Donnerstag, 28. November 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:43 Uhr

Dax quetscht sich durch Mini-Handelsspanne

Dax
Dax 13.166,58

Man muss es offen sagen: Ziemlich wenig tut sich heute beim Dax. Bei mauen Umsätzen bewegte sich der Leitindex der deutschen Börse in einer Handelsspanne von etwa 40 Punkten - das ist schon ziemlich dürftig. Am Ende verbüßt er auch noch ein Minus von 0,3 Prozent auf 13.246 Punkte.

Haben die Anleger also die Lust aufs Aktienkaufen verloren? Nun, der ruhige Handel dürfte auch mit dem Börsenfeiertag in den USA zusammenhängen. Etwas belastend wirkt zudem, dass US-Präsident Donald Trump Gesetze zur Solidarität mit der Demokratie-Bewegung in Hongkong unterschrieben hat. China hat darauf sehr verstimmt reagiert. Dies könnte die weiter laufenden Handelsgespräche verkomplizieren, so die Befürchtung am Markt.

Stratege Jochen Stanzl von CMC Markets sieht hinter dem Gesetz eine mögliche "Steilvorlage für die Bären". Die Tatsache, dass sich die USA so deutlich auf die Seite der Demokratie-Bewegung in Hongkong stellen, erhöhe ganz klar das Risiko des Scheiterns eines Handelsabkommens.

Werfen wir einen Blick auf den Dax: Am Ende gibt es nicht viele Gewinner. Münchener Rück legen 0,7 Prozent zu und sind damit Tagessieger. Auch MTU können noch mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent einen zählbaren Erfolg verbuchen.

RWE notieren am Ende nahezu unverändert auf 27,08 Euro und zeigen sich damit wenig belastet vom Ausstieg der Stadt Düsseldorf. Die Stadt hat 5,7 Millionen Aktien zum Stückpreis von durchschnittlich 27,44 Euro verkauft. Der Verkaufspreis lag deutlich über dem Schlusskurs von 27,09 Euro am Mittwoch.

Ganz hinten landen Industrie- und Autowerte. BWM ist mit einem Verlust von 1,5 Prozent größter Verlierer im Dax. Bayer büßen 1,1 Prozent ein, Infineon 1,0 Prozent.

Damit geht ein weiterer Börsen-Tag zu Ende. Ich darf mich von Ihnen verabschieden und wünsche noch einen angenehmen Abend. Schauen Sie doch morgen wieder rein.

Ihr Kai Stoppel

17:02 Uhr

Rumpf von neuer Boeing 777X platzt bei Tests

Boeing
Boeing 354,09

Der US-Flugzeugbauer Boeing kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Nun gibt es neuen Ärger: Bei dem neuen Ultralangstreckenflieger 777X sind einem Zeitungsbericht zufolge während eines Tests Anfang September Probleme aufgetaucht. Der Rumpf sei bei dem Probelauf gerissen, berichtet die "Seattle Times".

Das Blatt verweist auf ihm vorliegende Fotos, die zeigten, dass das Ausmaß des Schadens größer gewesen sei als bislang bekannt. Die Zeitung zitiert einen Boeing-Sprecher, demzufolge nicht davon auszugehen ist, dass die Testergebnisse das 777X-Programm weiter verzögern. Der erste Jet der Reihe werde 2021 ausgeliefert.

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16:42 Uhr

Euro hält sich knapp über 1,10 Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro hat sich heute knapp über 1,10 US-Dollar gehalten. Wie bereits in den vergangenen Tagen bewegte sich die Gemeinschaftswährung in einem vergleichsweise engen Bereich. Am Nachmittag wurde der Euro bei 1,1004 Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Morgen.

Marktbeobachter sprachen von einem ruhigen Handel am Devisenmarkt. In den USA blieben die Finanzmärkte wegen eines Feiertags geschlossen und konnten keine Impulse liefern. Auch neue Daten zur Preisentwicklung in Deutschland gaben dem Handel keine neue Richtung.

16:11 Uhr

Hintergrund einer Erfolgsstory - Warum sind ETFs so beliebt?

ETF-Sparpläne erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Friedhelm Tilgen spricht mit Christian Bimüller von Blackrock und André Kauselmann von der ING Deutschland darüber, wie so ein ETF-Sparplan eigentlich genau funktioniert und worauf Anleger achten sollten.

 

15:30 Uhr

Feiertag an der Börse in New York

Die US-Börsen bleiben heute wegen des dortigen Erntedankfestes Thanksgiving geschlossen.

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15:14 Uhr

Inflation in Deutschland stagniert - Gut oder schlecht?

Die Inflation in Deutschland kommt weiterhin nicht in Schwung - ist doch gut, könnte man meinen. Wenn die Preise nicht so stark anziehen, habe ich beim Einkaufen mehr von meinem Geld. Und das Ersparte schmilzt in seinem Wert auch nicht so schnell dahin. Stimmt zwar. Aber aus Sicht der Notenbanken ist stagnierende Inflation dennoch ein Problem.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum mit seinen 19 Ländern mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das kann die Wirtschaft bremsen.

Und wie ist der Stand: Die Jahresteuerungsrate in Deutschland lag im November wie schon im Vormonat bei 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte.

14:04 Uhr

Novartis will teuerste Arznei der Welt in neuer Gen-Fabrik herstellen

Novartis
Novartis 83,82

Der Pharmariese Novartis erweitert seine Kapazitäten für die Gen- und -Zelltherapie in Europa. Damit wollen die Schweizer Produktionsengpässe beseitigen. 90 Millionen Dollar investierte der Arzneimittelhersteller in das Werk Stein an der deutschen Grenze, das heute der Öffentlichkeit vorstellt wurde. Dort soll ab kommendem Jahr unter andrem die Blutkrebstherapie Kymria für europäische Patienten aufbereitet werden.

Auch die Gentherapie Zolgensma, die mit einem Listenpreis von 2,1 Millionen Dollar pro Einmaldosis teuerste Arznei der Welt zur Behandlung der meist tödlich verlaufenden Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) bei Kleinkindern, soll in Stein hergestellt werden. Kymriah schlägt mit rund 400.000 Dollar Behandlungskosten zu Buche.

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(Foto: Novartis via AP)

 

13:33 Uhr

Deutsche Militärausgaben steigen - Dax-Neuling profitiert

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 260,30

Beim Münchner Triebwerksbauer und Dax-Neuling MTU zeigt die Kurve weiter nach oben. Gut, die Kurve des Aktienkurses zeigt seit dem Aufstieg in den deutschen Leitindex Ende September eher zur Seite - ein Phänomen, das übrigens bei Dax-Neulingen nicht selten ist.

Gemeint ist die Gewinn-Kurve: Für dieses Jahr wird bereits ein weiteres Rekordergebnis angestrebt, und auch für das kommende Jahr rechnet MTU mit einem Anstieg des operativen Gewinns  im hohen einstelligen Prozentbereich.

Unter anderem das Geschäft mit der Instandhaltung ziviler Flieger dürfte einer der größten Wachstumstreiber sein, erklärte der Konzern - in den kommenden zehn Jahren soll es sich verdoppeln.

Im militärischen Geschäft rechnet der Konzern 2020 mit einem stabilen Umsätzen. Die Perspektiven seien wegen des steigenden deutschen Wehretats und der Entwicklung des neuen deutsch-französischen Kampfjets jedoch gut.

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Die Notwendigkeit eines Ersatzes alter Tornado- und Eurofighter-Kampfjets sei ebenfalls gut fürs Geschäft, sagt MTU.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

13:04 Uhr

Kursfeuerwerk bei Virgin Money sorgt für Verwunderung

Außer Rand und Band sind die Aktien der britischen Bank Virgin Money in London - was für Stirnrunzeln unter Börsianern sorgt. Die Aktien schießen um bis zu 28,3 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch nach oben. Damit steuern sie auf ihren bislang besten Börsentag zu.

Dabei hatten viele Brokerhäuser vorbörslich noch Kursverluste vorhergesagt, nachdem das Unternehmen weniger verdient und seine Dividende gestrichen hatte. Nach Meinung von Goldman Sachs ist der Kursanstieg übertrieben und unter anderem dem geringen Handelsaufkommen am Thanksgiving-Tag geschuldet.

12:21 Uhr

Wo in Europa Menschen finanziell am zufriedensten sind

Wie wohl fühlen sich Europas Verbraucher mit ihren Finanzen? Der schwedische Finanzdienstleister Intrum hat sich der Frage angenommen - und zum ersten Mal ein Barometer für finanzielles Wohlbefinden erstellt. Darin fließen ein:

  • die Fähigkeit, Rechnungen rechtzeitig zu begleichen
  • Abhängigkeit von Krediten
  • die Möglichkeit, Geld beiseite legen zu können
  • finanzielles Wissen

Das Ergebnis: All diese Faktoren zusammengenommen, stehen Deutschland und Österreich an der Spitze des Barometers - von insgesamt 24 Ländern. Auf den unteren Plätzen befinden sich Polen und Litauen, Schlusslicht ist Griechenland.

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11:42 Uhr

Kommt die Jahresendrally noch? Das sagen Experten

Dax
Dax 13.166,58

Seit drei Wochen ist der Dax wieder in einer Seitwärtsbewegung gefangen: Es geht weder nach oben, noch nach unten. Sein Bereich liegt derzeit so bei 13.200 Punkten. Aber was ist eigentlich mit der oft beschworenen Jahresendrally? Sie beschreibt das mutmaßliche Börsen-Gesetz, dass Aktienkurse zum Jahresende nochmal ansteigen - alles nur Humbug?

Marktanalysten bleiben optimistisch: Die derzeitige Seitwärtsbewegung an den Börsen bestätige nur den übergeordneten Aufwärtstrend. Der Startschuss für eine Jahresendrally könne daher jederzeit fallen. Sie war zwar letztes Jahr ausgefallen, "sie kommt aber in 7 bis 8 von 10 Jahren vor", sagt Holger Struck von hs-livetrading.

Besonders stark ist laut statistischen Auswertungen auch die Phase um - das heute stattfindende - Thanksgiving und die Woche danach. Allerdings werden Marktteilnehmer da zunächst auf Aussagen zu den Umsätzen am Black Friday warten. Damit könnten Konsumwerte in den kommenden Tagen weltweit in den Fokus rücken.

11:16 Uhr

Wirtschaftsstimmung in der Eurozone verbessert sich

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im November leicht verbessert. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg auf 101,3 Punkte von 100,8 im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 101,0 Zähler gerechnet.

Das Geschäftsklima in der Eurozone hingegen hat sich im November wider Erwarten eingetrübt. Der entsprechende Index fiel weiter auf minus 0,23 Punkte - gerechnet worden war mit einer Verbesserung auf minus 0,14 Punkte. Ein Indexstand des Geschäftsklimas von Null entspricht dem langfristigen Durchschnittswachstum der Industrieproduktion von 2 Prozent.

10:45 Uhr

Mega-Wette verblüfft Börse: Goldpreis vor "brutalem Anstieg"?

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Steht der Goldpreis vor einem bisher unbekannten Anstieg?

(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Für Aufsehen an der US-Börse sorgt eine Wette auf den Goldpreis: Bei einem sogenannten Block Trade wurden in New York auf einen Schlag Gold-Optionen mit einem Volumen von 1,75 Millionen Dollar erworben, berichtet "Bloomberg".

Das Ungewöhnliche daran: Sie geben dem Inhaber das Recht, bis Juni 2021 Gold zum Preis von 4000 Dollar pro Feinunze zu erwerben. Derzeit steht die Feinunze aber bei 1458 Dollar. Und auch zu ihrem Allzeithoch im Jahr 2011 waren es "nur" 1923,70 Dollar.

Das bedeutet also: Jemand wettet einen Millionenbetrag darauf, dass sich der Goldpreis in den kommenden 18 Monaten verdreifacht. "Sie hoffen auf einen schnellen und brutalen Anstieg", kommentiert Tai Wong, Edelmetall-Experte bei BMO Capital den Vorgang.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.460,20

 

10:05 Uhr

Anleger wenden sich von BVB-Aktie ab

BVB
BVB 8,62

Bei einem Fußballspiel ist das Ergebnis oft die Verkettung vieler Unwägbarkeiten: Schiedsrichter-Entscheidungen, Verletzungen, Wind, Rasenbeschaffenheit, emotionaler Zustand des Top-Stürmers und und und. Der Zufall kann oft den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage machen.

Sind Fußballvereine daher nichts für die Börse? Meine persönliche Meinung: Sie passen sogar sehr gut dahin. Denn in Sachen Unberechenbarkeit von Erfolg oder Misserfolg stehen sie allen anderen Aktien in nichts nach.

Wie ich darauf komme: Heute bekommt die Aktie von Borussia Dortmund ordentlich Feuer. Nach der Niederlage in der Champions League gegen den FC Barcelona fallen die Papiere um 4,8 Prozent. Damit sind sie SDax-Schlusslicht. Die Schwarz-Gelben hatten gegen die Spanier 1:3 verloren.

 

09:42 Uhr

Lufthansa geht auf Flugbegleiter zu

Lufthansa
Lufthansa 17,02

Deutschlands größte Airline macht im festgefahrenen Tarifkonflikt einen Schritt auf die Flugbegleitergewerkschaft Ufo zu. Die Lufthansa teilte mit, sie biete der Gewerkschaft an, "auch ohne verbindliche Friedenspflicht bei den Tochter-Fluggesellschaften Eurowings, Germanwings und CityLine den umfassenden Schlichtungsprozess zu beginnen".

So solle der Einstieg in eine große Schlichtung mit Ufo ermöglicht werden. "Lufthansa setzt weiter alles daran, eine "große" Schlichtung mit Ufo für die Kernmarke zu vereinbaren, um die drängenden Probleme der Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu lösen", heißt es in der Lufthansa-Mitteilung.

Die Aktie der Lufthansa ist im frühen Handel Schlusslicht im Dax: Sie verliert rund 1,4 Prozent auf 17,01 Euro.

09:25 Uhr

Hongkong-Eklat belastet auch den Dax

Dax
Dax 13.166,58

Das Jahreshoch ist für den Dax bereits in Schlagdistanz. Doch zum heutigen Handelsbeginn deutet zunächst nichts darauf hin, dass die nicht mal 90 Punkte - im Vergleich zum Schlusskurs von gestern Abend - heute noch gegangen werden. Denn der Dax kommt müde aus den Federn und verliert 0,5 Prozent auf 13.227 Punkte. Mit Rückenwind von der Wall Street ist auch nicht zu rechnen, da die US-Börsen wegen Thanksgiving am Donnerstag geschlossen bleiben.

Immer mehr zu Belastung wird Börsianern zufolge das Thema Hongkong. Investoren befürchten, dass sich das Verhältnis zwischen den USA und China nach der Annäherung im Handelsstreit nun wieder abkühlen könnte. US-Präsident Donald Trump hat gestern ein Gesetz zur Unterstützung der pro-demokratischen Demonstranten in Hongkong unterzeichnet. Chinas Außenministerium drohte daraufhin umgehend mit nicht näher bezeichneten "harten Gegenmaßnahmen".

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:53 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,27

Die Ölpreise haben ihre Abschläge vom Vortag ausgeweitet. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,78 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 57,78 Dollar.

Schon am Vortag waren die Erdölpreise unter Druck geraten, nachdem das US-Energieministerium einen für Analysten überraschenden Anstieg der landesweiten Ölreserven gemeldet hatte. Zudem war die Rohölförderung auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Dies setzt das Ölkartell Opec zusätzlich unter Druck, seine bereits gekappte Förderung zusätzlich zu beschneiden.

Für Belastung sorgte auch, dass US-Präsident Donald Trump zwei Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong unterschrieben hat. Dies dürfte das ohnehin getrübte Verhältnis zwischen den USA und China zusätzlich belasten.

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Die Rohölförderung steigt auf einen neuen Rekordwert - schlecht für die Preise. Und fürs Klima.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

08:17 Uhr

Euro bleibt stabil

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro hat sich im frühen Handel nicht nennenswert bewegt. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1010 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Zulegen konnte dagegen das britische Pfund. Die Europäische Zentralbank hatte den Euro-Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1009 Dollar festgesetzt.

Am heutigen Donnerstag stehen in der Eurozone einige Konjunkturdaten an. Von Interesse sind vor allem Stimmungsdaten der EU-Kommission und Verbraucherpreisdaten aus Deutschland. In den USA bleibt es dagegen sehr ruhig, weil dort der Feiertag Thanksgiving begangen wird. Kursgewinne verbuchte am Morgen das britische Pfund. Auslöser war eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die für die Parlamentswahl am 12. Dezember einen deutlichen Wahlsieg der konservativen Partei prognostiziert. Die Umfrage gilt als recht zuverlässig, weil sie das Resultat der vorherigen Parlamentswahl im Jahr 2017 gut vorhergesagt hatte.

07:43 Uhr

Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 13.166,58

Am Thanksgiving-Tag dürfte dem deutschen Aktienmarkt ohne Rückenwind der Wall Street die Puste ausgehen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch hatte er im Schlepptau der US-Börsen 0,4 Prozent fester bei 13.287,07 Punkten geschlossen. Die Wall Street hatte ihre Rekordjagd fortgesetzt und bleibt am heutigen Donnerstag wegen des US-Erntedankfestes Thanksgiving geschlossen. In ihrem Konjunkturausblick hatte die US-Notenbank Fed die Aussichten für die Wirtschaft allgemein positiv beurteilt, aber auch auf Probleme am Arbeitsmarkt hingewiesen.

Für Unbehagen bei den Börsianern sorgen die zusätzlich zum Handelskonflikt zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China beim Thema Hongkong. China verwahrt sich nach der Unterzeichnung des Hongkong-Gesetzes zur Stärkung der Menschenrechte durch US-Präsident Donald Trump vehement gegen eine Einmischung.    

Schlusskurse europäischer Indizes    

  • Dax                                   13.287,07
  • Dax-Future                       13.253,00
  • Euro-Stoxx-50                   3.712,85
  • Euro-Stoxx50-Future        3.697,00
07:15 Uhr

Trump-Unterschrift drückt nur leicht auf die Stimmung

Im Spannungsfeld positiver Konjunktursignale und erneut positiver US-Vorgaben mit neuen Indexrekorden sowie weiter auf sich warten lassender konkreter Fortschritte in den US-chinesischen Verhandlungen zur Beilegung des Handelskonflikts tendieren die Börsen in Ostasien seitwärts.

Nikkei
Nikkei 23.354,40

Für einen leicht negativen Unterton sorgt aber, dass US-Präsident Donald Trump die vom Kongress beschlossenen Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong unterzeichnet hat, was dem Verhandlungserfolg eher abträglich sein dürfte. Das Außenministerium in Peking sprach von "bösartigen Intentionen" Washingtons und drohte mit "harten Gegenmaßnahmen".

Am Markt warteten die Akteure nun darauf, was als nächstes geschehe, berichten Händler. In einer ersten Reaktion sind sogenannte sichere Häfen wie das Gold und der Yen etwas gesucht. Die chinesische Währung Yuan fällt dagegen etwas zurück.

Der anziehende Yen bremst zugleich etwas die Entwicklung am japanischen Aktienmarkt. Gleichwohl gibt der Nikkei-Index lediglich um 0,1 Prozent nach auf 23.409 Punkte. In Seoul fällt das Minus im Späthandel nur minimal größer aus und auch die Aktienmärkte in Schanghai und Hongkong geben nur leicht nach um etwa 0,3 Prozent. In Sydney schloss der S&P/ASX mit einem Plus von 0,2 Prozent.

06:45 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht