Donnerstag, 28. Oktober 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

EZB inspiriert Dax kaum - VW-Aktie arg gerupft

Die geldpolitische Entscheidung, besser gesagt das Stillhalten der EZB hat keine nachhaltigen Akzente an der Frankfurter Börse gesetzt. Die Notenbank hat erwartungsgemäß ihre bisherige Geldpolitik bestätigt. Auf der anschließenden Pressekonferenz unterstrich Präsidentin Christine Lagarde die Erwartung der EZB, dass sich die hohen Inflationsraten im kommenden Jahr normalisieren würden. Auch machte die Französin klar, dass die an den Märkten eingepreiste Zinserhöhung im kommenden Jahr nicht gerechtfertigt sei. Recht optimistisch äußerte sie sich zum Wirtschaftswachstum in der Eurozone.

DAX
DAX 15.128,27

Dementsprechend gab es aus dieser Richtung auch kaum Impulse für den Dax, der 0,1 Prozent leichter mit 15.696 Punkten aus dem Handel ging. Der EuroStoxx50 gewann dagegen 0,2 Prozent auf 4229 Zähler.

Neben der EZB-Sitzung standen US-Wachstumszahlen zum dritten Quartal im Blick. Das Wachstum ist mit zwei Prozent deutlich unter der Erwartung von 2,8 Prozent geblieben bei zugleich hohen Inflationszahlen. Die Commerzbank geht davon aus, dass die US-Notenbank trotz des schwächeren US-Wachstums im dritten Quartal in der kommenden Woche das Tapering ihrer Anleihekäufe beschließen wird. Für das vierte Quartal zeichne sich wieder ein höheres Wachstum ab.

Bei den Einzelwerten ging es heute der VW-Aktie schlecht, sie verlor 4,5 Prozent. Die Wolfsburger haben im dritten Quartal wegen einer deutlich geringeren Produktion infolge der Halbleiterkrise einen Gewinneinbruch verzeichnet. Daneben dürfte die Aktie unter Gewinnmitnahmen leiden. Diese war im Vorfeld stark gestiegen wegen Spekulationen über einen Börsengang der Porsche AG. Hierzu gab es keine neuen Erkenntnisse. Porsche Holding verloren 2,7 Prozent.

Airbus gewannen dagegen 1,9 Prozent. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hob die Jahresprognose für den bereinigten operativen Gewinn und den freien Cashflow vor Fusionen und Akquisitionen sowie Kundenfinanzierungen an.

Beiersdorf verloren am letzten Tag ihres MDax-Daseins satte 4,7 Prozent. Dabei hat das Geschäft der Hamburger nach dem Dämpfer von 2020 wieder angezogen - und liegt mittlerweile auf Vorkrisenniveau. Beiersdorf nimmt ab morgen den Platz der Deutsche Wohnen (minus 5,4 Prozent) im Dax ein. Deutsche Wohnen wird im Zuge der Übernahme durch Vonovia (plus 0,5 Prozent) den Leitindex verlassen.  

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17:10 Uhr

Mittelstand drängt Ampel-Parteien zur Rohstoffoffensive

Angesichts vermehrter Lieferengpässe dringt der deutsche Mittelstand auf eine Rohstoffoffensive der kommenden Bundesregierung, notfalls im Alleingang. "Der Mittelstand erwartet, dass die Rohstoffsicherung Teil eines Koalitionsvertrages wird", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Jerger betonte zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP in Berlin: "Praktisch alle Branchen im Mittelstand leiden unter dem sich verschärfenden Rohstoffmangel und Lieferengpässen." Er forderte, die Politik dürfe nicht länger tatenlos zusehen, "wenn fast 80 Prozent der Produktionsunternehmen über akute Engpässe bei der Beschaffung von Vorprodukten klagen".

16:54 Uhr

Anlegen in China - macht das noch Sinn?

Anleger konnten sich in den letzten Jahren gute Hoffnungen machen, in China ordentliche Gewinne zu erzielen. Auch die Erholung nach der Coronakrise ist dort zunächst gut gelungen. Doch an der Börse ist nichts ohne Risiko. Und so mancher Anleger hat das in den letzten Wochen immer wieder zu spüren bekommen. So sorgten der hoch verschuldete Immobilienriese Evergrande sowie die massiven Eingriffe der chinesischen Regierung in die Wirtschaft für spürbare Unruhe. Welche Strategien sich für Anleger anbieten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Thomas Meyer zu Drewer von Lyxor.

16:21 Uhr

Wall Street wieder auf Rekordkurs - Firmenbilanzen helfen

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(Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Sprudelnde Firmengewinne locken Anleger an die Wall Street zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um rund ein halbes Prozent. "Es gibt zwar einige Sorgen um das Wachstum", sagte Analyst Edward Moya vom Brokerhaus Oanda. Die Abkühlung der Konjunktur sei aber lediglich eine Folge der raschen Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. Die Pandemie spiele aber eine immer geringere Rolle. "Es gibt Wetten auf eine starke Konjunkturerholung im vierten Quartal."

Unterdessen stiegen die Aktien von Ford um fast elf Prozent auf ein Sieben-Jahres-Hoch von 17,20 Dollar. Der Nettogewinn des Autobauers brach zwar wegen Chipmangels um ein Viertel ein. Er liege aber doppelt so hoch wie von Analysten erwartet, gab Analyst David Whiston vom Research-Haus Morningstar zu bedenken. Außerdem habe das Unternehmen in seinem Südamerika-Geschäft erstmals seit 2013 einen operativen Quartalsgewinn erzielt.

Auch Mastercard habe einen Quartalsgewinn über Markterwartungen bekanntgegeben, schrieb Analyst George Mihalos vom Vermögensverwalter Cowen. Außerdem habe sich das Wachstum der wichtigsten Kennziffern im Oktober noch einmal beschleunigt. Die Titel des Kreditkarten-Anbieters stiegen um 4,4 Prozent.

16:08 Uhr

"Das mit den Zinsen war früher einmal"

Am 29. Oktober ist der Weltspartag - Grund für ntv-Börsenreporter Frank Meyer, mal auf die aktuellen Spar-Trends zu schauen. Denn das Sparen durch Deponieren auf einem Konto hat ausgedient. Immer mehr Menschen entdecken Wertanlagen für sich - ein Trend, den auch die anhaltende Inflation anheizt.

15:56 Uhr

Lagarde äußert sich zum Termin für PEPP-Ende

Die EZB will ihr Pandemiekaufprogramm (PEPP) nach Aussage ihrer Präsidentin Christine Lagarde offenbar tatsächlich im März beenden. Das sagte die Französin auf der Pressekonferenz nach der Ratssitzung. Ob die EZB das Volumen von 1,85 Billionen Euro dabei voll ausnutzen werde, könne sie nicht sagen. Das werde von der Entwicklung der Finanzierungsbedingungen abhängen.

Zuvor hatte Lagarde die Einschätzung des EZB-Rats wiedergegeben, dass die Finanzierungsbedingungen vor allem für Unternehmen und Haushalte weiterhin günstig seien.

15:34 Uhr

Deutsche fürchten hohe Inflation - deshalb DSGV-Appell an EZB

Eine Frau holt Eurobanknoten aus einer kleinen Geldkassette. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration)

Die steigende Inflation ist einer Umfrage zufolge die größte Sorge der Menschen in Deutschland bei der Vermögensbildung. 73 Prozent der Menschen sähen die Inflationsentwicklung kritisch, ergab eine Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zum Weltspartag. Bei den über 60-Jährigen seien es 85 Prozent, in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen 61 Prozent, teilte der Verband mit. Befragt wurden im Oktober 1000 Menschen in Deutschland.

DSGV-Präsident Helmut Schleweis sprach von einer gefährlichen Entwicklung, die "nicht als vorübergehender Effekt nach der Corona-Krise verharmlost werden" sollte. Er forderte, dass die EZB im Dezember die Weichen für einen Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik stellen müsse.

15:14 Uhr

Vorsicht Stagflation! US-BIP-Daten klar unter Erwartungen

Die BIP-Zahlen aus den USA für das dritte Quartal unterstreichen die derzeitigen Stagflationsrisiken. Das Wachstum ist mit zwei Prozent deutlich unter der Erwartung von 2,8 Prozent geblieben bei zugleich hohen Inflationszahlen.

Die Börsen reagieren indes nicht auf die Zahlen. Zum einen haben sich die Märkte in der Zwischenzeit an eine sich verlangsamende Wirtschaft gewöhnt. Zum anderen setzen die Börsen weiterhin auf die Narrative der Zentralbanken, dass sich die hohe Inflation letztlich als vorübergehend erweisen wird. In diesem Sinne hat sich auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz nach der geldpolitischen Entscheidung der EZB geäußert.

Der Dax, der sich seit Handelsbeginn im Minus befindet, verlor am Nachmittag 0,5 Prozent auf 15.633 Punkte.

15:05 Uhr

Rheinmetall muss sparen - Aktie verliert kräftig

Rheinmetall
Rheinmetall 214,00

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall will die Folgen des Halbleitermangels teilweise mit Einsparungen ausgleichen. Für 2021 kalkuliert das Düsseldorfer Unternehmen nur noch mit einem Umsatzwachstum um die sechs Prozent, statt mit sieben bis neun Prozent, wie aus einer Mitteilung des MDax-Unternehmens hervorgeht. Experten hatten im Schnitt ohnehin nur noch einen Anstieg am unteren Ende der Spanne erwartet.

Ein Grund ist, dass viele Autobauer als wichtige Rheinmetall-Kunden wegen fehlender Chips die Produktion drosseln. Als operativer Gewinn sollen vom Umsatz dennoch bis zu zehn Prozent hängenbleiben. Erreicht werde das mittels des "Kostenmanagements sowie dank weiterer Einsparungen im Zuge der Restrukturierung".

Die Rheinmetall-Aktie verbilligte sich am Nachmittag um vier Prozent.

14:47 Uhr

Chipkrise lässt Samsung Rekordgewinn einfahren

Samsung Electronics
Samsung Electronics 63.300,00

Südkoreas Technologieriese Samsung blickt nach einem Rekordbetriebsgewinn angesichts der weltweiten Lieferengpässe vorsichtig in die Zukunft. Es sei zu erwarten, dass der Mangel an Komponenten bei einigen Kunden auch die Chipnachfrage zum Jahresende beeinträchtige, teilte der Konzern mit, dessen größte Sparte das Chipgeschäft ist. Samsung rechnet damit, dass das Problem spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2022 behoben ist.

Zunächst einmal trumpften die Südkoreaner im abgelaufenen Quartal mit einem Plus beim Betriebsgewinn von 28 Prozent auf bisher nie erreichte 15,8 Billionen Won (umgerechnet 11,66 Milliarden Euro) auf. Das Chipgeschäft trug dazu rund zwei Drittel bei. In der Sparte sprang das Betriebsergebnis - vor allem dank der gestiegenen Speicherchippreise - sogar um 82 Prozent in die Höhe.

Samsung ist nicht nur der weltgrößte Speicherchipanbieter sondern auch Smartphone-Primus. Der Betriebsgewinn in der Handysparte gab fast ein Viertel auf 2,48 Milliarden Euro nach.

14:27 Uhr

Experte erklärt Untätigkeit von Lagarde & Co.

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(Foto: REUTERS)

Unter den großen Notenbanken ist die EZB die größte Zinsbremserin. Das BIP-Wachstum im Euroraum wird nach Einschätzung von Otmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank, im letzten Quartal des Jahres 2021 möglicherweise sogar negativ ausfallen. Unter diesen Umständen fiel es der obersten Währungshüterin Christine Lagarde leicht, den Kurs des braven Abwartens beizubehalten, ohne auch nur einen neuen Akzent zu setzen oder anzudeuten.

Die EZB habe alle wichtigen Fragen, allem voran die Entscheidung über die Zukunft der Anleiheankäufe, auf ihre Dezember-Sitzung gelegt. Und das, obwohl die Inflationserwartungen in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen sind. Andererseits sind die Stimmungsindikatoren mindestens genauso stark nach unten gegangen. Und das spiele den EZB-Tauben in die Hände, die eine eher lockere, konjunkturstimulierende Geldpolitik vorzögen, auch wenn diese die Preise treibe.

14:15 Uhr

Preisauftrieb beschleunigt sich in Deutschland

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild)

Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober weiter beschleunigt und den höchsten Stand seit 28 Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Eine Teuerungsrate von 4,5 Prozent hatte die Wiesbadener Behörde zuletzt im Oktober 1993 gemessen. Im September hatte die Inflation mit 4,1 Prozent bereits die Vier-Prozent-Marke überschritten. Gegenüber dem Vormonat September kletterten die Verbraucherpreise im Oktober um 0,5 Prozent.

Besonders tief in die Tasche greifen mussten die Menschen in Deutschland im Oktober den vorläufigen Daten zufolge für Energie, die sich innerhalb eines Jahres um 18,6 Prozent verteuerte. Steigende Energiepreise heizen die Inflation seit geraumer Zeit an. Zudem schlägt die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung inzwischen voll durch. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teurer. Hinzu kommen Materialmangel und Lieferengpässe sowie die Einführung der CO2-Abgabe.

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14:03 Uhr

EZB verändert nichts - trotz hoher Inflation

Die Europäische Zentralbank (EZB) ändert ihre lockere Geldpolitik trotz der hohen Inflation vorerst nicht. Der Rat der EZB ließ in seiner Sitzung die Leitzinsen und das Corona-Notprogramm unverändert, wie die Zentralbank mitteilte. Der zentrale Leitzins bleibt somit vorerst bei historisch niedrigen null Prozent.

Auch den Einlagenzins für Banken belässt die EZB bei minus 0,5 Prozent. Bei kurzfristigen Kapitalspritzen und sogenannten Übernachtkrediten werden wie bisher 0,25 Prozent Zinsen fällig. Ebenso bleibt das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) zum Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von 1,85 Billionen Euro vorerst unverändert.

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13:47 Uhr

Mordaschow stockt bei TUI-Kapitalerhöhung auf

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Alexej Mordaschow

(Foto: dpa)

Der russische Investor Alexej Mordaschow hält nach der milliardenschweren Kapitalerhöhung von TUI 33 Prozent der Anteile an dem deutsch-britischen Reisekonzern. Mordaschows Familie habe nicht nur ihre Bezugsrechte für gut 350 Millionen Euro voll ausgeübt, sondern wie angekündigt auch einen Teil der neuen Aktien gekauft, bei denen andere Aktionäre nicht zugreifen wollten, teilte TUI mit. Damit erhöhe sich Mordaschows Beteiligung auf 33 von 32 Prozent.

Der Unternehmer hatte bereits bei der Rettung des schwer von der Corona-Krise gebeutelten Konzern finanziell mitgeholfen und seine Beteiligung von zuvor 24,9 auf 32 Prozent erhöht. Um kein Übernahmeangebot für den gesamten Konzern abgeben zu müssen, hatte er dafür die Erlaubnis der Finanzaufsicht Bafin gebraucht.

13:35 Uhr

Caterpillar verdient mehr als erwartet

Der Baumaschinenhersteller Caterpillar hat im dritten Quartal von einer anziehenden Nachfrage profitiert. Der Umsatz legte um ein Viertel zu, den Gewinn konnte der US-Konzern mehr als verdoppeln und damit stärker als erwartet.

Der Nettogewinn legte auf 1,43 Milliarden Dollar zu von 671 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,66 Dollar. Analysten hatten mit 2,20 Dollar gerechnet. Der Umsatz kletterte auf 12,4 von 9,9 Milliarden Dollar. Hier hatten die Analysten mit 12,6 Milliarden Dollar allerdings auf etwas mehr gehofft.

13:13 Uhr

Wall Street schaut auf US-BIP, EZB und Konzernzahlen

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(Foto: AP)

Nachdem die Wall Street am Mittwoch eine Pause von der jüngsten Rekordjagd eingelegt hat, sieht es heute nach einem behaupteten Handelsbeginn aus. Impulse in die eine oder andere Richtung könnten vor allem von Konjunkturdaten und der weiter laufenden Berichtssaison kommen. Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich vor Handelsbeginn zunächst auf die geldpolitische Entscheidung der EZB richten. Impulsgeber dürften aber vor allem die mit Spannung erwarteten Daten zum US-BIP für das dritte Quartal sein.

Zudem reist der Strom an Geschäftszahlen nicht ab. Noch vor der Startglocke legen unter anderem Caterpillar, Merck & Co, Mastercard und Intercontinental Exchange ihre Quartalszahlen vor. Erst nach Handelsschluss kommen die Zahlen der Schwergewichte Amazon und Apple, sowie von Starbucks.

12:51 Uhr

Euroraum-Wirtschaftsstimmung wider Erwarten besser

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Oktober wider Erwarten aufgehellt. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg auf 118,6 Punkte von 117,8 im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Indexrückgang auf 116,6 Zähler gerechnet. Der für die gesamte Europäische Union berechnete Indikator erhöhte sich auf 117,6 Punkte von 116,6 im Vormonat.

In der EU wurde der Anstieg der Wirtschaftsstimmung durch die Verbesserung des Vertrauens im Dienstleistungssektor, im Baugewerbe und - in geringerem Maße - im Einzelhandel getragen. In der Industrie blieb das Vertrauen praktisch unverändert, während es sich bei den Verbrauchern abschwächte.

Unter den größten EU-Volkswirtschaften verbesserte sich die Stimmung in Spanien (plus 2,5), Frankreich (plus 2,1), Italien (plus 1,8), Polen (plus 1,5) und den Niederlanden (plus 1,4), während sie sich in Deutschland (minus 0,5) leicht verschlechterte.

12:37 Uhr

Linde hebt Gewinnprognose erneut an

Gute Zahlen bei Linde: Der weltgrößte Industriegasekonzern legt die Latte zum dritten Mal in diesem Jahr höher. Der scheidende Vorstandschef Steve Angel stellte ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis von 10,52 bis 10,62 US-Dollar je Aktie in Aussicht. Das entspricht 5,4 bis 5,5 Milliarden Dollar und wäre 28 bis 29 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Bisher hatte das Dax-Unternehmen mit 10,10 bis 10,30 Dollar je Aktie gerechnet.

Im dritten Quartal lag der bereinigte operative Gewinn mit 1,81 Milliarden Dollar um 19 Prozent über Vorjahr. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Die Linde-Aktie verbilligte sich am frühen Nachmittag bei ungünstigem Umfeld um 1,6 Prozent.

Linde plc
Linde plc 303,00

12:18 Uhr

Dax bleibt vor EZB-Entscheid in Deckung

Vor geldpolitischen Signalen der EZB haben sich die Anleger an der Frankfurter Börse merklich zurückgehalten. Die Notenbank steht wegen der hohen Inflation Die hohe Inflation setzt die Notenbank unter Druck. Präsidentin Christine Lagarde dürfte versuchen, die zuletzt gestiegenen Inflationserwartungen zu dämpfen.

Der Dax notierte am Mittag 0,4 Prozent tiefer bei 15.683 Punkten. MDax und TecDax gaben um je 0,7 Prozent nach. Der EuroStoxx50 lag dagegen kaum verändert bei 4225 Stellen.

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11:38 Uhr

Opel-Mutter schlägt sich mit "schlimmer als gedachtem" Problem rum

Stellantis
Stellantis 14,39

Der Opel-Mutterkonzern Stellantis leidet wie viele Konkurrenten weiter unter dem Mangel an verfügbaren Halbleitern. Wegen fehlenden Chip-Nachschubs wurden im dritten Quartal etwa 30 Prozent weniger Autos gebaut als ursprünglich geplant, wie das Unternehmen mitteilte. Von Juli bis September liefen demnach lediglich 600.000 Autos vom Band. Der Chip-Mangel sei schlimmer als noch im August gedacht, räumte Stellantis ein. Derzeit stabilisiere sich die Versorgungslage aber.

Bereits in der ersten Jahreshälfte hatte der Konzern, zu dem unter anderem die Marken Jeep, Chrysler, Fiat und Peugeot gehören, rund 700.000 Autos weniger produziert als geplant. Unter anderem im Opel-Werk Eisenach, aber auch in Fabriken in Frankreich, Spanien und der Türkei wurde die Produktion vorübergehend ganz eingestellt.

11:28 Uhr

"Angry Birds"-Entwickler schafft Höhenflug

Der finnische Handyspiele-Entwickler Rovio Entertainment hat dank hohem Interesse an seinen Spielen wie "Angry Birds Friends" einen Gewinnanstieg verzeichnet. Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 14,3 Millionen Euro.

Der Umsatz der Spielesparte stieg im Zeitraum von Juli bis September um 6,9 Prozent auf 68,6 Millionen Euro. Das Unternehmen will weiterhin mittels Investitionen und Akquisitionen auf dem Markt für mobile Spiele wachsen.

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(Foto: ASSOCIATED PRESS)

11:05 Uhr

Nokia steigert Ergebnis unerwartet klar

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia kommt bei seiner Neuausrichtung weiter voran. Im dritten Quartal kletterte der Betriebsgewinn - auch dank Einsparungen - um rund 30 Prozent auf 633 Millionen Euro, wie Nokia mitteilt. Das lag deutlich über den Erwartungen von Analysten, die lediglich mit 486 Millionen Euro gerechnet hatten. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 5,4 Milliarden Euro zu. Konzern-Chef Pekka Lundmark hat Nokias Geschäfte gestrafft, dem Unternehmen eine neue Organisationsstruktur verpasst und den Abbau von bis zu 10.000 der rund 90.000 Stellen auf den Weg gebracht. Dadurch will er die Kosten in den Griff bekommen sowie wieder stärker in Forschung und Entwicklung investieren.

10:46 Uhr

Ölpreis-Turbulenzen bringen Shell ins Trudeln

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(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell ist wegen der Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand in den Monaten Juli bis September ein Verlust von 447 Millionen US-Dollar in den Büchern, wie das Unternehmen mitteilte.

Grund dafür war eine Abschreibung von 5,2 Milliarden Dollar auf die Bewertung von Terminkontrakten für Rohstoffe, die das Unternehmen zur Absicherung von Schwankungen auf den Märkten abgeschlossen hatte. Zudem belasteten im vergangenen Quartal die Folgen des Hurrikans "Ida", der zu Ausfällen bei der Förderung führte.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn ging deshalb im Quartalsvergleich trotz höherer Ölpreise um rund ein Viertel auf 4,1 Milliarden Dollar zurück. Das kommt für Analysten überraschend - diese hatten mit einem Gewinn auf dem Niveau des zweiten Quartals gerechnet.

Shell plc.
Shell plc. 26,98

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10:17 Uhr

VW-Chef kündigt weiteren Jobabbau in Wolfsburg an

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Herbert Diess

(Foto: picture alliance/dpa)

Volkswagen will in seinem Stammwerk in Wolfsburg weitere Stellen streichen. Es werde "etwas Personalabbau" geben, sagte Konzernchef Herbert Diess bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

In einigen Bereichen würden durch die Umstellung auf den Bau von Elektroautos deutlich weniger Arbeitskräfte benötigt. Die Höhe des Personalabbaus bezifferte er nicht. Ein neues Sparprogramm sei nicht geplant.

10:00 Uhr

Deutsche Arbeitslosenzahl sinkt überraschend deutlich

Ein Schild steht vor einem Standort der Agentur für Arbeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild)

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat sich im Oktober deutlicher als erwartet verringert. Nach Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 39.000, nachdem sie im Vormonat um revidiert 31.000 (vorläufig: 30.000) zurückgegangen war. Volkswirte hatten ein Minus von nur 20.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote sank wie erwartet auf 5,4 (September: 5,5) Prozent.

Ohne Berücksichtigung von Saisoneffekten verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 88.000 auf 2,377 Millionen. Sie lag damit um 383.000 niedriger als vor Jahresfrist. Die unbereinigte Arbeitslosenquote ging auf 5,2 (5,4) Prozent zurück. Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im Oktober bei 3,138 Millionen Personen. Das waren 397.000 weniger als vor einem Jahr.

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09:53 Uhr

Spaniens Inflationsrate hoch - EZB zunehmend unter Druck

Der Inflationsdruck in Spanien hat im Oktober stark zugenommen. Nach Angaben der Statistikbehörde INE stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) mit einer Jahresrate von 5,5 Prozent. Im September hatte der Wert nur vier Prozent betragen. Experten hatten für diesen Monat mit einem Anstieg auf 4,5 Prozent gerechnet. In der nationalen Berechnung stiegen die Verbraucherpreise ebenfalls um 5,5 Prozent nach 4,0 Prozent im Vormonat. Inflationszahlen für Deutschland gibt es am Nachmittag.

Die hohe Inflation setzt die EZB zunehmend unter Druck. Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde dürfte heute versuchen, die zuletzt gestiegenen Inflationserwartungen zu dämpfen. Eine hohe Inflation spricht tendenziell für eine geldpolitische Straffung, was die Aktienmärkte belasten würde. Bei der Sitzung des höchsten Entscheidungsgremiums der Zentralbank werden aber keine neuen geldpolitischen Weichenstellungen erwartet.

09:37 Uhr

Ölpreise lassen Mehrjahreshochs hinter sich

Die Ölpreise entfernen sich damit von ihren unlängst markierten mehrjährigen Höchstständen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 83,66 US-Dollar. Das sind 49 Cent weniger als zur Wochenmitte. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 26 Cent auf 81,78 Dollar.

Neue Lagerdaten aus den USA belasteten. Die Vorräte sind in der vergangenen Woche laut US-Energieministerium spürbar gestiegen. Hinzu kommt die Aussicht auf neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. In diese Richtung deuten jüngste Äußerungen aus Iran. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnte die Lockerung US-amerikanischer Sanktionen folgen, die unter anderem den Ölexport Irans betreffen.

Für fallende Ölpreise sorgte auch die Ansage aus Russland, bald mehr Erdgas nach Europa liefern zu wollen. Hintergrund ist die derzeitige Knappheit an Erdgas, die nicht nur die Gaspreise, sondern auch die Erdölpreise nach oben getrieben hat. Rohöl kann in Grenzen als Ersatz für Erdgas genutzt werden.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 84,45
Rohöl WTI
Rohöl WTI 78,55

 

09:17 Uhr

Dax mit rotem Start - Airbus hui, VW pfui

Der deutsche Aktienmarkt ist mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 15.685 Punkte. Der MDax gab um 0,6 Prozent auf 34.893 Stellen und der TecDax um 1,2 Prozent auf 3802 Zähler nach. Der EuroStoxx50 verringerte sich dagegen nur um 0,1 Prozent auf 4222 Punkte.

Im Dax setzten sich Airbus nach Zahlen mit plus drei Prozent an die Spitze. Das Indexende zierten VW mit minus 3,2 Prozent. Die Wolfsburger mussten einen Gewinneinbruch vermelden. Auch Beiersdorf vermeldete kurz vor Wiedereintritt in den Dax Quartalszahlen - die Aktie der Hamburger verlor 1,2 Prozent.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 126,94

Airbus
Airbus 28,20

09:01 Uhr

Putin lässt europäische Gasspeicher befüllen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Befüllung europäischer Gasspeicher angeordnet. Voraussetzung sei, dass zunächst Russlands eigene Speicher aufgefüllt würden, sagt Putin dem Chef des staatlichen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller. Danach sollten die Level in den Gasspeichern in Österreich und Deutschland erhöht werden. Putin erklärte, dies dürfte die Lage auf den europäischen Energiemärkten entspannen. Bei einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung erklärte Miller, die heimischen Speicher dürften bis zum 8. November vollständig gefüllt sein.

Die Gaspreise waren zuletzt wegen niedriger Lagerbestände und einer wachsenden Nachfrage nach der Pandemie-Krise stark gestiegen. Russland steht angesichts dieser Entwicklung als Großexporteur allgemein im Fokus, aber auch rund um die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland richtet sich der Blick nach Moskau. Putin hatte vor knapp einer Woche erklärt, Russland stehe bereit, die Lieferung von Erdgas nach Europa nach einer Zertifizierung der Pipeline durch Deutschland zu erhöhen.

08:55 Uhr

Beiersdorf meldet sich mit kräftigen Zuwächsen im Dax zurück

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(Foto: picture alliance / Daniel Kalker)

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat dank einer starken Nachfrage der Industrie nach Klebstoffen wie auch der Kauflust der Konsumenten bei Hautpflegeprodukten kräftig zugelegt. Der Hersteller von Tesa und Nivea verbuchte in den ersten neun Monaten organisch ein Umsatzplus von zwölf Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Damit übertrafen die Hamburger, die nach einer halbjährigen Abstinenz ab Freitag wieder Teil der Dax-Familie sind, das Vorkrisenniveau.

Die Umsätze der Klebstoffsparte Tesa schnellte um 19,4 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro nach oben. Im Bereich Consumer legten die Erlöse um 10,4 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zu. Für 2021 kündigte der Vorstand ein Umsatzplus zwischen acht und zehn Prozent an und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) auf Vorjahresniveau.

08:41 Uhr

Ausblicke von Tech-Firmen vergraulen Anleger in Asien

Nikkei
Nikkei 27.327,11

An den asiatischen Börsen haben Tech-Firmen die Stimmung mit gesenkten Prognosen getrübt. In Tokio sank der Nikkei um 0,9 Prozent auf 28.845 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix fiel um 0,7 Prozent. Die Börse in Shanghai verlor rund ein Prozent.

Der Roboterhersteller Fanuc vergraulte die Anleger mit nach unten revidierten Jahreszielen. Die Aktien brachen um 8,6 Prozent ein. Computerhersteller Fujitsu enttäuschte ebenso mit seinen Prognosen, die Papiere verloren ebenfalls mehr als acht Prozent.

Auch die Zahlen des Technologiekonzerns Hitachi kamen nicht gut an. Die Aktien der vor allem für die unter Lieferengpässen leidende Autoindustrie tätigen Firma gaben 1,5 Prozent nach. In der kommenden Woche stehen die Bilanzzahlen des Autobauers Toyota an, die Investoren mit Argusaugen betrachten werden.

In China gerieten erneut Unternehmen der Kohleindustrie unter die Räder. Der Branchenindex verlor rund acht Prozent. Die Regierung hat verschiedene Maßnahmen für die Industrie im Visier, um die explodierenden Kohlepreise zu drücken.

08:28 Uhr

Britische Autoproduktion sackt auf 40-Jahrestief

Die britische Autobranche hat im September so wenige Fahrzeuge produziert wie seit fast 40 Jahren in dem Monat nicht mehr. Insgesamt wurden 67 169 Autos hergestellt, wie der Branchenverband SMMT mitteilt. Das war der schlechteste Septemberwert seit 1982. Mit einem Minus von 41,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat war es der dritte Monatsrückgang in Folge.

Es handle sich um einen besorgniserregenden Trend, betonte der Verband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT). Probleme bereitete demnach weiterhin die weltweite Knappheit an Halbleitern. Hingegen legte die Produktion von Autos mit alternativen Antrieben deutlich zu - bei fast einem Drittel aller Fahrzeuge handelt es sich demnach um batteriebetriebenen Wagen, ein Plug-in-Hybrid oder einen Hybrid.

08:13 Uhr

Zu viele Probleme: VW-Gewinn bricht ein

Der Gewinn von Volkswagen ist wegen der Chip-Misere stärker gesunken als erwartet. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen fiel im vom Mangel an elektronischen Bauteilen besonders betroffenen dritten Quartal um zwölf Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet. Wegen der Versorgungsengpässe und Lieferausfällen bei Halbleitern muss der Konzern auch Abstriche bei den Auslieferungen machen: Diese würden im laufenden nur noch auf dem Niveau des Vorjahres liegen, teilt Volkswagen mit. Bisher waren die Auslieferungen spürbar über dem Vorjahresniveau erwartet worden.

Die nach dem Rekordgewinn zur Jahresmitte angehobene Gewinnprognose für 2021 bekräftigten die Wolfsburger dennoch. Demnach erwartet der Konzern sowohl vor als auch nach Sondereinflüssen eine Rendite zwischen sechs und 7,5 Prozent und einen Konzernumsatz deutlich über dem Vorjahr.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 126,94

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08:02 Uhr

Airbus hebt Gewinnprognose erneut an

Airbus kommt noch schneller aus der Corona-Krise als gedacht. Das französisch-deutsche Unternehmen hob seine Gewinnerwartungen zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten an und erwartet nun für 2021 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von rund 4,5 Milliarden Euro, 500 Millionen mehr als bisher. Nach den ersten neun Monaten steht bereits ein operativer Gewinn von knapp 3,4 Milliarden Euro zu Buche; vor einem Jahr lag Airbus noch mit 125 Millionen Euro in den roten Zahlen. Unter dem Strich steht ein Nettogewinn von 2,6 (Vorjahreszeitraum: minus 2,7) Milliarden Euro.

Der Umsatz stieg von Januar bis September um 17 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro, im Kerngeschäft mit Verkehrsflugzeugen sogar um 21 Prozent. In den ersten neun Monaten hat Airbus 424 (Vorjahr: 341) Maschinen ausgeliefert, bis zum Jahresende sollen es wie geplant 600 werden. Die Zahl der neu bestellten Flugzeuge ging aber - bereinigt um Stornierungen - auf 133 von 300 zurück. Airbus bekräftigte seine Pläne, die Produktion der Kurzstrecken-Baureihe A320 auf 65 Maschinen pro Monat auszubauen. Nun ist allerdings von Sommer 2023 die Rede. Bisher hatte Airbus von 64 Flugzeugen bis zum zweiten Quartal 2023 gesprochen. Das Vorhaben ist bei Zulieferern umstritten.

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07:51 Uhr

Dax-Anleger warten auf EZB

Wegen der bevorstehenden geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute kaum verändert starten. Am Mittwoch hatte er 0,3 Prozent im Minus bei 15.705,81 Punkten geschlossen. Von der EZB seien keine eindeutigen Aussagen zu ihrem Kurs bei den Anleihekäufen im nächsten Jahr zu erwarten, sagte Robert Greil, Chef-Anlagestratege des Bankhauses Merck Finck. "Diese Oktober-Ratssitzung bildet viel mehr die Brücke zur weit wichtigeren Sitzung am 16. Dezember, bei der die Märkte dann mit mehr Klarheit rechnen können."

Daneben stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Terminplan. Dazu zählen unter anderem die Barometer für die Stimmung der europäischen Verbraucher und Unternehmen. In den USA werden Zahlen um Wirtschaftswachstum im dritten Quartal veröffentlicht. Experten erwarten eine Verlangsamung der auf das Gesamtjahr hochgerechneten Rate auf 2,7 Prozent von 6,7 Prozent im Vorquartal. Zusätzlich hält eine neue Flut von Firmenbilanzen Investoren auf Trab. Unter anderem öffnen die Autobauer Volkswagen und Stellantis, der "Nivea"-Anbieter Beiersdorf, die britische Lloyds Bank und nach US-Börsenschluss der Online-Händler Amazon ihre Bücher.

07:37 Uhr

Hier lassen es Anleger nachbörslich krachen

Align Technology schnellen auf Nasdaq.com nachbörslich über acht Prozent nach oben. Der Hersteller von digitalen 3D-Scannern und Kunststoffprodukten hatte Umsätze und Gewinne über den Analystenschätzungen berichtet. Zudem will Align eigene Aktien zurückkaufen.

07:25 Uhr

Apple-Rivale glänzt mit höchstem Quartalsgewinn seit drei Jahren

Der südkoreanische Tech-Gigant Samsung Electronics verzeichnet im dritten Quartal den höchsten Gewinn seit drei Jahren. Der Betriebsgewinn stieg von Juli bis September um 28 Prozent auf 15,8 Billionen Won – etwa 13,48 Milliarden Dollar -, verglichen mit 12,35 Billionen Won ein Jahr zuvor, teilt der weltweit führende Hersteller von Speicherchips und Mobiltelefonen mit. Das Ergebnis sei auf die steigenden Preise für Speicherchips und der regen Nachfrage nach Displays zurückzuführen, die die gestiegenen Kosten für die Produktion von Unterhaltungselektronik abgefedert haben.

Damit konnte Samsung seinen Nettogewinn um 31 Prozent auf 12,3 Billionen Won steigern. Beim Umsatz meldete der Konzern einen Anstieg von zehn Prozent auf einen Rekordwert von 74 Billionen Won.

Samsung Electronics
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07:17 Uhr

VW-Konkurrent hat ein Gewinnproblem

Ford hat im dritten Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen, schlug sich aber besser als von Experten erwartet. Unter dem Strich brach der Gewinn um ein Viertel auf 1,8 Milliarden Dollar ein, wie der zweitgrößte US-Autobauer mitteilt. Zuvor hatte Lokalrivale General Motors wegen der Chipkrise einen Gewinneinbruch um fast die Hälfte gemeldet. Auch der Umsatz deutet darauf hin, dass es Ford besser gelingt, das Geschäft trotz des weltweiten Mangels an Halbleitern voranzutreiben: Ford wies Erlöse von 35,7 Milliarden Dollar aus, GM von 26,8 Milliarden Dollar. Ford kündigte eine Dividendenzahlung im vierten Quartal von zehn Cent je Anteilsschein an.

Die Chipknappheit hat Autobauer und Zulieferer im abgelaufenen Quartal weltweit schwer getroffen. Sie mussten in den vergangenen Monaten Produktionsbänder anhalten und Mitarbeiter vorübergehend nach Hause schicken. Selbst der nach Absatz weltgrößte Autobauer Toyota, der wegen einer anderen Bevorratung lange ungeschoren blieb, musste seine Produktionsziele zuletzt herunterschrauben. Die Branche setzt darauf, dass sich die Chipversorgung im nächsten Jahr stabilisieren wird und sie einen Teil der ausgefallenen Produktion aufholen kann. Einige Manager, darunter Daimler-Chef Ola Källenius, halten es jedoch für möglich, dass sich die Auswirkungen der Lieferengpässe bis ins Jahr 2023 hinziehen werden.

Ford
Ford 12,28

07:01 Uhr

Bank of Japan senkt Inflationsprognose

Die Bank of Japan (BoJ) bleibt in ihrer Entscheidung vom Donnerstag hinsichtlich ihrer Geldpolitik ihrer ultralockeren Linie treu. Sie beließ ihr kurzfristiges Zinsziel bei minus 0,1 Prozent und die Zielrendite für zehnjährige Staatsanleihen bei null Prozent. "Japans Wirtschaft befindet sich nach wie vor in einer schwierigen Lage, erholt sich aber tendenziell", schreibt die BoJ in ihrem vierteljährlichen Bericht über die Wirtschafts- und Preisaussichten. "Exporte und Produktion schwächen sich aufgrund von Lieferengpässen ab, nehmen aber tendenziell weiter zu."

Das neunköpfige Gremium senkte ihre diesjährige Inflationsprognose. Die Inflation werde mindestens zwei weitere Jahre unter ihrem Zwei-Prozent-Ziel bleiben, schrieb die BOJ. Der zunehmende weltweite Inflationsdruck veranlasst immer mehr Zentralbanken dazu, eine Rücknahme ihrer massiven Konjunkturmaßnahmen zu erwägen. Die BOJ versucht hingegen bereits seit Jahren, mit Wertpapierkäufen die eigene Konjunktur anzukurbeln und für mehr Inflation zu sorgen. Eine Spirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen hatte das Land lange Zeit gelähmt.

06:54 Uhr

Dollar gibt zum Yen nach

Im asiatischen Devisenhandel büßt der Dollar 0,2 Prozent auf 113,61 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,3976 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9181 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1607 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0656 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,3741 Dollar.

06:42 Uhr

Lieferengpässe bremsen Asien-Börsen ein

Die asiatischen Börsen rutschen zunächst ab. Die Berichte der Unternehmen in der Bilanzsaison riefen den Anlegern die weltweiten Lieferengässe wieder ins Gedächtnis. "Der Markt geht davon aus, dass die Auswirkungen der Chip-Knappheit bis Ende des Jahres abklingen werden. Wenn das Problem jedoch auch im nächsten Jahr bestehen bleibt, werden die Anleger sicherlich weniger zuversichtlich sein, was die Aussichten angeht", sagte Masayuki Murata, General Manager für ausgewogene Portfolioinvestitionen bei Sumitomo Life Insurance.

Der Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 28.826 Punkten. Der Topix sinkt 0,7 Prozent und notiert bei 2000 Zählern. Die Shanghai Composite verliert ein Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gibt 0,3 Prozent ab.

Nikkei
Nikkei 27.327,11

06:23 Uhr

Apple und Amazon: Das wird heute für den Dax wichtig

Den deutlichen Gewinnen am Dienstag hat der Dax zur Wochenmitte leichte Verluste folgen lassen. Der deutsche Börsenleitindex kämpfte im Verlauf um die Marke von 15.700 Punkten und verabschiedete sich letzten Endes 0,3 Prozent schwächer mit einem Stand von 15.703 Zählern in den Feierabend. Das Hauptaugenmerk der Anleger lag auf der Berichtssaison - und die hat es auch heute gewaltig in sich.

Geschäftsberichte und Ergebniszahlen satt: So geben mit Airbus, Volkswagen und Linde gleich drei Werte aus dem Dax40 ihre Zahlen bekannt. Aber auch zahlreiche Nebenwerte veröffentlichen ihre Quartalsberichte. Zu den namhaftesten zählen etwa das MDax-Schwergewicht Beiersdorf sowie Wacker Chemie, Traton, Kuka, Nemetschek, Vossloh, Drägerwerk und Hochtief.

Die Berichtssaison gewinnt auch außerhalb Deutschlands mächtig an Fahrt. Auf der Agenda stehen so Zahlen von Shell und Total, die beiden Konzerne dürften von den zuletzt stark gestiegenen Öl- und Gaspreisen profitiert haben. Daneben legen Sanofi, Anheuser-Busch Inbev, Nokia, STMicroelectronics, Capgemini, Unicredit, Lloyds und Stellantis ihre Berichte vor. LG Electronics und Sony kommen aus Asien dazu. Und aus den USA öffnen am Mittag Caterpillar, Merck & Co sowie Mastercard ihre Bücher, ehe es nach US-Börsenschluss die Schwergewichte Amazon und Apple vermutlich noch einmal krachen lassen.

Impulse können aber auch von der Konjunkturseite kommen. Frische Daten zur Inflation stehen in Deutschland an. Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sowie BIP-Daten kommen am Nachmittag aus den USA. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält ihre Ratssitzung ab und erläutert am Nachmittag ihre vielleicht getroffenen Entscheidungen - Stichwort: Tapering und Zinspolitik.

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