Freitag, 06. März 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Dax beugt sich der Bärenherrschaft - wieder Hunderte Punkte weg

Torgau: Braunbär Benno. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

(Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

An den europäischen Aktienmärkten ist es zum Wochenausklang erneut deutlich nach unten gegangen. Die Sorgen vor einer globalen Rezession und die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus drückten weiter auf die Stimmung. Selbst ein deutlich besser als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht wirkte sich nicht positiv auf das Handelsgeschehen aus. In Frankfurt gab der Dax um 3,4 Prozent auf 11.542 Punkte nach - sein Tagestief lag bei 11.447 Punkten. Der Leitindex verlor damit in den vergangenen zwei Wochen insgesamt 2057 Punkte. Der MDax sank um 3,6 Prozent auf 24.751 Zähler, der TecDax um 3,0 Prozent auf 2825 Stellen. Der EuroStoxx50 rauschte um 3,9 Prozent auf 3236 Punkte nach unten.

Die in den vergangenen Tagen arg geprügelte Lufthansa-Aktie erlebte heute eine Art Wiederauferstehung - sie war mit nur minus 0,2 Prozent ein Lichtblick im roten Kursmeer. Die Anleger honorierten den Beschluss des Konzerns, wegen des heftigen Nachfrageeinbruchs infolge der Corona-Epidemie seinen Flugplan noch weiter zusammenzustreichen. In den nächsten Wochen soll die Kapazität um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Im Dax verzeichneten nur Continental einen Zugewinn: plus 1,4 Prozent.

17:05 Uhr

Gespräche bei Opec+ ergebnislos - Ölpreise stürzen ab

Ohne Spesen nichts gewesen? Die Gespräche der Opec+ sind in Wien ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Russland hat Insidern zufolge die angedachten Produktionskürzungen der Ölförderländer blockiert. Die Regierung in Moskau trage die Vorschläge des Ölkartells Opec nicht mit, hieß es. Die Opec-Staaten wollten zusätzliche Förderkürzungen von 1,5 Millionen Fässern pro Tag, um den Preis des Rohstoffs zu stabilisieren. Russland ist nicht Teil der Opec, aber einer der wichtigsten Ölländer.

Die Ölpreise stürzten daraufhin regelrecht ab. Brent und WTI verbilligten sich um je 7,1 Prozent auf 46,49 beziehungsweise 42,79 US-Dollar.

16:39 Uhr

Nichtfliegen ist für Lufthansa günstiger - Aktienkurs steigt

Die Lufthansa passt wegen der Corona-Epidemie ihre Kapazitäten um bis zu 50 Prozent an und auch Kurzarbeit ist im Gespräch. Der Kurs der Aktie sprang sogar zeitweise ins Plus.

ntv-Börsenexperte Frank Meyer stellt sich - wie mit Sicherheit auch die Lufthansa-Chefetage - die Frage: Was ist billiger? Das Fliegen oder das Nichtfliegen? Das Nichtfliegen ist wohl erst einmal kostengünstiger. Und wenn der Staat einen Teil des Kurzarbeitergeldes übernehmen sollte, nimmt das bei wegbrechenden Umsätzen erst einmal etwas Druck aus dem Kosten-Kessel.

Lufthansa
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16:27 Uhr

Allianz-Chef macht Abstriche beim Gehalt

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Oliver Bäte

(Foto: picture alliance / dpa)

Allianz-Chef Oliver Bäte hat sich im vergangenen Jahr mit einer deutlich niedrigeren Vergütung begnügen müssen. Dem Geschäftsbericht zufolge flossen 2019 nur noch 5,95 Millionen Euro auf sein Konto. Ein Jahr zuvor waren es noch 10,33 Millionen Euro.

Der Rückgang kommt aber nicht unerwartet: 2018 waren die Dreijahres-Boni fällig geworden, allein auf Bäte entfielen damals 4,83 Millionen Euro. Mit knapp 6 Millionen Euro dürfte Bäte im Mittelfeld der Vorstandschefs im Dax liegen, die Top-Verdiener bei den Konzernen im Leitindex bekommen mehr als 10 Millionen Euro.

16:00 Uhr

Virus schickt Rendite von Bundesanleihen auf Rekordtief

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(Foto: imago/Schöning)

Aus Angst vor einer weltweiten Rezession durch die Coronavirus-Epidemie stecken immer mehr Anleger ihr Geld in die als sicher geltenden Bundesanleihen. Dadurch fiel die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Rekordtief von minus 0,745 Prozent.

Eine Rendite unter null Prozent bedeutet, dass Investoren dafür bezahlen, dem Bund Geld zu leihen. Sie nehmen dies in Kauf, weil sie in anderen Anlageklassen wie Aktien noch größere Verluste befürchten.

15:49 Uhr

Lufthansa plant wegen Corona-Krise Kurzarbeit

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(Foto: imago images/rheinmainfoto)

Die Lufthansa zieht wegen des Coronavirus eine weitere Reißleine: Der Dax-Konzern will Mitarbeiter in Zwangsurlaub schicken. Darüber spreche man derzeit mit der Bundesagentur für Arbeit, sagte eine Sprecherin. Die größte deutsche Fluggesellschaft hat wegen der durch die Virus-Epidemie einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7100 Flüge gestrichen. Das entspricht rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen.

Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines will der "Kronen Zeitung" zufolge ihre Mitarbeiter wegen der Auswirkungen des Coronavirus kürzer arbeiten lassen. Die Aktie der Lufthansa gehört wegen der Epidemie zu den größten Verlierern im Dax.

Lufthansa
Lufthansa 8,56

15:39 Uhr

Wall Street tief im Minus - Dax orientiert sich nach unten

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(Foto: picture alliance/dpa)

Tiefroter Handelsstart an der New Yorker Wall Street: Der Dow Jones verlor 3,1 Prozent auf 25.308 Punkte. Mit dem S&P-500 ging es um 2,9 Prozent auf 2940 Stellen runter. Die in den Vereinigten Staaten gut ausgefallenen Arbeitsmarktdaten für Februar werden ausgeblendet. Bestimmend auf dem Parkett ist die Coronavirus-Krise.

Im Gefolge dessen sackten auch die deutschen Aktienindizes ab. Der Dax notierte 3,9 Prozent tiefer bei 11.486 Punkte, nachdem er sich zuvor längere Zeit oberhalb der 11.500-Punkte-Marke bewegt hatte. Der EuroStoxx50 fiel ebenfalls um 3,9 Prozent auf 3231 Stellen ab.

Die Flucht in sichere Häfen drückte die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe auf ein Rekordtief von 0,695 Prozent. Das setzte vor allem zinsabhängige Werte wie den Bankensektor unter Druck. Bank of America, Citigroup und JP Morgan verloren bis zu 7,4 Prozent. Auch die unter der schwindenden Reisenachfrage leidenden Fluggesellschaften American Airlines und United fielen je um mehr als sechs Prozent. Fallende Ölpreise machten Energiekonzernen wie Schlumberger zu schaffen, die 4,8 Prozent abgaben.

15:15 Uhr

Trump wird sich freuen: Defizit in US-Handelsbilanz gesunken

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Na, das ist doch im Sinne von Donald Trump: Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Januar stärker als erwartet zurückgegangen. Allerdings lag das an der Reduzierung der  Warenflüsse als Folge des von China ausgehenden Coronavirus. Das Defizit betrug nach vorläufigen Berechnungen 45,34 Milliarden Dollar nach revidiert 48,61 (vorläufig: 48,88) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 46,00 Milliarden Dollar gerechnet.

Der US-Präsident hatte bei seinem Amtsantritt geschworen, das Defizit in der Handelsbilanz radikal zu senken und hatte deshalb mehrere Handelskonflikte angezettelt.

14:57 Uhr

US-Arbeitsmarkt zeigt große Stärke

Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Februar sehr robust gezeigt: Das Jobwachstum übertraf die Erwartungen deutlich. Auch die Zahlen aus den beiden Vormonaten wurden kräftig nach oben revidiert. Damit lieferte der Arbeitsmarkt ein Zeichen der Stärke in einer Zeit, in der das neue Coronavirus in den USA noch keine große Verbreitung gefunden hat.

Laut US-Arbeitsministerium entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 273.000 zusätzliche Stellen. Volkswirte hatten lediglich einen Zuwachs um 175.000 Jobs erwartet. Die separat erhobene Arbeitslosenquote sank im Februar auf 3,5 von 3,6 Prozent.

14:43 Uhr

Finnair investiert kräftig in CO2-Reduzierung

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(Foto: imago/Aviation-Stock)

Hier einmal eine Meldung ohne Corona-Hintergrund: Die finnische Fluglinie Finnair Oyj will nämlich auch umweltfreundlicher werden. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen über fünf Jahre bis zu 4,6 Milliarden Euro investiert werden, um die Effizienz der Flotte zu erhöhen und ihren CO2-Fußabdruck zu verbessern.

Den weiteren Angaben zufolge sollen bis 2025 bis zu 4 Milliarden Euro aufgewendet werden, um die Flotte zu erneuern und auszubauen, wodurch die CO2-Emissionen in Europa um bis zu 15 Prozent reduziert werden sollen. Zudem sollen 60 Millionen Euro investiert werden, um eine Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen, mit dem Ziel, die Emissionen zu halbieren. Der Konzern beabsichtigt bis Ende 2025 die Emissionen um 50 Prozent zu reduzieren und bis 2045 CO2-Neutralität zu erreichen.  

14:17 Uhr

Riesiges Wochenminus bei Aktien von Deutscher Bank und Coba

In Frankfurt nichts Neues: Der deutsche Aktienmarkt hat sich auf deutlich niedrigerem Niveau stabilisiert. Spannend wird es noch einmal in gut einer Stunde mit dem Handelsstart in den USA. Der Dax fiel um 3,6 Prozent auf 11.510 Punkte. Der MDax stürzte um 4,1 Prozent auf 24.632 Zähler ab. Der TecDax verringerte sich um 3,7 Prozent auf 2803 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,6 Prozent auf 3241 Stellen abwärts.

Wie ntv-Börsenexperte Frank Meyer berichtete, setzte sich der Ausverkauf bei den Bankwerten fort. Die Sorge vor faulen Krediten aufgrund einer möglichen Rezession durch die Corona-Krise schickte sämtliche europäische Finanztitel auf Talfahrt. Der europäische Bankenindex verlor allein in dieser Woche 12 Prozent. Schlimmer noch erwischte es die Aktie der Deutschen Bank, deren Wert in dieser Woche 17 Prozent eingebüßt hat. Das Commerzbank-Papier ist sogar um fast ein Fünftel auf ein Allzeittief gestürzt.

13:53 Uhr

Analyst: Anlegersorgen wegen Corona-Krise sind berechtigt

An den Börsen rauschen die Kurse in die Tiefe. Der Grund: Anleger fürchten, dass der Coronavirus die Wirtschaft infiziert. Ist die Angst nachvollziehbar? Darüber spricht ntv-Börsenexpertin Sabrina Marggraf mit David Kohl, Chefvolkswirt von Julius Bär Deutschland.

13:27 Uhr

Fondsmanager sieht gewisse Panikzeichen am US-Rentenmarkt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Anzeichen einer "gewissen Panik" im Absacken der Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen unter die Ein-Prozent-Marke, sieht Paul Brain, Fondsmanager des BNY Mellon Global Dynamic Bond Fund und Leiter Fixed Income bei Newton. Diese Kursbewegung sei außergewöhnlich und habe die Märkte alarmiert. Der anhaltende wirtschaftliche Schock werde weitere Maßnahmen der Zentralbanken auslösen, allerdings nicht nur in Form von Zinssenkungen.

  • Die Risikoaktiva wie Aktien und Unternehmensanleihen hätten sich bislang sogar noch relativ gut gehalten - "jedenfalls besser als die niedrigen Renditen der US-Treasuries vermuten lassen", unterstreicht Brain: "Vielleicht erleben wir jetzt aber eine Kapitulation in diesen Segmenten, weshalb die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie US-Treasuries steigt".
13:08 Uhr

Was kann die Zentralbank gegen das Coronavirus ausrichten?

Die Märkte gleichen zurzeit einer Achterbahn. Erst runter, dann sprunghaft nach oben, dann wieder runter. Aber ist das einzig die Folge der Corona-Angst oder steckt noch mehr dahinter? Friedhelm Tilgen spricht mit Metin Simsek von der UBS über mögliche Szenarien, die Rolle der Zentralbanken und passende Strategien für Anleger.

12:41 Uhr

Rote Vorzeichen in New York - S&P-Future dick im Minus

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(Foto: dpa)

Die Talfahrt an der Wall Street dürfte sich auch zum Wochenausklang nahezu ungebremst fortsetzen. Sorgen vor einer globalen Rezession und die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus drücken auf das Sentiment. Vor dem Wochenende dürften zudem weitere Positionen abgebaut werden. Im Gegenzug bleiben sichere Häfen wie Yen, Gold und vor allem Anleihen gesucht.

Die Zweifel, ob geldpolitische Maßnahmen der richtige Weg sind, um die negativen Auswirkungen des Coronavirus sinnvoll zu bekämpfen, sind deutlich gewachsen. Hier wird eher auf fiskalpolitische Maßnahmen gesetzt. Im Blick steht nun die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche. Aktuell geht es für den Future auf den S&P-500 um 2,8 Prozent abwärts.

Vor diesem Hintergrund dürfte der sonst mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht deutlicher weniger Einfluss als sonst haben. Volkswirte rechnen für Februar mit einem Stellenaufbau von 175.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft, nachdem es im Januar ein Plus von 225.000 gegeben hatte. Die Arbeitslosenquote soll von 3,6 auf 3,5 Prozent sinken. Auf größeres Interesse würden erst Daten stoßen, die die Auswirkungen des Coronavirus widerspiegelten, heißt es von einem Beobachter.

12:21 Uhr

Drohendes Njet aus Moskau zu Förderbremse drückt Ölpreise

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(Foto: dpa)

Die schwindende Aussicht auf eine Verschärfung der Förderbremse löst einen Kursrutsch am Energiemarkt aus. Insidern zufolge lehnt Russland die von der Opec vorgeschlagene zusätzliche Drosselung der Öl-Fördermengen ab.

Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Ölsorte Brent fiel am Mittag um 3,6 Prozent auf 48,20 US-Dollar. Ein Fass der US-Leichtölsorte WTI verbilligte sich um 3,3 Prozent auf 44,53 Dollar.

12:07 Uhr

Anleger weichen aus - selektive Käufe in Nebenwerten

Von ersten selektiven Käufen berichten Händler in Nebenwerten. "Vor allem die Unternehmen mit ausreichend guten Quartalszahlen und Ausblick werden gekauft, wenn sie vorher genug verloren haben", sagt ein Börsianer. Institutionelle Anleger würden in kleinen Stücken einsteigen und stünden bereit, bei noch weiter fallenden Kursen zuzugreifen.

Zumindest ein Boden scheine damit für diese Aktien in der Nähe zu sein. Zu beobachten sei dies bei Drägerwerk, Hugo Boss, ProsiebenSat.1 und Telefonica Deutschland.

11:39 Uhr

Bankenwerte unterirdisch - Coba-Aktie erneut auf Rekordtief

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(Foto: dpa)

Das Coronavirus hat bei den Bankenwerten eine große Schneise geschlagen. Der Sektor-Index der europäischen Banken büßte innerhalb von zwei Wochen 23 Prozent an Wert ein. Er notierte auf dem niedrigsten Stand seit der Lehman-Krise im Herbst 2008.

Im MDax rauschten Commerzbank um 7,4 Prozent runter auf ein Allzeittief von 4,29 Euro. Im Dax verloren Deutsche Bank 5,4 Prozent auf 6,66 Euro.

11:30 Uhr

EssilorLuxottica trotzt Coronavirus

Das Coronavirus ist auch für die Brillenbranche Thema: Der französisch-italienische Konzern EssilorLuxottica rechnet allerdings in diesem Jahr trotz Beeinträchtigungen im China-Geschäft durch den Coronavirus mit einem anhaltenden Gewinnwachstum.

  • "Die Werke in China arbeiten derzeit mit leicht reduzierter Kapazität, (...) während die Werke in Italien und an allen anderen Standorten derzeit unter voller Auslastung laufen", teilte das Unternehmen mit.

Der Hersteller von "Ray Ban"-Brillen rechnet mit einem Umsatzanstieg von drei bis fünf Prozent. Im vergangenen Jahr kletterte der  bereinigte Nettogewinn des Unternehmens, das 2018 aus der Fusion des französischen Linsenherstellers Essilor und des italienischen Brillenkonzerns Luxottica hervorgegangen ist, um 4,8 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro und übertraf damit die Zielvorgaben.

11:19 Uhr

Dax stürzt auf unter 11.500 Punkte ab

Massive Verkaufswelle kurz vor Mittag in Frankfurt: Der Dax rauschte um 4,0 Prozent auf 11.455 Punkte runter. "Die Nerven bei den Anlegern liegen blank", sagt ein Börsianer. Der EuroStoxx50 verlor 3,5 Prozent auf 3243 Zähler. Gleichzeitig flüchteten Anleger in "sichere Häfen" wie Staatsanleihen.

Laut ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf sind die Finanzmärkte weiter im Krisenmodus und die negative Sicht auf die Virus-Folgen hat sich durchgesetzt. Zinssenkungen der Notenbanken würden nur begrenzt helfen. Diese verschlechterten zudem zusätzlich die Situation der Banken.

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10:46 Uhr

Virus-Sorgen drücken Euro-Inflationsbarometer auf Rekordtief

Die rasche Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie schürt die Angst vor einer weltweiten Rezession und Spekulationen auf eine anhaltend niedrige Inflation. Dadurch fiel das Euro-Inflationsbarometer, der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward, auf ein Rekordtief von 1,0402 Prozent.

Dies bedeutet, Investoren sehen die Inflation - beginnend in fünf Jahren - über einen Zeitraum von fünf Jahren bei eben diesem Prozentwert und damit deutlich unter der EZB-Zielmarke von knapp 2 Prozent.

10:18 Uhr

Dax fällt und fällt - Luftfahrtwerte leiden massiv

Mit sehr schwachen Kursen warteten Europas Börsen am Vormittag auf. Der neuerliche Kurseinbruch an Wall Street führte Marktteilnehmern vor Augen, dass der Höhepunkt der Corona-Krise - und vor allem seine Folgen für die Wirtschaft - noch lange die Märkte beschäftigen wird. Derweil wird an den Aktienmärkten eine weitere US-Zinssenkung auf der  regulären Fed-Sitzung Mitte März fest eingepreist.

Der Dax verlor 2,3 Prozent auf 11.667 Punkte. Kurz zuvor hatte der Leitindex sogar bei 11.609 Punkte gelegen. Der EuroStoxx50 notierte 2,2 Prozent tiefer bei 3291 Stellen. Der japanische Yen brach in der Nacht als Krisenbarometer zum US-Dollar nach oben aus. An den Anleihemärkten stehen die Renditen weiter unter Abgabedruck. Die besser als erwartet ausgefallenen deutschen Auftragseingänge wurden ignoriert.

Einer der Hauptleidtragenden der Krise ist der Luftfahrt- und Touristiksektor. Lufthansa gaben 4,2 Prozent nach, an der Pariser Börse verloren Air France-KLM 3,7 Prozent. MTU büßten 3,7 Prozent ein, während es für Airbus um 4,8 Prozent nach unten ging. Der Flugzeugbauer hat im Februar keine Neubestellungen erhalten.

09:56 Uhr

Europas Touristikindex erlebt Einbruch

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(Foto: imago/robertharding)

Die Corona-Krise versetzt den Luftfahrt- und Touristikwerten einen erneuten Schlag. Der europäische Branchenindex fiel um 3,3 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 198,92 Punkten.

In London waren die Aktien von Carnival mit 2008 Pence so billig wie zuletzt vor acht Jahren, nachdem einem Kreuzfahrtschiff der Firma wegen Virus-Sorgen die Einfahrt in den Hafen von San Francisco verweigert wurde. Die Papiere von Tui fielen auf ein Rekordtief von 510,4 Pence.

09:30 Uhr

Mehr deutsche Autos in China als in der Heimat produziert

Auch den Autowerten geht in diesen Tagen schlecht. Daimler sackten um 2,1 Prozent, VW um 2,2 Prozent und BMW um 1,7 Prozent ab.

Die deutschen Autobauer haben nach Aussage der Deutschen Bank im vergangenen Jahr erstmals deutlich mehr Fahrzeuge in China als in ihrem Heimatmarkt hergestellt. Zwar sank die Pkw-Produktion deutscher Hersteller in China 2019 demnach um 0,9 Prozent auf 5,08 Millionen Einheiten, doch gab die stückzahlmäßige Fertigung in Deutschland im zweiten Jahr in Folge um etwa 9 Prozent nach und erreichte ein Niveau von nur noch 4,67 Millionen Autos.

  • "Damit rutschte die inländische Produktion erstmals seit dem Rezessionsjahr 2009 unter die Marke von 5 Millionen Stück und auf den tiefsten Wert seit 1996", schreibt Anaylst Eric Heymann in einer Studie.
09:12 Uhr

Dax startet verlustreich - unter 11.700

Die grassierende Coronavirus-Epidemie und ihre Auswirkungen auf die globale Wirtschaft sorgt weiter für stark fallende Kurse. Einmal sind auch die deutschen Aktienindizes mit einem dicken Minus in den Handel gegangen. Der Dax verlor 2,2 Prozent auf 11.687 Punkte. Damit verlor der Leitindex im Vergleich zum gestrigen Schlussstand rund 250 Punkte. Der MDax fiel um 2,0 Prozent auf 25.156 Zähler, der TecDax ebenfalls um 2,0 Prozent auf 2853 Stellen. Auch der EuroStoxx50 gab kräftig nach: minus 1,9 Prozent auf 3300 Punkte.

Alle Dax-Werte verbilligten sich. Besonders kräftig gaben Infineon und Lufthansa (minus 3,1 Prozent) nach.

Dax
Dax 9.935,84

08:50 Uhr

Ausverkauf an Asiens Börsen

Die Anleger in Fernost haben aus Furcht vor einer länger anhaltenden Wirtschaftskrise wegen des Coronavirus in Scharen dem Aktienmarkt den Rücken gekehrt. Die Ausbreitung des Virus in den USA, Europa und Großbritannien schürte Sorgen, dass der Wirtschaftsabschwung stärker ausfallen könnte als zunächst angenommen. Viele Investoren brachten ihr Geld am US-Anleihemarkt in Sicherheit.

In Tokio schloss der Nikkei 2,7 Prozent tiefer bei 20.750 Punkten. Er notiert damit auf dem niedrigsten Stand seit September 2019. Binnen Wochenfrist gab er 1,9 Prozent nach, das ist der vierte Wochenverlust in Folge. Die Börse in Hongkong verlor gut zwei Prozent, die Kurse in China gaben gut ein Prozent nach.

Nikkei
Nikkei 18.917,01

08:39 Uhr

Deutsche Industrie mit starkem Auftragsplus

Die deutsche Industrie hat im Januar trotz der Sorgen um die Ausbreitung des Coronavirus das größte Auftragsplus seit fünfeinhalb Jahren geschafft. Die Bestellungen legten um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Laut Statistischem Bundesamt ist es der stärkste Anstieg seit Juli 2014. Ökonomen hatten hingegen nur mit einem Wachstum von 1,4 Prozent gerechnet, nachdem es im Vormonat noch einen Rückgang von 2,1 Prozent gegeben hatte.

Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums dürften neben den Großaufträgen auch Nachholeffekte aufgrund der Brückentage im Dezember eine Rolle gespielt haben. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen hätten sich zuletzt fünf Monate in Folge aufgehellt, was darauf hindeute, dass die Industriekonjunktur vor ihrem Wendepunkt stehe.

08:32 Uhr

Flugzeugbranche unter Druck - Airbus im Februar ohne Orders

Airbus
Airbus 59,55

Weiter Druck auf die Aktie von Airbus erwarten Händler auch für den heutigen Tag. Der Konzern hatte vermeldet, im Februar dieses Jahres erstmals seit Januar 2019 keine Aufträge mehr erhalten zu haben.

Die Aktien der Airlines sowie der Flugzeughersteller und -zulieferer befanden sich gestern an der Wall Street im freien Fall. So brachen unter anderem Boeing um 8 Prozent und Spirit Aerosystems um rund 11 Prozent ein. Daher dürfte der gesamte Sektor mit FACC, MTU, Thales, Safran und anderen Branchenvertretern auch in Europa noch einmal unter Druck kommen. Airbus hatte am Vorabend vermeldet, im Februar dieses Jahres erstmals seit Januar 2019 keine Aufträge mehr erhalten zu haben.

08:04 Uhr

Zinsvorsprung sinkt: Eurokurs macht Satz nach oben

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro ist auf den höchsten Stand seit sieben Monaten gestiegen. In der Nacht stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1249 US-Dollar. Sie kostete damit so viel wie letztmalig im August 2019. Am Morgen notierte der Euro bei 1,1225 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1187 Dollar festgesetzt.

Der Euro profitiert momentan von dem schrumpfenden Zinsvorsprung des amerikanischen Dollar. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins in dieser Woche zwecks Eindämmung der Corona-Folgen überraschend und deutlich um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Fachleute rechnen mit weiteren Reduzierungen.

07:42 Uhr

Analysten erwarten schwachen Dax-Start

Dax
Dax 9.935,84

Zum Ende der Woche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge deutlich niedriger starten. Am Donnerstag hatte der Dax 1,5 Prozent tiefer bei 11.944,72 Punkten geschlossen.

Hauptthema bleibt auch heute das Coronavirus. Für Gesprächsstoff dürften vor allem die beginnende Ausbreitung des Erregers in den USA sowie die steigenden Fälle in Italien sorgen. Bei den deutschen Unternehmen will der Dax-Konzern Allianz seine Quartalszahlen vorlegen.

07:25 Uhr

Twitter-Chef überdenkt Afrika-Pläne

Twitter
Twitter 23,40

Twitter-Chef Jack Dorsey will vielleicht doch nicht für bis zu sechs Monate nach Afrika ziehen. Angesichts der Entwicklungen in der Welt - "insbesondere mit dem Coronavirus" - müsse er den Plan überdenken, sagt Dorsey auf einer Konferenz. Er hat im November erklärt, für drei bis sechs Monate in Afrika leben zu wollen.

Experten haben die Vorstellung kritisiert, er könne von dort aus weiter Twitter leiten. Der Hedgefonds Elliott Management will Dorsey Insidern zufolge aus dem Amt drängen.

06:41 Uhr

Thyssenkrupp zieht Marine-Großauftrag an Land

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Thyssenkrupp 4,77

Ein Konsortium um die Werftentochter von Thyssenkrupp hat in Brasilien den Zuschlag für den Bau von vier Korvetten erhalten. Die Verträge zwischen dem zuständigen brasilianischen Staatsunternehmen Emgepron und dem Konsortium Aguas Azuis seien unterzeichnet worden, teilte Thyssenkrupp mit.

Die Schiffe sollen zwischen 2025 und 2028 ausgeliefert werden. Zum Auftragswert äußerten sich die Unternehmen nicht. In brasilianischen Zeitungsberichten war von 9,1 Milliarden Real die Rede - umgerechnet 1,8 Milliarden Euro.

06:26 Uhr

Corona-Furcht drückt Asien-Börsen ins Minus

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Die Börse in Tokio hat sich zum Wochenausklang schwächer gezeigt. Experten verwiesen auf die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,9 Prozent tiefer bei 20.710 Punkten. Zwischenzeitlich markierte er den tiefsten Stand seit sechs Monaten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index sank um 3,2 Prozent und lag bei 1468 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,3 Prozent.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht