Dienstag, 18. Februar 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
17:57 Uhr

Dax gerät nach Rekordjagd ins Straucheln

Dax
Dax 10.356,70

Gestern noch hatte der Dax das Double perfekt gemacht: Rekordhoch im Verlauf bei 13.795 Punkten und Rekord-Schlussstand bei 13.784 Punkten. Doch heute ist der zuletzt so stark gelaufene deutsche Leitindex nicht mehr wiederzuerkennen. Um 0,7 Prozent nach unten ging es auf 13.681 Punkte. Na gut - ist vielleicht auch Jammern auf hohem Niveau.

Es ist heute erneut die wieder aufgeflammte Furcht vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft durch die Coronavirus-Epidemie, welche den Börsen zusetzt. Auslöser der aktuellen Verkäufe waren gesenkte Umsatzziele von Apple. "Anlegern dämmert langsam, dass der Virus-Ausbruch einen starken Einfluss auf die Wirtschaft haben wird", sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

Am deutschen Markt fallen die Aktien von Thyssenkrupp negativ auf - der Dax-Absteiger bricht im MDax um 5,5 Prozent ein. Am Vortag hatte die finnische Kone ihren Rückzug aus dem Bietergefecht um die Aufzugsparte mitgeteilt. Die verbleibenden Bieter sind Finanzinvestoren, "die wissen, wie dringend Thyssenkrupp das Geld braucht", so ein Händler. Das Unternehmen dürfte daher deutlich weniger als erhofft erlösen.

Im Dax schließt die Aktie der Deutschen Börse nur leicht im Plus. Die Geschäftszahlen zum vierten Quartal vom Vorabend hätten ein etwas langsameres Wachstum gezeigt, heißt es. Dieses lag jedoch wie Gewinn und Umsatz im von Analysten erwarteten Rahmen. Die hauseigenen Prognosen der Börse wurden erfüllt. Hier können Sie sich noch mal das ntv-Interview mit Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer ansehen.

Größter Gewinner im Dax ist hingegen die Aktie von RWE, die 1,6 Prozent zulegen kann. Dahinter folgen Deutsche Telekom und Vonovia mit Aufschlägen von mehr als einem Prozent. Lang ist die Dax-Verliererliste: Am deutlichsten erwischt es Heidelbergcement mit einem Minus von 3,0 Prozent.

Ein Tag ohne Rekorde an den Börsen geht zu Ende - doch vielleicht ist es ja morgen wieder so weit. Schauen Sie doch wieder vorbei bei uns im Börsen-Tag. Bis dahin, Ihnen einen angenehmen Abend.

Ihr Kai Stoppel

17:20 Uhr

Euro stürzt auf tiefsten Stand seit 2017

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,09

Der Euro setzt seine Talfahrt der vergangenen Handelstage fort. Zeitweise rutscht der Kurs nach unerwartet starken Konjunkturdaten aus den USA unter 1,08 US-Dollar und erreicht bei 1,0786 Dollar den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2017. Am Nachmittag kann sich die Gemeinschaftswährung wieder etwas erholen und kostet zuletzt 1,0817 Dollar.

Marktbeobachter verweisen auf die besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA, die dem Dollar Auftrieb verleihen. Im Februar hatte sich die Stimmung in den Industriebetrieben im Bundesstaat New York deutlich aufgehellt. Ein entsprechender Konjunkturindikator war überraschend stark gestiegen. Nach Einschätzung des Experten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) dürften die Stimmungsdaten die Erwartung an eine Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed gedämpft haben.

16:32 Uhr

Gegen den Markt - Tesla-Aktie mit irrem Handelsauftakt

Tesla
Tesla 495,50

Während die Wall Street mehrheitlich mit Verlusten zu kämpfen hat, zeigt sich eine Aktie wieder völlig losgelöst von den Regeln der Börsen: Tesla, die gegen den fallenden Markt steigen. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern um 7,2 Prozent auf 858 Dollar und nehmen damit Kurs auf ein neues Rekordhoch.

Investoren setzten verstärkt darauf, dass der Elektroautobauer dauerhaft profitabel arbeiten könne, schreibt Analyst Toni Sacconaghi jr. vom Vermögensverwalter Bernstein. Schließlich tue sich die Konkurrenz in diesem Markt, dessen Volumen sich in den kommenden 20 Jahren verdreißigfachen werde, schwer.

"Tesla ist der am stärksten wachsende große Technologiekonzern", fügt Sacconaghi hinzu. Daher sei die im Vergleich zu Netflix oder Amazon hohe Bewertung gerechtfertigt.

15:56 Uhr

Apple-Aktie gibt deutlich nach

Apple
Apple 259,43

Ein pessimistischer Ausblick von Apple verdirbt US-Anlegern die Laune. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 melden sich nach dem verlängerten Wochenende mit Kursverlusten von jeweils einem knappen halben Prozent zurück. Apple-Aktien rutschen um 3,1 Prozent ab.

Wegen der Coronavirus-Epidemie in China rechnet der iPhone-Hersteller nicht mehr damit, seine Umsatzziele für das laufende Quartal erreichen zu können. "Das lenkt den Blick der Leute wieder auf den wirtschaftlichen Schaden durch die Coronavirus-Epidemie", sagt Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities.

Apples Warnung werfe ein Schlaglich auf die möglichen Beeinträchtigungen anderer Firmen, die stark vom Geschäft mit China abhängig sind. Investoren werfen zunächst Aktien von Apple-Zulieferern aus ihren Depots. So verlieren die Titel von Broadcom, Qualcomm, Qorvo oder Skyworks bis zu 2,5 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:53 Uhr

Deutlich günstiger - Tesla will neuartige Akkus einsetzen

Tesla
Tesla 495,50

Und noch mal Tesla: Der E-Autobauer will in China offenbar erstmals Akkus einsetzen, die ohne das Schwermetall Kobalt auskommen. Dazu befinde sich das Unternehmen in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Für die bisher üblichen Lithium-Ionen-Batterien wird Kobalt benötigt, das wegen des energieaufwändigen Abbaus teuer ist. Die Gespräche mit CATL habe Tesla vor mehr als einem Jahr mit dem Ziel aufgenommen, Lithium-Eisenphosphat-Batterien zu erhalten. Diese seien um einen zweistelligen Prozentsatz günstiger als herkömmliche Akkus, sagte einer der Eingeweihten.

Tesla und CATL lehnten einen Kommentar ab. Mit dem Einbau der neuen Zellen könnte Tesla die Kosten senken und Elektroautos günstiger anbieten.

imago90533979h.jpg

Hersteller von Elektroautos verwenden wegen der höheren Energiedichte in der Regel Nickel-Kobalt-Aluminium-Akkus oder solche mit Nickel, Mangan und Kobalt. Die Energiedichte ist entscheidend dafür, wie lange ein E-Auto mit einer Batterieladung fahren kann.

(Foto: imago images / Action Pictures)

14:01 Uhr

"Blauer Wasserstoff" aus Russland soll Problem lösen

Deutschland will seine Energie klimaneutral erzeugen - eine große Herausforderung. "Wir erleben im Moment in Europa eine große Transformation hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft", betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nicht ohne Grund auf der 7. Russland-Konferenz des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Denn Russland soll Deutschland bei dem Problem helfen.

Auf dem Weg zum "grünen Wasserstoff", der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, könnte Russland nämlich eine Zwischenlösung bereitstellen: "blauen Wasserstoff." Der wird aus Erdgas gewonnen, wovon Russland bekanntermaßen eine Menge besitzt. "Ich sehe hier große Potenziale für unsere künftige Zusammenarbeit", sagte Altmaier. Eine entsprechende Vereinbarung traf er vor Ort mit seinem Amtskollegen Maxim Oreschkin und dem stellvertretenden russischen Energieminister Pawel Sorokin.

ee56a36a8f5016e8a9a6c74181e234ad.jpg

Bau an der umstrittenen Russland-Deutschland-Pipeline Nord Stream 2: Der Erdgas-Bedarf werde aufgrund des Ausstiegs Deutschlands aus Kernkraft und Kohle zusätzlich wachsen, betont Altmaier.

(Foto: dpa)

 

13:14 Uhr

Britisches Pfund bekommt überraschend Rückenwind

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,23

Ein unerwartet starker Beschäftigungsaufbau in Großbritannien gibt dem Pfund Sterling Auftrieb. Es verteuert sich um jeweils 0,2 Prozent auf 1,3040 Dollar und 1,2032 Euro.

Die Arbeitslosenquote verharre jedoch bei 3,8 Prozent und die Lohnzuwächse verlangsamten sich, sagt Andy Scott, Manager beim Finanzberater Chatham. Angesichts der eingetrübten Aussichten für die Weltwirtschaft und der Verunsicherung im Zusammenhang mit den Handelsgesprächen mit der EU sei in den kommenden Monaten ein geringerer Beschäftigungsaufbau zu erwarten.

12:23 Uhr

Tesla-Chef Elon Musk lästert über Bill Gates

imago91991491h (1).jpg

Wurde Ziel von Elon Musks Spott: Tech-Milliardär Bill Gates.

(Foto: imago images / Agencia EFE)

Eigentlich ist Microsoft-Gründer und Tech-Milliardär Bill Gates voll des Lobes für Tesla. Dennoch hat Elon Musk, seinerseits ebenfalls Tech-Milliardär und Tesla-Chef, keine netten Worte für Gates parat, wie "Bloomberg" berichtet. Was war passiert?

In einem Interview mit Youtuber Marques Brownlee hatte Gates noch hervorgehoben, dass Tesla eine Menge dazu beitrage, den Individualverkehr klimafreundlicher zu machen. Dann erwähnte Gates jedoch, dass er sich ebenfalls einen E-Flitzer gekauft habe - allerdings den neuen Porsche Taycan. Diesen bezeichnet er auch noch als "sehr, sehr cool". Dann kam Gates darauf zu sprechen, dass viele Menschen wohl noch Sorgen bezüglich E-Autos hätten, was Reichweite und Ladezeiten betrifft.

Möglicherweise war das zu viel für Tesla-Chef Musk. Denn auf einen Tweet eines Tesla-Fans, in dem dieser sich irritiert darüber zeigte, dass Gates einen Porsche einem Tesla vorzog und auch noch E-Autos allgemein schlecht aussehen habe lassen, antwortete Musk: "Meine Unterhaltungen mit Gates waren nicht so aufregend wie erwartet, um ehrlich zu sein."

*Datenschutz

11:37 Uhr

Opel kehrt nach Japan zurück - nach 15 Jahren

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 13,88

Der Autobauer Opel wagt die Rückkehr auf den japanischen Markt – nach 15 Jahren. Die deutsche PSA-Tochter werde im Zuge ihrer Expansionspläne zunächst 2021 mit drei Modellen starten, teilte der Konzern mit. Es würden auch Elektro-Varianten angeboten. Opel werde dabei die Infrastruktur der französischen Konzernmutter nutzen.

"Der japanische Automarkt ist einer der größten weltweit", erklärte Opel-Chef Michael Lohscheller. Opel genieße dort als deutsche Marke einen hervorragenden Ruf. "Deshalb ist unsere Rückkehr nach Japan ein sehr wichtiger Schritt, um unsere profitablen Exporte erheblich zu steigern."

Bisher ist die PSA-Autogruppe mit ihren Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles in Japan vertreten und hat dort 2019 nach eigenen Angaben über 15.600 Fahrzeuge verkauft. PSA hatte den Rüsselsheimer Autobauer Opel 2017 für 2,6 Milliarden Dollar von General Motors übernommen. GM hatte 2006 den Verkauf von Opel-Modellen in Japan gestoppt.

11:14 Uhr

ZEW-Index sinkt unerwartet stark

Börsianer blicken wegen des Coronavirus wieder skeptischer auf die deutsche Konjunktur. Das Barometer ihrer Erwartungen für die nächsten sechs Monate fällt im Februar überraschend kräftig um 18 Zähler auf plus 8,7 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 194 Analysten und Anlegern mitteilt. Dies ist der erste Rückgang nach drei Anstiegen in Folge. Ökonomen hatten mit 21,5 Zählern gerechnet.

Auch die Lage bewerten die Börsianer schlechter. "Die befürchteten negativen Folgen der Coronavirus-Epidemie in China auf den Welthandel führen zu einem markanten Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland", sagt ZEW-Präsident Achim Wambach. "Besonders stark sinken die Einschätzungen zur Entwicklung der exportintensiven Sektoren."

*Datenschutz

 

10:52 Uhr

Türkei im Syrien-Sumpf - Lira fällt in neues Tief

Die türkische Lira ist auf den niedrigsten Stand seit Mai 2019 gefallen. Ein Dollar kostet zuletzt mit 6,0725 Lira 0,5 Prozent mehr als am Vortag. Dabei spielt einerseits die anstehende Zinsentscheidung der türkischen Notenbank eine Rolle. Nach Einschätzung von Experten wird die Zentralbank am Mittwoch die Zinsen weiter senken.

Andererseits machen sich Investoren Sorgen wegen der Spannungen in der nordsyrischen Provinz Idlib, die an die Türkei angrenzt. Die Türkei hat Truppen in den Norden Syriens verlegt und droht der syrischen Armee im Falle von Angriffen mit Vergeltung. Trotz türkischer Forderungen nach einem Waffenstillstand will Syriens Präsident Baschar al-Assad seine Offensive gegen Rebellen in der Region fortsetzen. Er wird von Russland und dem Iran unterstützt.

10:16 Uhr

Goldpreis steigt auf neues Euro-Rekordhoch

Gold in Euro
Gold in Euro 1.516,38

Wer von Ihnen, liebe Leser, sich ein wenig - oder auch mehr - Gold zugelegt hat, um auf diese Weise sein Erspartes abzusichern, dem dürfte jetzt ein Lächeln über die Lippen huschen: Denn der Goldpreis ist auf ein neues Rekordhoch in Euro geklettert. In der Spitze kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 1467 Euro. Damit wurde das jüngste Rekordhoch vom vergangenen Freitag übertroffen.

In US-Dollar gerechnet zog der Goldpreis ebenfalls an. Am Vormittag kostete eine Feinunze etwa 1588 Dollar und damit sieben Dollar mehr als am Montag. Zum Rekordhoch von rund 1921 Dollar, erreicht im Jahr 2011, ist es aber noch ein weiter Weg.

Gold profitiert als sicherer Anlagehafen derzeit vor allem von der Unsicherheit wegen der chinesischen Coronavirus-Krise. Hinzu kommt die konjunkturelle Schwäche insbesondere im Euroraum und in Deutschland. Außerdem sorgen die niedrigen und teils negativen Zinsen schon seit langer Zeit dafür, dass ein wichtiger Nachteil der Goldanlage kaum mehr ins Gewicht fällt: Das Edelmetall wirft im Gegensatz zu anderen Anlagen keine Zinsen ab.

Wenn Sie noch interessiert daran sind, wie Sie sicher Gold kaufen - dann empfehle ich Ihnen unser Ratgeber-Stück "So kauft man sicher Gold".

 

09:47 Uhr

Auch wegen Brexit - Britische Großbank streicht 35.000 Jobs

HSBC
HSBC 4,70

Weitere Details zum Sparkurs bei der britischen Großbank HSBC werden bekannt: 35.000 Jobs werden gestrichen, das Investmentbanking zurechtgestutzt und das Geschäft in Europa und den USA verkleinert, wie HSBC bei der Präsentation der Jahresbilanz mitteilte. "Unsere Mitarbeiterzahl wird wahrscheinlich in den nächsten drei Jahren von 235.000 in die Nähe von 200.000 fallen", sagte Interimschef Noel Quinn.

Mit dem Radikalumbau reagiert Europas größte Bank, die den Großteil ihres Geschäfts in Asien macht, auf das langsamere Wachstum in ihren wichtigsten Märkten, die Belastungen durch den Brexit und die niedrigen Zinsen sowie die Auswirkungen des Coronavirus. Zudem soll die Bank, deren Profitabilität seit längerem den Rivalen hinterherhinkt, wettbewerbsfähiger und schlanker werden. 2019 brach der Gewinn vor Steuern um ein Drittel auf 13,3 Milliarden Dollar ein - in erster Linie, weil wegen des Umbaus Abschreibungen in Höhe von 7,3 Milliarden Dollar anfielen.

09:20 Uhr

Apple bringt Dax-Anleger aus der Fassung

Dax
Dax 10.356,70

Das Befüchrtete ist eingetreten: Die Umsatzwarnung von Apple verunsichert die Anleger in Frankfurt. Der Dax verliert im frühen Handel 0,8 Prozent auf 13.667 Zähler. "Es ist ein Weckruf von Apple für die scheinbar unbekümmerten Anleger, was die negativen wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus angeht", sagt Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader.

Der iPhone-Hersteller geht wegen der Epidemie in China nicht mehr davon aus, seine erst vor drei Wochen vorgelegten Umsatzziele für das Auftaktquartal zu erreichen. Nachdem die Apple-Warnung bereits die Börsen in Asien belastet hatte, setzt sie auch die Aktien von Zulieferern in Frankfurt unter Druck: Die Infineon-Papiere verlieren 2,5 Prozent, die Titel von Dialog Semiconductor sacken um sechs Prozent ab.

Die in Frankfurt notierten Apple-Aktien geben bis zu 7,6 Prozent nach. Es sei das zweite Mal binnen zwei Jahren, dass Apple Schwierigkeiten in China habe, sagt ein Händler. Auch wenn es keine Überraschung sei, so schicke es doch Schockwellen durch die Tech-Branche.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel, und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:35 Uhr

Ölpreise geben nach

Ölpreis
Ölpreis 32,41

Die Ölpreise haben ihre jüngste Erholung unterbrochen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 57,12 US-Dollar. Das waren 55 Cent weniger als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel auf 51,71 Dollar, das waren 34 Cent weniger als Montag. Größere Impulse hatte es zum Wochenauftakt wegen des Feiertags in den USA nicht gegeben.

In den vergangenen Tagen hatten die Erdölpreise etwas von ihren deutlichen Verlusten seit Jahresbeginn wieder gut gemacht. Investoren würden nach den fünf Tagen mit Gewinnen nun erst einmal durchatmen, hieß es am Markt.

107762760.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

08:16 Uhr

Eurokurs bleibt stabil

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,09

Der Euro hat sich am Morgen kaum bewegt. Nach den deutlichen Kursverlusten in der vergangenen Woche stabilisierte sich die Gemeinschaftswährung damit weiter und hielt das Niveau vom Montag. Zuletzt wurde der Euro praktisch unverändert bei 1,0837 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0835 Dollar festgesetzt. Durch den Feiertag in den USA am Montag habe es kaum Impulse gegeben, hieß es von Marktbeobachtern. An diesem Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agenda.

Ob der ZEW-Index dem Euro im Tagesverlauf neues Leben einhauchen kann, sei fraglich, schrieb die Commerzbank. Mittlerweile sei klar, dass der Index im Februar aufgrund der Ängste vor dem neuartigen Coronavirus in seinem Aufwärtstrend gestoppt worden ist. Auch die Helaba rechnet für den ZEW mit einer Ernüchterung. Ein Stimmungsrückgang sei wahrscheinlich, wodurch Sorgen zum Ausdruck kommen würden, dass die europäische Konjunktur unter dem Virus leidet. Die Abwärtsdynamik des Euro habe zwar zuletzt etwas nachgelassen, schrieb die Helaba. Von einer Wende zum Besseren könne aber nicht gesprochen werden, denn der Abwärtsimpuls sei intakt.

07:52 Uhr

Dax wegen Apple-Zahlen niedriger erwartet

Dax
Dax 10.356,70

Nach der Aufgabe des Umsatzziels durch den iPhone-Hersteller Apple wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Montag war er mit 13.783,89 Punkten noch auf einem Rekordhoch aus dem Handel gegangen. Die Warnung des US-Smartphoneherstellers dürfte die Corona-Sorgen jedoch wieder anheizen. Apple geht wegen der Krankheit in China nicht mehr davon aus, sein erst vor drei Wochen vorgelegtes Umsatzziel im ersten Quartal zu erreichen. Auch die Großbank HSBC spürt die Auswirkungen der Epidemie. Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr kündigte sie zudem eine Restrukturierung an.

In Deutschland sorgen die Geschäftszahlen der Deutschen Börse und von HeidelbergCement für Gesprächsstoff. Der Börsenbetreiber rechnet für 2020 mit weiterem Wachstum, der Baustoffkonzern steigerte im vergangenen Jahr den Gewinn trotz bröckelnder Absatzmengen von Zement und Zuschlagstoffen, wie bereits vergangene Woche bekanntgegeben wurde. Beide wollen sich im Laufe des Tages zu Details äußern. Aus dem Ausland werden unter anderem die Ergebnisse von Walmart erwartet. Auf der Konjunkturseite steht der ZEW-Index zu den Konjunkturerwartungen der Börsianer im Februar an.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen Handelstag      

Dax                                  13.783,89
Dax-Future                      13.718,00
EuroStoxx50                     3.853,27
EuroStoxx50-Future         3.831,00

07:31 Uhr

HSBC forciert milliardenschweren Sparkurs

HSBC Holdings
HSBC Holdings 419,60

Mit einem milliardenschweren Sparprogramm will die britische Großbank HSBC erneut die Kosten senken. Die Bank bezifferte das Volumen auf 4,5 Milliarden Dollar (4,15 Mrd Euro). Das schwache Geschäft in einigen Bereichen brockte der HSBC im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang ein. Der Überschuss fiel um rund die Hälfte auf knapp 6 Milliarden Dollar. Grund dafür sind Abschreibungen von 7,3 Milliarden Dollar auf das Geschäft an den Finanzmärkten weltweit und Firmenkunden in Europa. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn vor Steuern allerdings um rund fünf Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar zu.

06:59 Uhr

Apple-Umsatzwarnung belastet Tokioter Aktienmarkt

128701577.jpg

picture alliance/dpa

Nikkei
Nikkei 18.961,25

Der Aktienmarkt in Tokio hat nach einer Umsatzwarnung von Apple wegen des Coronavirus-Ausbruchs mit einem deutlichen Minus den Handel begonnen. Besonders Technologie-Werte zogen die wichtigsten Indizes ins Minus. Der iPhone-Hersteller hatte zuvor wegen des Ausbruchs in China seine eigenen Umsatz-Ziele zurückgenommen. Die Hersteller von Maschinen zur Fertigung von Halbleitern wie Tokyo Electron sackten ab.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die USA Maßnahmen zur Unterbindung von Chiplieferungen an Huawei prüfen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,2 Prozent tiefer bei 23.237 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank ebenfalls um 1,2 Prozent und lag bei 1668 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,6 Prozent.