DAX macht fast 500 Punkte Wochengewinn
Zwei sehr gute Tage liegen hinter dem deutschen Aktienmarkt. Die Frankfurter Indizes konnten auch am sogenannten Brückentag ihre Gewinne ausbauen. Allerdings war auch heute der Handel dünn, viele Marktteilnehmer gönnten sich eine kleine Auszeit.
"Die Risikobereitschaft nimmt zu", sagte ein Marktteilnehmer. Jürgen Molnar von Robomarkets machte die Erholung im Wesentlichen an zwei Gründen fest: Zum einen wirke das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank nach, in dem diese eine "umsichtige" geldpolitische Straffung angekündigt habe. Daneben verwies er auf Lockerungen bei den Lockdowns in China.
Der DAX beschloss den Tag mit plus 1,6 Prozent auf 14.462 Punkte. Damit gewann der Leitindex in dieser Woche fast 500 Punkte dazu. Der EUROSTOXX50 notierte 1,7 Prozent höher bei 3805 Stellen.
Bei den Einzelwerten im DAX erholten sich Vonovia um 4,4 Prozent auf 35,57 Euro, der Titel hatte zuletzt stark unter den steigenden Renditen gelitten und sich gegenüber dem Höchstkurs vom September nahezu halbiert. Goldman Sachs hat zwar das Kursziel laut Händlern nun auf 47 Euro gesenkt, das Haus habe den Immobilientitel aber als "Conviction Buy" bestätigt.
Angeführt wurde die Liste von Sartorius, die um 5,9 Prozent stiegen. Infineon zogen um 4,6 Prozent an. Auf der Verliererseite stachen RWE und Eon mit Abschlägen von drei beziehungsweise 2,3 Prozent heraus. Henkel gaben 1,7 Prozent ab, Jefferies hat die Aktie des Chemiekonzerns auf "Halten" von "Kaufen" heruntergenommen.
Die VW-Vorzüge verzeichneten ein Plus von 0,6 Prozent. Die Softwareprobleme bei den Wolfsburgern könnten laut "Manager Magazin" mehr Zeit und Geld kosten als bislang angenommen. Eine interne Analyse der Unternehmensberatung McKinsey belegt laut dem Bericht, dass die Modellverschiebungen und Mehrkosten gravierender seien als bekannt.
Ölpreise mit starken Gewinnen auf Wochensicht
Die Ölpreise haben die starken Kursgewinne vom Donnerstag halten können. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 117,09 US-Dollar, das waren nur 21 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sackte um 87 Cent auf 113,34 Dollar ab.
Kurz vor dem Wochenende wurden die Ölpreise durch einen schwächeren Dollar nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA gestützt. Eine Kursschwäche der amerikanischen Währung macht das in Dollar gehandelte Rohöl auf dem Weltmarkt günstiger, was für eine stärkere Nachfrage sorgt. Seit Montag haben sich Rohöl aus der Nordsee und US-Öl aber jeweils mehr als vier Prozent verteuert.
Brent Rohöl
Ministerium verwehrt VW Garantien für Investitionen in China
Das Bundeswirtschaftsministerium hat Volkswagen einem Medienbericht zufolge Garantien für neue Investitionen in China verwehrt. "Aus menschenrechtlichen Gründen" habe man erstmals "vier Anträgen eines Unternehmens auf Verlängerung von Investitionsgarantien" nicht stattgegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin dem "Spiegel".
Informationen des Nachrichtenmagazins zufolge handelt es sich dabei um den VW-Konzern, der entsprechende Anträge auf Investitionsgarantien bestätigte, allerdings angab, bislang noch keine Antwort der Bundesregierung darauf erhalten zu haben. "Wir erwarten eine Entscheidung", zitiert der "Spiegel" einen VW-Sprecher. Auch eine Ablehnung sei möglich.
Bei EY stehen massive Veränderungen an
Bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) bahnt sich offenbar eine große organisatorische Änderung an. Das Unternehmen, das zu den "Big Four" der Branche gehört, erwäge die Trennung des Prüfungs- vom Beratungsgeschäft, sagten Insider. Hintergrund sei die verstärkte Regulierung wegen potenzieller Interessenkonflikte.
Mit einer Abspaltung, der größten strukturellen Veränderung unter den "Big Four" seit dem Untergang von Arthur Andersen vor rund 20 Jahren, entstünden zwei immer noch sehr große Firmen. EY erzielte 2021 weltweit einen Umsatz von 40 Milliarden US-Dollar, 13,6 Milliarden davon im Prüfungsgeschäft.
Gute Laune an der Wall Street
Die US-Börsen notieren zum Wochenausklang zunächst im Plus. Kurz vor Handelsbeginn hoben besser als erwartete US-Konjunkturdaten die Stimmung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,6 Prozent höher auf 32.829 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg ein Prozent auf 4098 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 1,6 Prozent auf 11.925 Punkte zu.
Bei den Einzelwerten bescherte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen Dell einen Kurssprung von 17,3 Prozent. Dagegen wiesen die Modefirmen American Eagle mit minus 6,3 Prozent und Gap mit minus sieben Prozent deutliche Verluste aus. In beiden Fällen trugen gekappte Jahresziele zu der Entwicklung bei.
Habeck fürchtet kurzzeitiges Ausbremsen des Tankrabatts
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat nicht ausgeschlossen, dass es mit dem Tankrabatt zu höheren Spritpreisen kommen könnte, sollte sich die Nachfrage nach Benzin sprungartig steigern. Der beschlossene Tankrabatt der Bundesregierung komme zwar "direkt" bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an, sagte der Grünen-Politiker bei ntv: "Klar ist auch eine Situation denkbar, dass jetzt alle in der letzten Woche im Mai nicht mehr tanken und dafür alle am ersten Juni zur Tankstelle fahren. Dann ist die Nachfrage noch viel größer, und das Benzin wird auf einmal ein noch kostbareres Gut, und dann haben wir den Preis gesenkt, aber in Wahrheit geht er nach oben." Dies läge dann am Marktgeschehen und würde sich "dann auch wieder beruhigen", so Habeck.
US-Bürger geben sich unerwartet kauffreudig
Trotz hoher Inflation haben sich die US-Verbraucher auch im April überraschend spendabel gezeigt. Sie steigerten ihre Ausgaben zum Vormonat um 0,9 Prozent, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Volkswirte rechneten nur mit einem Plus von 0,7 Prozent, nach einem Zuwachs im März von revidiert 1,4 Prozent.
Die persönlichen Einkommen der Amerikaner legten im April zum Vormonat um 0,4 Prozent zu. Trotz dieses Zuwachses schmälert die starke Teuerung ihre Kaufkraft.
US-Erdgas fällt am Terminmarkt mit Wechsel zu Juli-Kontrakt
In den USA hat der Erdgaspreis am Terminmarkt auf den Terminkontraktwechsel mit deutlich niedrigeren Notierungen reagiert. Erdgas zur Lieferung im Juli in den USA gab zuletzt 3,8 Prozent nach. Mit dem am Donnerstag ausgelaufenen Juni-Kontrakt liegt inzwischen die für den Gaspreis entscheidende Terminmarktposition im Juli.
Anfang dieser Woche waren die Gaspreise auf ein 14-Jahres-Hoch gestiegen. Dabei hatte die Aussicht auf eine wesentlich stärkere Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG) sowie eine erste Hitzewelle in weiten Teilen der südlichen USA zu einem plötzlichen Anstieg der Kühlungsnachfrage geführt.
Große Mercedes-Rückrufaktion in den USA
Ärger für Mercedes-Benz: Der Stuttgarter Autobauer muss bei knapp 235.000 Pkw in den USA ein Software-Problem beheben. Betroffen sind nach Unternehmensangaben bestimmte Fahrzeuge vieler Klassen, etwa CLA, GLA, GLE, GLS, A sowie C der Baujahre 2017 bis 2022. Hinzu kommen knapp 20.000 Vans und kleinere Transporter wie der Sprinter aus den Baujahren 2019 bis 2021. Das geht aus Unterlagen hervor, die am Freitag im Internet von der US-Verkehrsbehörde NHTSA veröffentlicht wurden.
Demnach könnte ein Fehler in der Sim-Karten-Software des Kommunikationsmoduls der Fahrzeuge Probleme beim Mobilfunk-Netzzugang verursachen und somit das Notrufsystem ausschalten. Das Problem soll mit einem Software-Update gelöst werden.
Große Unruhe bei VW wegen Problemen an Chinas E-Automarkt
Die Vormachtstellung westlicher Autobauer am weltweit größten Markt China kommt mit dem Umschwung zu Elektroautos immer stärker ins Wanken. Denn in dem am schnellsten wachsenden Segment E-Autos hängen chinesische Hersteller wie BYD oder Chery die am Gesamtmarkt weiterhin führenden Anbieter Volkswagen und General Motors ab.
In den ersten vier Monaten des Jahres war unter den Top-Ten-Herstellern nur eine einzige ausländische Marke - der US-Elektroautopionier Tesla auf Platz drei. Gesamtmarktführer VW und sein Joint-Venture-Partner FAW zuckelten nach der Statistik des chinesischen Automobilverbandes hinterher an 15. Stelle. In der VW-Zentrale in Wolfsburg herrscht deshalb schon länger Alarmstufe Rot.
Ungarn setzt Übergewinnsteuer um
Der ungarische Staat will mit Einführung einer Sondersteuer auf Zusatzgewinne durch vom Ukraine-Krieg verursachte Preiserhöhungen mehr als zwei Milliarden Euro einnehmen. Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Marton Nagy, sagte, die sogenannte Übergewinnsteuer ziele vor allem auf Banken und Energiekonzerne. Sie solle in diesem und im kommenden Jahr erhoben werden - ob darüber hinaus, wollte er nicht sagen.
"Wir nehmen nicht den Gewinn, sondern den Übergewinn weg", so Nagy. Die Regierung in Budapest rechnet demnach mit 300 Milliarden Forint (760 Millionen Euro) Einnahmen aus dem Banken- und Energiesektor sowie mit weiteren 200 Milliarden Euro aus den Bereichen Einzelhandel, Versicherungen, Flugreisen, Telekommunikation und Arzneimittel.
Mode-Aktie verzeichnet Absturz
Wegen enttäuschender Quartalsergebnisse und gekappter Gesamtjahresziele droht den Aktien von American Eagle der größte Tagesverlust seit zwei Jahren. Die Titel der Modefirma fallen im vorbörslichen US-Geschäft um fast 14 Prozent. Der Verlust fiel den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal mit 0,44 Dollar je Aktie rund drei Mal so hoch aus wie erwartet. Für das Gesamtjahr peilt American Eagle ein operatives Ergebnis von mehr als 314 Millionen Dollar an.
Dell-Aktienkurs geht vorbörslich durch die Decke
Ein erneutes Quartalsergebnis über Markterwartungen beschert Dell den größten Kurssprung seit zwei Jahren. Die Aktien des PC-Herstellers stiegen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 13 Prozent. Sowohl die Infrastruktur- als auch die Endkunden-Sparte hätten zu diesem beeindruckenden Ergebnis beigetragen, lobt Analyst Krish Sankar vom Vermögensverwalter Cowen.
Sparquote der Deutschen normalisiert sich
Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt einer Analyse der DZ Bank zufolge bis Jahresende voraussichtlich auf über acht Billionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Zuwachs von 2,3 Prozent, teilte das Geldinstitut mit. 2021 hatte der Anstieg noch über acht Prozent betragen.
Der vergleichsweise niedrige Geldzuwachs liege an einer geringeren Sparquote und der diesjährigen Aktienmarktkorrektur, erläuterte Studienautor Michael Stappel. 2020 hatte die Sparquote mit 16,1 Prozent des verfügbaren Einkommens einen neuen Rekord erreicht, 2021 blieb sie mit 15 Prozent weiter extrem hoch. Der langfristige Durchschnitt liegt bei zehn bis 10,5 Prozent.
Schafft ein Gründungsmitglied die Rückkehr in den DAX?
Etwas mehr als ein Jahr nach dem Abstieg aus dem DAX steht Beiersdorf vor einem Comeback in der ersten deutschen Börsenliga. Neben dem "Nivea"-Anbieter wird die Deutsche Börse nach ihrer Überprüfung der Index-Zusammensetzung am 3. Juni voraussichtlich auch den Aufstieg des Rüstungskonzerns und Autozulieferers Rheinmetall verkünden. Weichen müssen wohl der Bauindustrie-Zulieferer Heidelbergcement und der Essenslieferant Delivery Hero.
Daneben kann sich die Commerzbank Hoffnungen auf eine Rückkehr in den deutschen Leitindex machen. Kehrt das DAX-Gründungsmitglied zurück, wird es wohl den Kochbox-Versender Hellofresh ersetzen. Die Änderungen werden zum 20. Juni wirksam.
Welche Optionen bietet das Weltall für Investoren?
Private Projekte von Milliardären, Angebote für den Tourismus - der Weltraum ist präsent wie lang nicht mehr. Steht er auch für Investoren hoch im Kurs? Vermögensverwalter Jürgen Brückner erklärt, was Interessierte beachten müssen, um keinen Fehlstart hinzulegen.
Wall Street vor verlängertem Wochenende wohl robust
Leichte Gewinne werden an der Wall Street zum Start erwartet. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Tage fort, der einen Wochengewinn wahrscheinlich macht. Dies ist eine markante Umkehr, nachdem der Dow-Jones-Index eine ermüdende Verluststrecke von acht Wochen hinter sich gebracht hat, die längste seit 1932. In den USA findet heute nur ein bis 20.00 Uhr MESZ verkürzter Anleihehandel statt. Am Montag ruht das Geschäft an den US-Finanzmärkten wegen des "Memorial Day".
Ein Grund für den Optimismus in dieser Woche waren laut Händlern starke Umsatzzahlen von Einzelhandelsriesen wie Macy's oder Dollar Tree. Zudem hat der Ausverkauf bei etlichen Aktien die Bewertungen so attraktiv gemacht, dass einige Anleger zu Käufen ermutigt wurden. Dennoch wetten nur wenige darauf, dass bereits ein Boden gefunden ist, denn die geläufigen Probleme, vor allem an der Zins- und Inflationsfront, sind nicht ausgeräumt.
DAX behauptet Gewinn und liegt über 14.300
An der Frankfurter Börse haben bis zum Mittag Pluszeichen dominiert. Der DAX stieg um 0,6 Prozent auf 14.314 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte 0,8 Prozent höher bei 3770 Zählern.
An der DAX-Spitze lagen Sartorius mit plus 3,4 Prozent. Siemens Healthineers legten 2,9 Prozent zu.
Aus für Corona-Arznei - Pharma-Aktie stürzt ab
Das faktische Aus für ein experimentelles Covid-19-Medikament löst bei Relief Therapeutics einen Kurssturz aus. Die Schweizer Biotechfirma verlor an der Züricher Börse zeitweise fast die Hälfte an Wert. Zuletzt notieren die Aktien noch 32 Prozent tiefer bei 0,04 Franken.
Ein Überwachungsausschuss der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH) empfahl, die klinischen Studien mit Aviptadil von Relief-Partner NRx Pharmaceuticals mangels Aussicht auf Erfolg einzustellen.
Kosmetikhändler-Aktie startet durch
Starke Geschäftszahlen des US-Kosmetikhändlers Ulta Beauty ermuntern Anleger zum Einstieg bei europäischen Anbietern von Schönheitspflege-Produkten. Die Aktien von Beiersdorf und L'Oreal verteuerten sich um jeweils mehr als ein Prozent.
Ulta habe mit einem Gesamtjahresumsatz von 2,3 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 6,30 Dollar je Aktie die Erwartungen übertroffen, lobt Analyst Christopher Horvers von JPMorgan. Die in Frankfurt notierten Ulta-Titel stiegen um gut 13 Prozent, so stark wie zuletzt vor eineinhalb Jahren.
Toyota dampft Produktion noch stärker ein
Wegen der Lieferengpässe infolge des Lockdowns in Shanghai hat Toyota seine weltweite Produktion zum zweiten Mal in dieser Woche reduziert. Im Juni sollen mit 800.000 Fahrzeugen 50.000 weniger als zuletzt geplant vom Band laufen, teilte der weltgrößte Autokonzern mit.
Bereits am Dienstag hatten die Japaner wegen des Chipmangels ihre Fertigung für die Monate Juni bis August um 100.000 Fahrzeuge pro Monat zurückgeschraubt. Toyota hält dennoch an seinem Ziel fest, bis März 2023 weltweit etwa 9,7 Millionen Fahrzeuge zu produzieren.
Ströer-Aktie unter Druck
Ein negativer Analystenkommentar hat die Aktie von Ströer ins Minus gedrückt. Das Papier des Werbeflächen-Vermarkters fiel um drei Prozent auf 50,80 Euro. Die Experten von JPMorgan haben die Titel auf "Neutral" von "Overweight" heruntergestuft und sehen das Kursziel bei 55 Euro.
McDonald's-Aktionäre schmettern Icahns Tierschutzinitiative ab
Die Aktionäre von McDonald's haben auf ihrer Hauptversammlung mit großer Mehrheit den Versuch des US-Investors Carl Icahn abgelehnt, die Tierschutzrichtlinien des Fastfood-Konzerns zu verschärfen. Für den Antrag, zwei Posten im Verwaltungsrat mit Leuten seines Vertrauens zu besetzen, stimmte nur ein Prozent der Anteilseigner, wie McDonald's mitteilte.
Der Milliardär Icahn ist ein besonders aktiver Investor, der sich schon mit den Führungsspitzen mehrerer Unternehmen angelegt hat.
Ifo-Institut erwartet Abflauen der Inflation
Das Ifo-Institut sieht erste Zeichen für ein Abflauen der Inflation in der zweiten Jahreshälfte. Grund dafür ist, dass per Saldo weniger Firmen die Preise erhöhen wollen, wie die Münchner Wirtschaftsforscher unter Berufung auf eine Befragung mitteilten. Dieser Saldo - der Prozentsatz der Firmen, die Preise erhöhen wollen, minus der Prozentsatz, der Preise senken will, - liege mit aktuell 57,8 immer noch auf dem zweithöchsten Wert seit 2005, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
Seinen Angaben zufolge spricht die Tendenz "dafür, dass die Monatsraten der Inflation in der zweiten Jahreshälfte von über sieben Prozent auf unter sechs Prozent sinken werden". Für das Gesamtjahr rechnet er mit rund sechs Prozent.
Wagniskapitalbranche ist männlich dominiert
In der Wagniskapitalbranche ist die Gleichberechtigung überhaupt nicht durchgesetzt. Einer Studie zufolge wird sie weiterhin von Männern dominiert. Rund 85 Prozent aller Gesellschafter seien Männer, geht aus einer Erhebung der Marktforscher von IDC unter mehr als 400 Risikokapitalgesellschaften im Auftrag der Vereinigung European Women in VC hervor.
Bei Betrachtung der Gesamtinvestitionen gehe die Schere noch weiter auseinander. Hier könnten Frauen nur über neun Prozent der Gesamtsumme entscheiden und bestimmen, wie diese investiert werde. Das deute darauf hin, dass Frauen eher an kleineren Fonds beteiligt seien. Und es führe dazu, dass auch signifikant weniger in von Frauen geführte Startups investiert wird. Im vergangenen Jahr entfielen nur 1,8 Prozent der Investitionen in Europa auf von Frauen geführte Jungfirmen.
Henkel-Aktie hängt nach Herabstufung durch
Deutlich abwärts ist es für die Aktie von Henkel gegangen. Das Papier verlor 1,9 Prozent auf 61,52 Euro. Die gekürzten Gewinnziele des Konsumgüter-Herstellers setzten ein Fragezeichen hinter die Ausschüttungen an die Aktionäre, schrieb Analyst Martin Deboo von der Investmentbank Jefferies. Offenbar fehle es dem "Persil"-Anbieter an Preissetzungsmacht. Daher stufe er die Titel auf "Hold" von "Buy" herunter und kürze das Kursziel auf 69 von 75 Euro.
DAX geht fester in den Handel
Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich auch am sogenannten Brückentag erstmal von seiner besseren Seite. Der DAX stieg in den ersten Minuten um 0,5 Prozent auf 14.293 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX gewannen zwischen 0,3 und 0,5 Prozent.
Viele Teilnehmer dürften auf Grund des Brückentages dem Markt fernbleiben, so ein Händler. Die Nachrichtenlage ist zunächst sehr überschaubar.
Asiens Börsen im Aufwind - Firmenbilanzen helfen
Starke Geschäftszahlen chinesischer Technologiekonzerne ermutigen Anleger zum Einstieg in die asiatischen Aktienmärkte. Einsetzende Gewinnmitnahmen und enttäuschende Konjunkturdaten dämpften die Kauflaune allerdings. Der japanische Nikkei stieg um 0,6 Prozent auf 26.757 Punkte und die Börse Shanghai um 0,2 Prozent auf 3130 Zähler.
Bei den Aktien von Alibaba griffen Investoren beherzt zu, obwohl der Online-Händler das geringste Wachstum seit dem Börsengang 2014 bekanntgegeben und wegen der Pandemie-Lage auf einen Ausblick verzichtet hatte. Alibaba gewannen in Hongkong zwölf Prozent. Auch bei Baidu reagierten Investoren erleichtert auf die Quartalsergebnisse und verhalfen den Papieren des Suchmaschinen-Betreibers zu einem Kursplus von 15 Prozent.
Nachbörslicher Kurssturz bei US-Softwareanbieter
Einige Nachzügler der Berichtsperiode haben am Donnerstagabend den nachbörslichen US-Aktienhandel bestimmt. So stürzten Workday nach einem verdoppelten Verlust um neun Prozent ab. Der Softwareanbieter im Bereich Personalwesen verfehlte zudem im ersten Quartal auf bereinigter Ebene die Markterwartungen.
Marvell Technology kletterten dagegen um 3,6 Prozent. Der Halbleiterkonzern überzeugte vor allem mit dem Ausblick, der die Markterwartungen übertroffen hatte. Im abgelaufenen Quartal verdiente die Gesellschaft bereinigt einen Tick mehr als vom Markt erhofft. Zudem setzte das Unternehmen mehr um als gedacht.
DAX vor Fortsetzung seiner Klettertour
Gestützt auf Kursgewinne an der Wall Street wird der DAX Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Börsenleitindex 1,6 Prozent auf 14.231 Punkte zugelegt.
Hauptgesprächsthemen auf dem Börsenparkett bleiben der Krieg in der Ukraine und seine wirtschaftlichen Folgen, die Belastungen für die Wirtschaft durch die Lockdowns beim wichtigen Handelspartner China sowie die hohe Inflation und der Kampf der Notenbanken dagegen. Relevante Konjunkturdaten oder Firmenbilanzen stehen nicht auf dem Terminplan.
Liz Mohn spricht über eine "zerrissene Welt"
Die deutsche Unternehmerin Liz Mohn reist bereits seit über 30 Jahren zum Weltwirtschaftsforum in Davos, um sich mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auszutauschen. Im Interview spricht die Repräsentantin der Bertelsmann-Eigentümerfamilien über die Top-Themen der diesjährigen Ausgabe und die Sorgen in Deutschland.
Das wird für den DAX heute wichtig
Die Hoffnung auf nicht allzu aggressive Zinserhöhungsschritte in den USA hat die europäischen Aktienmärkte an Christi Himmelfahrt ins Plus geschoben. Auch der DAX rückte bei einem insgesamt dünnen Handel vor. Positiv für die Börsen sei sicher, dass das am Mittwochabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank einen größeren Zinsschritt um 75 Basispunkte unwahrscheinlicher werden lasse, sagte Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.
Das Handelsvolumen dürfte auch am heutigen "Brückentag" nicht allzu hoch sein. Viele Anleger befinden sich im verlängerten Wochenendurlaub. Dadurch sind etwaige stärkere Ausschläge bei den Indizes nicht zu hoch zu bewerten.
In Deutschland und Europa ist der Terminkalender heute leer. Lediglich die EZB macht Angaben zu Geldmenge M3 und Kreditvergabe im April. In den USA gibt es den zweiten Aufguss des Verbraucherindex' der Uni Michigan im Mai. Am US-Anleihemarkt endet der Börsenhandel bereits um 20 Uhr (MESZ).