7 Prozent zu auf 31.708 Punkte, der S&P-500 gewinnt 0,5 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq-Composite geht es ebenfalls 0,5 Prozent nach oben.

S&P 500
S&P 500 4.141,25

Dass das 1,9 Billionen Dollar schwere US-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden eine weitere wichtige Hürde im Kongress genommen hat, stützt das Sentiment. Jedoch dürften hierdurch auch die Inflationssorgen bei den Anlegern zunehmen, was zu weiter steigenden Renditen am Anleihemarkt führen könnte, so Marktteilnehmer.

Vor allem der Technologiesektor reagiert wegen seines höheren Fremdkapitalanteils empfindlich auf steigende Marktzinsen. Die US-Zehnjahresrendite notiert aktuell bei 1,60 Prozent, ein Anstieg um 3,7 Basispunkte. Die Erwartung, dass im Zuge der Erholung der US-Wirtschaft von der Pandemie die Inflation steigen könnte, hatte die US-Anleiherenditen zuletzt immer weiter nach oben getrieben. Belastet werden Technologiewerte auch weiter von Umschichtungen. Der Sektor hatte während der Pandemie u.a. vom Trend zur Heimarbeit profitiert.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 13.852,57


"Die zugrundeliegende Stärke der US-Wirtschaft, die wachsende Erwartung, dass das Konjunkturprogramm in vollem Umfang umgesetzt wird, sowie die wegen des Ölpreises steigenden Inflationserwartungen: All das dürfte die Anleiherenditen weiter in die Höhe treiben", so Shaniel Ramjee, Multi-Asset-Fondsmanager bei Pictet Asset Management.

15:54 Uhr

Dax schnippt über 14.200 Punkte auf ein neues Allzeithoch

Nachdem der Dax zum Start in den Montagshandel bereits die 14.000er Marke zurückerobert hat, markiert er am Nachmittag ein neues Allzeithoch. Der deutsche Börsenleitindex klettert 1,8 Prozent auf 14.211 Punkte. "Es gibt die stärker werdende Hoffnung, dass die Pandemie in den Griff zu bekommen ist und die Konjunktur sich dann schneller erholt als gedacht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil.

15:22 Uhr

Börsianer bewerten Euro-Konjunktur optimistischer

Börsenexperten bewerten die Konjunktur in der Eurozone so optimistisch wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das entsprechende Barometer klettert im März auf plus 5,0 Punkte nach minus 0,2 Zählern im Februar, wie aus der Umfrage der Investment-Beratungsfirma Sentix unter 1218 Anlegern hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit Februar 2020. Sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate wurden besser bewertet. "Positiv ist festzuhalten, dass die Pandemie auf globaler Ebene ihren Höhepunkt durchschritten zu haben scheint", sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die Impfungen kämen inzwischen gut voran, wodurch die Zahl der immunisierten Personen steige. "Diese Trends erlauben eine schnellere Öffnung der Wirtschaft", sagte Hübner. "Darauf setzen die Anleger."

In Deutschland kletterte der Konjunkturindex auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Hier wurde die Lage besser bewertet als zuletzt, die Erwartungen blieben stabil. Die exportabhängige deutsche Wirtschaft scheine von der globalen Erholung zu profitieren, sagte Hübner.

In den USA bewegte sich das Barometer um 7,5 Zähler nach oben und markierte mit 25,5 Punkten den höchsten Stand seit August 2018. "Zu dieser erfreulichen Entwicklung hat neben der Aussicht auf konjunkturelle Hilfen sicher auch der Mut vieler Bundesstaaten beigetragen, die Corona-Eindämmungsmaßnahmen erheblich zu reduzieren oder sogar ganz aufzuheben", sagt Hübner. "Dies gibt der Wirtschaft im wahrsten Sinn des Wortes Luft zum Atmen." Expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie eine aufgestaute Nachfrage dürften die Erholung weiter antreiben.

15:05 Uhr

Lufthansa nach Deal mit Deutscher Bahn gefragt

Mit Aufschlägen von etwa 4,5 Prozent warten Lufthansa auf. Ein Grund: Die Airline und die Deutsche Bahn intensivieren ihre Zusammenarbeit und bieten künftig auf mehr Strecken das Kombi-Angebot von Zug und Flug zum Flughafen Frankfurt an. Das Lufthansa-Express-Verbindungsnetz zum Fernbahnhof am Frankfurter Airport werde um fünf Städte erweitert, teilen die Unternehmen mit. Bisher gebe es täglich 134 Zubringerzüge zu den Lufthansa-Flügen ab Frankfurt aus 17 deutschen Städten. Ab Juli wird die Anreise zum größten deutschen Flughafen mit schnellen Sprinter-Zügen auch von Hamburg und München möglich sein. Im Dezember startet das Angebot von Berlin, Bremen und Münster. Der Gepäcktransport soll durch beschleunigte Abwicklung am Flughafen verbessert werden.

Lufthansa
Lufthansa 10,61

14:44 Uhr

Studie: Jahrelanger Hauspreisanstieg könnte enden

Ökonomen der Deutschen Bank rechnen mit einem Ende des jahrelangen Preisanstiegs für deutsche Wohnimmobilien in drei Jahren. "Trotz aller Unsicherheit halten wir ein Zyklusende im Jahr 2024 für wahrscheinlich", heißt es in der Analyse. Darin werden mehrere Gründe für diese Annahme genannt. "Die fundamentale Angebotsknappheit lässt in den kommenden Jahren nach", erläuterten die Experten. "Dazu trägt auch die geringere Zuwanderung während der Pandemie bei."

Zudem würden bestehende Unterbewertungen aufgrund des Niedrigzinsumfeldes bei anhaltend hoher Preisdynamik zunehmend beseitigt. "Damit steigt das Risiko, dass Zinserhöhungen eine Verkaufswelle auslösen", führen die Analysten aus. Weltweit wird derzeit mit einer steigenden Inflation gerechnet, auch wegen der erwarteten deutlichen Konjunkturbelebung in Ländern wie den USA und China nach dem Pandemiejahr 2020. Das könnte die Notenbanken dazu veranlassen, früher aus ihrer Politik des extrem billigen Geldes auszusteigen, was zu höheren Zinsen und damit auch teureren Kredite für den Wohnungsbau führen würde. "Aber auch ohne Zinsschock verlieren deutsche Wohnimmobilien zumindest im Vergleich zu anderen Wohnimmobilienmärkten an Attraktivität", konstatierten die Experten.

Endet der Zyklus tatsächlich im Jahr 2024, dann erwarten die Ökonomen für kurze Zeit sinkende Hauspreise. "Kumuliert könnte über drei Jahre ein Minus von fünf Prozent zu Buche schlagen, falls weitere belastende Effekte, etwa durch eine Wirtschafts- und Finanzkrise, ausbleiben", heißt es in der Analyse. "Größere Verwerfungen würden wohl nur dann eintreten, wenn beispielsweise die deutsche Automobilbranche im Zuge des Trends zur E-Mobilität und zum autonomen Fahren an Wettbewerbsfähigkeit verlöre, die Zuwanderung plötzlich zu einer Abwanderungswelle führte oder andere große Strukturbrüche das aktuelle Wirtschaftsmodell auf den Kopf stellten."

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14:21 Uhr

Zins-Spekulationen treiben Bankensektor: Deutsche Bank Dax-Topgewinner

Seit Tagen geht es für die europäischen Banken nach oben. Als Grund nennen Marktteilnehmer unisono die steigende Zinsmarge. Auch werde darauf gesetzt, dass die Insolvenzwelle in Folge der Corona-Krise nicht so viel kosten werde wie befürchtet. Der Banken-Index des Stoxx 600 legt 2,8 Prozent auf 130,39 Punkte zu und notiert damit auf dem höchsten Stand seit gut einem Jahr. Vor dem Ausbruch der Pandemie notierte er bei 150 Punkten, dies sollte zunächst der maximal zu erreichende Level sein, heißt es im Handel. Gesucht sind hierzulande Deutsche Bank und Commerzbank, deren Kurse um jeweils knapp fünf Prozent anziehen.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,79
Commerzbank
Commerzbank 4,84

13:49 Uhr

Roche nimmt Immuntherapie vom US-Markt

Der Schweizer Pharmakonzern Roche nimmt die Immuntherapie Tecentriq zur Behandlung einer Form von Blasenkrebs vom US-Markt. Das in einem beschleunigten Verfahren bereits 2016 zugelassene Medikament habe die von den Regulierungsbehörden geforderten positiven Studiendaten nicht erbringen können, teilt Roche mit. Eine reguläre Zulassung habe Tecentriq für diese Indikation noch nicht erhalten. Bereits 2017 kamen Zweifel auf, als sich zeigte, dass Tecentriq für diese Indikation keinen Überlebensvorteil bringt. Im Februar hatte auch Astrazeneca seine Immuntherapie Imfinzi gegen diese Form von Blasenkrebs zurückgezogen. Andere Behandlungsgebiete für Tecentriq und Imfinzi sind von der Maßnahme nicht betroffen. Tecentriq, das 2020 auf einen Gesamtumsatz von 2,7 Milliarden Franken kam, wird auch gegen Lungen-, Brust- und Leberkrebs eingesetzt.

Roche
Roche 332,40

13:30 Uhr

Ölpreise geben Gewinne wieder ab

Die Ölpreise geben ihre zwischenzeitlichen Gewinne wieder weitgehend ab. Brent rutscht wieder unter die Marke von 70 Dollar je Barrel zurück. Der Angriff der Houthi-Rebellen auf den saudischen Ölhafen Ras Tanura, der die Preise angetrieben hatte, ist erfolglos geblieben. Dennoch war es bereits der zweite derartige Angriff innerhalb eines Monats. In der vergangenen Woche hatte die überraschende Entscheidung der Opec+, die Produktion im kommenden Monat weitgehend konstant zu halten, für einen deutlichen Anstieg gesorgt. Da dies die Wiederherstellung des Gleichgewichts auf dem Ölmarkt beschleunigen dürfte, hatte Goldman Sachs letzte Woche die durchschnittliche Prognose für Brent für 2021 auf 73 Dollar je Barrel angehoben. Aktuell gewinnt Brent 0,2 Prozent auf 69,48 Dollar je Barrel, nachdem zuvor bei 71,38 ein Jahreshoch markiert worden war.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25

 

13:08 Uhr

Was passiert, wenn China weiter wächst?

Schon 2020 war China die einzige große Volkswirtschaft der Welt, die trotz Corona ein Wachstum verzeichnet hat. In diesem Jahr soll die Wirtschaft um mindestens sechs Prozent wachsen. Was bedeutet das für den Handelsstreit mit den USA und am Ende auch für Deutschland? Unter anderem darüber sprechen die ntv-Moderatoren Raimund Brichta und Etienne Bell in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Brichta und Bell - Wirtschaft einfach und schnell".

12:39 Uhr

Mögliche milliardenschwere Fusion beflügelt Aercap

Ein Zeitungsbericht über eine geplante 30 Milliarden Dollar schwere Fusion mit der Flugzeugleasing-Sparte von General Electric (GE) beschert Aercap den größten Kurssprung seit drei Monaten. Die Titel des Maschinen-Vermieters steigen im vorbörslichen US-Geschäft um acht Prozent und sind mit 54 Dollar so teuer wie zuletzt vor rund einem Jahr. GE-Titel gewinnen 2,9 Prozent.

General Electric
General Electric 13,46

12:16 Uhr

Inflationssorgen schicken Nasdaq-Future tief ins Minus

Aus Furcht vor einer anziehenden Inflation durch die geplanten billionenschweren Corona-Staatshilfen ziehen sich Anleger aus dem US-Aktienmarkt zurück. Die Terminkontrakte auf die US-Indizes signalisieren Kursverluste zur Eröffnung der Wall Street. Der Nasdaq-Future fällt mehr als zwei Prozent. Die dort notierten Werte hatten in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich zugelegt.

11:55 Uhr

Anleger setzen auf sprudelnde Gewinne bei Ölkonzernen

Der steigende Ölpreis nährt Hoffnungen auf sprudelnde Gewinne bei Öl- und Gas-Konzernen. Das hievt den europäischen Branchenindex 1,7 Prozent auf 267,36 Punkte. Das ist der höchste Stand seit dem Corona-Crash vom März 2020. Wegen eines Angriffs auf Ölanlagen in Saudi-Arabien kostet die Sorte Brent aus der Nordsee mit 71,38 Dollar je Barrel so viel wie vor 14 Monaten.

11:20 Uhr

Größter Tagesgewinn der Unternehmensgeschichte: Verkaufspläne befeuern Cerved

Wegen des geplanten Verkaufs der Inkasso-Sparte steuern die Aktien von Cerved auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Die Titel der Wirtschaftsauskunftei steigen in Mailand um gut 14 Prozent. Insidern zufolge ist das Unternehmen in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Finanzinvestor Centerbridge über den Verkauf des Inkasso-Geschäfts, dessen Wert auf etwa 400 Millionen Euro geschätzt wird.

11:04 Uhr

Herabstufung beschleunigt Hellofresh-Kursrutsch

Ein negativer Analystenkommentar schickt Hellofresh auf Talfahrt. Die Aktien des Kochbox-Lieferanten fallen mehr als sechs Prozent auf Kurse unter 55 Euro. Die Experten der BNP Paribas haben die Titel auf "Underperform" von "Neutral" heruntergestuft und das Kursziel auf 51 Euro gesenkt. Bereits in der Vorwoche hatten die Aktien unter Abgabedruck gestanden.

Hellofresh
Hellofresh 71,00

10:47 Uhr

Bietet der Euro unter 1,19 Dollar Kaufgelegenheit?

Die Aussicht auf einen Wachstumsschub in den USA ermuntert Anleger zum Kauf der Weltleitwährung. Dies hievt den Dollar auf Mehrmonatshoch von 92,195 Punkten. Im Gegenzug verbilligt sich der Euro auf 1,1877 Dollar.

Grund für die derzeitige Dollarstärke sind die rosigen Konjunkturaussichten in den USA, wie Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann mit Blick darauf feststellt, dass das Kursziel seines Hauses für den Euro von 1,19 Dollar zur Jahreshälfte jetzt schon erreicht ist. Schnelle Impfungen und ein sich schnell erholender Arbeitsmarkt seien Signale, die in diese Richtung deuteten. Bis in Europa deutliche Impffortschritte sichtbar würden, dürfte der Euro daher weiter unter Druck bleiben.

Mittelfristig gerechtfertigt wäre ein allzu starker Dollar aber nicht, schränkt der Experte ein und verweist auf Dollar-belastende Faktoren. So sei der US-Boom durch Defizite finanziert. Er verstehe zwar diejenigen, die glaubten, dieser massive fiskalische Stimulus könne die USA aus dem Zustand niedriger Inflation herauskatapultieren. Die steile US-Renditekurve sei deshalb und nur insofern ein Dollar-positives Signal, weil sie die Sicht reflektiere, dass die US-Notenbank die Zinsen überproportional zum Inflationsanstieg anheben müsse.

"Das ist aber nicht unsere Sichtweise", so Leuchtmann. Die Commerzbank-US-Volkswirte seien davon überzeugt, dass die US-Inflation nach einer kurzen Post-Lockdown-Phase wieder falle und lange unter 2 Prozent verharre, also in einem Bereich, in dem die Fed nicht einmal an eine Rückkehr zu aktiver Geldpolitik denke.

Mittel- bis langfristig orientierte Marktteilnehmer sollten sich also fragen, ob Kursniveaus deutlich unter 1,19 Dollar beim Euro nicht langsam wieder gute Kaufgelegenheiten für den Euro darstellten, so die Commerzbank-Experten.

Kanadischer Dollar / Euro
Kanadischer Dollar / Euro ,67
Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,20

 

10:34 Uhr

Deutsche Produktion sinkt überraschend - Aufholjagd gestoppt

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im Januar überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 2,5 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet, nachdem es im Dezember mit revidiert plus 1,9 Prozent noch den achten Wachstumsmonat in Folge gegeben hatte. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Corona-Einschränkungen, lag die Produktion um 4,2 Prozent niedriger.

In den einzelnen Branchen fielen die Ergebnisse am Jahresanfang sehr unterschiedlich aus. Die Industrie drosselte ihre Erzeugung um 0,5 Prozent und damit erstmals seit April 2020. "Der Ausstoß der Industrie verzeichnete im Januar trotz der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung nur einen geringen Rückgang, der vor allem von den Engpässen bei Halbleiter-Produkten in der Kfz-Industrie herrührte", erläuterte das Ministerium. "Demgegenüber verzeichnete der Maschinenbau ein merkliches Plus." Im Baugewerbe kam es zu einem deutlichen Rückgang von 12,2 Prozent, der wohl teilweise der ungünstigen Witterung geschuldet ist. Die Versorger meldeten ein Plus von 0,6 Prozent.

Die exportabhängige Industrie kann auf einen anhaltenden Aufwärtstrend rechnen: Ihre Produktionserwartungen hellten sich im Februar bereits den dritten Monat in Folge auf. Das entsprechende Barometer stieg auf 20,7 Punkte von 9,4 im Januar, wie das Ifo-Institut in seiner monatlichen Umfrage unter 2000 Firmen herausfand. "Die Erwartungen der Branchen sind dabei sehr unterschiedlich", führte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe aus. "Die Autoindustrie will ihre Produktion besonders stark ausweiten, die Bekleidungsindustrie plant ihre Produktion einzuschränken." Die Industriebetriebe hatten im Januar 1,4 Prozent mehr Aufträge eingesammelt, wobei das Auslandsgeschäft mit 4,2 Prozent kräftig zulegte.

10:11 Uhr

Fortschritte bei Corona-Impfstoff: Bavarian-Nordic-Kurs explodiert

Ermutigende Studienergebnisse eines Coronavirus-Impfstoffs bescheren Bavarian Nordic den größten Kurssprung seit sechs Jahren. Die Aktien der Pharmafirma steigen in Kopenhagen gut 22 Prozent. Das Vakzin zeigt den Angaben zufolge in vorklinischen eine gute Schutzwirkung gegen Corona.

09:32 Uhr

Porsche erhöht Beteiligung an E-Auto-Spezialisten für Supersportwagen

Der Sportwagenbauer Porsche investiert weitere 70 Millionen Euro in Rimac, einen kroatischen für E-Auto-Spezialisten und Hersteller von Supersportwagen. Damit halte Porsche künftig 24 Prozent der Anteile und übe keinen beherrschenden Einfluss aus, erklärt der zum VW-Konzern gehörende Autobauer. Die Stuttgarter waren 2018 bei Rimac eingestiegen und hielten zuletzt 15 Prozent des in der Nähe von Zagreb sitzenden Unternehmens. Die 2009 von Mate Rimac gegründete Firma werde Porsche bei der Entwicklung von Komponenten unterstützen, so Porsche-Finanzchef Lutz Meschke. Erste Aufträge von Serien-Komponenten seien bereits erteilt. Rimac werde umgekehrt von Porsches Know-how in Produktion und Entwicklung profitieren.

Firmenchef Rimac sagt, die Partnerschaft helfe dem Unternehmen mit seinen knapp 1000 Beschäftigten sich zu entwickeln und zu wachsen. "Da wir viele Autohersteller weltweit als Kunden haben, ist es sowohl für Rimac als auch für Porsche wichtig, dass wir ein völlig unabhängiges Unternehmen bleiben", ergänzte er.  

09:06 Uhr

Wall Street-Schwung hebt Dax über 14.000

Mit einem Sprung über die 14.000-Punkte-Marke präsentiert sich der Dax zum Start in den Montagshandel gut gelaunt. Er zieht mehr als 100 Punkte oder 0,7 Prozent auf 14.021 Stellen an. Am Freitag hatte der deutsche Börsenleitindex noch ein Prozent abgegeben, war mit 13.921 Zählern aus dem Handel gegangen. Allerdings hatte die Wall Street im Anschluss deutlich fester geschlossen. "Wegen des Schwungs an der Wall Street vom Freitag geht es nun auch beim Dax aufwärts", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer.

08:37 Uhr

Dax mit leichtem Plus erwartet

Mit leicht anziehenden Kursen an den europäischen Börsen rechnen Händler am Morgen. Der Dax wird zunächst knapp unter der 14.000er Marke erwartet, 0,6 Prozent höher als am Freitag. Damit notiert er allerdings auch deutlich unter den Ständen aus dem nachbörslichen Freitagshandel.

Dax
Dax 15.320,52

"Die gute Stimmung aus dem späten US-Handel vom Freitag hält nur in Teilen an", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Das US-Hilfspaket sei zwar auf der Zielgeraden, an den Börsen dürfte das Paket aber längst eingepreist sein.

In der Vergangenheit hätten positive Nachrichten zum Hilfspaket regelmäßig für gute Stimmung und Kurssprünge gesorgt. "Diesmal dürfte das ausbleiben", so der Vermögensverwalter. Stattdessen könnte jetzt das Börsenmotto "buy the rumour, sell the fact" gelten.

Ein Blick auf den Dax-Future zeigt die großen Schwankungen: Der Terminkontrakt notiert gegen 7.30 Uhr fast 100 Punkte unter seinem frühen Tageshoch, aber auch schon wieder leicht über dem Tagestief.

08:32 Uhr

Angriff auf Saudi-Arabien treibt Ölpreis in die Höhe

Der Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien nährt die Furcht vor Liefer-Ausfällen. Dadurch steigen die Preise für die Sorte Brent aus der Nordsee und die US-Sorte WTI um jeweils drei Prozent auf 71,38 beziehungsweise 67,98 Dollar je Barrel. Für Brent ist das der höchste Stand seit 14 Monaten und für WTI seit zweieinhalb Jahren.

08:00 Uhr

Rückschlag für deutsche Wirtschaft im Januar

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im Januar überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 2,5 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet, nachdem es im Dezember mit revidiert plus 1,9 Prozent noch den achten Wachstumsmonat in Folge gegeben hatte. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Corona-Einschränkungen, lag die Produktion um 4,2 Prozent niedriger.

07:27 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

An den Märkten sorgt derzeit vor allem ein Thema für jede Menge Gesprächsstoff: die steigenden Renditen, vor allem in den USA. Die Rendite der weltweit richtungsweisenden zehnjährigen US-Anleihen war am Freitag bis auf 1,61 Prozent geklettert. Auch heute wird die Entwicklung der Renditen bei den Aktien die Richtung vorgeben. Der Hintergrund: Weil sich die Wirtschaft von der Corona-Krise langsam erholt, steigt die Sorge vor Inflation. Das führt zu einem Ausverkauf von Staatsanleihen und treibt im Gegenzug die Renditen nach oben.

Das hat Auswirkungen auf den Aktienmarkt. Denn steigende Anleiherenditen bedeuten höhere Finanzierungskosten und schmälern die Gewinne der Unternehmen. Vor allem Technologiewerte sind unter Druck geraten und stehen auch zum Wochenstart im Fokus. Der Sektor reagiert wegen seines hohen Fremdkapitalanteils besonders sensibel auf steigende Zinsen.

Derweil läuft die Berichtssaison aus. Relevante Konjunkturdaten stehen diese Woche nur wenige auf dem Terminplan. Den Anfang machen heute die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion.

Die derzeitige Gefechtslage zwischen Zinsängsten und Inflation erläutert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel:

07:01 Uhr

Gute US-Vorgaben verpuffen an Asiens Börsen

Leichter und zudem deutlich unter den frühen Tageshochs zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte. Gute Vorgaben der US-Börsen verpuffen damit ebenso wie die Zustimmung des US-Senats zum 1,9 Billionen Dollar schweren Maßnahmenpaket zur Stützung der Konjunktur und starke, klar über den Erwartungen ausgefallene Ex- und Importdaten Chinas in den ersten zwei Monaten des Jahres.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Der Tokioter Nikkei-Index liegt 0,5 Prozent im Minus bei 28.733 Punkten und damit rund 500 Zähler unter dem Tageshoch. In Seoul und Schanghai fallen die Einbußen ähnlich groß aus, in Hongkong geht es mittlerweile sogar um 1,2 Prozent nach unten.

Hier stehen besonders Technologieaktien stark unter Druck, der entsprechende Subindex bricht um über 4 Prozent ein. Bereits zuletzt hatten sich Technologieaktien weltweit deutlich unterdurchschnittlich entwickelt, weil sie wegen ihrer hohen Bewertungen als besonders empfindlich auf steigende Zinsen reagieren, wie sie an den Rentenmärkten zu beobachten waren. Meituan sacken um über 6 Prozent, JD.com um über 5 Prozent und Kuaishou um knapp 5 Prozent ab.

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