Dienstag, 07. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax bläst sich erst mächtig auf - und verliert dann etwas Luft

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Nach der Rally zu Wochenbeginn ist es an den europäischen Börsen auch heute weiter nach oben gegangen. Allerdings gingen die Gewinne im Verlauf des Nachmittags zurück. Marktteilnehmer verwiesen in diesem Zusammenhang darauf, dass auch die Wall Street die frühen Hochs nicht halten kann. "Zudem sind nach 1000 Punkten Plus in zwei Tagen Rücksetzer keine Überraschung", sagte ein Börsianer.

An der Frankfurter Börse stieg der Dax um 2,8 Prozent und schloss bei 10.357 Punkten. Damit war er am Ende doch weit entfernt von seinem Tageshoch von 10.590 Zählern. Der MDax legte um 2,1 Prozent auf 21.538 Punkte zu, der TecDax um 1,3 Prozent auf 2698 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 2,2 Prozent auf 2856 Punkte.

Mit der Hoffnung auf eine bereits bald wieder in Schwung kommende Wirtschaft kauften die Anleger Aktien von Zyklikern, die von einem Aufschwung überproportional profitieren sollten. Im Dax stiegen MTU um 5,4 Prozent auf 124,90 Euro - die Aktie hatte Ende Januar fast 290 Euro gekostet. Infineon erholten sich um 5,2 Prozent und Deutsche Bank um 5,4 Prozent.

Lufthansa legten moderat um 1,1 Prozent zu. Die von der Krise arg gebeutelte Airline beschloss eine Restrukturierung ihrer Flugbetriebe. Die Tochter Germanwings wird eingestellt. Bei nahezu allen Flugbetrieben des Konzerns sollten Kapazitäten verringert und die Verwaltung verkleinert werden.

17:11 Uhr

Germanwings ist Geschichte

Ein Flughafenmitarbeiter schließt die Tür einer Maschine der Fluggesellschaft Germanwings. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

(Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild)

Bei der von der Corona-Krise gebeutelten Lufthansa schreitet man zur Tat. Wie das Dax-Unternehmen in einer Adhoc-Meldung bekanntgab, soll der Flugbetrieb der Tochter Germanwings beendet werden. Zudem soll die Flotte um 29 Maschinen verkleinert und etliche Flugzeuge auch anderer Teilgesellschaften stillgelegt werden. Die Reduzierung des Flugbetriebs soll sozialverträglich gestaltet werden.

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17:02 Uhr

Worauf Trader in der Corona-Krise achten müssen

Die Corona-Krise sorgt weiterhin für Schwankungen an den Märkten. Wie können sich Zertifikate-Anleger jetzt am besten aufstellen? Beispiel Ölpreis: Welche Produkte es hier gibt und wie sie funktionieren, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

16:42 Uhr

Post registriert Paketflut wie vor Weihnachten

Hochbetrieb bei der Deutschen Post: Der Bonner Dax-Konzern verzeichnet vor Ostern einen deutlichen Anstieg der Paketmengen. Das Unternehmen registriert einem Sprecher zufolge seit Ende März eine täglich steigende Zahl von Sendungen, deren Menge mittlerweile sehr spürbar über der des Vorjahreszeitraums liegt.

Die Paketzahlen hätten schon Vorweihnachtsniveau erreicht. Gerade auch kleine Händler setzten verstärkt auf die Post-Tochter DHL, um ihre Waren auch bei Schließung der Ladenlokale durch die Corona-Krise an den Verbraucher zu bringen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

16:24 Uhr

Droht ein dramatischer Abbau von Ausbildungsplätzen?

Die Große Koalition kämpft derzeit mit Staatshilfen um die Sicherung der Arbeitsplätze. In der SPD wird derweil vor einem dramatischen Abbau von Ausbildungsplätzen im kommenden Ausbildungsjahr wegen der Corona-Pandemie gewarnt.

Neben den bereits jetzt spürbaren Auswirkungen auf Auszubildende, wie zum Beispiel verschobene beziehungsweise abgesagte Prüfungen, sei das die drängendste Frage, erklärte die für die SPD-Fraktion zuständige Berichterstatterin Yasmin Fahimi. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung müsse "schnell tragfähige Antworten" darauf finden, sagte die ehemalige SPD-Generalsekretärin.

15:55 Uhr

Der Dax könnte bald ein neues Mitglied bekommen

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen wäre im Fall eines Abstiegs von Lufthansa aus dem Dax derzeit bester Nachrückkandidat. "Allerdings kann die hohe Volatilität die Tabellen noch erheblich durcheinanderwirbeln", sagte ein Händler. So könnten sich Lufthansa noch retten. Daneben könnten aber auch andere Aktien wie Aroundtown oder Symrise noch an Deutsche Wohnen vorbeiziehen.

Nach der jüngsten Rangliste auf Basis der Schlusskurse des Monats März würden die Aktien der Deutsche Wohnen im Juni die Titel der Lufthansa im Leitindex ersetzen. Neben Vonovia wäre dann ein zweites Immobilienunternehmen im Dax vertreten.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 40,62

15:38 Uhr

Starker Start an der Wall Street - Dow Jones über 23.500

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(Foto: AP)

Fortsetzung der Rally auch in den USA: An der Wall Street ist der Dow Jones stark in den Handel gestartet - er legte um 4,0 Prozent auf 23.572 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500 gewann 3,2 Prozent auf 2748 Zähler. Inzwischen kommen auch aus den USA ermutigende Signale, dass das Herunterfahren des öffentlichen Lebens sich langsam auszahlt, indem die Dynamik der Corona-Ausbreitung nachlässt. So wurde aus dem Staat New York den zweiten Tag in Folge keine Zunahme der Toten-Zahlen berichtet.

In Frankfurt notierte der Dax zum Zeitpunkt des Ertönens der New Yorker Eröffnungsglocke 3,8 Prozent im Plus bei 10.460 Punkten. Der EuroStoxx50 legte um 3,2 Prozent auf 2885 Stellen zu.

15:11 Uhr

Alltours erstattet Kunden Geld zurück

Der Reiseveranstalter Alltours hat mit der Rückerstattung von Kundengeldern für Reisen begonnen, die wegen der Corona-Pandemie storniert wurden. Das gelte für alle Reisen aus dem Pauschal- und Individualprogramm des Konzerns mit Abreisedaten zwischen dem 17. März und dem 30. April 2020, teilte das Unternehmen mit. Wer per Lastschrift gezahlt habe, erhalte das Geld umgehend zurück.

Die Rückerstattungen an Kunden, die den Reisepreis überwiesen hätten, würden in der Reihenfolge nach Abreisedatum, beginnend mit dem 17. März erfolgen, kündigte Alltours an. Gleiches gelte für Kunden, die mit Kreditkarte gezahlt hätten. Die Verbraucherzentrale Hamburg beklagte unterdessen, viele Pauschalreiseanbieter und Fluggesellschaften hielten die Verbraucher zurzeit hin und leisteten kaum noch Rückzahlungen.

14:54 Uhr

Krise lässt Finanzierungsbedarf des Bundes kräftig steigen

Euro-Banknoten und Euromünzen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archiv/Illustration

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archiv/Illustration)

Mit den Corona-Hilfsprogrammen steigt auch der Finanzierungsbedarf des deutschen Staates. Laut Finanzagentur wird die Planung für das zweite Quartal entsprechend angepasst. Gegenüber der am 23. März veröffentlichten Planung erhöhe sich das Auktionsvolumen der im Emissionskalender angekündigten Finanzierungsinstrumente im zweiten Quartal um 43 Milliarden auf 130,5 Milliarden Euro.

Der Bund beabsichtigt, im zweiten Quartal bei Bundesanleihen zwei neue Laufzeitsegmente einzuführen. Im Mai wird eine 15-jährige Bundesanleihe mit Fälligkeit im Mai 2035 an den Start gebracht. Im Juni ist eine Aufstockung um 2,5 Milliarden Euro vorgesehen. Am 12. Mai wird eine siebenjährige Bundesanleihe mit Fälligkeit im November 2027 emittiert. Neben der Neuemission mit einem Volumen von 4 Milliarden Euro sind im Juni zwei Aufstockungen über jeweils drei Milliarden Euro vorgesehen.

14:41 Uhr

Dax hält sich über 10.400 - allerdings geringe Volumina

Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn in den USA ist an der Frankfurter Börse eine gewisse Langeweile eingezogen - aber im positiven Sinn. Der Dax lag stabil klar im Plus und legte am Nachmittag um satte 3,4 Prozent auf 10.415 Punkte zu. Der EuroStoxx50 notierte 2,7 Prozent fester bei 2872 Stellen.

Die zuletzt eher niedrigen Volumina sprechen laut Händlern gegen eine bereits nachhaltige Dax-Erholung. Die Volumina waren gestern deutlich niedriger als während des Absturzes der vergangenen Wochen. Das gelte sowohl für den Kassa-Dax als auch für den Dax-Future. Auch heute seien die Volumina bisher nicht allzu groß.

14:24 Uhr

USA verlieren nach 41 Jahren die Spitze beim Patente-Ranking

Ein Schild mit der Aufschrift "Patent". Foto: Marc Müller/Archivbild

(Foto: Marc Müller/dpa)

China hat im vergangenen Jahr erstmals die USA bei der Zahl der Patentanmeldungen überholt. Nach Angaben der Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) reichte die Volksrepublik knapp 59.000 Patente ein - und damit etwa 1000 mehr als die USA. Seit 1978 lagen die Vereinigten Staaten beim Patente-Ranking immer an der Spitze.

Chinas rasanter Aufstieg zum führenden Anmelder unterstreiche die Verschiebung des Innovationsschwerpunkts in den Osten, sagte Wipo-Generaldirektor Francis Gurry in Genf. Mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen entfalle inzwischen auf Asien, so die Wipo. Deutschland belegt bei den Patenten mit 19.350 Anmeldungen Platz vier. Auf Platz drei rangiert Japan.

14:01 Uhr

Coronavirus legt deutschen Modehandel lahm

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So sieht es derzeit in deutschen Geschäftsstraßen aus.

(Foto: imago images/Olaf Döring)

Die Umsätze des Modehandels in den Einkaufsstraßen und Shopping-Centern sind im März aufgrund der Corona-Krise gegenüber dem Vorjahresmonat um 60 Prozent eingebrochen. Das geht aus einer Branchenumfrage des Fachmagazins "Textilwirtschaft" im stationären Einzelhandel hervor. Dabei machte sich nicht nur bemerkbar, dass im März aufgrund der angeordneten Ladenschließungen je nach Bundesland 11 oder sogar 12 Verkaufstage fehlten. Bereits in den ersten beiden Wochen des Monats lagen die Kundenfrequenzen deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Die Corona-Krise traf den stationären Modehandel in einer ohnehin schwierigen Phase. Bereits im Januar und Februar war die Umsatzentwicklung rückläufig. Insgesamt summierten sich die Umsatzeinbußen im stationären Modehandel laut "Textilwirtschaft" im ersten Quartal auf 26 Prozent.

13:35 Uhr

Experten halten baldige Euro-Dollar-Parität für möglich

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

In diesen Tagen ist wieder einmal das Schicksal des Euro Thema. Die Devisenexperten der ANZ halten in wenigen Monaten eine Parität von Euro und US-Dollar für möglich, sollte sich die Eurozone nicht der Probleme ihrer fiskalisch schwächer gestellten Mitglieder annehmen oder aber damit beginnen, im Ausland liegendes Nettovermögen zu repatriieren.

Die Anleger schienen sich mehr Sorgen um die fiskalische Nachhaltigkeit in den dritt- oder viertgrößten EU-Mitgliedsländern zu machen als um jene der USA, heißt es weiter mit Verweis auf die Entwicklung der Kreditausfallprämien in den vergangenen Monaten in Italien und Spanien. Hinzu komme, dass die Fiskalpolitik in der Eurozone national geprägt sei, die EZB aber nur über ein begrenztes Arsenal verfüge, was in den USA anders gelagert sei. Für Ende 2020 prognostiziert die ANZ den Euro mit 0,99 Dollar, verglichen mit aktuell 1,0870.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

13:22 Uhr

Grüne Signale an der Wall Street

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(Foto: REUTERS)

Gute Vorzeichen an der Wall Street: Dort dürften die Aktienindizes zum heutigen Handelsstart ihre kräftigen Vortagsgewinne nochmals ausbauen. Inzwischen kommen auch aus den USA ermutigende Signale, dass das Herunterfahren des öffentlichen Lebens sich langsam auszahlt, indem die Dynamik der Corona-Ausbreitung nachlässt. So wurde aus dem Staat New York den zweiten Tag in Folge keine Zunahme der Totenzahlen berichtet.

Die Anleger gingen zudem davon aus, dass ein großer Teil der schädlichen wirtschaftlichen Folgen wie langsameres Wachstum, steigende Arbeitslosigkeit, lahmende Nachfrage und unterbrochene Lieferketten bereits in den gesunkenen Kursen eingepreist seien. Die Risiken blieben aber dennoch groß und die Märkte anfällig für Gewinnmitnahmen und neuerliche Abstürze. In den Vereinigten Staaten stehen heute keine Konjunkturdaten an.

13:03 Uhr

Wirtschaftsforscher mit Zahl zum Einbruch in Deutschland

Ein Bauarbeiter arbeitet auf einer Baustelle. Foto: Christoph Soeder/dpa

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Wie stark wird die deutsche Wirtschaft wegen der Corona-Krise in diesem Jahr schrumpfen? Die führenden Forschungsinstitute rechnen Insidern zufolge mit einer schweren Rezession in der Bundesrepublik. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich um 4,2 Prozent einbrechen, erfuhr Reuters unter Verweis auf Insider. Es drohe eine "schwerwiegende Rezession". Für 2021 erwarten die Institute aber wieder eine deutliche Belebung: Dann soll das BIP um 5,8 Prozent steigen.

Für 2020 sind die Ökonomen damit nicht ganz so pessimistisch wie die Regierung. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte gesagt, das BIP könnte in diesem Jahr noch stärker schrumpfen als während der Finanzkrise 2009. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.

12:48 Uhr

Umzug für Tesla - Ameisen bekommen ein neues Zuhause

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(Foto: dpa)

Hier eine Meldung, die mal nichts mit der Corona-Krise zu tun hat: Auf dem Gelände der künftigen Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide wird nämlich ein Ameisenhügel umgesiedelt. Zahlreiche Waldameisen wurden mit Erde in weißen Tonnen verstaut und in einem benachbarten Wald wieder ausgesetzt. Weitere Umsiedlungen sind geplant.

Ameisen sind nicht die einzigen Tiere auf dem Gelände. Dort werden zum Beispiel auch Zauneidechsen vermutet. Es gab außerdem Fledermäuse. Eine einzelne Kiefer steht noch in dem gerodeten Bereich, die in den kommenden Tagen gefällt werden soll. In einer Höhle des Baumes waren bisher drei Fledermäuse zuhause, die das Quartier jedoch inzwischen verlassen haben.

12:26 Uhr

Honda beurlaubt Tausende Mitarbeiter in den USA

Honda Motor hat rund 10.000 Mitarbeiter in den USA vorübergehend beurlaubt. Der Konzern reagierte mit diesem Schritt darauf, dass die Coronavirus-Pandemie die US-Produktion zum Erliegen bringt, wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet. Die Aktion betrifft dem Blatt zufolge fünf Montagewerke in Ohio, Alabama und anderen US-Bundesstaaten.

Der Autohersteller, der in den USA 20.000 Menschen beschäftigt, hat am 23. März die Produktion in seinen amerikanischen Fabriken eingestellt. Er werde die meisten Arbeiter bis Ende April vorübergehend beurlauben, so Nikkei.

11:57 Uhr

Japan feuert Geldkanone ab - Unsummen gegen die Krise

Nicht kleckern, sondern klotzen ist Japans Devise in der Krisenzeit: Die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe verabschiedet offiziellen Angaben zufolge ein Konjunkturpaket zum Abfedern der Folgen der Viruskrise. Es hat einem Umfang von 108,2 Billionen Yen (rund 919 Milliarden Euro), wobei allein 39,5 Billionen Yen auf Haushaltsausgaben entfallen.

Die Regierung sieht in der Virus-Pandemie die "größte Krise" für die Weltwirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg.

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(Foto: REUTERS)

11:35 Uhr

Freude in Dänemark: Ambu-Aktienkurs geht durch die Decke

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Hier einmal eine Meldung aus dem Staate Dänemark: Dort erfährt die Medizintechnikfirma Ambu im Zuge der Coronavirus-Pandemie einen Auftrieb. Die Nachfrage nach Beatmungsgeräten und Bronchoskopen von Ambu ist kräftig nach oben geschossen. Der Aktienkurs des Unternehmens legte zeitweise um mehr als 29 Prozent zu.

Zuvor hatte der Konzern seine Verkaufsaussichten für das laufende Geschäftsjahr angehoben hatte. Vor allem sterile Einwegmedizinprodukte zur Behandlung von Covid-19-Patienten seien gefragt, hieß es.

11:20 Uhr

Charttechniker: Dax hat noch etwas Platz nach oben

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Seit seinem Tief am 16. März hat der Dax eine beeindruckende Rally von 25 Prozent hingelegt. Damit sind ein großer Teil der erwarteten guten Nachrichten mittlerweile in den Aktienkursen enthalten. Charttechniker Marcel Mußler sieht den deutschen Leitindex jetzt einfach weiter trendfolgend steigen, solange sich keine anderen Indizien einstellten. Seiner Meinung nach wird diese Erholungsbewegung spätestens bei 10.900 Punkten enden. Einen Stopp würde Mußler dagegen unter einem Schluss bei 10.137 Punkten setzen.

Wie sieht es derzeit in Frankfurt aus? Kurz vor Mittag notierte der Dax 3,3 Prozent fester bei 10.410 Stellen - damit hat er sich fast 200 Punkte von seinem Tageshoch entfernt.

11:01 Uhr

Nun sind Zykliker-Aktien wieder gefragt

Mit der steigenden Hoffnung auf eine bereits bald wieder in Schwung kommende Wirtschaft werden die Anleger optimistischer und kaufen Aktien von Zyklikern, die von der Erholungsbewegung überproportional profitieren sollten. Dies ist besonders im TecDax zu beobachten, wo es für Werte wie Infineon, Siltronic oder auch Varta deutlich nach oben geht.

Abgegeben werden dagegen die Aktien aus dem sogenannten Corona-Basket, als von Unternehmen, deren Geschäftsmodell von der Coronavirus-Pandemie profitiert hatte. So geben Aktien von Compugroup oder Drägerwerk bereits wieder nach, Qiagen handeln unverändert.

10:36 Uhr

Hugo Boss will keine Dividende auszahlen

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(Foto: picture alliance / Franziska Kra)

Die Corona-Pandemie hat auch bei Hugo Boss zu einem erheblichen Rückgang von Umsatz, Profitabilität und Cashflow geführt. Es sei nicht absehbar, wie lange diese Situation anhalten wird, teilte der Modehersteller mit. Deshalb werde der Hauptversammlung vorgeschlagen, die Dividendenzahlung für 2019 auszusetzen.

Hugo Boss verweist allerdings auf die gesunde Bilanzstruktur und eingeleitete Maßnahmen wie Kurzarbeit ab April. Der Vorstand selbst will für die Monate April und Mai 2020 auf 40 Prozent seiner Grundvergütung verzichten. Die diesjährige Hauptversammlung soll am 27. Mai rein virtuell abgehalten werden.

10:16 Uhr

Finanzinvestor krallt sich deutschen Desinfektionshersteller

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(Foto: dpa)

Der schwedische Finanzinvestor EQT hat sich im Bieterwettkampf um den deutschen Desinfektionsmittelhersteller Schülke durchgesetzt. EQT führt mit dem französischen Industriegasekonzern Air Liquide exklusive Verhandlungen über den Kauf von Schülke. Der Abschluss des Deals scheint nur noch eine Formalie. Schülke-Chef Christian Last begrüßte EQT bereits als neuen Partner.

Der Ausbruch des Coronavirus hatte den Bieterwettbewerb um den Hersteller von Desinfektionsprodukten für Hände, Haut und Oberflächen befeuert. Die 1889 in Hamburg gegründete Firma Schülke beschäftigt weltweit mehr als 1250 Mitarbeiter. Sie vertreibt ihre Produkte in mehr als 100 Ländern und produziert neben Deutschland auch in Frankreich und Brasilien.

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10:01 Uhr

Mut an der Börse wächst - Dax springt über 10.500

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(Foto: imago images / Westend61)

Der Dax hat in der ersten Handelsstunde ohne Mühe die 10.500er-Marke genommen. Der Leitindex notierte zeitweise 5 Prozent höher bei 10.592 Punkten, fiel dann aber wieder etwas zurück. Der EuroStoxx50 lag 3,7 Prozent höher bei 2899 Stellen.

Für Milan Cutkovic, Marktanalyst von AxiTrader, kommt bereits ein Ende des Shutdowns in Sicht. Die Risikobereitschaft der Anleger steige mit der Hoffnung, dass in Europa sehr zeitnah der Höhepunkt der Epidemie erreicht werden kann, sagte er. Dabei mache auch die Zahl der Tage, in denen sich die Zahl der Neuinfektionen verdoppele, Mut.

09:51 Uhr

Ölpreise erholen sich etwas

Brent Rohöl
Brent Rohöl 35,00

Mit den Ölpreisen ist es im frühen Handel nach oben gegangen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete 33,97 US-Dollar und damit 91 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI mit Lieferung im Mai stieg um 79 Cent auf 26,87 Dollar. Die Verluste vom Wochenauftakt konnten damit jedoch noch nicht aufgeholt werden.

Der Ölmarkt wird zurzeit durch einen Doppelschock belastet. Neben dem massiven Nachfrageausfall infolge der Corona-Epidemie, liefern sich führende Ölnationen seit März einen Preiskrieg. Ein für Montag geplantes Treffen von Ölförderländern, die sich in der sogenannten Opec+ zusammengeschlossen haben, war auf Donnerstag verschoben worden. Ein Treffen der Energie-Minister der G20-Gruppe unter Vorsitz von Saudi-Arabien könnte am Freitag stattfinden.

09:44 Uhr

Frankfurter Airport macht Terminal 2 dicht

Der Frankfurter Flughafen hat wegen der Coronavirus-Krise in der 14. Kalenderwoche nur 66.151 Passagiere abgefertigt. Wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte, betrug der Rückgang in der Woche vom 30. März bis zum 5. April somit 95,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Frachtaufkommen ging um 25,0 Prozent auf 32.904 Tonnen zurück.

Seit heute wird das Terminal 2 am Frankfurter Flughafen bis auf weiteres nicht mehr für die Passagierabfertigung genutzt. Wegen geringen Passagieraufkommens konzentriert Fraport die gesamte Abfertigung im Terminal 1, wie das Unternehmen bereits mitgeteilt hat.

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Gähnende Leere am Terminal 2.

(Foto: imago images/Jörg Halisch)

09:29 Uhr

Finanzinvestoren halten Airbnb am Leben

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Airbnb hat sich mitten in der Krise frisches Geld gesichert. Wie der Betreiber einer Plattform zur Vermittlung von Ferienwohnungen mitteilte, stecken die Finanzinvestoren Silver Lake und Sixth Street Partners insgesamt eine Milliarde US-Dollar in das Unternehmen, das besonders stark unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung leidet. Die Finanzierung setzt sich aus Schulden und Eigenkapital zusammen.

Airbnb war zuletzt eine Bewertung von rund 35 Milliarden Dollar zugestanden worden. Es war erwartet worden, dass das Unternehmen dieses Jahr an die Börse kommt, etwa über ein IPO oder über ein direktes Listing. Allerdings ist der Markt für IPOs wegen der Corona-Krise praktisch nicht vorhanden.

09:10 Uhr

Dax setzt Höhenflug fort - 10.500 im Blick

Gutes Börsenwetter in Frankfurt: Der deutsche Aktienmarkt ist erneut mit kräftigen Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax legte um 3,8 Prozent auf 10.458 Punkte zu. Der MDax gewann 3,5 Prozent auf 21.809 Zähler, der TecDax 3,3 Prozent auf 2753 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,2 Prozent auf 2886 Punkte nach oben.

Alle Dax-Werte befanden sich im Plus. An der Spitze rangierten Infineon mit einem Zugewinn von 6,6 Prozent.

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08:34 Uhr

Deutsche Industrie steht vor massivem Einbruch

Die deutsche Industrie erwartet in den kommenden drei Monaten einen massiven Rückgang. Der Ifo-Index der Produktionserwartungen fiel im März von plus 2,0 auf minus 20,8 Punkte, wie die Münchner Wirtschaftsforscher mitteilten. Dieser Einbruch ist der schärfste seit Beginn der Umfrage 1991. In der Weltfinanzkrise 2008 fiel der Index im November um 13,3 Punkte.

  • "Vermutlich ist die Entwicklung noch unterzeichnet, weil die meisten Antworten bis Mitte des Monats März eingingen", sagte der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe.
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08:27 Uhr

Boeing setzt Produktion in "Dreamliner"-Werk aus

Boeing
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Wegen seines Krisen-Jets 737 Max ist Boeing ohnehin angeschlagen. Nun setzt dem US-Luftfahrtriesen zudem die Corona-Krise zu. Der Konzern hat die Produktion seines Langstreckenjets 787 "Dreamliner" im Bundesstaat South Carolina gestoppt. "Es ist unsere Verpflichtung, uns auf die Gesundheit und Sicherheit unserer Team-Mitglieder zu konzentrieren", teilt der Airbus-Rivale mit. Der Betrieb im Werk in North Charleston werde deshalb ab Mittwoch bis auf weiteres ausgesetzt.

Boeings Aktienkurs drehte nachbörslich deutlich ins Minus. Am Sonntagabend erst hatte der Flugzeugbauer bekanntgegeben, die Produktionspause in seinen Fabriken im Bundesstaat Washington auf unbestimmte Zeit zu verlängern. In der dortigen Region Puget Sound beschäftigt der Konzern knapp die Hälfte seiner Mitarbeiter.

08:00 Uhr

Dax orientiert sich optimistisch über der 10.000

Nach einem starken Wochenauftakt wird der Dax nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern erneut mit Kursgewinnen starten. Gestern hatte der deutsche Aktienindex dank Hoffnungen auf eine Entspannung in der Coronavirus-Krise 5,8 Prozent im Plus bei 10.075 Punkten geschlossen.

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Vor diesem Hintergrund verfolgen Börsianer auch weiterhin die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle, vor allem in den am härtesten von der Pandemie getroffenen Ländern wie Italien, Spanien oder den USA. In Großbritannien ist der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson wegen einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes auf eine Intensivstation verlegt worden.

Auf Konjunkturseite stehen die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion an. Da es sich aber um die Entwicklung im Februar, also vor den Beschränkungen des öffentlichen Lebens handele, sind die Daten laut Analysten wenig aussagekräftig. Experten rechnen mit einem Rückgang um 0,9 Prozent zum Vormonat. Anlass für vorsichtigen Optimismus geben die Vorgaben aus den USA: An den US-amerikanischen Börsen hatten die Leitindizes satte Gewinne gefeiert.

07:34 Uhr

Euro legt weiter zu

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Der Kurs des Euro klettert weiter und hat setzt damit die Stabilisierung fort. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0823 US-Dollar gehandelt, nachdem sie in der vergangenen Nacht noch unter 1,08 Dollar notiert hatte. Gestern Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0791 Dollar festgesetzt.

Momentan profitiert der Euro von einer Dollar-Schwäche. Die US-Währung steht zu allen wichtigen Währungen unter Druck, während der Euro im Gegenzug zulegen kann. In den USA hatte sich die Corona-Krise zuletzt verschärft und es wird mit schwerwiegenden Folgen für die amerikanische Wirtschaft und insbesondere für den Arbeitsmarkt gerechnet.

07:22 Uhr

Samsung trotzt der Krise dank Chip-Nachfrage

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Samsung kommt bisher offenbar relativ glimpflich durch die Corona-Krise. Der südkoreanische Technologiekonzern rechnet nach eigenen Angaben für das erste Quartal mit einem Anstieg des operativen Gewinns um 2,7 Prozent auf umgerechnet 4,85 Milliarden Euro. Das wäre etwas mehr als bislang von Analysten erwartet. Der Umsatz dürfte per Ende März um fünf Prozent auf umgerechnet 41,7 Mrd. Euro gestiegen sein, teilt das Unternehmen mit.

Samsung ist marktführend bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern. Der erwartete Rückgang bei den Smartphone-Verkäufen wurde offenbar durch die erhöhte Nachfrage nach Speicherchips ausgeglichen. Analysten gehen davon aus, dass die Verschiebung in Richtung Homeoffice als Folge der Eindämmungsmaßnahmen des Coronavirus für einen Nachfrageschub bei Speicherchips aus dem Hause Samsung gesorgt hat, welche bei Datenzentren und im Bereich Cloud Computing zum Einsatz kommen.

07:04 Uhr

Optimisten erobern Asien-Märkte

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Die an den Finanzmärkten aufgekommene Hoffnung auf eine Entspannung der Corona-Krise in den USA und in Europa lässt Anleger in Japan bei Aktien zugreifen. Für Kauflaune sorgt außerdem das angekündigte, knapp eine Billion US-Dollar schwere Konjunkturpaket der japanischen Regierung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert gegen Mittag in Tokio 1,2 Prozent höher bei 18.791 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legt ebenfalls um 1,2 Prozent zu auf 1393 Zähler.

Gestern hatte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ein "beispielloses" Konjunkturpaket angekündigt, das die Regierung heute beschließen will. Die Rettungshilfen sollen mit einem Volumen von rund 108 Billionen Yen (rund 915 Milliarden Euro) deutlich üppiger sein als in der Finanzkrise im Jahr 2009. Damals hatte Japan 56 Billionen Yen lockergemacht, um die Konjunktur zu stützen.

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Japans Regierungschef Abe hat ein gigantisches Konjunkturpaket angekündigt.

(Foto: dpa)

Im asiatischen Devisenhandel verliert der US-Dollar 0,2 Prozent auf 108,99 Yen. Zur Schweizer Währung notiert er bei 0,9785 Franken. Der Euro legt 0,1 Prozent zu auf 1,0809 US-Dollar. Das Pfund Sterling bleibt in der Defensive, nachdem der an Covid-19 erkrankte Premierminister Boris Johnson auf die Intensivstation verlegt wurde. Zum Euro verliert es 0,2 Prozent auf 88,39 Pence.