Freitag, 17. September 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax-30 ist Geschichte - am Ende dickes Minus

DAX
DAX 15.412,05

Nach einem freundlichen Start in den Tag hat am deutschen Aktienmarkt doch noch die rote Farbe Oberhand bekommen. Der Dreh ins Minus kam zur Mittagszeit, einmal mehr lieferte der Hexensabbat, also der große Verfall am Terminmarkt, den entscheidenden Impuls. Als die Optionen und die Futures auf die europäischen Indizes verfielen, kam Abgabedruck an den Markt, von dem er sich im Verlauf nicht mehr erholt.

Doch damit nicht genug: Zum großen September-Verfalltag am Terminmarkt kommt zudem der größte Umbau in der 33-jährigen Geschichte des Dax. Er bildete am Freitag letztmals die Kurse von 30 Unternehmen ab. Der ab Montag 40 Werte umfassende Leitindex dürfte eine größere Beachtung finden, weil er dann etwas über 80 Prozent des deutschen Aktienmarkts abdeckt - bisher waren es etwa 70 Prozent. Zugleich wird er mehr Branchen erfassen. Die neuen Mitglieder werden nun in den Dax genommen. Im Einzelnen sind dies: Airbus, Brenntag, Hellofresh, Porsche Holding, Puma, Qiagen, Sartorius, Siemens Healthineers, Symrise und Zalando.

Der Dax-30 ging am letzten Tag mit einem Minus von ein Prozent auf 15.490 Punkte aus dem Handel - er verlor damit auf Wochensicht 120 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte  0,9 Prozent niedriger bei 4133 Stellen.

Commerzbank
Commerzbank 10,29

Im MDax legten Commerzbank um 1,2 Prozent zu, nachdem der US-Finanzinvestor Cerberus Berichten zufolge an einer Übernahme des staatlichen Anteils an der Bank interessiert ist. Der New Yorker Investor könne sich die Übernahme der Beteiligung von 15,6 Prozent nach der Bundestagswahl gut vorstellen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit dem Thema vertraute Personen.

Ein Kursfeuerwerk zündeten die Aktien von Biotest. Der hessische Arzneimittelhersteller wird für bis zu 1,58 Milliarden Euro an den spanischen Konkurrenten Grifols verkauft. Der chinesische Mehrheitsaktionär Creat hat seine Beteiligung von knapp 90 Prozent der Stammaktien bereits für 773 Millionen Euro abgegeben. Die Titel der Biotest-Stammaktien kletterten um 24,8 Prozent auf 43,80 Euro, die Vorzugsaktien verzeichneten ein Plus von 10,4 Prozent auf 39,20 Euro. Für die Biotest-Stammaktien bietet Grifols jeweils 43 Euro. Die Vorzugsaktionäre sollen 37 Euro je Aktie bekommen.

17:25 Uhr

EZB-Vize befürchtet höhere Inflation in diesem Jahr

Die Inflation in der Eurozone könnte laut EZB-Vizechef Luis de Guindos noch höher ausfallen als derzeit prognostiziert. Dies gelte für den Fall, dass durch Lieferkettenprobleme ausgelöste Materialengpässe etwa bei Mikrochips und Halbleitern anhielten, sagte er der niederländischen Zeitung "Het Financielle Dagblad". Es seien dann auch Auswirkungen auf Energiepreise und Kosten im Verkehrswesen zu erwarten.

Die Ökonomen sagen für das laufende Jahr eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent voraus. Die Inflationsrate war im August auf 3,0 Prozent hochgeschnellt, den höchsten Wert seit rund zehn Jahren. Für 2022 hoben die EZB-Volkswirte ihre Vorhersage von 1,5 auf 1,7 Prozent an, für 2023 von 1,4 auf 1,5 Prozent.

16:53 Uhr

Turbulenzen nutzen - Was tun, wenn es holprig wird?

Achtung "Hexensabbat": Am großen Verfallstag der Optionen und Futures auf den Dax schlagen die Aktienkurse kräftiger aus. Auch in der kommenden Woche könnte es mit der Dax-Aufstockung und Bundestagswahl holpriger werden. Trader freuen sich über kräftigere Bewegungen am Markt. Sie nutzen steigende und fallende Kurse mit Optionsscheinen. Wie diese funktionieren und wie Anleger die besten Basiswerte finden, bespricht Bianca Thomas mit Marcel Langer von JP Morgan.

16:33 Uhr

Infineon stellt höhere Preise für Chips in Aussicht

Infineon
Infineon 35,82

Der Chipkonzern Infineon erhofft sich von der Inbetriebnahme seines neuen Halbleiterwerks im österreichischen Villach zusätzliche Umsätze von jährlich zwei Milliarden Euro. Das sind 200 Millionen mehr als bisher bekannt. Das komplette Hochfahren des Werks werde aber etwa vier bis fünf Jahre dauern, sagte Vorstandsmitglied Jochen Hanebeck zur Eröffnung des Werks. Ein solches Vorgehen ist in der Chipbranche nicht unüblich. Die Werkseröffnung kommt für Infineon zu einem günstigen Zeitpunkt, denn weltweit herrscht derzeit Chipmangel.

Konzernchef Reinhard Ploss rechnet mit deutlichen Preissteigerungen bei Halbleitern. Sein Unternehmen habe derzeit mit gestiegenen Kosten bei Zulieferern und einem erhöhten Investitionsbedarf zu tun, die an die Kunden weitergegeben werden müssten.

16:12 Uhr

Wall Street am Verfalltag mit leichten Abgaben

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(Foto: REUTERS)

Die Wall Street ist mit leichten Abschlägen in den letzten Tag der Woche gegangen. Kurz nach Eröffnung gab der Dow-Jones-Index 0,1 Prozent ab auf 34.717 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite sanken um 0,2 beziehungsweise 0,3 Prozent.

Auf die Stimmung schlagen weiterhin die Vorgänge in China um den wankenden Immobilienriesen Evergrande. Zwar sorge die Schlagzeile, dass China Geld ins Bankensystem pumpe, um die Ängste über die drohende Evergrande-Pleite zu mildern, für etwas Beruhigung, heißt es im Handel. Aber China könnte eine Immobilien- und Bankenkrise drohen. "Dies ist ein Makel der Märkte und die Ereignisse spitzen sich zu, aber es ist schwer zu erkennen, wie sich dies weiterentwickelt und ob es zerstörerisch wirkt", sagt Rentenstratege Chris Jeffery von Legal & General Investment Management.

15:49 Uhr

Rheinmetall erhält Versorgungsauftrag von der Bundeswehr

Rheinmetall
Rheinmetall 225,60

Neuer Auftrag für Rheinmetall: Der Rüstungskonzern wird die Bundeswehr auch bei der Unterbringung von Soldaten im Einsatz unterstützen. Rheinmetall habe von der Bundeswehr einen Auftrag für die Bereitstellung von Unterbringung im Einsatz erhalten, teilte das MDax-Unternehmen mit.

Der Vertrag habe eine Laufzeit von vier Jahren mit dreimaliger Option einer einjährigen Verlängerung. Dazu habe Rheinmetall eine eigene Gesellschaft gegründet, die künftig Ressourcen und Fähigkeiten für den Bereich Einsatzunterstützung bündeln soll, hieß es weiter.

15:33 Uhr

Bundesweite Warnstreiks bei Airbus

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Kundgebung vor dem Premium-Aerotec-Werk in Augsburg.

(Foto: dpa)

Wegen der geplanten Umstrukturierung bei Airbus Operations und Premium Aerotec sind heute in ganz Deutschland Tausende Beschäftigte in einen knapp eintägigen Warnstreik getreten. Bis zum Nachmittag hätten bereits mehr als 10.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt und sich an Kundgebungen beteiligt, wie die IG Metall mitteilte. Im Laufe des Tages und in der Nacht sollten weitere Arbeitsniederlegungen folgen.

Betroffen waren den Angaben zufolge die Standorte des Flugzeugbauers Airbus in Hamburg, Stade, Bremen und Buxtehude. Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec wiederum streikten den Angaben zufolge Beschäftigte in Augsburg, Bremen, Varel und Nordenham.

14:13 Uhr

Spanier blättern fast zwei Milliarden für Biotest hin

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(Foto: REUTERS)

Der hessische Arzneimittelhersteller Biotest wird an den spanischen Konkurrenten Grifols verkauft. Der auf Arzneimittel aus Blutplasma spezialisierte Konzern aus Barcelona lässt sich die Übernahme von Biotest bis zu 1,9 Milliarden Euro kosten.

Der chinesische Mehrheitseigentümer Creat, dem Biotest seit fast vier Jahren gehört, hat seine Beteiligung bereits für 773 Millionen Euro an die Spanier verkauft, die überdies ein Gesellschafterdarlehen über 313 Millionen Euro übernehmen, wie das börsennotierte Familienunternehmen aus Katalonien mitteilte. Die restlichen Aktionäre von Biotest erhalten ein Übernahmeangebot.

13:49 Uhr

Chinas Notenbank reagiert auf Evergrande-Desaster

Die chinesische Zentralbank hat dem Bankensystem eine Liquidität von 100 Milliarden Yuan (13,2 Milliarden Euro) zugeführt - die erste neue Finanzspritze seit mehr als sieben Monaten. Der Schritt zielte darauf ab, "die Märkte inmitten der Probleme von China Evergrande zu beruhigen", sagte Anna Stablum vom Maklerunternehmen Marex.

Der gigantische Immobilienentwickler hat Schwierigkeiten, seine Schulden in den Griff zu bekommen, was Befürchtungen aufkommen ließ, dass sein Scheitern auf weitere Märkte übergreifen könnte.

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Gebäude der chinesischen Notenbank in Peking.

(Foto: picture alliance / dpa)

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13:25 Uhr

Wall Street vor leichten Verlusten

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(Foto: REUTERS)

Wie schon am Vortag dürfte sich an der Wall Street auch heute wenig tun. Der Aktienterminmarkt deutet auf eine knapp behauptete Eröffnung des US-Kassamarkts hin. Händler verweisen auf den anstehenden großen Verfall und den im frühen Handel anstehenden Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan. Händler trauen diesem Potenzial für Kursbewegungen zu - gerade nach den zuletzt überraschend positiven Einzelhandelsumsätzen.

Auf die Stimmung schlägt weiterhin die Ausbreitung der Corona-Pandemie, vor allem aber die Vorgänge in China um den wankenden Immobilienriesen Evergrande. Diese beiden Themenkomplexe, wobei China hier gleich doppelt betroffen sei, bremsten auch zum Wochenschluss die Kauflaune unter Börsianern, heißt es im Handel.

13:01 Uhr

China setzt Bergbauaktien zu

Minenwerte zählen erneut zu den schwächsten Aktien in Europa. Der Sektor-Index ist mit 1,3 Prozent schwächste Branche. Grund ist die Ansicht einiger Marktteilnehmer, dass die Spitze des Wachstumstempos in China erreicht sei, worauf die letzten Konjunkturdaten gedeutet hatten.

Anglo American fiellen 3,5 Prozent, BHP um 1,7 Prozent und Rio Tinto um 2,8 Prozent.

12:42 Uhr

Dax dreht ins Minus

Nach einem freundlichen Start in den Tag hat der Dax seinen Gewinn wieder abgegeben und ist ins Minus gerutscht. Der Leitindex gab kurz nach Mittag 0,3 Prozent auf 15.611 Punkte nach. MDax und TecDax lagen leicht im Plus. Der EuroStoxx50 handelte 0,3 Prozent niedriger bei 4159 Stellen. Laut Händlern belastete der Verfall der Index-Futures und der Optionen auf die europäischen Indizes.

Damit nicht genug, zum großen September-Verfalltag am Terminmarkt kommt zudem der größte Umbau in der 33-jährigen Geschichte des Dax, er bildet letztmals die Kurse von 30 Unternehmen ab. Die Kombination von notwendigen Anpassungsmaßnahmen in den Portfolios von Fonds und Großanlegern und dem Großen Verfall sind weiterhin erhöhte Kurssauschläge möglich.

12:30 Uhr

"Ich ziehe meinen Hut vor den Landwirten"

Landwirtschaft ohne Hightech-Maschinen ist längst nicht mehr zeitgemäß. Der US-Landmaschinenhersteller John Deere setzt bei der Entwicklung neuer Technik verstärkt auf Nachhaltigkeit, sagt Peter Koch in der aktuellen Folge des ntv-Podcasts "So techt Deutschland". Der John-Deere-Manager sieht vor allem in der Vernetzung der Maschinen neue Möglichkeiten für die Landwirte, um effizienter und nachhaltiger zu werden.

Außerdem könne der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmittel deutlich reduziert werden. "Da sind wir bei Technologien, die es ermöglichen, nur das Unkraut zu spritzen und nicht mehr den gesamten Bestand", sagt Koch und verweist auf Kamerasysteme, die es ermöglichen, ein Unkraut von einer gesunden Pflanze zu unterscheiden. Je nach Anwendung lasse sich der Pflanzenschutzmitteleinsatz um bis zu 90 Prozent reduzieren. "Bis die Technik jedoch flächendeckend zum Einsatz kommt, ist noch etwas Weg zu gehen", schätzt Koch.

Koch ist begeistert von Leistungsfähigkeit der Landwirte: "Ich ziehe immer wieder den Hut vor den Landwirten, was die an Bandbreite und Wissen mitbringen müssen und wie sie sich über die Zeit verändern müssen." Man brauche Menschen mit einer sehr guten Ausbildung: "Das sind Hightech-Maschinen und da braucht es einen gewissen Kenntnisstand darüber, wie das zu bedienen ist", sagt Koch im Podcast.

12:08 Uhr

Berlin kauft Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen

Wichtiger Tag für Vonovia und Deutsche Wohnen: Gut eine Woche vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus kauft der rot-rot-grüne Senat von beiden Dax-Konzernen 14.700 Wohnungen - für 2,46 Milliarden Euro. Die Wohnungen gehen in die öffentliche Hand zurück.

Am Mittag notierten Vonovia 0,6 Prozent höher, Deutsche Wohnen kaum verändert. Vonovia will die Deutsche Wohnen übernehmen.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 22,76

Vonovia SE
Vonovia SE 26,61

11:55 Uhr

Inflation in Eurozone auf höchstem Stand seit 2011

Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration)

Die Inflation im Euroraum hat im August deutlich zugelegt und den höchsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise seien gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat laut einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Es ist die höchste Inflationsrate seit November 2011. Im Juli hatte die Rate noch bei 2,2 Prozent gelegen.

Besonders stark verteuerte sich im August erneut Energie, die 15,4 Prozent teurer war als ein Jahr zuvor. Preise für Industriegüter stiegen um 2,6 Prozent. Lebens- und Genussmittel kosteten zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Dienstleistungen waren 1,1 Prozent teurer. Die Kernteuerungsrate ohne Energie und Lebensmittel stieg ebenfalls deutlich. Sie erhöhte sich von 0,7 Prozent auf 1,6 Prozent. Die Kerninflation gilt vielen Ökonomen als zuverlässigere Messgröße für die Teuerung, da sie in der Regel weniger stark schwankt.

11:37 Uhr

Von wegen Flaute: Boom in Bootsbranche

Der Corona-Boom bei deutschen Bootsbauern hält auch im zweiten Pandemie-Jahr an. "Im Moment sind die Verkäufe so gut, dass es eine Weile dauert, bis man sein Wunschboot bekommt", sagt der Geschäftsführer des Deutschen Boots- und Schiffbau-Verbands, Claus-Ehlert Meyer. Die große Nachfrage ziehe sich durch fast alle Bereiche: "Was an gängigen Booten zur Verfügung steht, wird gehandelt."

Wie lange der Boom anhalte, sei schwer zu sagen, sagte Meyer. "Wir haben jetzt noch die Interboot, dann muss man mal sehen. Aber auf absehbare Zeit sieht es gut aus." Bei der Messe Interboot in Friedrichshafen am Bodensee präsentieren von Samstag bis 26. September nach Angaben der Veranstalter rund 280 Aussteller aus 13 Ländern Neuheiten und Trends zu Booten, Zubehör und Wassersport.

11:02 Uhr

Angeblich Interessent für Staatsanteil an Commerzbank

Commerzbank
Commerzbank 10,29

Der US-Finanzinvestor Cerberus liebäugelt einem Zeitungsbericht zufolge mit einer Übernahme des vom Staat gehaltenen Anteils an der Commerzbank. Der Investor könne sich den Kauf der Beteiligung von 15,6 Prozent nach der Bundestagswahl gut vorstellen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider.

Cerberus-Deutschland-Chef David Knower habe in vertraulichen Gesprächsrunden seine Bereitschaft signalisiert, einen Kauf des Staatsanteils an der Commerzbank zu prüfen, wenn die neue Bundesregierung dazu bereit sei. Der Staat hatte das Frankfurter Geldhaus in der Finanzkrise 2008 vor dem Aus gerettet. Die Beteiligung, für die der Bund einst gut fünf Milliarden Euro bezahlte, ist aktuell nur noch etwas mehr als eine Milliarde Euro wert.

Die im MDax notierte Commerzbank-Aktie verteuerte sich am späten Vormittag um 3,5 Prozent.

10:44 Uhr

EZB dementiert Bericht über Inflationsziel

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(Foto: dpa)

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist einem Bericht der "Financial Times" entgegengetreten, demzufolge die Notenbank intern damit rechnet, 2025 ihr Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Das Blatt hatte berichtet, dass EZB-Chefvolkswirt Philip Lane dies in einer "privaten Diskussion" des "längerfristigen EZB-Inflationsausblick" mit deutschen Bankvolkswirten angedeutet habe. Das würde laut FT eine erste Zinserhöhung 2023 ermöglichen.

  • "Der FT-Artikel ist nicht korrekt. Mr. Lane hat in keinem Gespräch mit Analysten gesagt, dass der Euroraum bald nach dem Ende des Projektionszeitraums der EZB eine Inflation von zwei Prozent erreichen wird", erklärte ein EZB-Sprecher. Die Schlussfolgerung der FT, dass eine Anhebung der Zinssätze bereits im Jahr 2023 erfolgen könne, stehe nicht im Einklang mit der Forward Guidance der EZB.

Die EZB prognostiziert derzeit 1,5 Prozent Inflation für den Durchschnitt des Jahres 2023. Im Dezember wird erstmals eine Prognose für 2024 veröffentlicht. Laut FT berechnet die EZB aber auch ein "mittelfristiges Referenzszenario", das allerdings nicht veröffentlicht werde.

10:23 Uhr

Lässt Chinas Regierung Evergrande fallen?

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Anleger vor dem Evergrande-Gebäude.

(Foto: REUTERS)

In China wachsen die Zweifel, dass der schwer angeschlagene chinesische Immobilienriese Evergrande auf staatliche Unterstützung zählen kann. Erstmals erschien in einem staatsnahen Medium ein Kommentar, der ein Eingreifen der Regierung als unwahrscheinlich beschrieb. Autor war Hu Xijin, Chefredakteur der Boulevardzeitung "Global Times". Seinen Worten zufolge würde ein Evergrande-Bankrott das Finanzsystem wohl nicht so zum Wanken bringen wie einst der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers.

Chinas zweitgrößter Immobilienentwickler sei nicht so bedeutsam, dass man sein Scheitern mit allen Mitteln verhindern müsse, urteilte Hu in einem Beitrag in den Sozialen Medien. Das Blatt gehört zum Imperium der regierenden Kommunistischen Partei. Die darin geäußerten Ansichten spiegeln allerdings nicht zwingend die der Regierung wider.

Auch Finanzmarktbeobachter sehen schwindende Chancen auf eine staatliche Rettungsaktion. Das zeigt auch die Entwicklung des Evergrande-Aktienkurses. Dieser büßte den fünften Tag in Folge ein und rutschte weitere 13 Prozent ab auf den niedrigsten Stand seit rund zehn Jahren.

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10:04 Uhr

Tesla will kooperieren

Der Elektroautohersteller Tesla will mit den globalen Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um Datensicherheit zu gewährleisten. "Mit dem rasanten Wachstum der autonomen Fahrtechnologien zieht die Datensicherheit von Fahrzeugen mehr öffentliche Bedenken auf sich als je zuvor", sagt Firmenchef Elon Musk in einer Videoansprache auf dem World New Energy Vehicle Congress in China. Er fügte hinzu, dass die Datensicherheit nicht nur in der Verantwortung eines einzelnen Unternehmens liege. In China sind Automobilhersteller verpflichtet, die von den Fahrzeugen erzeugten Daten lokal zu speichern und müssen eine behördliche Genehmigung einholen, wenn sie wichtige Daten ins Ausland exportieren wollen.

Tesla
Tesla 189,16

09:46 Uhr

Rally im Reisesektor - Türkei könnte von Roter Liste fliegen

Ein Strand in der Türkei. Foto: Marcel Lauck/ dpa/Symbolbild

Ein Strand in der Türkei.

(Foto: Marcel Lauck/ dpa/Symbolbild)

Weiter aufwärts ist es mit dem Reisesektor gegangen. Nach über drei Prozent am Vortag setzte er sich mit 1,3 Prozent Plus erneut an die Spitze der Kursgewinner. Hauptreiber sind die starken britischen Airlines, die von der Aussicht auf ein Zusammenstreichen der Roten Liste coronagefährdeter Reiseziele profitieren. Noch im Tagesverlauf könnte die Ankündigung erfolgen, dass die Türkei von der Liste kommt, berichtet die Londoner "Times".

IAG stiegen 3,3 Prozent, Ryanair um 1,4 Prozent. Auch die spanische Hotelkette Melia Hotels legte in Madrid um 2,2 Prozent zu und Fraport um drei Prozent, Tui um 3,5 Prozent. Ein Mehr an britischen Touristen und Flügen der Airlines dürfte auch deren Auslastung steigern, hieß es.

09:35 Uhr

Auftragsbestand der deutschen Industrie auf Rekordhoch

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(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Juli weiter gestiegen und hat ein neues Rekordniveau erreicht. Verglichen mit dem Vormonat nahm er um 2,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bereits im Juni war ein Allzeithoch markiert worden. Der Auftragsbestand ist seit Juli 2020 stetig gestiegen und hat im Juli 2021 den höchsten Stand seit Einführung der Statistik im Januar 2015 erreicht.

Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich im Juli um 2,7 Prozent und die aus dem Ausland um 2,2 Prozent. Die Auftragseingänge entwickelten sich in den letzten Monaten stärker als die Umsätze.

Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragsbestand im Juli 2021 kalender- und saisonbereinigt 19,8 Prozent höher.

09:16 Uhr

Plus in Japan - Lässt Evergrande Chinas Immosektor wanken?

Nikkei
Nikkei 27.584,35

Optimistisch gestimmte Anleger in Japan haben den Nikkei zum Wochenschluss nach oben getrieben. Die Börse kletterte um 0,6 Prozent auf 30.500 Zähler, der breiter gefasste Topix stieg um 0,5 Prozent. Die Hoffnung auf frischen Wind durch ein neues Regierungsoberhaupt, eine steigende Zahl an Corona-Impfungen und die rückläufigen Corona-Fallzahlen im Land der aufgehenden Sonne versetzten die Investoren in Kauflaune.

In China bereitete den Investoren die Krise beim wankenden Immobilienkonzern Evergrande weiter Kopfzerbrechen. Die Aktien rutschten in der Spitze um mehr als 13 Prozent ab und fielen auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren. In den vergangenen drei Monaten haben sie 75 Prozent an Wert verloren. Der Shanghai-Composite verlor 0,3 Prozent auf 3595 Zähler. Viele Anleger rechnen mit der Zahlungsunfähigkeit des zweitgrößten Immobilienentwicklers des Landes, der unter einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar ächzt. Goldman Sachs fürchtet, dass der gesamte chinesische Immobiliensektor durch die Krise ins Wanken geraten könnte. Für den Immobilien-Index ging es dennoch um 1,2 Prozent bergauf - in den vergangenen fünf Handelstagen hatte er knapp fünf Prozent verloren.

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09:09 Uhr

Die Hexen sind los - Dax startet mit ordentlichem Plus

Am "Hexensabbat"-Tag ist der deutsche Aktienmarkt stark in den Handel gestartet. Der Dax gewann in den ersten Minuten 0,8 Prozent auf 15.774 Punkte. MDax und TecDax gewannen 0,7 beziehungsweise 0,9 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte ein Prozent höher bei 4213 Zählern.

Mit dem "Hexensabbat", dem Großen September-Verfalltermin, findet einer der größten Verfalltage des Jahres an den internationalen Terminbörsen statt. Er betrifft sämtliche Aktienoptionen und Futures auf Indizes und Einzelaktien. Besonders bei Aktien, die sich sehr dicht an runden Basispreisen befinden, könnte es daher zu Gefechten um den Schlusskurs kommen. Ein Händler weist hier auf Siemens hin, die genau um 150 Euro pendeln. Die Optionen und Futures auf Indizes wie Dax und EuroStoxx50 verfallen am Mittag, die Optionen auf Einzelaktien zum Handelsschluss am Abend.

DAX
DAX 15.412,05

08:58 Uhr

EZB könnte Inflationsziel bis 2025 erreichen

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte ihr Inflationsziel von zwei Prozent bis 2025 erreichen. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane habe dies bei einem privaten Gespräch mit deutschen Volkswirten erklärt, berichtet die "Financial Times" (FT). Lane habe den Volkswirten gesagt, das mittelfristige Referenzszenario der EZB zeige, dass die Inflation kurz nach dem Ende der derzeitgen Prognoseperiode bei zwei Prozent landen sollte. Die EZB hat diese Langzeit-Prognose bislang nicht veröffentlicht. Lane dürfte deshalb wahrscheinlich mit Fragen konfrontiert werden, warum er diese bislang nicht veröffentlichte Information an Personen außerhalb der Zentralbank weitergegeben hat. Ein EZB-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern.

Die EZB hatte in der vergangenen Woche ihre Prognosen aktualisiert. Die Ökonomen sagen für dieses Jahr eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent voraus. Die Inflationsrate war im August auf 3,0 Prozent hochgeschnellt, den höchsten Wert seit rund zehn Jahren. Für 2022 hoben die Volkswirte ihre Inflationsprognose von 1,5 auf 1,7 Prozent an, für 2023 von 1,4 auf 1,5 Prozent.

08:46 Uhr

GM verlängert Produktionsstopp

Der größte Automobilhersteller der USA, General Motors (GM) will den Produktionsstopp in seinem Montagewerk in Michigan bis Mitte Oktober verlängern. Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Entscheidung aufgrund eines neuen Rückrufs seiner Chevrolet Bolt-Elektrofahrzeuge wegen Batterieproblemen und zwölf gemeldeten Bränden gefallen. Laut General Motors soll die Produktion und der Verkauf des Bolt erst dann wieder aufgenommen werden, wenn das Brandrisiko behoben ist. GM teilt außerdem mit, dass es die Produktion in sechs anderen nordamerikanischen Montagewerken wegen des anhaltenden Mangels an Halbleiterchips einschränkt. Die GM-Aktien blieben im späten Handel weitgehend unverändert.

08:27 Uhr

Ölpreise geben auf hohem Niveau leicht nach

Die Ölpreise geben zunächst etwas nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 75,53 US-Dollar. Das sind 14 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fällt in ähnlichem Ausmaß auf 72,47 Dollar. Trotz der leichten Verluste rangieren die Ölpreise in der Nähe ihrer höchsten Stände seit Anfang August.

Belastet wurden die Ölnotierungen zuletzt durch den steigenden Dollar, der Erdöl für viele Investoren verteuert und so deren Nachfrage dämpft. Rohöl wird international in Dollar gehandelt, weshalb Wechselkurseffekte häufig von großer Bedeutung sind.

Preisliche Unterstützung kommt dagegen von der Angebotsseite: Weil im Golf von Mexiko wegen der Nachwirkungen des Hurrikans Ida immer noch zahlreiche Förderplattformen brach liegen, hinkt die US-Produktion der Nachfrage hinterher. Selbst das steigende Angebot des Ölverbunds Opec+ kann den Mangel nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) derzeit nicht ausgleichen.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 78,50
Brent Rohöl
Brent Rohöl 84,95

 

08:11 Uhr

"Hexensabbat" - großer Verfalltag mit global historisch hohem Volumen

Mit kräftigen Kursbewegungen durch den Großen Verfalltag an den internationalen Terminbörsen rechnen Händler am Freitag. Ein Händler verweist auf eine Schätzung von Goldman Sachs, die mit einem fälligen Volumen von bis zu 3,4 Billionen Dollar rechnen. Davon dürften sich rund 720 Milliarden Dollar allein auf Optionen auf Einzelaktien beziehen. Dies dürfte das höchste Volumen sein, das jemals zu einem September-Termin zum Verfall anstand. Da dieser Termin zudem mit Portfolio-Rebalancing verbunden sei, könnten davon rund 55 Milliarden Dollar Aktienvolumen im S&P-500 erfasst werden.

07:52 Uhr

Evergrande-Talfahrt nimmt kein Ende

Zum Wochenausklang ist an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Vielerorts verhindern laut Teilnehmern Konjunktursorgen eine Erholung von den jüngsten Kursverlusten. Die Vorgaben aus den USA sind leicht negativ. Dort hatten es selbst überraschend starke Einzelhandelsdaten nicht geschafft, die Stimmung unter den Anlegern aufzuhellen, weil sie zugleich Inflationsspekulationen schürten.

Zur Zurückhaltung in Asien trägt bei, dass viele Börsen der Region vor einem langen Feiertagswochenende stehen. In Japan findet am Montag und Donnerstag kein Handel statt, in Schanghai bleibt die Börse am Montag und Dienstag geschlossen, in Hongkong am Mittwoch. In Südkorea ruht der Börsenhandel von Montag bis einschließlich Mittwoch.

In Schanghai gibt der Composite-Index 0,6 Prozent nach. Noch immer lasten die schwachen chinesischen Konjunkturdaten vom Mittwoch, die Zweifel am Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geweckt hatten. Dagegen macht der Hang-Seng-Index (HSI) in Hongkong nach der Verlustserie der vergangenen Tage 0,4 Prozent gut. Der Index war zuletzt vom immer restriktiveren Vorgehen der chinesischen Behörden gegen heimische Internetunternehmen belastet worden.

Dazu kommt die Sorge, der finanziell schwer angeschlagene Immobilienriese China Evergrande könnte endgültig zahlungsunfähig werden und damit einen Crash des Immobilienmarkts auslösen, aber auch die Banken in Mitleidenschaft ziehen. Am Mittwoch hatte die chinesische Regierung gewarnt, dass der Konzern fällige Kreditzinsen nicht zahlen könne. Evergrande stehen auch am Freitag unter Druck und verlieren fast 12 Prozent.

 

07:36 Uhr

Dax dürfte weiter klettern

Am Freitag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Überraschend starke US-Einzelhandelsumsätze hatten einige Anleger an den europäischen Börsen am Donnerstag in Einkaufslaune versetzt. Der Dax kletterte um 0,2 Prozent auf 15.651 Punkte. Auf die Wall Street konnte der Funke dagegen nicht überspringen. Die stärker als erwartet gestiegene Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Furcht vor einem verlangsamten Wirtschaftswachstum in China bremsten die US-Börse aus. Im Blick behalten die Investoren vor allem die Entwicklungen um den schuldenbeladenen chinesischen Immobilienkonzern Evergrande. Die Aktien des Krisenunternehmens rutschten erneut um elf Prozent ab. Insgesamt könnten die Kurse zum Wochenschluss stärker als sonst schwanken, da mit dem "Hexensabbat" der dreifache Verfallstermin an den Börsen ansteht. Zudem ist dieser Freitag der letzte Handelstag für den Dax-30. Am darauffolgenden Montag umfasst die erste deutsche Börsenliga 40 Werte.

Dax
Dax 15.412,05

07:17 Uhr

Dollar legt zum Yen zu

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 109,88 Yen und stagniert bei 6,4574 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9276 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1763 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0912 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,3786 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,07
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,93

 

07:00 Uhr

Trotz Wirtschaftssorgen: Japan-Börsen auf Stabilisierungskurs

Nach Verlusten zu Beginn Woche haben sich die asiatischen Börsen zum Wochenschluss im frühen Handel stabilisiert. Dennoch belasten die Anleger weiterhin die Sorgen um das globale Wachstum. "Wenn man nach Katalysatoren sucht, die die nächste Aufwärtsbewegung bei Aktien und Risikopapieren rechtfertigen könnten, sind sie nicht zu sehen, weil die Sorgen um das globale Wachstum die Anleger in Atem halten", sagt Kyle Rodda, Analyst bei IG Markets.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewinnt zunächst 0,5 Prozent auf 30.473 Punkte. Der Topix steigt 0,3 Prozent und lag bei 2097 Punkten.

Nikkei
Nikkei 27.584,35

06:43 Uhr

United Airlines meldet "Herden-Immunität"

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines teilt mit, dass fast 90 Prozent ihrer Mitarbeiter in den USA geimpft seien. Wie United Airlines erklärt, haben auch etwa 95 Prozent ihrer Führungskräfte in den USA eine vollständige Impfung erhalten. Anfang August kündigte sie bereits als erste US-Fluggesellschaft an, Mitarbeiter zum Impfen verpflichten zu wollen. Geschäftsführer Scott Kirby sagte gegenüber dem US-Sender CNN, dass es für Arbeitgeber effizienter sei, Impfungen vorzuschreiben, als eine riesige Infrastruktur an Flughäfen zu schaffen, um nachzuweisen, dass die Passagiere geimpft wurden.  

06:26 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der Donnerstagshandel am deutschen Aktienmarkt wurde von der Zurückhaltung der Anleger bestimmt. Die Sorgen rund um Corona, die konjunkturelle Erholung oder die chinesische Regulierung dämpften die Stimmung auf dem Parkett. Der Dax, der mit 15.667 Punkten in den Handel gestartet war, gab zunächst bis auf 15.638 Zähler nach, kletterte dann auf ein Tageshoch von 16.745 Stellen und verabschiedete sich letzten Endes mit 15.652 Punkten aus dem Handel - ein Plus von 0,2 Prozent.

Zum Wochenschluss könnte die zuletzt eher geringe Handelsspanne deutlich ausgeweitet werden. Der Grund: Der große Verfallstag für Aktienindex-Optionen und -Futures steht auf der Agenda. Unter Anlegern besser bekannt als Hexensabbat. Deutliche Kursausschläge nach oben unten könnten dadurch auf der Tagesordnung stehen. Gleichzeitig wird nach Handelsschluss der Dax30 zum Dax40 und statt 60 Werten im MDax führt dieser Index dann nur noch 50 Konzerne.

Zuvor stehen etwa am Morgen bereits der Auftragsbestand des verarbeitenden Gewerbes sowie am Vormittag die Leistungsbilanz der Eurozone auf der Konjunkturdaten-Agenda sowie die EU-Verbraucherpreise für August. Am Nachmittag könnte dann der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan noch einmal für Kursimpulse sorgen.

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