Dienstag, 19. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax startet als Tiger - und landet als Bettvorleger

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(Foto: imago/Sven Simon)

Lange Zeit sah es so aus, dass der Dax einen kräftigen Gewinn einfahren würde - aber Pustekuchen. Nach einem laut Analysten nachrichtlich nicht unterlegten Sprung nach oben kam der Frankfurter Leitindex am späten Nachmittag wieder genauso schnell zurück. Börsianer verwiesen auf die Wall Street, deren Eröffnung unerwartet schwach war. Am Ende schloss der Dax lediglich 0,1 Prozent höher bei 13.221 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf mit 13.374 Zählern ein Jahreshoch markiert hatte. Der MDax gewann 0,2 Prozent auf 27.294 Punkte. Der TecDax notierte nahezu unverändert bei 3020 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3696 Punkte nach unten. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass sich viele Indizes nun den absoluten Rekordständen angenähert hätten.

Stärkster Dax-Wert waren heute MTU mit einem Plus von 2,6 Prozent. Im MDax stiegen Aurubis mit den festen Rohstoff-Titeln um 3,2 Prozent. Dagegen verloren Gerresheimer 7,2 Prozent. Auslöser war die Nachricht, dass Sanofi ein Projekt für die Entwicklung einer Insulin-Mikropumpe storniert hat. Das ist ein Rückschlag für die Gerresheimer-Tochter Sensile Care.

17:18 Uhr

Microvast baut künftig Batterien in Brandenburg

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(Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem Tesla-Coup gibt es eine weitere Erfolgsmeldung für das Land Brandenburg: Der US-Batteriesystemhersteller Microvast kommt in das südlich von Berlin gelegene Ludwigsfelde. Gefertigt werden Batteriesysteme für Transporter und Lkw, für Sportwagen oder Geländewagen, sagte der Geschäftsführer der Microvast GmbH, Sascha Kelterborn. Zudem werde die Europa-Zentrale von Frankfurt/Main nach Ludwigsfelde verlegt.

In der ersten Ausbauphase werden nach Microvast-Angaben 43 Millionen Euro investiert. Am Ende werde es ein dreistelliger Millionenbetrag sein, sagte er. Im Januar 2021 sollen die ersten Produkte vom Band laufen.

17:07 Uhr

Alle Gewinne futsch: Dax auf dem Boden der Tatsachen

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Der Dax hat kurz vor Handelsschluss seine ganzen Gewinne wieder abgegeben - er notierte mit 13.204 Punkten wieder auf gestrigem Niveau. Der EuroStoxx50 drehte ins Minus. Auf die Stimmung drückte die unerwartet schwache Eröffnung der Wall Street.

Nachdem die US-Index-Futures lange Zeit auf steigende Kurse hingewiesen hätten, seien Dow und S&P schnell ins Minus gefallen.

  • "Zudem sind die Anleger auf den hohen Niveaus indifferent", so der Marktteilnehmer. In der Nähe der Rekordstände im Stoxx-600, im Dax und im MDax warteten viele Anleger erst einmal ab.
16:42 Uhr

Karstadt Kaufhof übernimmt Thomas-Cook-Reisebüros

Das Logo von Thomas Cook an Glastüren. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Galeria Karstadt Kaufhof greift zu: Der Warenhauskonzern stärkt sein Touristik-Standbein durch die Übernahme von Teilen des Deutschland-Geschäfts des Pleite gegangenen Touristikriesen Thomas Cook. Insgesamt 106 Reisebüros und die deutsche Online-Plattform der Deutschland-Tochter würden von Galeria Karstadt Kaufhof übernommen und weitergeführt, sagte ein Sprecher des Warenhaus-Unternehmens. Ein Großteil der Arbeitsplätze in den beiden Bereichen werde damit erhalten.

Durch die Übernahme wird die Zahl der Reisebüros also mehr als verdoppelt. Zum übernommenen Online-Geschäft von Thomas Cook zählen die E-Commerce-Plattform und eine für das Reisegeschäft maßgeschneiderte IT sowie entsprechende Kundendaten.

16:30 Uhr

n-tv Fonds: ComStage und Lyxor werden eins

Es tut sich einiges am ETF-Markt. So gehört der ETF-Anbieter ComStage seit kurzem zu Lyxor. Was dieser Zusammenschluss für Anleger bedeutet, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Heike Fürpaß-Peter und Thomas Meyer zu Drewer.

16:13 Uhr

An der Wall Street regiert die Vorsicht

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(Foto: imago images/Levine-Roberts)

Die Anleger an der Wall Street haben sich heute unentschlossen gezeigt. Einerseits setzen sie auf Konjunkturzuversicht und haben die Indizes auf neue Allzeithochs geschickt. Doch dann nahm die Vorsicht überhand, und die Kurse kamen nach den Startgewinnen wieder zurück. Einige enttäuschende Zahlen, etwa von Home Depot, bremsten den Markt. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent auf 27.976 Punkte, der S&P-500 notierte kaum verändert. Insgesamt aber zeigten sich die Investoren offenbar weniger nervös mit Blick auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Auch mit Blick auf die US-chinesischen Handelsgespräche blieben die Märkte tendenziell optimistisch.

Home Depot sackten um 4,4 Prozent ab. Das Unternehmen hat beim Ergebnis einen Rückgang um 3 Prozent zu verkraften und hat die Umsatzprognose gesenkt. Kohl's Corp fielen zweistellig, nachdem der Betreiber von Warenhäusern seine Prognose für das bereinigte Ergebnis herabgestuft hat. Die Aktie stürzte um 14,9 Prozent ab. Im Schlepptau fielen Macy's um 6,5 Prozent und Nordstrom um 4,2 Prozent.

Die Boeing-Aktie stieg um 1,3 Prozent. Der Flugzeugbauer steht offenbar kurz davor, einen zwei Jahre alten und stornierten Großauftrag der Fluggesellschaft Emirates für 787 Dreamliner wieder auf die Bücher zu bekommen. Noch diese Woche könne der Auftrag auf der Luftfahrtmesse in Dubai wieder erteilt werden, berichten mehrere Informanten.

15:59 Uhr

Insider: Kone lockt Thyssen für Aufzugsdeal mit Vorauszahlung

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(Foto: REUTERS)

Nun wird sogar mit einem Lockmittel gearbeitet: Im Bieterrennen um die Aufzugssparte von Thyssenkrupp will der finnische Konkurrent Kone den MDax-Konzern Insidern zufolge mit einer milliardenschweren Vorabzahlung überzeugen. Kone wolle damit im Vergleich zu den ebenfalls an einem Kauf interessierten Finanzinvestoren punkten, hieß es. Denn diese hätten bei einer Übernahme der lukrativen Aufzugsparte im Gegensatz zu Kone keine langwierige Prüfung der Kartellbehörden zu befürchten.

Sollte Kone den Zuschlag bekommen, würde die Vorabzahlung im Fall einer Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden mit dem Kaufpreis verrechnet. Scheitert der Deal, könne Thyssenkrupp die Ausfallprämie behalten. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

15:18 Uhr

US-Baubeginne gestiegen - Hausse auch in Europa

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(Foto: REUTERS)

Die US-Baubeginne haben im Oktober noch deutlicher zugelegt als erwartet. Statt der geschätzten 3,5 Prozent zeigen die Daten ein Plus von 3,8 Prozent. Auf Jahressicht lagen die Baubeginne im Oktober um 8,5 Prozent höher. Die Zahl der Baugenehmigungen steigt ebenfalls weiter.

Auch in Europa sehen Marktteilnehmer gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Rally in der Branche. "Die Werke laufen praktisch heiß", so Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest. Seit Jahresbeginn weise der Stoxx-Construction and Materials mittlerweile die beste Performance unter den europäischen Branchenindizes auf.

14:52 Uhr

Zulieferer Prevent zerrt VW vor ein US-Gericht

Ungemach für Volkswagen: Eine Millionenklage in den USA facht den seit langem schwelenden Streit zwischen dem Wolfsburger Autoriesen und dem Zulieferer Prevent erneut an. Prevent wirft VW unter anderem Verstöße gegen das Kartellrecht vor und verlangt 750 Millionen US-Dollar Schadenersatz. VW habe mit wettbewerbswidrigen Maßnahmen verhindert, dass kleinere Zulieferbetriebe in den USA von größeren wie Prevent übernommen werden, hieß es in einer Mitteilung zu der an einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Michigan eingereichten Klage. Damit habe VW die Firmen klein und seine eigene Marktmacht möglichst groß halten wollen.

Volkswagen wies die Vorwürfe zurück. Die Prevent-Gruppe gehört der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor und hat sich in den vergangenen Jahren mit VW immer wieder erbittert um Lieferkonditionen gestritten.

14:30 Uhr

Dax setzt sich oberhalb 13.300 fest

Nach den kräftigen Zugewinnen am Vormittag hat der deutsche Aktienmarkt einen kleinen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Der Dax notierte am Nachmittag 0,9 Prozent höher bei 13.325 Punkten. Der MDax stieg um 0,7 Prozent auf 27.431 Zähler, der TecDax um 0,4 Prozent auf 3032 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,4 Prozent auf 3721 Punkte nach oben.

14:13 Uhr

VW-Konzern startet im Oktober durch

Der Volkswagen-Konzern hat im Oktober in einem schwächeren Gesamtmarkt deutlich mehr Autos verkauft. Der rasante Zuwachs von gut 12 Prozent auf 949.800 Fahrzeuge ist allerdings vor allem auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahr zurückzuführen. Damals waren nach Einführung des neuen Abgasmessverfahrens WLTP die Neuzulassungen eingebrochen, von dieser geringen Ausgangsbasis ging es nun deutlich aufwärts.

Nach Angaben der Wolfsburger wurden seit Januar 8,955 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, ein Minus von 0,2 Prozent. Davon waren im Oktober 886.200 Pkw der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche und 62.300 Nutzfahrzeuge (VW, MAN, Scania). Das entspricht im Jahresvergleich plus 12,8 Prozent beziehungsweise plus 4,7 Prozent.

VW Vorzüge
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13:54 Uhr

Thomas-Cook-Pleite beschert Alltours Wachstumsschub

Der Reiseveranstalter Alltours baut sein Angebot in Spanien aus. Auch die Preise ändern sich. Foto: Rolf Vennenbernd/ Archiv

(Foto: dpa)

Des einen Leid ist des anderen Freud: Dieses geflügelte Sprichwort kann auch auf die Touristikbranche übertragen werden. Die Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook hat nämlich dem Konkurrenten Alltours einen kräftigen Wachstumsschub beschert. Der Düsseldorfer Reiseveranstalter rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2019/2020 erstmals mit mehr als zwei Millionen Gästen. Das bedeute ein Plus von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtete Alltours-Inhaber Willi Verhuven.

Gut drei Viertel des Zuwachses seien auf die Pleite von Thomas Cook zurückzuführen. Die Preise für die Kunden sollen Verhuven zufolge dennoch im Großen und Ganzen stabil bleiben. Derzeit lägen die Buchungen für die Winter- und die kommende Sommersaison zweistellig über dem Vorjahr, betonte er.

13:43 Uhr

Immer mehr E-Autos in Deutschland - Marktanteil noch gering

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(Foto: imago images / PicturePoint)

Besonders in Deutschland werden Elektroautos immer attraktiver: Im Oktober wurden knapp 12.000 Elektro- sowie Hybridfahrzeuge zugelassen, 121 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie die Beratungsgesellschaft EY mitteilte. In den fünf größten Absatzmärkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien stieg die Zahl demnach insgesamt um 77 Prozent auf rund 28.000 Fahrzeuge.

Im bisherigen Jahresverlauf erreichten ganz oder teilweise elektrisch betriebene Neuwagen laut EY in diesen Ländern einen Marktanteil von 3,2 Prozent, im Vorjahr waren es 1,9 Prozent. Der Marktanteil sei zwar nach wie vor sehr niedrig, werde sich aber voraussichtlich im kommenden Jahr verdoppeln. Das Unternehmen erwartet "zahlreiche neue attraktive Modelle auch in niedrigeren Preisregionen". Zusätzlich würden Finanzierungsangebote und speziell der Umweltbonus in Deutschland "im neuen Jahr für kräftigen Schub sorgen".

13:15 Uhr

Minus vier Prozent: deutsche Industrie auf Talfahrt

Probleme für die Industrie in Deutschland: Angesichts des anhaltenden Zollkonflikts und mauer Weltwirtschaft ist sie in diesem Jahr tief in die Rezession gerutscht. "Wir erwarten für das laufende Jahr einen Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um vier Prozent", sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands BDI, Joachim Lang.

Ihm zufolge steckt der Sektor nach sechs Jahren Wachstum mittlerweile seit dem dritten Quartal 2018 in einer Rezession. Für 2019 geht der BDI davon aus, dass die deutschen Ausfuhren um gerade einmal ein halbes Prozent zulegen nach einem Plus von 2,1 Prozent im Vorjahr. Zuletzt lag das Exportplus im Jahr 2009 - und damit in den Zeiten der Weltfinanzkrise - niedriger als in diesem Jahr.

12:58 Uhr

Tata Steel schwingt in Europa den Rotstift

Der indische Stahlkonzern Tata Steel streicht bis zu 3000 Stellen in Europa. Damit reagiere der Konzern auf die schwache Nachfrage in Europa und die globalen Überkapazitäten in Verbindung mit Handelskonflikten, teilte das Unternehmen in Mumbai mit.

Tata Steel betreibt Fabriken sowohl in den Niederlanden als auch in Großbritannien, wo der Brexit eine zusätzliche Belastung darstellt. Rund zwei Drittel der betroffenen Stellen sollen in der Verwaltung wegfallen. Darüber hinaus will Tata laut Europa-Chef Henrik Adam unter andern die Kosten im Einkauf senken und die Produktion profitabler machen.

12:50 Uhr

Rally könnte an der Wall Street weiterlaufen

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die US-Anleger setzen heute vermutlich auf Konjunkturzuversicht und könnten die Indizes auf neue Hochs treiben. Allerdings dürfte der Dow-Jones-Index hinterherhinken, weil Schwergewicht Home Depot vorbörslich mit Zahlen enttäuscht hat. Im Übrigen zeigen sich die Investoren offenbar weniger nervös mit Blick auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Auch mit Blick auf die US-chinesischen Handelsgespräche zeigen sich die Märkte unverdrossen optimistisch.

Home Depot stürzten vorbörslich um 7,5 Prozent ab. Das Unternehmen hat beim Ergebnis einen Rückgang um 3 Prozent zu verkraften und hat die Umsatzprognose gesenkt. Die Boeing-Aktie stieg um 1 Prozent. Der Konzern hat Aufträge über insgesamt 50 Bestellungen für seine 737 Max-Maschinen erhalten, die momentan noch nicht fliegen dürfen.

12:24 Uhr

Aktienkurs von Benfica Lissabon geht durch die Decke

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aktie des portugiesischen Fußballmeisters Benfica Lissabon haussierte am Vormittag mit einem Aufschlag von 66,7 Prozent auf 4,60 Euro an der Lissaboner Börse. Auslöser ist die Nachricht, dass Sport Lisboa e Benfica SGPS, eine Holdinggesellschaft, die bereits knapp 67 Prozent der Benfica-Vorzugsaktien hält, ein Gebot über 5 Euro für weitere 6,5 Millionen Vorzugsaktien vorgelegt hat, was weiteren 28 Prozent der ausstehenden Aktien entspricht.

In der Vergangenheit gab es Spekulationen, dass chinesische Investoren ein Gebot für den Traditionsverein abgeben könnten.

12:17 Uhr

Deutscher Einzelhandelsumsatz stagniert im September

Ein Mann geht mit Einkaufstüten über eine Straße. Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild

Ein Mann geht mit Einkaufstüten über eine Straße. Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild

(Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild)

Der Umsatz im deutschen Einzelhandel hat sich im September etwas schwächer als bisher angenommen entwickelt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts stagnierten die Umsätze auf Monatssicht, während in einer ersten Schätzung ein Anstieg von 0,1 Prozent gemeldet worden war.

Im August erhöhten sich die Umsätze dafür nach revidierter Berechnung um 0,1 (vorläufig: minus 0,1) Prozent, um Juli sanken sie um 0,5 (minus 0,4) Prozent. Für das dritte Quartal ergibt sich ein Umsatzzuwachs von 0,6 Prozent.

11:57 Uhr

Inkasso-Firmen: Online-Käufer beim Bezahlen oft säumig

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(Foto: picture alliance / dpa)

Bei der Inkasso-Wirtschaft kommen die deutschen Online-Kunden nicht gut weg. Sie kaufen mit einem Klick, mit dem Bezahlen haben es viele dann aber nicht so eilig, sagte die Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen, Kirsten Pedd. Oft seien Kunden aber Details und Verträge nicht so wichtig, sie warteten einfach auf die Mahnung.

Für das Jahr 2020 erwarten die Unternehmen erstmals seit zehn Jahren eine schlechtere Zahlungsmoral.

11:42 Uhr

Dax robbt sich an die 13.400-Punkte-Marke ran

Der deutsche Aktienmarkt ist jetzt richtig in Fahrt geraten. Die Indizes bauten ihre Gewinne kräftig aus. Der Dax erreichte am späten Vormittag ein neues Jahreshoch von 13.374 Punkten. Kurz vor Mittag notierte der Leitindex 1,2 Prozent höher bei 13.363 Zählern. Sein Allzeithoch erreichte der Dax am 23. Januar 2018 bei 13.597 Punkten. MDax und TecDax stiegen um je 0,9 Prozent auf 27.494 beziehungsweise 3046 Punkte. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3734 Stellen nach oben.

Dax
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11:29 Uhr

DHL investiert Milliarden in Expressdienste

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(Foto: dpa)

Mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm will der Logistikkonzern Deutsche Post DHL seine lukrativen Geschäfte mit Expressdiensten stärken. Pro Jahr werde künftig mehr als eine Milliarde Euro ausgegeben für Sortieranlagen, Flugzeuge und Fahrzeuge, teilte das Unternehmen mit. Auch Schulungen der Mitarbeiter würden damit finanziert.

Am Flughafen Köln/Bonn nahm die DHL heute ein neues Drehkreuz offiziell in Betrieb, das für 123 Millionen Euro gebaut worden war. Jede Nacht kommen an dem Airport bis zu 14 DHL-Express-Maschinen an.

11:09 Uhr

Razzien wegen "Cum-Ex"-Aktiendeals

Erneute Durchsuchung im Steuerskandal um "Cum-Ex"-Aktiendeals: Staatsanwälte und Steuerfahnder haben heute in insgesamt zwölf Wohnungen und Geschäftsräumen in Hessen und Bayern nach Beweisen für schwere Steuerhinterziehung gesucht. Außerdem wurde eine Wohnung in den Niederlanden durchsucht. Die Aktion richtete sich nach Angaben der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gegen sechs Beschuldigte im Alter von 50 bis 57 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag in den Jahren 2008 und 2009 als Mittäter den Staat um etwa 53,3 Millionen Euro geprellt zu haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Bei solchen Geschäften nutzten Investoren eine Lücke im Gesetz. Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. Am Ende war dem Fiskus nicht mehr klar, wem die Papiere gehörten.

10:56 Uhr

Pkw-Absatz in Europa geht kräftig hoch

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Automarkt in Europa ist kräftig gewachsen. Im Oktober kamen in der EU rund 1,2 Millionen Neuwagen auf die Straße, 8,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie aus Daten des europäischen Branchenverbands ACEA hervorging. Grund war den Angaben zufolge vor allem, dass die Neuzulassungen vor einem Jahr eingebrochen waren, weil mehrere große Hersteller mit der Umstellung auf die neue Abgaszertifizierung (WLTP) nicht zurechtkamen und die Lieferung von Neuwagen stockte.

Ein Jahr später legte der Absatz der größten europäischen Hersteller-Gruppe um mehr als 30 Prozent zu. Es war laut ACEA der höchste Oktober-Absatz der Branche seit 2009. Vor einem Jahr waren die Auslieferungen wegen des WLTP-Effekts um 7,3 Prozent gesunken.

10:33 Uhr

Dax springt auf Jahreshoch

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Im Verlauf des Vormittags ist der Dax richtig durchgestartet. Der Frankfurter Leitindex markierte mit 13.335 Punkten ein neues Jahreshoch. Derzeit notiert der Dax 0,9 Prozent höher bei 13.326 Stellen. Die Bewegung sei nicht nachrichtengetrieben, hieß es im Handel.

Klar an der Dax-Spitze notierte die MTU-Aktie mit plus 2,7 Prozent. Stark präsentierten sich auch die gestern arg gebeutelten Autowerte. VW stiegen um 2,1 Prozent, BMW um 1,4 Prozent und Daimler um 1,0 Prozent.

10:25 Uhr

Easyjet kürzt Dividende nach Gewinneinbruch

Keine gute Nachricht für die Aktionäre von Easyjet: Sie bekommen nämlich den Gewinnrückgang beim britischen Billigflieger des abgelaufenen Bilanzjahres 2018/19 zu spüren. Die Dividende soll auf 43,9 Pence von 58,6 Pence gekürzt werden. Das Vorsteuerergebnis brach in dem im September abgelaufenen Geschäftsjahr um 26 Prozent auf 427 Millionen Pfund (499 Millionen Euro) ein.

Die Airline kündigte zudem an, die erste Fluggesellschaft zu sein, die ihre gesamten Emissionen kompensieren wird. Dafür würden im nächsten Geschäftsjahr 25 Millionen Pfund fällig.

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Easyjet 1.388,00

09:53 Uhr

Industrie-Auftragsweite verringert sich

Die Auftragsreichweite der deutschen Industrie ist im September geschrumpft. Die Reichweite sank laut Statistischem Bundesamt von 5,7 auf 5,6 Monate. Selbst wenn die Auftragseingänge abrupt stoppen würden, könnten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Durchschnitt für diese Zeitspanne weiter produzieren.

Der Auftragsbestand stagnierte gegenüber dem August. Der Orderbestand aus dem Inland verringerte sich dabei um 0,4 Prozent, der aus dem Ausland erhöhte sich um 0,2 Prozent.

09:34 Uhr

Erfolg in der Krise: Boeing wird Dutzende 737 Max los

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Lichtblick für Boeing: Der US-Flugzeugbauer hat auf der Luftfahrtmesse in Dubai Aufträge für 50 Maschinen seines zurzeit mit einem Flugverbot belegten Modells 737 Max erhalten. Die kasachische Air Astana, die bereits Kunde für das Konkurrenzmodell A320neo von Airbus ist, hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung zum Kauf von 30 Max-Maschinen unterzeichnet. Der Auftrag markiert einen kleinen Coup für Boeing und hat einen Wert nach Listenpreisen von etwa 3,6 Milliarden US-Dollar.

Zudem erhielt der Konzern von einem weiteren Kunden eine feste Bestellung im Wert von 2,3 Milliarden Dollar für 20 Maschinen, wie ein Insider sagte. Der Auftrag bestehe aus zehn 737 Max 7 und zehn 737 Max 10. Um wen es sich bei dem Kunden handelt, wurde nicht mitgeteilt. Bereits gestern hatte die Airline Sunexpress bei Boeing zehn weitere 737 Max bestellt. Die Aufträge sind für Boeing gerade jetzt wichtig, da das meistverkaufte Flugzeugmodell des Herstellers nach zwei tödlichen Abstürzen weltweit am Boden bleiben muss.

09:22 Uhr

Bietet die Deutsche Börse bei der BME mit?

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Ringen um die Madrider Börse: Nach einem Bericht in der spanischen Zeitung "La Información" könnte die Aktie der Deutschen Börse heute auf verstärktes Anlegerinteresse stoßen. Wie das Blatt mit Verweis auf Kreise schreibt, soll der Dax-Konzern ein Gebot für die spanische Börse Bolsas y Mercados Españoles (BME) in Erwägung ziehen.

Bei einem Gebot würde die Deutsche Börse in den Bieterwettstreit um die BME einsteigen. Die schweizerische SIX Group bietet 34 Euro je Aktie für die BME, was den Börsenbetreiber mit insgesamt 2,8 Milliarden Euro bewertet. Zugleich hat aber auch die Euronext Interesse geäußert. Analysten schließen ein Gegengebot der Vielländerbörse nicht aus - Citi hält ein Gegengebot von bis zu 40 Euro je BME-Aktie für möglich.

Deutsche Börse
Deutsche Börse 137,40

09:07 Uhr

Dax startet mit kleinem Plus

Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax stieg um 0,3 Prozent auf 13.250 Punkte. Der MDax legte um ebenfalls 0,3 Prozent auf 27.332 Zähler zu. Mit dem TecDax ging es um 0,3 Prozent auf 3027 Stellen nach oben.

Um 1,9 Prozent nach oben ging es für die Aktien von TLG Immobilien. Die Fusion mit dem Immobilienkonzern Aroundtown ist beschlossene Sache, die TLG-Aktionäre erhalten für jedes ihrer Papiere 3,6 Aroundtown-Aktien. Das fusionierte Unternehmen soll ein paneuropäischer Marktführer für Gewerbeimmobilien werden.

08:55 Uhr

Euro bewegt sich kaum

Der Euro hat sich nur wenig bewegt und die Kursgewinne der vergangenen Handelstage gehalten. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1078 US-Dollar gehandelt und ist damit etwa auf dem gleichen Stand wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1061 Dollar festgesetzt.

08:45 Uhr

Airbus bekommt Auftrag von Easyjet

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Auftragskette für Airbus reißt nicht ab: Der britische Billigflieger Easyjet hat beim europäischen Flugzeugbauer 12 weitere Maschinen des Modells A320neo fest bestellt und dazu eine Kaufoption ausgeübt. Damit erhöhen sich die Bestellungen von Easyjet für die A320neo-Familie auf 159 Flugzeuge.

Zu Listenpreisen und vor den branchenüblichen Rabatten hat der Auftrag ein Volumen von insgesamt rund 1,3 Milliarden US-Dollar.

08:34 Uhr

Ölpreise geben nach, Daten zu US-Reserven erwartet

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 62,35 US-Dollar. Das waren neun Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 20 Cent auf 56,85 Dollar.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 59,19

Seit Beginn der Handelswoche stehen die Ölpreise unter Druck. Als Ursache gilt vor allem die Sorge über die weitere Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zuletzt verunsicherten Meldungen, dass China weniger optimistisch auf ein Teilabkommen zur Entschärfung des Handelsstreits blicke. Marktbeobachter erklärten den Preisdruck aber auch mit der Entwicklung der Ölreserven in den USA. Analysten erwarten einen neuerlichen Anstieg der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl. Erste Daten zu den US-Reserven werden am Abend erwartet.

08:21 Uhr

Dax dürfte kaum große Sprünge machen

Dax
Dax 13.166,58

Der Dax dürfte Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Montag war er 0,3 Prozent schwächer bei rund 13.207 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf der Firmenseite öffnet der Billigflieger Easyjet seine Bücher. Für Gesprächsstoff sorgen dürften zudem Konjunkturdaten: Unter anderem wird die Leistungsbilanz der Euro-Zone im September vorgelegt. In Großbritannien steht eine Umfrage zum Auftragseingang der Industrie im November an – viele Firmen haben zuletzt die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit zu spüren bekommen. In den USA werden die Daten zu den Wohnbaubeginnen im Oktober vorgelegt.

08:08 Uhr

Handelsstreit lastet auf asiatischen Börsen

Nikkei
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Das Hoffen und Bangen im Handelskonflikt zwischen den USA und China drückt weiter auf die Stimmung an den asiatischen Börsen. "Die Handelsmotivation ist heute mit Sicherheit gedämpft", sagte Vishnu Varathan, Leiter von Wirtschaft und Strategie im Asien-Finanzministerium der Mizuho Bank in Singapur. "Es gibt einige anhaltende Zweifel, ob ein erster Deal getroffen werden kann. Ich denke, die Vermutung ist, dass es viel mehr Falten auszubügeln gibt, als ursprünglich gedacht."

Die Börse in Tokio zeigte sich schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,5 Prozent tiefer bei 23.293 Punkten. Die Börse in Shanghai lag hingegen 0,5 Prozent im Plus. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 108,60 Yen und stagnierte bei 7,0260 Yuan.

07:47 Uhr

TLG Immobilien und Aroundtown fusionieren

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Die börsennotierte TLG Immobilien ist sich mit Aroundtown einig geworden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Berliner TLG Immobilien wird mit der Luxemburger Aroundtown SA in einer All-Share-Transaktion fusionieren. Die Immobiliengesellschaft erklärte, dass TLG-Aktionäre 3,6 Aroundtown-Aktien für jede TLG-Aktie erhalten werden. Das entspräche einem Angebotspreis von 27,66 Euro je TLG-Aktie beziehungsweise einer Prämie von 3,2 Prozent auf Basis des letzten Schlusskurses.

Ouram Holding, der größte Anteilseigner der TLG, habe sich verpflichtet, seinen rund 28-prozentigen Anteil an TLG auszuschreiben. Die Unternehmen erwarten durch die Fusion eine Steigerung der Erlöse aus dem operativen Geschäft vor Steuern von 110 Millionen Euro auf 139 Millionen Euro pro Jahr innerhalb der ersten fünf Jahre.

TLG
TLG 27,90