Donnerstag, 21. November 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:50 Uhr

Dax sinkt den zweiten Tag in Folge

Dax
Dax 13.166,58

Erneut leicht im Minus schließt der Dax bereits den zweiten Tag in Folge. Bis zum Abend geht es mit dem Leitindex um 0,2 Prozent nach unten auf 13.138 Punkte. Hauptthema bleibt der festgefahrene US-chinesische Handelskonflikt. "Die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Handelsstreits verflüchtigen sich", kommentiert ein Händler.

Zunehmend werden die Unruhen in Hongkong zum Belastungsfaktor für die Märkte. Der US-Kongress hat sich mit zwei Gesetzentwürfen auf die Seite der Demokratie-Bewegung gestellt, was Peking auf den Plan gerufen hat. Wenn die USA weiterhin "falsche Entscheidungen" träfen, müsse China "starke Gegenmaßnahmen ergreifen", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Am deutschen Aktienmarkt sorgt vor allem Thyssenkrupp - mittlerweile nur noch im MDax gelistet - für Aufsehen mit einem Verlust von fast 14 Prozent. Die neue Chefin Martina Merz hatte zuvor die Anleger nach hohen Verlusten auf eine längere Durststrecke vorbereitet und strich die Dividende.

Im Dax sind vor allem Automobilwerte gefragt: Daimler ist mit einem Aufschlag von fast zwei Prozent Tagessieger. Volkswagen und BMW legen um die 0,4 Prozent zu. Tagesverlierer sind MTU mit einem Minus von 2,4 Prozent.

17:19 Uhr

Bericht zu Opec-Plänen treibt Ölpreise nach oben

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,27

Um mehr als zwei Prozent nach oben geht es bis zum späten Nachmittag mit dem Preis für die Ölsorte Brent. Zuletzt notiert der bei 63,66 Dollar das Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI gewinnt 1,9 Prozent auf 58,10 Dollar je Barrel.

Die wöchentlichen US-Lagerbestände sind offiziellen Daten der Energiebehörde EIA zufolge um 1,4 Millionen Barrel angeschwollen und damit nicht ganz so stark wie von Analysten erwartet. Händler verwiesen zudem auf einen Bericht, demzufolge die Opec-Staaten und ihre Verbündeten eine Verlängerung ihrer Förderkürzungen bis Mitte 2020 erwägen.

16:48 Uhr

Vor Mega-Börsengang - Aramco-Aktien bereits begehrt

Das Staatsunternehmen Aramco will an die Börse gehen - und es könnte ein großer Erfolg werden. Denn bereits jetzt sind die Emission an institutionelle Investoren überzeichnet, also die Nachfrage ist also größer als das Angebot an Aktien.

Die Zeichnungsfrist für Großinvestoren läuft noch bis zum 4. Dezember, Kleinanleger müssen sich schon bis zum 28. November entscheiden. Aramco will zwar nur 1,5 Prozent des Konzerns an die Börse bringen. Bei einem geschätzten Börsenwert des Unternehmens von 1,6 bis 1,7 Billionen Dollar wäre dies aber dennoch ein rekordverdächtiger Börsengang.

16:29 Uhr

Keine Filme zu sehen - Netflix kämpft mit Problemen

Netflix
Netflix 274,95

Der Video-Streamingdienst Netflix hat am Donnerstag mit einer Störung zu kämpfen gehabt. "Im Moment haben wir technische Probleme", erklärte der technische Kunden-Support auf Twitter am Nachmittag. "Wir arbeiten hart daran, diese so schnell wie möglich zu lösen."

Die Probleme traten nach dem erfolgreichen Login auf der Plattform beim Abspielen der Filme auf. Statt des gewünschten Videoinhalts erschien nur eine Fehlermeldung. Netflix empfahl den Kunden, den Dienst zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu starten.

Update 16.37 Uhr: Laut der Netflix-Webseite läuft der Streamingdienst wieder.

16:14 Uhr

Hoffnung im Handelsstreit? Wall Street bleibt skeptisch

Widersprüchliche Signale im Zollstreit machen die Anleger an den US-Börsen vorsichtig. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt kurz nach Eröffnung 0,1 Prozent tiefer bei 27.786 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq treten bei 3108 und 8527 Punkten auf der Stelle.

Insidern zufolge könnte der erste Teil des Handelsabkommens womöglich erst 2020 abgeschlossen werden. Neuen Sand im Getriebe gibt es durch die US-Gesetze zur Unterstützung der Protestbewegung in Hongkong, die von China scharf kritisiert wurden.

Für einen Hoffnungsschimmer sorgt ein Bericht des "Wall Street Journal", demzufolge US-Unterhändler zu Verhandlungen im Handelsstreit nach Peking eingeladen worden sein sollen. Zudem berichteten chinesische Medien, dass die für Mitte Dezember geplanten US-Zölle auf chinesische Waren so oder so verschoben werden könnten.

15:37 Uhr

Ist die Weltkonjunktur aus der Talsohle heraus?

2019 war alles andere als ein einfaches Jahr für die Weltwirtschaft. Was die Gründe dafür waren und wie es 2020 weitergehen könnte, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Alicia Levine, der Chefstrategin von BNY Mellon Investment Management.

 

15:11 Uhr

5G-Ausbau in USA - Trump setzt Apple unter Druck

US-Präsident Donald Trump hat Apple-Chef Tim Cook aufgefordert, sich an dem Aufbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes in den USA zu beteiligen. "Sie haben alles - Geld, Technologie, Visionen & Cook!", twitterte Trump. Er war tags zuvor mit Cook auf einem neuen Apple-Campus in Texas zusammengekommen.

Trump hat angekündigt den neuen schnelleren Mobilfunkstandard zügig in den USA aufzubauen und dabei auf Sicherheit zu achten. Er hat deshalb den chinesischen Netzwerkbetreiber Huawei ausgeschlossen.

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14:52 Uhr

Milliarden-Startup aus digitalen Post-it-Notes

Wissen Sie, was Process Mining ist? Wir geben Ihnen einen Tipp: Es hat abstrakt etwas mit Post-it-Notes zu tun und mit der richtigen Idee kann man daraus ein milliardenschweres Startup machen. Das deutsche Einhorn Celonis beweist es.

In der neuen Folge unseres Podcasts "So techt Deutschland" haben sich Frauke Holzmeier und Andreas Laukat mit Bastian Nominacher getroffen, einem der Gründer von Celonis. Er erzählt, was es mit den Post-its auf sich hat und welche Rolle die Familienbäckerei bei der Gründung des Startups gespielt hat.

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So techt Deutschland

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14:22 Uhr

Athen: Griechenland steht vor Wachstums-Sprung

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"Nach vielen Krisenjahren scheint die griechische Wirtschaft jetzt über dem Berg zu sein", glaubt der griechische Finanzminister Christos Staikouras.

(Foto: imago images / Pacific Press Agency)

Während Länder wie Irland und Portugal sich längst wieder von ihren schweren Krisen erholt haben, krepelte Griechenland beim Wachstum jahreland weiter vor sich hin. Das soll sich jetzt ändern, wenn man Zahlen aus Athen Glauben schenken mag.

Die griechische Wirtschaft wird nach Prognose der Regierung im kommenden Jahr mehr als doppelt so stark wachsen wie die Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte wegen höherer Investitionen, einer kräftigeren Binnennachfrage und Steuersenkungen um 2,8 Prozent zulegen, heißt es im heute veröffentlichten Haushaltsplan. Für die Eurozone erwartet die Industriestaaten-Organisation OECD hingegen nur ein Plus von gut einem Prozent, für Deutschland sogar von weniger als einem Prozent.

13:58 Uhr

Telekom plagen Geldsorgen - Tochter vor Verkauf?

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,06

Die Deutsche Telekom drücken hohe Schulden. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten waren zum 30. September auf 78,8 Milliarden Euro geklettert. Nun prüft der Bonner Konzern einem Magazin-Bericht zufolge eine Trennung von ihrer Mobilfunktochter in den Niederlanden. Es würden ein Verkauf oder einen Börsengang für die Tochter durchgespielt, berichtet das "Manager Magazin". Ein Telekom-Sprecher wollte dies nicht kommentieren.

Konzern-Chef Tim Höttges hatte zuvor schon erklärt, dass die Telekom verschiedene Optionen für ihr Funkmastengeschäft durchspiele. "Wir sind bereit für einen Börsengang oder eine Partnerschaft", hatte er gesagt. Ein Verkauf der Sparte sei dabei nicht seine bevorzugte Variante. Ein möglicher Partner könne der spanische Konzern Cellnex sein.

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Die Telekom plagen unter anderem hohen Kosten für die 5G-Mobilfunkauktion in Deutschland.

(Foto: Telekom)

 

13:02 Uhr

OECD: Schlechte Aussichten für deutsche Wirtschaft 2020

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat der deutschen Konjunktur für das kommende Jahr eine weitere Talfahrt prognostiziert. Die Wirtschaftsleistung werde in Deutschland 2020 um nur 0,4 Prozent wachsen, teilte die Industrieländer-Organisation in ihrer jährlichen Wirtschaftsprognose für alle OECD-Länder mit.

Für das laufende Jahr erwartet die OECD eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,6 Prozent. Anhaltende Handelsstreitigkeiten und die Unsicherheit wegen des Brexits verschlechterten die Aussichten für die exportabhängige deutsche Wirtschaft.

2021 könnte die Konjunktur jedoch wieder etwas angekurbelt werden, hieß es. Die Wirtschaftsexperten rechnen mit einem Wachstum von 0,9 Prozent. Gründe dafür sind demnach eine weitere Anhebung des Kindergelds und Steuerentlastungen durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags.

12:30 Uhr

Milliarden für Akkus - BMW macht Ernst mit Elektro

BMW
BMW 73,79

BMW forciert seine Entwicklung zum Elektroautobauer - wofür der Autobauer jedoch je Menge Akkus benötigt. Um sich den Nachschub zu sichern, sei das Volumen des bestehenden Liefervertrags mit CATL auf 7,3 von vier Milliarden Euro ausgeweitet worden, teilte der Autobauer mit. Außerdem solle Samsung SDI im Rahmen einer langfristigen Vereinbarung Batterien im Volumen von 2,9 Milliarden Euro liefern.

Beide Verträge laufen bis 2031. "Damit sichern wir uns langfristig unseren Bedarf an Batteriezellen", erklärte Einkaufsvorstand Andreas Wendt. Bereits bis 2023 will BMW 25 Elektromodelle anbieten, bis 2030 soll in Europa die Hälfte aller Autos als E-Autos verkauft werden.

11:37 Uhr

Nach mysteriösem Höhenflug - Beste Aktie der Welt stürzt ab

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ArtGo brechen an der Hongkonger Börse um 98 Prozent ein.

(Foto: imago/blickwinkel)

Einen sensationellen wie mysteriösen Aufstieg hat die Hongkonger Aktie ArtGo hinter sich: Um fast 3800 Prozent schoss das Papier seit Jahresbeginn nach oben - es war der größte Kurszuwachs unter Unternehmen mit einem Börsenwert von mindestens einer Milliarden Dollar.

Doch innerhalb von Minuten wurde der Fabelgewinn gestern vernichtet: Grund war die Entscheidung des US-Finanzdienstleisters MSCI, das ArtGo-Papier nicht in seine Indizes aufnehmen zu wollen, berichtet "Bloomberg".

ArtGo stürzten in der Folge um 98 Prozent ab. Fast sechs Milliarden Dollar Marktwert wurden dadurch vernichtet.

Nur zwei Wochen zuvor hatte MSCI ArtGo-Anlegern noch Hoffnungen auf eine Notierung gemacht hatte, verkündete den Sinneswandel schließlich aber nach "weiteren Analysen" und "Rücksprache mit Marktteilnehmern". ArtGo ist ein Marmor-Lieferant - Marktbeobachter hatten bisher keine Erklärung für den steilen Aufstieg der Aktie.

10:56 Uhr

Anleger sind verrückt nach Lotto-Aktien aus Frankreich

Es ist einer der größten Börsengänge in Europa in diesem Jahr: Und der französische Lottoanbieter Francaise des Jeux wird von den Anlegern überschwänglich empfangen.

Die Aktien schießen um mehr als ein Fünftel nach oben. Nach der Erstnotiz geht es auf bis zu 23,95 Euro nach oben - ausgegeben wurden die Papiere an Privatanleger für jeweils 19,50 Euro und an institutionelle Investoren für 19,90 Euro. Der Börsengang spült zwei Milliarden Euro in die Kassen des französischen Staats, der seinen Anteil an dem Unternehmen von 72 Prozent auf 20 Prozent reduziert.

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10:17 Uhr

Deutsche Exporte in die USA legen deutlich zu

Die "America-first"-Doktrin von US-Präsident Donald Trump belastet zwar den Welthandel – die deutschen Ausfuhren in die USA ficht das jedoch nicht an. Im Gegenteil: Im dritten Quartal sind die deutschen Exporte in die USA sogar deutlich gestiegen. Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent, wie aus Daten des Statistikamtes hervorgeht.

Auch Frankreich war ein bevorzugter Absatzmarkt für die deutschen Exporteure. Hier betrug das Plus im Sommerquartal 3,1 Prozent, nach China gab es dagegen nur noch ein Mini-Wachstum von 0,3 Prozent.

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Die deutsche Wirtschaft insgesamt war im dritten Quartal 2019 leicht gewachsen und schrammte damit knapp an einer Rezession vorbei.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

10:03 Uhr

Ölpreise sinken nach Preissprung wieder

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,27

Öl wird heute am Weltmarkt wieder etwas günstiger gehandelt. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung, nachdem die Notierungen am Vortag nach der Veröffentlichung neuer Daten zur Entwicklung der US-Ölreserven kräftig gestiegen waren.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 62,21 US-Dollar. Das sind 19 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 17 Cent auf 56,84 Dollar.

Am Mittwochnachmittag war der US-Ölpreis in kurzer Zeit fast drei Prozent gestiegen. Zuvor hatte die amerikanische Regierung zwar einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl um 1,3 Millionen Barrel gemeldet. Die Daten blieben deutlich hinter den Werten zurück, die am Dienstag der Interessenverband American Petroleum Institute (API) bekannt gegeben hatte. Dieser hatte einen Anstieg um 5,9 Millionen Barrel ermittelt.

09:25 Uhr

Schock für Anleger - Thyssenkrupp-Aktie bricht ein

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 11,56

Die schlechten Neuigkeiten zur Zukunft des Stahlkonzerns Thyssenkrupp versetzen Anleger in Panik: In den ersten Handelsminuten brechen die Papiere um dramatische 9,5 Prozent ein und sind damit Schlusslicht im MDax.

Die neue Chefin Martina Merz hat die Anleger auf eine längere Durststrecke vorbereitet. Die Papiere fallen um dramatische 9,5 Prozent. In ihrem Gefolge geben auch die Papiere von Stahlkocher Salzgitter um 1,6 Prozent nach.

Auch der deutsche Leitindex Dax erwischt einen schlechten Start und verliert in den ersten Handelsminuten 0,5 Prozent auf 13.087 Punkte. Mit der offiziellen Unterstützung der Protestbewegung in Hongkong heizten die USA den Streit mit China weiter an, sagt Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Damit wird der angestrebte Handelsdeal noch schwerer erreichbar."

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:34 Uhr

Dax vor US-Konjunkturdaten niedriger erwartet

Dax
Dax 13.166,58

In Erwartung von US-Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch hatte er wegen neuer Verstimmungen zwischen den USA und China 0,5 Prozent im Minus bei 13.158,14 Punkten geschlossen.

Etwas Abwechslung vom Dauerbrenner-Thema Zollstreit versprechen das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia und die US-Frühindikatoren, die am Nachmittag (MEZ) veröffentlicht werden. Von diesen Zahlen versprechen sich Börsianer weitere Hinweise auf die US-Geldpolitik. Für Dezember signalisierte die Fed erst mal den Beginn einer Ruhepause, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen zur Zinssitzung im Oktober hervorgeht.

07:56 Uhr

Thyssenkrupp im Tal der Tränen - Dividende gestrichen

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 11,56

Der Mischkonzern Thyssenkrupp hat nach hohen Verlusten die Dividende kassiert und rechnet im laufenden Geschäftsjahr unter dem Strich mit noch schlechteren Zahlen. Die Maßnahmen für eine bessere Performance würden im laufenden Jahr noch nicht voll durchschlagen, der Nettoverlust wegen der geplanten Restrukturierungen deutlich höher sein, kündigte die neue Vorstandschefin Martina Merz an.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 fuhr der Konzern einen Nettoverlust von 304 Millionen Euro ein nach einem Fehlbetrag von 62 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) brach insbesondere wegen des schwachen Geschäfts mit Stahl und Autoteilen auf 802 Millionen Euro von 1,4 Milliarden Euro ein. Merz erwartet hier im laufenden Jahr keine Verbesserung, sondern ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die Dividende fällt aus. Zuletzt hatten die Anleger 15 Cent je Aktie erhalten.

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(Foto: picture alliance/dpa)

 

07:38 Uhr

Euro wenig bewegt

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro hat sich wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1077 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1059 (Dienstag: 1,1077) Dollar festgesetzt.

Seit Beginn der Woche hielt sich der Euro in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. In der ersten Wochenhälfte gab es kaum wichtige Konjunkturdaten, an denen sich die Anleger orientieren konnten. Auch das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der vergangenen Zinssitzung der US-Notenbank Fed lieferte keine neuen Erkenntnisse. Die Mitschrift signalisierte eine Zinspause in den USA und bestätigte damit frühere Aussagen.

07:06 Uhr

US-Gesetzentwürfe drücken asiatische Börsen

Nikkei
Nikkei 23.354,40

Die Spannungen zwischen China und den USA haben am Mittwoch die asiatischen Börsen belastet. Auslöser war die Verabschiedung zweier Gesetzesentwürfe im US-Repräsentantenhaus zur Stärkung der Menschenrechte in Hongkong, die zuvor bereits vom Senat abgesegnet waren. Es wird erwartet, dass Präsident Donald Trump diese in Kraft setzt.

Auf die Stimmung der Anleger drückt zusätzlich die anhaltende Unsicherheit über die Finalisierung eines ersten Handelsabkommens zwischen China und den USA: Insidern und Handelsexperten zufolge werde es möglicherweise erst im kommenden Jahr abgeschlossen. China verlange eine Aufhebung zusätzlicher Zölle, während die US-Regierung ebenfalls weitere Forderungen stelle, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Sache vertrauten Personen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,2 Prozent tiefer bei 22.872 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1 Prozent und lag bei 1675 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,9 Prozent.