Dienstag, 20. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax sackt nach Allzeithoch fast 400 Punkte ab

Am Montag markiert der Dax zum Start bei 15.502 Punkten ein neues Allzeithoch. Am Dienstag verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Stand von 15.130 Zählern aus dem Handel. Einem Abschlag von 0,6 Prozent zum Wochenstart folgt damit ein weiteres und deutlicheres Minus von 1,6 Prozent. Das Tagestief setzt der Dax sogar bei 15.110 Stellen. Hilfestellung von der Wall Street? Bleibt aus, trotz überzeugender Quartalszahlen etwa von IBM oder Johnson & Johnson.

"Zeitweise fast 400 Zähler abwärts in zwei Handelssitzungen: Die Luft ist erst einmal raus beim Dax", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Er spricht von einer "Durchschnaufphase". "Der Markt ist einfach im Rückwärtsgang", unterstreicht er.

Dax
Dax 15.371,91

Bei den Einzelwerten im Dax überwiegen die negativen Vorzeichen. Die deutlichsten Verluste weisen Infineon, Deutsche Bank und MTU mit jeweils mehr als vier beziehungsweise mehr als drei Prozent auf. MTU veröffentlicht am Mittwoch Geschäftszahlen. Die kurze Gewinnerliste führen die Immobilienwerte Deutsche Wohnen und Vonovia an.

Infineon
Infineon 31,50
Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 43,74

 

17:29 Uhr

30-Milliarden-Deal: Bieterwettkampf schiebt Bahn-Aktie an

Eine rund 30 Milliarden Dollar schwere Übernahme-Offerte von Canadian National Railway hievt die Aktien von Kansas City Southern auf ein Rekordhoch. Die Titel des Bahnbetreibers steigen 16 Prozent auf 297 Dollar. Canadian National bietet 325 Dollar in bar und eigenen Aktien. Damit will das Unternehmen den Rivalen Canadian Pacific ausstechen, der vergangenen Monat 25 Milliarden Dollar geboten hatte.

17:13 Uhr

Dax weitet Verluste aus

Fallende Kurse an der Wall Street veranlassen Anleger zum Rückzug aus europäischen Aktienwerten. Dax und EuroStoxx50 büßen bis zu 1,9 Prozent ein. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 vergrößern ihre Eröffnungsverluste auf ein knappes Prozent.

Dax
Dax 15.371,91
EuroStoxx50
EuroStoxx50 4.002,15

 

17:03 Uhr

Deutsche Post-Aktien trotzen Abwärtssog

Neben den Immobilienwerten halten sich Deutsche Post hartnäckig im Plus. Der Kurs steigt 0,3 Prozent auf 48,26 Euro. "Der Markt glaubt weiter an eine Verschärfung des Lockdown und damit an ein ideales Umfeld für den Versandhandel", sagt ein Marktteilnehmer. Technisch liege der Kurs weiterhin in der Konsolidierungsspanne zwischen knapp 48 Euro und dem Rekordstand von 49,33 Euro. Der Dax büßt im Vergleich 1,3 Prozent ein und notiert unter der 15.200er Marke.

Deutsche Post
Deutsche Post 51,25

16:48 Uhr

Boeing-Finanzchef geht: Aktienkurs fällt

Der nahende Abgang des Finanzchefs drückt Boeing ins Minus. Die Aktien des US-Flugzeugherstellers fallen um 2,5 Prozent. Greg Smith wird den Angaben zufolge im Juli in Rente gehen. In der Branche galt er als Kandidat für die Nachfolge des Konzernchefs David Calhoun. Das Rentenalter für dessen Posten setzte Boeing auf 70 Jahre von 65 Jahren hoch.

Boeing
Boeing 187,04

16:29 Uhr

Wall Street verschnauft

Nach der jüngsten Rekordjagd schalten US-Anleger einen Gang zurück. Die Leitindizes Dow Jones und S&P-500 fallen zur Eröffnung um jeweils etwa 0,2 Prozent. Das wirtschaftliche Umfeld sei extrem stark, sagt Anlagestratege Ryan Detrick vom Vermögensverwalter LPL. Daher sollten sich Anleger keine Sorgen machen, selbst wenn die Börsen trotz starker Firmenbilanzen weiter schwächeln. Schließlich habe die Wall Street in den vergangenen 13 Monaten eine beachtliche Rally hingelegt. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge erwarten Experten für die im S&P 500 notierten Unternehmen einen Anstieg des Quartalsgewinns um durchschnittlich 30,9 Prozent.

Mit einem Kursplus von vier Prozent gehört IBM zu den Favoriten. Der IT-Konzern hatte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen vorgelegt. Das Geschäft werde im zweiten Halbjahr 2021 und im kommenden Jahr weiter Fahrt aufnehmen, prognostizierten die Experten der Bank Credit Suisse. Sie blicken zudem optimistisch auf die geplante Aufspaltung des Konzerns, die ihrer Einschätzung zufolge die Aussicht auf nachhaltiges Umsatzwachstum verbessere.

IBM
IBM 118,50

Daneben warten Börsianer gespannt auf die Zahlen von Netflix, die sie als richtungsweisend für die laufende Bilanzsaison werteten. Allgemein werde bei der Online-Videothek mit einem Kundenzuwachs von netto sechs Millionen gerechnet, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Brokerhauses Markets.com. Es sei aber wichtig, dass Netflix weiter erfolgreiche Filme und Serien produziere, um seine Stellung als Branchenprimus halten zu können. Die Aktie der Firma notierte 0,6 Prozent im Plus.

Netflix
Netflix 405,20

16:09 Uhr

Nach "Super-League-Höhenflug": Juve-Aktien im Fokus von Leerverkäufern

Nach dem durch die Pläne für eine europäische Fußball-Spitzenliga ausgelösten Höhenflug geben Aktien von Juventus Turin rund acht Prozent nach. Das Papier stehe allerdings im Fokus von Leerverkäufern, teilt die Analysefirma Ortex mit. "Wenn sie beginnen, die Aktien zurückzukaufen, um ihre Positionen zu schließen, wird das eine erhöhte Nachfrage nach der Aktie erzeugen und kann den Aktienpreis weiter nach oben treiben." Am Montag hatten die Super-League-Pläne die Aktien des italienischen Clubs 18 Prozent in die Höhe getrieben.

Juventus Turin
Juventus Turin ,70

15:52 Uhr

Schwächerer Jahresauftakt: Anleger strafen Atos ab

Atos haben im ersten Quartal die Erwartungen nicht erreicht. Wie die Citigroup anmerkt, sind die bereinigten Umsätze um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Die Analysten hatten nur mit einem Rückgang von 1,7 Prozent gerechnet. Allerdings hat das Unternehmen die Ziele für das laufende Jahr bestätigt. Atos-Aktien büßen rund sechs Prozent ein.

Atos
Atos 54,74

15:07 Uhr

Cannabiswerte gehen am Marihuana-Feiertag "high"

Am jährlichen inoffiziellen Marihuana-Feiertag decken sich Anleger mit Cannabiswerten ein. Die Aktien von Aurora, Aphria, Hexo, Sundial und Tilray steigen im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu über sieben Prozent. Die US-Datumsschreibweise für den 20. April - 4/20 - gilt in der Cannabis-Szene als Code für Marihuana-Produkte. Am Montag hatte der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, das Banken Geschäfte mit Cannabis-Firmen in denjenigen Bundesstaaten erlaubt, in denen Cannabis legal ist.

Tilray
Tilray 11,87


14:47 Uhr

Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson setzt 100 Millionen Dollar um

Der US-Pharmakonzern Johnson& Johnson (J&J) legt nach einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus im ersten Quartal die Messlatte für das Gesamtjahr etwas höher. Für 2021 rechnet J&J nun mit einem bereinigten Umsatzanstieg um 8,7 bis 9,9 Prozent statt von 8,0 bis 9,5 Prozent, wie das Unternehmen mitteilt. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie strebt der Konzern nun 9,42 bis 9,57 Dollar statt 9,40 bis 9,60 Dollar an.

Im ersten Quartal profitierte J&J von einer anhaltenden Erholung im Medizintechnikgeschäft und Zuwächsen im Pharmageschäft. Das bereinigte Umsatzwachstum betrug sechs Prozent, insgesamt setzte der Konzern gut 22,3 Milliarden Dollar um - mehr als Analysten erwartet hatten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um mehr als zwölf Prozent. Mit seinem Corona-Impfstoff setzte J&J im ersten Quartal in den USA 100 Millionen Dollar um.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 139,80

14:26 Uhr

Danone überzeugt Anleger nicht

Die unter der Corona-Pandemie ächzende französische Lebensmittelgruppe Danone hat im ersten Quartal weniger erlöst. Der Umsatz schrumpfte um 3,3 Prozent auf 5,657 Milliarden Euro. Der Vorstand bekräftigte aber, in der zweiten Jahreshälfte die Trendwende zu erreichen. Ziel bleibe, 2021 in etwa eine operative Marge wie im Vorjahr von 14 Prozent zu erreichen. Danone-Papiere geben mehr als zwei Prozent ab.

Danone
Danone 58,19

14:04 Uhr

Höhenflug, Kursrutsch: Bitcoin-Anleger brauchen starke Nerven

Nach dem Kursrutsch am Wochenende brauchen Bitcoin-Anleger weiter starke Nerven. Die weltweit bekannteste Cyberdevise gerät weiter unter Druck und gibt bis zu fünf Prozent auf rund 53.400 Dollar nach. Die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum büßt bis zu sieben Prozent auf 2055 Dollar ein. "Der jüngste Kurseinbruch scheint nach wie vor schwer in den Knochen der Anleger zu hängen", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Im Handelsverlauf konnten beide Cyber-Devisen ihre Kursverluste aber wieder wettmachen.

Nach dem jüngsten Höhenflug war der Bitcoin-Kurs am Wochenende zeitweise um knapp 10.000 Dollar eingebrochen. Als eine der größten Gefahren für Kryptowährungen sehen Börsianer derzeit eine mögliche strengere Regulierung. Zugleich wird eine weiter wachsende Nachfrage durch die erwartete Zulassung eines Bitcoin-ETF in den USA sowie eine breitere Akzeptanz als Zahlungsmittel erwartet.

Für Rückenwind sorgt wiederum die Ankündigung des zu Paypal gehörenden Bezahldienstes Venmo, Nutzern den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen auf seiner App zu erlauben. Mit mehr als 70 Millionen Kunden gehört Venmo zu den beliebtesten Zahlungs-Apps in den USA. Vergangenen Monat hatte die Ankündigung von Paypal, den US-Kunden künftig die Zahlung bei Online-Händlern mit digitalem Geld zu ermöglichen, bereits die Nachfrage nach Kryptowährungen angefacht.

Bitcoin
Bitcoin 44.679,25

13:49 Uhr

Primark-Mutter erleidet Gewinneinbruch

AB Foods, Mutterkonzern der Billig-Modekette Primark, hat unter den staatlich verordneten Geschäftsschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelitten. AB Foods verbuchte in den ersten sechs Monaten des Bilanzjahres 2020/21 einen Einbruch des bereinigten Vorsteuergewinns um 50 Prozent auf 319 Millionen Pfund. Der Umsatz sank 17 Prozent auf 6,3 Milliarden Pfund. Konzernchef George Weston macht erste Anzeichen einer Erholung aus. "Wir freuen uns über Rekordverkäufe in England und Wales in der Woche nach den Wiedereröffnungen am 12. April", sagte der Manager. Er sei von den Wachstumschancen von Primark überzeugt. AB Foods-Titel verlieren knapp ein Prozent.

13:31 Uhr

Dollar-Schwäche dürfte sich fortsetzen

Der Dollar gibt den zweiten Tag in Folge deutlich nach. Der DXY-Dollarindex sinkt um 0,1 Prozent auf das niedrigste Niveau seit März. Parallel steigen Euro und Pfund zum Greenback auf die höchsten Stände seit eineinhalb Monaten. Die Gemeinschaftswährung klettert teilweise bis auf 1,2080 Dollar und pendelt dann um 1,2060 Dollar - nach einem Tagestief am Montag unter 1,1945 Dollar.

Die ING-Devisenanalysten sehen die Attraktivität des Greenbacks auf breiter Front schwinden. Der Dollar habe bislang nicht von den zuletzt exzellenten Konjunkturdaten profitieren können. Diesen Umstand werten sie als Zeichen, dass die US-Konjunkturerholung längst eingepreist sei. In dem Maße, wie andere Währungsräume im zweiten Halbjahr konjunkturell gleichzögen - wie die Eurozone, dürfte der Dollar weiter nachgeben.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

12:47 Uhr

Bericht über weniger Apple-Geschäft setzt Zulieferer unter Druck

Die Aktien des österreichischen Sensorspezialisten AMS geben bis zu neun Prozent nach. Händler führen das auf einen Medienbericht zurück, demzufolge das Unternehmen einen Teil seines Geschäfts mit Apple verloren hat. Laut "Manager Magazin" hat AMS massiv an Geschäft mit dem US-Konzern Apple eingebüßt, der sein wichtigster Kunde ist.

AMS
AMS 15,97
Apple
Apple 104,22

 

12:28 Uhr

Wall Street im Zahlenrausch

Nach dem Rücksetzer vom Montag zeichnen sich am Dienstag abermals Verluste an der Wall Street ab. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes deuten eine etwas leichtere Eröffnung am Kassamarkt an. Im Blick steht die Bilanzsaison, die nun richtig Fahrt aufnimmt.

S&P 500
S&P 500 4.157,75

Die Erwartungen an die Unternehmensgewinne sind hoch, nachdem die jüngsten Konjunkturdaten von einer kräftigen Erholung der US-Wirtschaft zeugten, die überdies Rückenwind von der rasch voranschreitenden Impfkampagne erhält. Auch gibt es erste Zweifel, ob das Wachstumstempo in den kommenden Quartalen aufrechterhalten werden kann und die hohen Bewertungen der Aktien gerechtfertigt sind.

Am Montag nach Börsenschluss haben unter anderem IBM und United Airlines Geschäftszahlen zum ersten Quartal vorgelegt. IBM überraschte positiv mit Umsatz und Gewinn - die Aktien liegen vorbörslich 2,8 Prozent im Plus -, während die Fluggesellschaft United Airlines noch tiefer in die roten Zahlen flog als erwartet. Das drückt vorbörslich den Aktienkurs um fast drei Prozent.

IBM
IBM 118,50
United Airlines Holdings
United Airlines Holdings 45,63

 

11:50 Uhr

Schwächerer Dollar lässt Kupferpreis steigen

Der schwächere Dollar treibt den Kupferpreis in die Höhe. Das Industriemetall steigt um 1,1 Prozent auf 9483 Dollar je Tonne und nähert sich damit wieder dem im Februar erreichten Zehn-Jahres-Hoch von 9617 Dollar je Tonne. "Kupfer reitet auf der Welle der Abwertung des US-Dollars", sagte ein in Singapur ansässiger Metallhändler. Ein schwächerer Dollar macht die in Dollar gehandelten Metalle billiger für Inhaber anderer Währungen.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22

 

10:31 Uhr

Deutsche Telekom investiert in Blockchain-Netzwerk

Die Deutsche Telekom, Europas größter Telekommunikationskonzern, investiert in das weltweite Blockchain-Netzwerk Celo. Zur Höhe der Beteiligung wollten sich weder Celo noch Deutsche Telekom äußern. Insidern zufolge handelt es sich um einen einstelligen Millionenbetrag. Der Chef der Telekom-IT-Tochter T-Systems, Adel Al-Saleh sagt, zudem betreibt die Telekom die Cloud-Infrastruktur von Celo und öffnet ihre SMS-Programmierschnittstelle (API) für Entwickler. Die Plattform Celo, die für die dezentrale Finanzwirtschaft (DeFi) steht, nutzt Token, mit denen Nutzer Geld via Handy senden können. Laut Mitgründer Rene Reisberg wird es in 100 Ländern eingesetzt.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 17,18

Die Telekom kauft eine unbekannte Zahl an Celo-Token und folgt damit anderen Firmen wie Tesla, die bereits Kryptowährungen - zumeist aber die Nummer eins Bitcoin - erworben haben. In der Corona-Krise boomt der gesamte Sektor. Celo wurde 2017 in den USA gegründet und kommt inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von rund 840 Millionen Dollar. T-Aktien verlieren etwa 0,4 Prozent.

Bitcoin
Bitcoin 44.679,25
Tesla
Tesla 477,00

 

10:13 Uhr

Britische Arbeitslosigkeit sinkt überraschend

Trotz der andauernden Corona-Krise in Großbritannien ist die Arbeitslosenquote zum Jahresanfang das zweite Mal in Folge gesunken. In den Monaten Dezember bis Februar fiel sie zum vorausgegangenen Drei-Monats-Zeitraum leicht von 5,0 auf 4,9 Prozent, wie das Nationale Statistikamt ONS mitteilt. Ökonomen hingegen hatten einen leichten Anstieg auf 5,1 Prozent erwartet. "Die neuesten Zahlen deuten darauf hin, dass der Arbeitsmarkt in den letzten Monaten weitgehend stabil war", erklärt das ONS.

Die Zahl der Beschäftigten der Unternehmen sank - entgegen der jüngsten Verbesserungen - zwischen Februar und März allerdings um 56.000. Damit stieg die Gesamtzahl der Arbeitsplätze, die seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verloren gingen, laut Statistikamt auf 813.000. Großbritanniens Wirtschaft schrumpfte 2020 um fast zehn Prozent. Doch die Impfkampagne ist deutlich schneller und erfolgreicher als in den meisten anderen europäischen Ländern und schürt Hoffnung auf eine kräftige konjunkturelle Erholung in diesem Jahr. Während Großbritannien in der dritten Pandemie-Welle bereits Lockerungen vorantreibt, haben viele EU-Staaten ihren Kampf gegen die Virus-Krise zuletzt noch verschärft.

09:47 Uhr

Öl wird teurer 

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REUTERS

Die Ölpreise haben wieder zugelegt und notieren auf dem höchsten Niveau seit Anfang März. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,73 US-Dollar. Das sind 66 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 61 Cent auf 64,04 Dollar.

Am Markt werden die Preisaufschläge vor allem mit dem schwächeren US-Dollar erklärt. Ein fallender Dollarkurs stützt die Erdölnachfrage, da er den in der US-Währung gehandelten Rohstoff für Anleger außerhalb des Dollarraums über einen Wechselkurseffekt rechnerisch vergünstigt.

Unterstützung erhalten die Erdölpreise auch durch die Hoffnung auf zunehmende Corona-Impfungen und damit verbundene Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen. Dies käme über eine konjunkturelle Erholung auch der Ölnachfrage zugute.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 68,65

09:07 Uhr

Stimmung gut, aber der Dax will nicht

Am Montag mit viel Schwung und einem Allzeithoch in den Handel gestartet, verabschiedet sich der Dax bereits im Minus in den Feierabend. Von der kurzzeitig übersprungenen 15.500er Marke geht es am Ende bis auf 15.368 Zähler nach unten. Einen zwischenzeitlichen Kursrutsch an der Wall Street führen Marktteilnehmer als Grund an. Den Dienstagshandel beginnt der Leitindex kaum verändert mit 15.360 Punkten.

Die Stimmung am Markt sei nach wie vor grundsätzlich gut, heißt es von Händlerseite. Man setze weiterhin auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Krise. Leuchtendes Beispiel sei momentan China.

08:49 Uhr

Inflationsangst wächst - Erzeugerpreise in Richtung 4 Prozent

Wasser auf die Mühlen der Inflationsgverängstigten ist der erneute Anstieg der deutschen Erzeugerpreise. Hier beschleunigte sich im März sogar der Aufwärtstrend, die Marke von 4 Prozent ist nicht mehr fern. "Wir fragen uns, wann das auf die Verbraucherpreise durchschlägt und wann es die EZB zum Handeln zwingt", meint ein Händler. Im März ging es um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach oben, erwartet worden waren nur 3,3 Prozent.

Den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge waren im März die Verbraucherpreise in Deutschland binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent gestiegen. Dahinter standen vor allem höhere Energiekosten.

08:33 Uhr

Anleger greifen bei BMW zu 

BMW-Aktien legen im Frankfurter Frühhandel 1,9 Prozent zu. Eine hohe Nachfrage in China hatte bei dem Dax-Konzern im ersten Quartal für mehr Gewinn gesorgt als am Markt erwartet. Nach vorläufigen Zahlen stand vor Steuern (EBT) ein Gewinn von 3,76 Milliarden Euro und damit fast fünfmal so viel wie zur Zeit des Ausbruchs der Corona-Pandemie ein Jahr zuvor.

BMW
BMW 84,20

08:14 Uhr

Franzosen kaufen deutschen Krypto-Spezialisten

Der französische IT-Dienstleister Atos hat drei weitere Firmen übernommen, darunter das deutsche Kryptographie-Unternehmen Cryptovision. Finanzielle Details zum Kauf des Verschlüsselungs-Spezialisten gab Atos nicht an. Das Unternehmen aus Gelsenkirchen zählt Staaten wie Nigeria und Ghana sowie Institutionen wie die Bundeswehr, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Unternehmen wie VW und die Allianz zu seinen Kunden.

Die Franzosen, die sich gerade auf Übernahmetour befinden, holten auch die Firma Processia aus Kanada sowie die britische Ipsotek unter ihr Dach. Im ersten Quartal lag der Umsatz bei knapp auf rund 2,7 Milliarden Euro.

08:01 Uhr

Geld für Schuldenabbau fließt - K+S gefragt

Die Aktien von K+S ziehen vorbörslich bei Lang & Schwarz 3,5 Prozent an. Der Konzern steht unmittelbar vor dem Abschluss des Verkaufs seines amerikanischen Salzgeschäfts. Die US-Justizbehörde habe die Fortsetzung des Verkaufsprozesses genehmigt, teilte das Unternehmen mit. Nachdem K+S keine kartellrechtlichen Hürden mehr sehe, werde davon ausgegangen, "dass das Closing des Verkaufs aus heutiger Sicht rund um den 30. April 2021 überwiegend wahrscheinlich ist".

Anfang Oktober hatte K+S bekanntgegeben, die Sparte an die Industrieholding Stone Canyon Industries Holdings LLC, Mark Demetree und Partner verkaufen zu wollen. Wie es in der Mitteilung weiter hieß, wird der Kaufpreis von 2,5 Milliarden Dollar in bar entrichtet. Die Kasseler brauchen das Geld dringend für den Schuldenabbau.

K+S
K+S 9,86

07:35 Uhr

Ist der Dax "reif für eine Korrektur"?

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gewinnmitnahmen hatten den deutschen Leitindex gestern 0,6 Prozent auf 15.368 Punkte gedrückt. Die Stimmung wird gestützt von guten Unternehmenszahlen. Die Berichtssaison für das erste Quartal nimmt langsam Fahrt auf.

Das Umfeld für die Aktienmärkte sei nach wie vor sehr freundlich, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. "Zwar sind die meisten Indizes mittlerweile reif für eine Korrektur, diese könnten jedoch die noch nicht investierten Marktteilnehmer zum Einstieg nutzen."

Es gibt allerdings auch vorsichtige Stimmen. "Wir erleben am Aktienmarkt gerade so etwas wie die Rückkehr der Vorsicht. Wir sehen zwar bisher nur eine geringe Verkaufsbereitschaft. Allerdings halten sich die Anleger mit neuen Käufen zurück. Alle haben Angst, jetzt zu spät zu kaufen und den hohen Einstiegskursen dann lange hinterherzulaufen", so QC Partners. Die extrem positive Phase könnte daher bald zu Ende gehen.

Im Blick der Anleger befindet sich die Autobranche, die bei der Autoshow in Shanghai neue Elektromodelle vorstellt.

Dax
Dax 15.371,72

07:14 Uhr

United Airlines schreibt erneut heftige Verluste 

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REUTERS

Die US-Fluggesellschaft United Airlines leidet weiter stark unter der Corona-Krise und hat auch zu Jahresbeginn tiefrote Zahlen geschrieben. In den drei Monaten bis Ende März fiel unterm Strich ein Verlust von 1,4 Milliarden Dollar an, wie das Unternehmen mitteilte. Vor einem Jahr hatte das Minus bei 1,7 Milliarden Dollar gelegen.

Der Umsatz fiel um 60 Prozent 3,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen stellte zwar eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen im weiteren Jahresverlauf in Aussicht, dennoch fiel die Aktie nachbörslich zunächst um 1,5 Prozent.

United Airlines Holdings
United Airlines Holdings 45,63

06:58 Uhr

US-Kursrutsch sorgt in Asien für schlechte Laune

Die Börsen in Asien können die technologiegetriebenen Verluste der Wall Street nicht abschütteln. "Heute Morgen in Asien sieht es aus wie eine Fortsetzung von dem, was wir gestern Abend gesehen haben, wo es die Tech-Aktien in den USA erwischt hat", sagte Mick McCarthy, Chef-Stratege bei CMC Markets.

In Tokio liegt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,8 Prozent tiefer bei 29.151 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 1,3 Prozent und liegt bei 1932 Punkten.

Die Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt ebenfalls 0,1 Prozent.

06:04 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der Dax-Rekordjagd zu Wochenbeginn ist schnell die Puste ausgegangen. Zwar konnte der deutsche Börsenleitindex sein Allzeithoch auf 15.502 Zähler bugsieren, im Anschluss gab der Dax seine Anfangsgewinne allerdings wieder ab und schloss am Ende knapp im Minus - auch weil sich die US-Anleger am Nachmittag an der Wall Street zurückhielten. Für den Dax zeichnet sich daher für den Dienstag ein eher verhaltener Handel ab, wobei des durchaus Impulse geben kann.

So stehen konjunkturseitig etwa Zahlen zu den deutschen Erzeugerpreisen an und zum Arbeitsmarkt in Großbritannien. Das Hauptaugenmerk dürften die Anleger aber auf die weiter Fahrt aufnehmende Berichtssaison legen: Am Mittag geben etwa Johnson & Johnson, Procter & Gamble sowie Abbott Laboratories Einblick in ihre Bücher. Später am Abend folgt noch Kering. Nachbörslich läutet Netflix dann den Zahlenreigen der Tech-Unternehmen ein.  

Auch in den kommenden Tagen wird die Bilanzsaison dem Markt die Richtung vorgeben. Hier dürften positive Überraschungen überwiegen, wie Chief Investment Officer bei Kleinwort Hambros, Fahad Kamal, sagt: "Solange die Zahlen die anspruchsvollen Erwartungen erfüllen, dürfte die Rally weitergehen."

Wie der deutsche Aktienmarkt in die neue Handelswoche gestartet ist, lesen Sie hier.

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