Dienstag, 31. März 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax schlingert zu einem erneuten Plus

Dax
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Erneut herrschte Unruhe an den internationalen Börsen, allerdings waren die Ausschläge nicht mehr so extrem wie in den vergangenen Wochen. Diese erneute Achterbahnfahrt der Aktienkurse spiegelte die nach wie vor existierende Unsicherheit an den Märkten im Zusammenhang mit der Corona-Krise wider.

In Frankfurt ging der Dax nach einem ständigen Auf und Ab mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 9936 Punkte aus dem Handel. Den Ausflug über die 10.000-Punkte-Marke nutzten viele Anleger - wie schon vor einigen Tagen - zu Gewinnmitnahmen. Der MDax gewann 1,9 Prozent auf 21.041 Zähler, der TecDax 1,0 Prozent auf 2598 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,7 Prozent auf 2785 Punkte.

Vergleichsweise gute US-Konjunkturdaten konnten die Stimmung an den Märkten am Nachmittag wieder etwas stützen. Sowohl der Einkaufsmanager-Index aus Chicago als auch das US-Verbrauchervertrauen sind besser ausgefallen als befürchtet. Am Vormittag sorgten die chinesischen Industriedaten für bessere Laune auf dem Parkett. Generell bleibt die Volatilität an den Märkten aber hoch.

Dax-Gewinner waren heute Heidelbergcement mit plus 5,8 Prozent. Schlusslicht im Leitindex waren Deutsche Telekom und Lufthansa mit je mit minus 1,4 Prozent.

17:14 Uhr

VW-Produktionsstopp wird wohl länger dauern

Volkswagen verlängert den Produktionsstopp in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge um eine Woche. Die Auszeit solle bis zum 19. April gelten, berichten die "Wolfsburger Nachrichten". Ein entsprechender Antrag sei dem Betriebsrat vorgelegt worden.

Wegen unterbrochener Lieferketten und des eingebrochenen Absatzmarktes wolle der Vorstand offenbar auch weiter das Instrument der Kurzarbeit nutzen. VW gab keinen Volkswagen keinen Kommentar zu dem Bericht ab. Ursprünglich sollten die Werke am 10. April wieder hochgefahren werden.

16:56 Uhr

Huawei steckt Handelskrieg mit den USA locker weg

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(Foto: REUTERS)

Der chinesische Hightechgigant Huawei hat im vergangenen Jahr ungeachtet der US-Handelssanktionen seinen Umsatz steigern können. Der weltweite Jahresumsatz habe 858,8 Milliarden Yuan (110,5 Milliarden Euro) betragen, 19,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn liege bei 62,7 Milliarden Yuan (8,1 Milliarden Euro), das sind 5,6 Prozent mehr als im Jahr 2018.

Der größte Netzwerkausrüster und zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt steht im Zentrum des Handelskonfliktes zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump wirft Huawei vor, westliche Länder auszuspionieren und unangemessen mit dem chinesischen Staat zusammenzuarbeiten. Vor diesem Hintergrund versucht die US-Regierung, die Chinesen aus dem Geschäft mit Infrastruktur für das Mobilfunknetz der fünften Mobilfunkgeneration (5G) herauszudrängen.

16:41 Uhr

Siemens Healthineers erhält US-Zulassung für Corona-Tests

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 43,73

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat für sein neuestes Blutgas-Analysesystem die Zulassung von der US-Gesundheitsbehörde FDA zum Einsatz in der Akutbehandlung erhalten. Das System sei ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Covid-19-Erkrankungen, teilte der Konzern mit. Die Analyseergebnisse helfen den Aussagen zufolge bei der Behandlung infizierter Patienten und der Überwachung von Atemnot. Außerdem würden Blutgastests routinemäßig bei Beatmungspatienten durchgeführt.

Das System ist unter anderem in Europa seit August vergangenen Jahres auf dem Markt. Blutgastests geben Aufschluss über die Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut.

16:18 Uhr

Drägerwerk-Aktie "deutlich überkauft" - Kurs fällt stark

Deutlich im Minus notierte heute die Aktie von Drägerwerk - sie verbilligte sich am Nachmittag um 8,3 Prozent. Innerhalb der vergangenen drei Wochen hatte sich der Kurs allerdings zeitweise mehr als verdoppelt, getrieben von einem Auftrag für Beatmungsgeräte.

Nun hat die US-Regierung FFP-Masken bei Drägerwerk bestellt. "Die Aktie ist aber erst einmal deutlich überkauft", so ein Börsianer.

15:54 Uhr

Wie stehen die Chancen auf eine Dax-Erholung?

Der Dax versucht versucht immer wieder, auf die Beine zu kommen. Aber wie erfolgversprechend ist das wirklich? Und worauf setzen die Trader im Moment? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Dirk Heß von der Citigroup.

15:40 Uhr

Roter Start an der Wall Street - Dax hält sich

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(Foto: imago images/UPI Photo)

Die US-Börsen sind mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der Dow Jones verlor in den ersten Minuten 0,5 Prozent auf 22.222 Punkte. Der S&P-500 gab um 0,6 Prozent auf 2613 Zähler nach. Die Zahl der Neuinfizierten und Todesfälle in den USA hat weiter stark zugenommen, und eine Abschwächung scheint nicht in Sicht. Und es ist weiter ungewiss, inwieweit die eingeleiteten Maßnahmen der US-Regierung und der Fed die negativen Auswirkungen der Pandemie abfedern werden. Wie schlimm es tatsächlich um die US-Konjunktur steht, würden aber erst die Daten in den kommenden Wochen zeigen, hieß es.

Dagegen hat der Dax eine kurze Schwächephase, in der er ins Minus gerutscht war, erst einmal überstanden. Der Leitindex notierte zum Zeitpunkt des US-Handelsstarts 0,5 Prozent höher bei 9854 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,1 Prozent auf 2766 Stellen.

15:21 Uhr

"Rette die Arbeitsstelle" - Tschechen entwickeln Idee in der Krise

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Auch in Brno sind nur wenige Menschen auf den Straßen.

(Foto: dpa)

Eine neue Tauschbörse soll in Tschechien helfen, Entlassungen wegen der Coronavirus-Krise zu vermeiden. Dort können Firmen, die derzeit geschlossen haben, ihre Mitarbeiter anderen Unternehmen, die nach Verstärkung suchen, zur Leihe anbieten. Die Wirtschaftskammer, die Arbeitgebervertretung des Landes, startete das kostenlose Angebot. Das Projekt trägt den Namen "Rette die Arbeitsstelle".

  • "Wir helfen damit Arbeitgebern, die ihre Arbeitnehmer nicht verlieren wollen, auch wenn sie derzeit keine Aufgaben für ihre Beschäftigten haben", erklärte Wirtschaftskammer-Präsident Vladimir Dlouhy.

Die Tauschbörse ist über das Internet und eine Telefon-Hotline zugänglich. Voraussetzung ist, dass die betroffenen Beschäftigten ihre Zustimmung zu dem vorübergehenden Wechsel geben.

14:54 Uhr

Gegenwind für Immobilienbranche lässt Vonovia-Kurs fallen

Vonovia SE
Vonovia SE 55,00

Nach anfänglichem Gewinn ist die Aktie von Vonovia ins Minus gedreht. Der Kurs gab um 2,3 Prozent nach. Einem Marktteilnehmer zufolge leiden die Geschäfte der Immobiliengesellschaften unter der Corona-Krise. Die Hamborner REIT hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, sie rechne mit verzögerten Mieteingängen oder sogar Ausfällen.

Aus technischer Sicht ist die Vonovia-Aktie an der 200-Tage-Linie gescheitert. Als unterstützt gilt der Kurs zwischen 43 und 42 Euro.

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14:27 Uhr

Zulassungsbehörden eingeschränkt - Autohändler schlagen Alarm

Der Verkauf von Autos ist in der Corona-Krise stark eingeschränkt - Autohersteller und -händler fordern daher "unbürokratische Lösungen" dafür, dass zumindest telefonisch oder online verkaufte Fahrzeuge schnell zugelassen werden. Kfz-Zulassungsbehörden hätten jedoch zum Teil die Arbeit eingestellt, beklagten die Verbände der Autoindustrie und des Kraftfahrzeuggewerbes. Kunden übernähmen und bezahlten diese Autos allerdings nur, "wenn diese zugelassen werden beziehungsweise zugelassen sind".

Die Verbände schlugen vor, der Handel könne die Zulassungen "gebündelt" abwickeln. Dies könne gefahrlos und durch Schleusen für Dokumente und Schilder ohne körperlichen Kontakt zwischen Menschen erfolgen. Übergaben von bereits zugelassenen Fahrzeugen könnten auch ohne jeglichen nahen Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer erfolgen, die Voraussetzungen dafür seien in den Autohäusern gegeben. Bei den Autohändlern stehen den Angaben zufolge "Tausende" neue oder gebrauchte Fahrzeuge, die an Kunden übergeben werden müssten.

14:20 Uhr

Heil: deutlich mehr Kurzarbeiter als bei Finanzkrise

"Das Kurzarbeitergeld wirkt", sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Wie viele Menschen letztlich Kurzarbeitergeld bekämen, lasse sich aber noch nicht abschätzen. Der SPD-Politiker geht davon aus, dass es "deutlich mehr" würden als bei der Finanzkrise vor zehn Jahren. Im Frühjahr 2009 lag das Hoch bei 1,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit.

Die Bewältigung der Krise sei eine "historische Aufgabe", sagte Heil. Zugleich sagte er, dass es Anlass "zur realistischen Zuversicht" gebe. Deutschland habe einen der stärksten Sozialstaaten auf der Welt. Zur Finanzierung der Maßnahmen verwies der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, erneut auf die BA-Rücklagen in Höhe von 26 Milliarden Euro.

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13:52 Uhr

Wall Street mit moderatem Gewinn erwartet

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(Foto: REUTERS)

Mit leichten Gewinnen dürften die US-Börsen in den Handel starten. Damit dürfte die positive Vortagesentwicklung eine Fortsetzung finden. Die Zahl der Neuinfizierten und Todesfälle in den USA nimmt zwar weiter stark zu, und eine Abschwächung scheint nicht in Sicht, doch die Investoren fassen zunehmend Mut, dass die eingeleiteten Maßnahmen der US-Regierung und der Notenbank Fed die negativen Auswirkungen der Pandemie zumindest zum Teil abfedern werden. Wie schlimm es tatsächlich um die US-Konjunktur steht, werden aber erst die Daten in den kommenden Wochen zeigen.

Daher dürften die kurz nach der Startglocke anstehenden US-Daten für die Tendenz des Marktes eine wichtige Rolle spielen. So stehen der Einkaufsmanager Chicago für den März sowie der Index des Verbrauchervertrauens, ebenfalls für März, auf der Agenda. Bei beiden wird ein deutlicher Rückgang erwartet. Leicht positiv werden die jüngsten Daten aus China aufgenommen. Der Future auf den S&P-500 legt aktuell um 0,2 Prozent zu.

13:26 Uhr

Dax-Gewinn bröckelt - wieder klar unter 10.000

Den europäischen Aktienmärkten scheint die Luft auszugehen. Nach einem fulminanten Start lag der EuroStoxx50 am frühen Nachmittag nur noch minimal im Plus bei 2771 Punkten. Der Dax gewann 0,5 Prozent auf 9860 Stellen. Das Erreichen der 10.000er-Marke sei zu Gewinnmitnahmen genutzt worden, hieß es in Frankfurt.

Tagessieger war bislang der Subindex Reise- und Freizeit mit einem Plus von 3,6 Prozent. Dahinter folgt der Öl- und Gassektor mit plus 3,5 Prozent. Hier erholen sich Royal Dutch Shell um 5,5 und Eni um 4,8 Prozent.

Im Dax ging es für Bayer um 0,6 Prozent nach oben. Ein Händler verwies auf Presseberichte, wonach sich die Leverkusener mit Klägern auf einen Vergleich wegen angeblich irreführender Werbung für Glyphosat im US-Bundesstaat Missouri geeinigt hätten und dafür knapp unter 40 Millionen Dollar zahlten.

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13:09 Uhr

Sorgt das Coronavirus nun für ein Tankstellensterben?

Die deutschen Tankstellenbetreiber befinden sich nach Angaben ihres Verbandes aufgrund der Coronavirus-Krise in einer hochdramatischen Situation. Wenn wegen Ausgangsbeschränkungen die Leute weniger tanken, könnte dies die Betreiber schnell an den Rand der Existenz bringen, sagte ein Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands der Deutschen Presse-Agentur. Ein, zwei Wochen seien gerade noch zu verkraften. "Aber drei, vier Wochen oder gar mehr kann so ein kleiner Tankstellen-Betreiber nicht wegschlucken."

Die Betreiber sind nach Angaben des Verbandes meist nur Pächter der Tankstellen. Eigentümer sind hingegen große Mineralölgesellschaften wie Shell oder Total. Der Verband fordert aufgrund der aktuellen Situation, die Pacht auf null zu setzen. Zudem soll der Staat mit einem sofortigen Betriebskostenzuschuss helfen. "Denn sonst haben wir ein Tankstellensterben, und zwar innerhalb der nächsten Monate", sagte der Sprecher.

12:48 Uhr

Tausende BMW-Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit

BMW
BMW 59,50

Nun reagiert auch BMW: Der Münchner Autobauer hat aufgrund seiner Produktionsstopps in Deutschland Kurzarbeit für 20.000 Mitarbeiter angemeldet. Betroffen seien im Wesentlichen Beschäftigte in den Werken in Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig, erklärt eine Konzernsprecherin.

BMW hatte Mitte März angekündigt, die Autoproduktion in Europa bis zum 19. April zu unterbrechen. Auch in den USA ruht die BMW-Produktion, während in China die Fertigung wieder angelaufen ist.

12:06 Uhr

Massensterben bei Startups befürchtet

Die grassierende Corona-Pandemie lässt auch die deutschen Startups in eine massive Krise rutschen. Insgesamt neun von zehn Startups sehen sich in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, wie eine Umfrage des Bundesverbands Deutsche Startups in Zusammenarbeit mit Curth + Roth ergab. Über 80 Prozent der Gründerunternehmen sehen sich sogar in ihrer Existenz gefährdet. Verbandspräsident Christian Miele forderte "einen einstelligen Milliardenbetrag", um der Branche zu helfen.

Das Bild sei "tatsächlich dramatischer als wir erwartet haben", erklärte Miele weiter. Die Betroffenheit sei systemisch: "Das Startup-Ökosystem steht angesichts der Corona-Krise vor einem massiven Startup-Sterben."

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11:50 Uhr

Trübe Aussichten für Fielmann-Aktionäre

Auch für die Aktionäre von Fielmann fällt diesmal nichts ab. Die Optikerkette will die Dividende für 2019 streichen, um so ihre Liquidität zu sichern.

Ursprünglich hatte der Vorstand vorgeschlagen, die Dividende um fünf Cent auf 1,95 Euro je Aktie anzuheben. 2019 hatte Fielmann den Überschuss um zwei Prozent auf 177 Millionen Euro gesteigert.

Fielmann
Fielmann 64,90

11:22 Uhr

Coronavirus würgt deutschen Immobilienboom ab

Die Corona-Krise tut ganze Arbeit. Der jahrelange Immobilienboom in Deutschland findet einer Studie zufolge ein vorläufiges Ende.

  • "Angesichts der Schärfe der zu erwartenden Rezession gehen wir davon aus, dass der Aufschwung am deutschen Immobilienmarkt beendet ist", heißt es in einer Untersuchung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
  • "Wie es dann weitergeht, ist dagegen sehr unsicher und hängt vom zeitlichen Verlauf der Pandemie und den Maßnahmen zu ihrer Eindämmung ab."

Viele Interessenten dürften angesichts der hohen Unsicherheit hinsichtlich Beschäftigung und Einkommensperspektiven zumindest kurzfristig den geplanten Wohneigentumserwerb oder den Umzug in eine neue Mietwohnung verschieben.

  • "Vor allem in den teuren Lagen der Großstädte könnten daher die Wohnimmobilienpreise etwas nachgeben."

Im Dax legten Vonovia nur 0,1 Prozent zu. Die im MDax notierten Deutsche Wohnen gewannen 2,5 Prozent, Grand City verteuerten sich um 3,8 Prozent.

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11:16 Uhr

Dax setzt Aufwärtstrend fort - Pessimismus war wohl übertrieben

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Der Dax hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und hat am Vormittag 2,5 Prozent auf 10.058 Punkte hinzugewonnen. Ein Händler sprach in diesem Zusammenhang von "einer sehr interessanten Konstellation". Denn seit langer Zeit habe es eine nicht mehr gesehene Nachfrage am Kassamarkt gegeben. Die Dax-Futures hätten den Sprung über diese Marke nämlich zu diesem Zeitpunkt nicht gemacht und mit deutlichem Abgeld darunter notiert. Grund sei der Quartalsultimo: "Heute geht es wirklich darum, Aktien in die Portfolios physisch zurückzukaufen, um sie als Bestand ausweisen zu können", so der Börsianer.

Wie auch bei globalen Konjunkturdaten sei in vielen Einzelwerten der Pessimismus übertrieben worden und eingepreist zu sein. Gute Nachrichten würden daher honoriert. Bayer legten um 4,8 Prozent und Infineon um 4,1 Prozent zu. Bei den Luftfahrtaktien erholen sich Airbus um 3,9 Prozent und Fraport um 2,0 Prozent. Hochflieger sind nach guten Zahlen Hellofresh mit einem Sprung von 18 Prozent und Compugroup nach einer Kaufempfehlung mit 10 Prozent.

10:59 Uhr

Ist Tesla der Autobranchen-Gewinner in der Post-Corona-Ära?

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Coronavirus-Krise trifft die Autobranche weltweit mit voller Breitseite. Werksschließungen über mehrere Wochen in zahlreichen Ländern dürften auf weitere Regionen ausgeweitet werden, Produktion und Verkauf liegen vielerorts weitgehend brach. Auch der Elektroauto-Pionier Tesla dürfte laut NordLB-Analyst Frank Schwope seine Jahresziele verfehlen. Damit drohe dem US-Konzern ein Jahr mit roten Zahlen.

Trotzdem sieht Schwope Tesla mittelfristig als Gewinner der Krise. "Elektromobilität" und "autonomes Fahren" dürften als Symbol für den Aufbruch in die Post-Corona-Ära deutlichen Auftrieb bekommen. "Noch erwarten wir allerdings Rückschläge für die Tesla-Aktie und empfehlen zunächst weiterhin, diese zu "Verkaufen" (Kursziel: 330 US-Dollar)", so Schwope.

10:34 Uhr

Tote Hose am Frankfurter Airport

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(Foto: dpa)

Der Flughafen Frankfurt hat wegen der Coronavirus-Krise in der 13. Kalenderwoche nur 118.965 Passagiere abgefertigt. Wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte, betrug der Rückgang in der Woche vom 23. bis zum 29. März somit 90,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Beim Frachtaufkommen zeigte sich ein Minus von 27,5 Prozent auf 33.147 Tonnen.

Die Flugbewegungen auf Deutschlands größten Airport brachen um 80,8 Prozent auf 1836 ein. Teilbereiche der Terminalanlagen in Terminals 1 und 2 seien temporär außer Betrieb, die Rückholflüge laufen laut Fraport weiter.

10:13 Uhr

Geschlossene Läden machen Tom Tailor zu schaffen

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(Foto: picture alliance / Christian Cha)

Die Corona-Krise bringt die ohnehin seit Jahren schwächelnde Modefirma Tom Tailor erneut in Bedrängnis.

  • "Durch die Corona-Pandemie haben sich die Marktbedingungen in den letzten Wochen in allen unseren Märkten dramatisch verschlechtert", erklärte Finanzvorstand Christian Werner.

Der Manager warnte vor Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken infolge der behördlich verordneten Geschäftsschließungen zur Eindämmung der Virusausbreitung und kündigte an, staatliche Hilfen zu beantragen. Dazu gehören unter anderem staatliche Finanzierungsprogramme, Stundung von Steuerzahlungen, sowie Kurzarbeit, die bereits von der Gesellschaft für die eigenen Filialen beantragt worden sei.

Im vergangenen Jahr verbuchte Tom Tailor bei einem Umsatzrückgang um 4,8 Prozent auf 803,1 Millionen Euro ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 98,5 (2018: 25,7) Millionen Euro.

10:06 Uhr

Shell stärkt mit Milliardenkredit Liquidität in der Krise

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 16,71

Der Öl- und Gasriese Shell hat mit einem neuen Kredit seine Liquidität gestärkt. Der Konzern sicherte sich nach eigenen Angaben eine neue Kreditlinie in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar. Diese komme zu der bereits im Dezember unterschriebenen Kreditlinie von 10 Milliarden Dollar und Barmitteln von 20 Milliarden Dollar hinzu. Damit steige die verfügbare Liquidität von 30 auf mehr als 40 Milliarden Dollar, hieß es weiter. Shell leidet derzeit unter dem starken Verfall des Öl- und Gaspreises.

Erst jüngst hatte Shell mitgeteilt, der Konzern wolle die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit einem Bündel an Maßnahmen abfedern. So sollen die Kosten im operativen Geschäft in den kommenden 12 Monaten im Vergleich zu 2019 um 3 bis 4 Milliarden Dollar sinken, zudem sollen Investitionen drastisch reduziert werden.

10:01 Uhr

Arbeitsmarkt günstiger als erwartet - allerdings vor der Krise

Die Bundesagentur für Arbeit ist zu sehen. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild

(Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild)

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im März in saisonbereinigter Rechnung günstiger entwickelt als erwartet. Allerdings ist darin die jüngste Entwicklung in der Corona-Krise mit der behördlich angeordneten Stilllegung von weiten Teilen der Wirtschaft noch nicht enthalten. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg  die Arbeitslosenzahl bereinigt um saisonale Einflüsse gegenüber Februar um 1000 Personen. Damit waren bis zum Stichtag 12. März 2,335 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Volkswirte hatten eine wesentlich stärkere Zunahme um 35.000 Personen erwartet.

Die Arbeitslosenquote verharrte im März bei 5,0 Prozent, während die Experten einen Anstieg auf 5,1 Prozent vorausgesehen hatten. Gegenüber dem Vorjahr waren 34.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

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09:46 Uhr

Lego-Mutter macht kräftigen Gewinnsprung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Große Freude in Dänemark: Die Lego-Konzernmutter Kirkbi hat im vergangenen Jahr einen fast doppelt so hohen Gewinn eingefahren wie 2018. Das Ergebnis der Kirkbi-Gruppe nach Steuern belief sich 2019 auf rund 16,8 Milliarden dänische Kronen (rund 2,25 Milliarden Euro), wie die von den Nachfahren des Lego-Gründers Ole Kirk Kristiansen kontrollierte Gesellschaft mitteilte. Im Jahr 2018 waren es noch 8,7 Milliarden Kronen gewesen.

Vor allem bei den Investitionen stand diesmal ein sattes Plus - nach einem leichten Minus 2018. Die Kirkbi A/S aus dem dänischen Billund hält 75 Prozent der Lego-Anteile und ist zur Hälfte an dem britischen Konzern Merlin Entertainments beteiligt, der unter anderem die Legoland-Freizeitparks und den Heide Park Soltau betreibt. Darüber hinaus investiert Kirkbi unter anderem in Aktien und Immobilien.

Lego selbst hatte Anfang März einen Nettogewinn für 2019 von 8,3 Milliarden Kronen (1,1 Milliarden Euro) vermeldet, was einem Plus von knapp drei Prozent entsprach.

09:23 Uhr

VW-Chef: Können mit blauem Auge aus Corona-Krise kommen

Welche Taktik wird VW-Vorstandsvorsitzender Herbert Diess wohl anwenden lassen?

Herbert Diess

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Hoffnung bei Volkswagen: Konzernchef Herbert Diess will das Geschäftsjahr trotz der Corona-Krise noch nicht völlig abschreiben. Ob der Konzern seine Gewinnziele für 2020 erreiche, sei erst dann wirklich abzuschätzen, wenn die Dauer des "Shutdowns" abzusehen sei, sagte er in einem Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart.

  • "Wenn man davon ausgeht, dass man die Krise ähnlich schnell behandelt wie China, dann kann man sicherlich auch mit einem blauen Auge davonkommen", sagte Diess. "Wenn man natürlich davon ausgeht, dass wir hier monatelang einen Shutdown haben, dann wird's schon schwierig."
    "China läuft wieder stark für uns", sagte der Manager. "Wir managen dort den Hochlauf."
09:07 Uhr

Dax überspringt 10.000-Punkte-Marke

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(Foto: imago/blickwinkel)

Der deutsche Aktienmarkt ist stark in den heutigen Handel gestartet. Grund waren ermutigende Zahlen aus China, die dortige Industrie gewinnt wieder deutlich an Fahrt. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 1,7 Prozent auf 9979 Punkte. Danach bekam er eine Art zweite Luft und übersprang die 10.000er-Marke. Der MDax gewann 2,2 Prozent auf 21.120 Zähler, der TecDax 2,3 Prozent auf 2628 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,3 Prozent auf 2801 Punkte nach oben. Mit Spannung erwarten die Börsianer die deutschen Arbeitsmarktdaten.

Alle 30 Dax-Werte befanden sich im positiven Bereich. An die Index-Spitze setzten sich Bayer mit plus 3,8 Prozent.

08:45 Uhr

Chinas Wirtschaft erwacht zum Leben - Asien-Anleger vorsichtig

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(Foto: AP)

Die Anleger in Asien bleiben trotz Lebenszeichen der chinesischen Industrie auf der Hut. In Tokio schloss Nikkei 0,9 Prozent tiefer bei 18.917 Punkten. Im gesamten ersten Quartal brach er um 20 Prozent ein - das ist der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise im vierten Quartal 2008. In China lagen die Kurse kaum verändert.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie schnellte im März auf 52 Punkte nach oben von einem Rekordtief von 35,7 Prozent im Februar. Damit signalisiert das Barometer wieder Wachstum. Analysten warnen jedoch davor, den Anstieg überzubewerten: Schließlich deute er nur auf eine Geschäftsbelebung hin, ohne anzugeben, wie stark diese ausfalle. In China haben viele Unternehmen nach der Corona-Zwangspause ihre Produktion wieder aufgenommen. Der konjunkturelle Verlauf in China ähnle einem V, auf einen scharfen wirtschaftlichen Einbruch folge eine beachtliche Erholung, sagte Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP Bank.

08:36 Uhr

Ölpreise erholen sich etwas

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,38

Die Ölpreise sind am Morgen gestiegen und haben sich etwas von jüngsten Verlusten erholt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 22,88 US-Dollar. Das waren zwölf Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI stieg um 96 Cent auf 21,06 Dollar.

Überraschend starke Konjunkturdaten aus China sorgten für etwas mehr Zuversicht an den Finanzmärkten und stützten auch die Ölpreise. Im März hatte sich die Stimmung in den Industriebetrieben des Landes und im Bereich Dienstleistungen viel stärker als erwartet erholt. Die Daten deuten wieder auf Wachstum in der chinesischen Wirtschaft hin.

08:02 Uhr

Zalando lässt Anleger schreien - nicht vor Glück

Zalando
Zalando 64,14

Händler erwarten kräftigen Druck auf das Zalando-Papier. "Das kommt völlig überraschend und ist erklärungsbedürftig", kommentiert ein Händler die Gewinnwarnung. Zalando habe es "wohl mit dem Kitchen Sinking übertrieben" und die Chance nutzen wollen, noch anderen störende Bilanzposten  zu bereinigen: "Eine Gewinnwarnung wegen Corona interessiert keinen mehr, aber die Abschreibungen auf Lagerbestände sind sehr schlecht".

Denn die Aktie sei als einer der Hauptgewinner der Krise gesehen worden, die vom Zuhausebleiben profitieren könnte. Die Warnung dürfte daher enttäuschen und erkläre vielleicht auch, warum die Aktie schon seit Donnerstag ohne erkennbare Gründe gefallen sei.

Auch die Citi-Analysten äußerten sich überrascht zu den Abschreibungen. Aus Anlegersicht sei es aber gut, dass die Abschreibungen auf die Lagerbestände im ersten Quartal vorgenommen würden. Zalando verfüge zudem über eine starke Bilanz und dürfte letztlich von den aktuellen Verwerfungen stärker profitieren als andere Unternehmen, kommentieren die Analysten den Umstand, dass Zalando einige Zulieferer vorab bezahlt, um deren Cashflow zu sichern.

07:46 Uhr

Corona? Varta will Umsatz verdoppeln

Varta AG
Varta AG 94,15

Der Batteriehersteller Varta ist trotz der Coronavirus-Pandemie optimistisch für sein Geschäft im laufenden Jahr. Ziel sei es, den Umsatz auf 780 bis 800 Millionen Euro mehr als zu verdoppeln, teilt das Unternehmen mit. Für den Erlössprung sollen unter anderem die starke Nachfrage nach Lithium-Ionen-Zellen sowie die kürzlich zurückgekaufte Sparte mit Varta-Haushaltsbatterien sorgen.

Im vergangenen Jahr hatte es zu einem Plus von einem Drittel  auf knapp 363 Millionen Euro gereicht. Das bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) soll von 97,5 Millionen auf 175 bis 185 Millionen Euro zulegen.

07:31 Uhr

Dax schwächelt - Arbeitsmarkt im Blick

Der deutsche Aktienmarkt wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Den gestrigen Handelstag hatte er 1,9 Prozent fester beendet. Die Coronavirus-Pandemie hinterlässt tiefe Bremsspuren in der Wirtschaft, das trifft auch den Arbeitsmarkt. Experten rechnen im Schnitt damit, dass die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt um 29.000 steigt und die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent klettert. Allerdings sind in den Daten, die am Vormittag vorgelegt werden, die Auswirkungen der Pandemie noch gar nicht zu erkennen, weil sie mit Stichtag 12. März erhoben wurden - vor Beginn der Ausgangsbeschränkungen.

Zu den Auswirkungen der Virus-Krise auf den Arbeitsmarkt wollen sich Arbeitsminister Hubertus Heil und BA-Chef Detlef Scheele am Nachmittag in Berlin äußern. Dabei werden auch neue Zahlen erwartet, wie viele Unternehmen als Folge des Coronavirus Kurzarbeit angezeigt haben. Nach einer ersten Erhebung hatte die BA vor zehn Tagen mitgeteilt, dass rund 76.700 Betriebe Kurzarbeit angekündigt hätten.

06:46 Uhr

Zalando stellt größeren Verlust in Aussicht

Die Coronavirus-Pandemie setzt Europas größtem Online-Modehändler Zalando zu. Im ersten Quartal werde ein bereinigter Betriebsverlust von deutlich mehr als 28 Millionen Euro anfallen, gab der Berliner Konzern bekannt. Auch die Jahresprognose sei nicht mehr zu halten. Ausgaben und Investitionen sowie die Finanzplanung seien an die neuen Gegebenheiten angepasst worden, schrieb der Vorstand an die Mitarbeiter.

Zalando
Zalando 64,14

Um das Geschäft vor dem Erliegen zu retten, startet Zalando eine Reihe von Initiativen. Bis Ende Mai zahlen neue wie auch bestehende Einzelhändler, die ihre Ware über die Zalando-Plattform verkaufen, keine Kommission. Zudem will das im MDax notierte Unternehmen 100 Millionen Euro in die Hand nehmen, um Partner vor der vertraglich vereinbarten Frist zu bezahlen und somit liquide zu halten.

Eine neue Prognose will der Konzern erst abgeben, wenn absehbarer ist, wie sich die Coronavirus-Pandemie entwickelt. Wegen der Krise wird auch die für 20. Mai geplante Hauptversammlung verschoben.

06:23 Uhr

China-Daten schüren Wachstumshoffnung

Offizielle Wirtschaftsdaten aus China schüren die Hoffnungen auf eine Erholung der Märkte. Chinas Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe sprang im März auf 52,0, nach einem Rekordtief von 35,7 im Februar, und übertraf die Erwartungen der Analysten. Diese warnten jedoch, dass der Index die tatsächliche Verbesserung überbewerten könnte. Denn nehme ein Unternehmen nach einem erzwungenen Stillstand seine Arbeit wieder auf, würde sich dies als Expansion zeigen und nichts über das allgemeine Aktivitätsniveau aussagen.

Die Börse in Tokio zeigt sich derweil uneinheitlich. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 0,8 Prozent höher bei 19.234 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,8 Prozent auf 1424 Zähler. Die Börse in Shanghai handelt 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 0,4 Prozent.