Dienstag, 09. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax kämpft hart um die 14.000er Marke

Der Kampf des Dax' um die 14.000er Marke hat den Dienstagshandel am deutschen Aktienmarkt bestimmt. Im Tagestief rutscht der Börsenleitindex bis auf 13.962 Zähler ab, nachdem er am Montag noch ein neues Allzeithoch gut 200 Punkte darüber erreicht hatte. Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax 0,3 Prozent im Minus und einem Stand von 14.012 Stellen. Eine uneinheitliche Wall Street, Dow Jones sowie S&P-500 geben zunächst leicht nach, die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq legen zu, gibt in den letzten Handelsstunden den Takt vor.

"Grundsätzlich ist der Optimismus am Markt noch da, ein paar kleine Verschnaufpause gehören dazu: Die Anleger nehmen Gewinne mit", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel und erläutert: "Für einen Dämpfer haben sicher die Export-Daten gesorgt. Andererseits übertreffen viel Unternehmen ihre zugegebenermaßen in der Corona-Krise gesenkten Prognosen. Die großen Fragen lauten: Wann endet der Lockdown und kann die Wirtschaft dann sofort durchstarten?"

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten setzen sich Delivery Hero und Adidas mit Kursgewinnen um knapp zwei Prozent an die Spitze der Dax-Gewinner. "Bei Adidas rechnen Börsianer mit guten Geschäften", begründet Dofel. Dagegen finden sich RWE an der Spitze der Verlierer - mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent.

Adidas
Adidas 291,60
RWE
RWE 31,30

 

16:42 Uhr

"Unangemessene Kommunikation": Eli-Lilly-Finanzchef muss gehen

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly trennt sich von seinem Finanzvorstand Josh Smiley. Eine unabhängige Untersuchung habe ergeben, dass Smiley eine "einvernehmliche, aber unangemessene Kommunikation mit bestimmten Beschäftigten" gepflegt habe, teilt Eli Lilly mit. Vorausgegangen waren Vorwürfe einer persönlichen Beziehung zwischen Smiley und einer Untergebenen. Mit finanziellen Unregelmäßigkeiten habe die Trennung nichts zu tun, erklärte der Konzern. Neue Finanzchefin wird Anat Ashkenazi, die bisher für die Finanzen des Lilly Research Institute verantwortlich war.

Eli Lilly
Eli Lilly 166,36

16:18 Uhr

Relief Therapeutics brechen nach Tests mit Corona-Arznei ein

Relief Therapeutics stürzen nach enttäuschenden Testresultaten für ihr experimentelles Coronavirus-Medikament ab. Die Aktien der Schweizer Pharmafirma sacken an der Börse in Zürich vorübergehend um zwei Drittel ab und notierten zuletzt um 27 Prozent tiefer bei 0,38 Franken. In einer klinischen Phase-IIb/III-Studie konnte nicht gezeigt werden, dass bei künstlich beatmeten Covid-19-Patienten eine Behandlung mit der Arznei Zyesami/RLF-100 zu einer Erholung von Atemversagen führt. Nach 28 Tagen zeigte sich kein Überlebensvorteil.

16:08 Uhr

US-Anleger nehmen Gewinne mit

Nach der jüngsten Rekordjagd legen US-Anleger eine Verschnaufpause ein. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P-500 büßen im frühen Handel jeweils 0,3 Prozent ein. Der technologielastige Nasdaq kann dagegen sein bisheriges Rekordhoch knapp übertreffen und stieg um 0,1 Prozent auf 13.997,55 Punkte.

"Wir haben in einer kurzen Zeit eine weite Strecke zurückgelegt", sagt Portfoliomanager Josh Wein vom Vermögensverwalter Hennessy Funds. Die Wall Street werde ihren Anstieg aber wohl bald wieder fortsetzen. Auftrieb werde sie dabei von den erwarteten zusätzlichen Corona-Staatshilfen erhalten.

Dow Jones
Dow Jones 31.402,01

Zu den Verlierern an der US-Börse gehört Coty mit einem Kursminus von 13 Prozent. Der Kosmetik-Konzern der deutschen Milliardärsfamilie Reimann verbuchte einen überraschend starken Umsatzrückgang. Das operative Ergebnis und die Mittelzuflüsse hätten die Markterwartungen allerdings übertroffen, kommentierte Analystin Stephanie Wissink von der Investmentbank Jefferies.

Coty
Coty 6,29

15:44 Uhr

Chipknappheit sorgt für Auto-Gipfel

Vertreter der französischen Autobranche und der Regierung kommen nach Angaben des Branchenverbandes am Mittwoch zu einem Spitzengespräch zusammen, um über die Chipknappheit zu sprechen, die Autoherstellern weltweit derzeit zu schaffen macht. Erst vergangene Woche kündigten Renault und Stellantis an, deswegen die Produktion in mehreren Werken zu drosseln. Die Halbleiter-Hersteller aus Asien hatten in der Corona-Krise die Produktion stärker auf Chips für Unterhaltungselektronik ausgerichtet. Einige erklärten, Kunden aus der Autoindustrie hätten sich wegen des Einbruchs des Fahrzeugmarktes in der Pandemie zurückgehalten und dann zu spät in der einsetzenden Erholung bestellt.

15:12 Uhr

Morgendämmerung bei BMW?

Bei BMW bahnt sich ein Zeitenwechsel an: "Der Autotitel hat die Phase der Underperformance im Vergleich zum Dax möglicherweise beendet", sagt Analyst Jörg Scherer von HSBC Trinkaus. Die Aktie habe zuletzt den Abwärtstrend der vergangenen fünf Jahre gebrochen. Auf Sicht der kommenden Jahre seien nun wieder dreistellige Notierungen möglich. Kurzfristig stehe die Marke von 73,41 Euro im Blick, hier verlaufe der Konsolidierungs-Trend, dessen Überwinden ein Potenzial bis rund 88 Euro erwarten lasse. Aktuell notieren BMW-Papiere bei 69,65 Euro leicht im Minus.

BMW
BMW 71,50

14:56 Uhr

HSBC senkt Wachstumsprognose für Eurozone

Laut HSBC-Volkswirten hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone im vierten Quartal positiv überrascht. Investitionen hätten eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gezeigt. Es gebe darüber hinaus Anzeichen, dass diese Entwicklung anhalte. Allerdings bedeuteten die fortgesetzten Beschränkungen und die schleppende Impfkamgagne in der EU eine Verzögerung für das Anspringen des Konsums, erläutert Europa-Volkswirt Simon Wells. Der niedrige Zuwachs bei den Ausgaben der privaten Haushalte im ersten Halbjahr 2021 dürften die positiven Schlagzeilen zum vierten Quartal mehr als aufwiegen. In der Folge reduziert die HSBC ihre Projektionen zum BIP-Wachstum der Eurozone auf 3,6 von zuvor 4,3 Prozent. Basiseffekte bei der Konsumentwicklung führen aber zu einer Anhebung der Wachstumsannahmen auf 3,5 von zuvor 3,1 Prozent 2022.

14:30 Uhr

Dermapharm will Biontech-Impfstoffproduktion ausweiten

Die Pharmafirma Dermapharm will den Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer ab Mai an einem zweiten Standort in Deutschland fertigen. Bereits seit Oktober stellt Dermapharm diesen schon in Brehna bei Leipzig her und bereitet gegenwärtig auch die Produktion in Reinbek bei Hamburg vor. "Wir versuchen, im Mai zu starten", sagt Vorstandschef Hans-Georg Feldmeier. "Der große Vorteil ist, dass wir unser Know-how von dem einen Standort auf den anderen übertragen können." Das beschleunige die Sache. Dabei soll die Impfstoffproduktion in Reinbek noch größer werden als die in Brehna.

Die zwei Standorte sind nach Angaben von Feldmeier Teil eines Produktionsnetzwerkes von 13 Standorten, darunter von großen Pharmakonzernen wie Novartis und Sanofi, die von Biontech/Pfizer beauftragt wurden, um das Produktionsziel der beiden Partner von zwei Milliarden Impfdosen in diesem Jahr zu erreichen.

Biontech
Biontech 92,77
Pfizer
Pfizer 27,64

 

13:57 Uhr

Biogas-Branche sieht sich ausgebremst

Die Biogas-Branche sieht sich bei der Förderung von Ökostrom benachteiligt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 sei "eher Bremse als Motor", kritisiert der Verband. Verbandspräsident Horst Seide sagt: "Mit den in letzter Sekunde eingebrachten Änderungen konterkariert die Bundesregierung alle kleinen positiven Schritte, die sie im Laufe des letzten Jahres bei der EEG-Novelle gegangen ist." Ohne klare Perspektive für die Betreiber gehe der bereits begonnene Rückbau des Anlagenparks weiter.

In Deutschland sind rund 9500 Biogasanlagen installiert, die Gülle, Mist und Lebensmittelabfälle vergären und so Gas erzeugen. Fast die Hälfte der Anlagen steht in Bayern und Niedersachsen. Im Gegensatz zu Wind- und Solaranlagen sind Biogasanlagen vom Wetter unabhängig, können Gas speichern und so flexibel je nach Bedarf Strom liefern.

13:26 Uhr

Chemiekonzern Dupont überrascht doppelt

Dupont hat im vierten Quartal im Zuge der steigenden Nachfrage nach Halbleitern und einer Erholung der Automobilmärkte das Ergebnis gesteigert. Das US-Spezialchemieunternehmen wies einen Gewinn von 222 Millionen Dollar aus, verglichen mit 176 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie lag bei 30 Cent, verglichen mit 24 Cent im Vorjahreszeitraum. Den bereinigten Gewinn gab Dupont mit 95 Cent je Aktie an. Analysten hatten mit 85 Cent gerechnet. Dupont selbst hatte 93 bis 95 Cent je Aktie in Aussicht gestellt.

Der Umsatz stieg um etwa 50 Millionen auf 5,25 Milliarden Dollar - etwa 100 Millionen mehr als Analysten erwartet hatten. Dupont verzeichnete mit 9 Prozent das stärkste Wachstum im kleinsten Geschäftsfeld Elektronik und Imaging.

13:02 Uhr

BASF und Siemens Energy bündeln Kräfte

Die Unternehmen BASF und Siemens Energy wollen gemeinsam klimaschonende Technologien vorantreiben. Die Konzerne kündigen an, hierzu in einer strategischen Partnerschaft Möglichkeiten für den industriellen Einsatz auszuloten. Konkrete Projekte sollen am BASF-Standort in Ludwigshafen geprüft werden. Dabei gehe es um Themen wie die Wasserstoffproduktion, Wärmepumpen und Stromnetze. Die Partner wollten rasch herausfinden, welche Projekte technisch und ökonomisch machbar seien und wie hoch die Investitionen wären.

BASF
BASF 67,98
Siemens Energy
Siemens Energy 30,12

 

12:44 Uhr

Globalwafers ist bei Siltronic endlich am Ziel

Der taiwanische Chip-Zulieferer Globalwafers ist bei der Übernahme von Siltronic am Ziel. Zwei Tage vor Ablauf der Annahmefrist hat sich der Siliziumscheiben-Hersteller nach eigenen Angaben 50,79 Prozent der Anteile an dem Münchner Konkurrenten gesichert und damit die Schwelle von 50 Prozent überschritten, die Globalwafers zur Bedingung für die Übernahme gemacht hatte. Den entscheidenden Schritt vollzogen die Taiwaner am Montag, indem sie außerhalb des Angebots 4,76 Prozent von Siltronic-Aktionären kauften, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht. Globalwafers profitierte dabei davon, dass die Siltronic-Aktie unter den 145 Euro notierte, die das Unternehmen geboten hat. Die 4,35 Milliarden Euro schwere Übernahmeofferte läuft noch bis Mittwoch, 24.00 Uhr.

Siltronic
Siltronic 138,50

12:28 Uhr

Rekordjagd? Wall Street setzt auf Verschnaufpause

Nach der jüngsten Rekordjagd ist an der Wall Street am Dienstag zum Start zunächst Konsolidierung angesagt. Die Terminkontrakte auf die Aktienindizes verzeichnen kleine Abgaben. Die Rekordstände in den vergangenen Sitzungen wurden von dem billionenschweren Hilfspaket der Regierung von Joe Biden stimuliert, zudem stützt die laufende Impfkampagne gegen Covid-19. Auch die fallenden Infiziertenraten stützen die Aktienkurse.

Für den Dienstagshandel erwarten Marktteilnehmer eine Atempause und verweisen auf die nur geringen Abschläge. "Sehr kleine Abwärtsbewegungen sind ein Zeichen für geringe Volatilität", sagt Trevor Greetham von Royal London Asset Management. Eine niedrige beziehungsweise zurückgehende Volatilität kennzeichne einen Bullenmarkt. Der Cboe Volatility Index ist am Montag auf 22 gefallen, nachdem er Ende Januar noch bei 37 gelegen hatte.

Die Erwartung einer Wirtschaftserholung im laufenden Jahr konzentriert sich vorrangig auf die Sektoren Energie, Banken und wachstumssensitive Konsumunternehmen. Allerdings gibt es laut Greetham zwei Hauptrisiken: zum einen die neuen Varianten des Coronavirus, die die Wiederöffnung der Wirtschaft verzögern und die Gefahr einer Inflation, die bereits zu einem deutlichen Anstieg der Anleiherenditen geführt habe.

Daneben konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf die Berichtsunternehmen; Am Dienstag sind nachbörslich Twitter, Lyft und Cisco Systems an der Reihe, bereits vorbörslich wird Dupont de Nemours mit Zahlen aufwarten. Von den rund 300 bereits vorgelegten Berichten aus dem S&P-500-Universum haben 81 Prozent die Ergebniserwartungen übertroffen.

12:02 Uhr

Huawei setzt auf "offene Politik" der Biden-Regierung

Der Gründer des umstrittenen chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei, Ren Zhengfei, hofft, dass die US-Regierung nach der Amtsübernahme von Joe Biden eine "offene Politik" verfolgt. Es sei "förderlich" für US-Unternehmen, wenn chinesische Firmen unterstützt würden, sagt Ren. Von großen Veränderungen geht Ren allerdings nicht aus. Er denke, es sei "extrem schwer" für Huawei, von der schwarzen Liste der USA gestrichen zu werden, auf die Huawei wegen Sicherheitsbedenken gesetzt wurde und was US-Firmen Geschäftsbeziehungen deutlich erschwert.

Die USA werfen dem Unternehmen vor, Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen und vermuten, Huawei biete eine Art Hintertür für Spione, um an Staats- oder Firmengeheimnisse zu gelangen. Huawei weist dies zurück.


11:28 Uhr

Dax rutscht unter die 14.000 - ein Grund zur Sorge?

Am Dienstagmorgen kann sich der Dax noch über der psychologisch wichtigen 14.000-Punkte-Marke halten. Am Vormittag rutscht er dann darunter und notiert im Mittagsgeschäft dann 0,6 Prozent im Minus bei 13.977 Zählern. Ein Grund zur Sorge? Wohl eher nicht: "Der Dax ist zwar leichter unterwegs, die Stimmung bleibt aber gut, die Rahmenbedingungen ebenso", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Lage ist alles andere als dramatisch", hebt Marggraf hervor und erläutert: "In der vergangenen Woche ging es für den Dax 4,5 Prozent nach oben, gestern markierte er ein Allzeithoch – dass da jetzt eine kleinere Konsolidierung einsetzt, ist normal."

11:03 Uhr

Ölriese Total verbucht Milliardenverlust

Der Nachfragerückgang in der Coronavirus-Pandemie und Abschreibungen auf Vermögenswerte haben dem französischen Ölkonzern Total 2020 einen hohen Verlust eingebrockt. Netto lag das Minus bei 7,2 Milliarden Dollar. Total kündigt indes an, für den Zeitraum Oktober bis Dezember eine Dividende von 0,66 Euro je Aktie vorzuschlagen, was den Vorquartalen entspricht.

Total
Total 39,13

10:46 Uhr

Milliardengewinn von Honda überrascht

Der japanische Autobauer Honda hat im Zeitraum Oktober bis Dezember dank der Erholung der Nachfrage besser abgeschnitten als erwartet. Der Betriebsgewinn schnellte im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal um 67 Prozent auf 277,7 Milliarden Yen - umgerechnet etwa 2,2 Milliarden Euro, wie Honda mitteilt. Analysten hatten im Schnitt mit 176,7 Milliarden Yen gerechnet. Vor Jahresfrist erzielte der Konzern 166,6 Milliarden Yen. Die positive Entwicklung stimmte den Vorstand für das Gesamtjahr 2020/21 zuversichtlicher: Statt 420 Milliarden Yen avisiert er nur den Rekordwert von 520 Milliarden Yen.

Honda Motor
Honda Motor 23,40

10:19 Uhr

GM-Zulieferer geht gegen Tencent vor

Der in Shanghai ansässige General-Motors-Zulieferer Pateo hat eine Wettbewerbsbeschwerde gegen den chinesischen Technologieriesen Tencent eingereicht. Tencent werde vorgeworfen, die Position seiner den Markt dominierenden Messenger-App zu missbrauchen, um die Verkäufe von Pateo-Produkten zu beschneiden, teilt Pateo mit, das Funktionen zur Spracherkennung und andere mobile Anwendungen anbietet. Tencent halte Autofirmen seit August an, keine Pateo-Produkte mehr einzusetzen. Tencent war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Erst vor einer Woche hatte die chinesische Tiktok-Version Douyin vom Technologiekonzern ByteDance eine Wettbewerbsklage wegen monopolistischen Verhaltens gegen Tencent eingereicht.

General Motors (GM)
General Motors (GM) 50,60
Tencent Holdings
Tencent Holdings 71,41

 

10:03 Uhr

Neuer Kaufinteressent? Bilfinger-Aktien gefragt

Die Anteilsscheine des Industriedienstleisters Bilfinger steigen knapp ein Prozent. Bereits am Montag hatte der Kurs rund zwei Prozent zugelegt. Insidern zufolge gibt es mit dem französischen Konkurrenten Altrad einen weiteren Kaufinteressenten.

Bilfinger
Bilfinger 29,02

09:46 Uhr

Brent kostet mehr als 61 Dollar

Bei den Ölpreisen geht die Preis-Rally weiter. Die Preise für die beiden wichtigsten Ölsorten klettern abermals auf die höchsten Stände seit gut einem Jahr. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet bis zu 61,27 US-Dollar und damit gut einen halben Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legt in ähnlichem Ausmaß auf bis zu 58,62 Dollar zu. Das ist jeweils das höchste Niveau seit Januar 2020.

Unterstützung erhalten die Erdölpreise schon seit längerem durch die Aussicht auf eine konjunkturelle Beschleunigung. Dafür werden in erster Linie zwei Gründe genannt: Zum einen die vielerorts angelaufenen Corona-Impfungen und die damit verbundene Erwartung baldiger Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Zum anderen wird auf das geplante billionenschwere Konjunkturpaket der US-Regierung verwiesen.

Auf der Angebotsseite stützt die künstliche Begrenzung der Förderung die Preise. Vor allem der Ölriese Saudi-Arabien hält sich gegenwärtig mit seiner Produktion spürbar zurück. Mit steigender Nachfrage dürfte aber auch das Angebot wieder ausgeweitet werden.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,40

 

09:07 Uhr

Dax hält die 14.000-Punkte-Marke

Am Montag schraubt der Dax sein Allzeithoch auf 14.169 Punkte nach oben. Am Ende schließt er nur wenige Punkte fester bei 14.060 Zählern. Zum Start in den Dienstag kann der deutsche Börsenleitindex die 14.000er Marke zwar halten, gibt aber 0,2 Prozent auf 14.034 Punkte nach. Die Dynamik vom Wochenanfang fehlt indes. "Der Dax stabilisiert sich über der 14.000er Marke", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Große Sprünge darf man aber derzeit wohl nicht erwarten."

09:00 Uhr

In Asien reißt die Kauffreude nictht ab

An den asiatischen Aktienmärkten haben sich die Anleger weiter kauffreudig gezeigt. Hauptthema für die Märkte blieben das US-Konjunkturpaket sowie positive Impfnachrichten, erklärten die Strategen der National Australia Bank. In Tokio stieg der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 29.506 Punkte. Für Rückenwind sorgten auch starke Unternehmensergebnisse. "Investoren kauften Aktien zurück, deren Fundamentaldaten stark sind, wie Aktien aus dem Chipbereich", sagte Norihiro Fujito, Stratege beim Finanzdienstleister Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

In China deckten sich Investoren vor dem chinesischen Neujahrsfest ein. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen legten jeweils rund zwei Prozent zu. Ab Donnerstag sind die chinesischen Börsen für eine Woche geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Bei den Einzelwerten zogen Softbank-Aktien mehr als drei Prozent an. Die boomende Nachfrage nach Technologiefirmen sowie erfolgreiche Aktienmarktdebüts in der Corona-Krise haben den Gewinn des japanischen Technologieinvestors zuletzt verzwanzigfacht. Das Plus ist hauptsächlich auf Wertsteigerungen bei beiden Vision Funds des Unternehmens zurückzuführen, die an zahlreichen Startups beteiligt sind. Sie profitierten vom Höhenflug der Technologiefirmen an den Aktienmärkten und den Börsengängen mehrerer Beteiligungen.

Nikkei
Nikkei 29.326,17
Softbank Corp
Softbank Corp 76,85

 

08:53 Uhr

Euro steigt in Richtung 1,21 Dollar

Der Euro zieht zunächst weiter an und ist in Richtung 1,21 Dollar unterwegs. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,2080 Dollar und damit etwas mehr als am Dienstagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,2025 Dollar festgelegt.

Aus den Reihen der EZB äußert sich Chefvolkswirt Philip Lane. In den USA treten auch einige Notenbanker an die Öffentlichkeit.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

 

08:40 Uhr

Deutsche Exporte 2020 mit stärkstem Einbruch seit Finanzkrise

Die deutschen Exporte sind im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Sie sanken um 9,3 Prozent auf 1204,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Es war der erste Rückgang seit 2013 und der kräftigste seit 2009 mit damals minus 18,4 Prozent. Die Importe fielen im vergangenen Jahr ebenfalls so stark wie seit 2009 nicht mehr, und zwar um 7,1 Prozent auf 1025,6 Milliarden Euro.

Geschuldet ist der Export-Rückgang vor allem den Einbrüchen zu Beginn der Pandemie im März und April 2020. Danach legten die Ausfuhren acht Monate in Folge zu - zuletzt im Dezember um 0,1 Prozent zum Vormonat. Ökonomen hatten hier mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet. Zu der positiven Entwicklung trugen vor allem die Geschäfte mit den beiden weltgrößten Volkswirtschaften bei: Die Exporte in die Volksrepublik China wuchsen im Dezember um 11,6 Prozent zum Vorjahresmonat auf 9,3 Milliarden Euro, die in die USA legten um 8,4 Prozent auf 9,2 Milliarden zu und damit erstmals seit zehn Monaten.

08:23 Uhr

Rekord: Bitcoin zieht Richtung 50.000

Der Höhenflug des Bitcoin hält an. Sie steigt um rund sechs Prozent auf 47.150 Dollar. Im Visier sei nun die 50.000er-Marke, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Der Einstieg Teslas könnte Signalwirkung für weitere Unternehmen haben und das institutionelle Interesse weiter forcieren." Nach dem Bekenntnis des Elektroautobauers Tesla zu Bitcoin hatte die Cyber-Devise am Tag zuvor die 40.000er-Marke zurückerobert.

Bitcoin
Bitcoin 46.568,50

08:04 Uhr

Chinas Autoabsatz bleibt auf Wachstumskurs

In China bleibt der Autoabsatz im Januar den zehnten Monat infolge auf Wachstumskurs. Die Verkäufe legten zum Jahresbeginn um 30 Prozent auf 2,5 Millionen Fahrzeuge zu. Dabei machen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben Wachstumssprünge. Hersteller wie Nio und Xpeng sowie ausländische Konzerne wie Tesla haben ihre Produktionskapazitäten in China zuletzt erweitert, da die Regierung umweltfreundlichere Fahrzeuge zur Reduzierung der Luftverschmutzung fördert.

07:46 Uhr

Elektronikhändler Ceconomy leidet unter Lockdown

Ceconomy
Ceconomy 5,35

Der Elektronikhändler Ceconomy fordert einen Fahrplan für die Wiedereröffnung seiner Märkte. Die aktuellen Marktschließungen seien eine große Herausforderung, sagte Konzernchef Bernhard Düttmann bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal (per Ende Dezember) in Düsseldorf. "Wir wünschen uns einen klaren Fahrplan, wann und unter welchen Bedingungen wir die Märkte wieder öffnen können. Für uns geht es dabei, wie für viele andere, um jeden weiteren Tag."

Insgesamt waren den Angaben zufolge zum 31. Dezember 2020 europaweit rund 57 Prozent der Märkte von vorübergehenden Schließungen betroffen. Das erste Quartal 2020/21 war infolge der Vorgaben der nationalen Regierungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie durch lokale Lockdowns, erneute temporäre Marktschließungen sowie starke Einschränkungen im stationären Handel geprägt. Ceconomy konnte dies durch ein starkes Onlinegeschäft jedoch mehr als ausgleichen. Der Umsatz stieg währungs- und portfoliobereinigt um 11,4 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Online-Umsatz hat sich demnach mit 2,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt und trug rund 30 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

07:37 Uhr

Dax zur Eröffnung höher erwartet

Heute wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Zum Wochenanfang hatte er zeitweise ein frisches Rekordhoch von 14.169,49 Punkten erreicht, im Handelsverlauf die Gewinne aber wieder abgegeben. "Inmitten der Pandemie blicken die Anleger nach vorn", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. "Sie erwarten ein weitgehendes Arrangieren mit Covid-19 und hoffen auf eine deutliche wirtschaftliche Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte." Auch die laufende Berichtssaison habe gezeigt, dass die Unternehmen in der Lage sind, mit der Pandemie zu leben.

Im Blick der Anleger ist eine Flut von Quartalszahlen, darunter Qiagen, Teamviewer und Osram. Aus dem Ausland folgen Zahlen von Total, DuPont und Twitter. Die Elektronikhandelsholding Ceconomy teilte mit, im ersten Quartal 2020/21 mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft bei einem deutlich gestiegenen Umsatz unter dem Strich weniger verdient zu haben.

06:44 Uhr

Frisches Investorengeld lässt Reddit-Bewertung verdoppeln

Die Social-Media-Plattform Reddit hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 250 Millionen US-Dollar gesichert. Die Bewertung der Gesellschaft hat sich damit auf 6 Milliarden Dollar verdoppelt. Reddit wurde nach der vorherigen Finanzierungsrunde im Februar 2019 noch mit 3 Milliarden Dollar bewertet. Zu den aktuellen Investoren von Reddit gehören die Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz und der Internetriese Tencent.

"Es ist ein guter Markt für Fundraising", sagte Reddit-Chef Steve Huffman in einem Interview und verwies darauf, dass die Bewertungen aktuell sehr hoch seien. Im Oktober berichtete Reddit im Schnitt eine tägliche Nutzerzahl von 52 Millionen, was einem Anstieg von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entsprach. Huffman sagte weiter, Reddit wolle die frischen Mittel nutzen, um in Bereiche wie Video, Werbung und Verbraucherprodukte zu investieren. Auch eine Expansion in internationale Märkte sei in Planung. Ende 2020 kaufte Reddit für eine nichtgenannte Summe die Video-Sharing-App Dubsmash, auf der Selfie-Videos mit berühmten Zitaten, Tiergeräuschen oder sonstigen Tönen kombiniert werden können.

06:33 Uhr

Asien-Börsen von Rekordjagd an Wall Street unbeeindruckt

Nikkei
Nikkei 29.326,17

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich im Gegensatz zur Rekordjagd an der Wall Street uneinheitlich gezeigt. "Reflation auf dem Rücken des US-Fiskalstimulus und positiver Impfnachrichten bleibt das Hauptthema für die Märkte", schrieben die Strategen der National Australia Bank in einer Mitteilung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 29.449 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1917 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 104,86 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,4486 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 Prozent niedriger bei 0,8963 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,2078 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0826 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,3777 Dollar.