Freitag, 27. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:58 Uhr

"Black Friday" in Grün - Dax schließt etwas fester

Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Am Nachmittag zogen die Kurse sogar mit der Unterstützung der verkürzt handelnden Wall Street etwas kräftiger an. Insgesamt verlief das Geschäft aber lustlos.

Dax
Dax 13.815,06

Mit dem "Black Friday" startete das Weihnachtsgeschäft in die heiße Phase. Jetzt werde sich zeigen, ob das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel ein bisher schwieriges Jahr 2020 noch retten könne, so QC Partner. Der Dax gewann 0,4 Prozent auf 13.336 Punkte.

Die Stimmung war gut trotz der anhaltend hohen Infektionszahlen.

Als "wertsteigernd" stuften die Analysten von Jefferies den Zukauf des pharmazeutischen Großhändlers Cranach Pharma durch Medios ein. Zudem verbreitere sich die Wachstumsbasis von Medios dadurch erheblich. Die im SDax gelistete Medios gewannen 20,7 Prozent.

Hellofresh
Hellofresh 64,40

In der ersten Reihe hielten sich die Kursbewegungen dagegen in Grenzen: Bei Autoaktien setzten sich nach den jüngsten Aufschlägen die Gewinnmitnahmen fort: BMW verloren 1,4 Prozent und VW 1,5 Prozent. Daimler entzogen sich dem Trend und gewannen dank einer positiven Studie von Exane 0,9 Prozent. Die zuletzt unter Druck gestandenen Hellofresh gewannen 5,9 Prozent.

17:35 Uhr

Staatsgeld für Corona-Antikörper: Sorrento-Aktie explodiert

Sorrento
Sorrento 7,70

Die Aussicht auf staatliche Zuschüsse zur Entwicklung eines Coronavirus-Antikörpers beflügelt Sorrento. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um fast 19 Prozent. Dem Unternehmen winken den Angaben zufolge bis zu 34 Millionen Dollar von der Entwicklungsabteilung des US-Militärs (Darpa). Der Antikörper soll als Impfstoff und/oder Mittel zur Behandlung von Covid-19-Patienten dienen.

17:20 Uhr

595 Dollar: Tesla-Kurs kennt kein Halten

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 844,55

US-Untersuchungen wegen möglicher Mängel an Vorderradaufhängungen bei einigen Fahrzeug-Modellen können den Höhenflug von Tesla nicht stoppen. Gleiches gilt für einen Rückruf in China wegen unsachgemäß befestigter Teile. Die Aktien des Elektroauto-Pioniers steigen zur Eröffnung der Wall Street 3,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 595 Dollar.

17:05 Uhr

Dax-Prognose für 2021: 15.000 bleiben unerreicht

Die Commerzbank (Coba) rechnet auch im kommenden Jahr mit einer hohen Volatilität an den Aktienmärkten. Im ersten Halbjahr könnte eine Impfstoff-Euphorie den Dax kurzzeitig über die Marke von 15.000 treiben. Doch in der zweiten Jahreshälfte drohten Rückschläge, da die Aktienmärkte zunehmend weniger Rückenwind von der Fiskal- und Geldpolitik bekämen. Die Analysten sehen den Dax Ende 2021 daher dann nur noch bei 14.200 Indexpunkten.

Dax
Dax 13.815,06

 

17:00 Uhr

Bund stärkt Luftfahrt - Finanzhilfen für Flughäfen noch offen

Der Bund stärkt der von der Corona-Krise gebeutelten Luftfahrtbranche finanziell den Rücken. Die bundeseigene Flugsicherung DFS bekommt eine Erhöhung des Stammkapitals von 300 Millionen Euro, wie nach der Bereinigungssitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses bekannt wurde. DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle sagte, dies decke einen großen Teil der Corona-bedingten Umsatzausfälle ab. "Den Rest des durch den Einbruch des Luftverkehrsaufkommens entstandenen Ausfalls gleicht die DFS mit Einsparmaßnahmen einerseits und durch Eigenmittel aus."

Die Haushalter machten auch den Weg frei für die Unterstützung von Flughäfen, an denen der Bund beteiligt ist. So soll der neu eröffnete Hauptstadtflughafen BER 171,6 Millionen Euro bekommen, der Münchner Airport 65,8 Millionen Euro und der Flughafen Köln/Bonn 23,2 Millionen Euro.

16:36 Uhr

Goldpreis fällt unter 1800 US-Dollar

Der Goldpreis leidet weiter unter der größeren Risikofreude an den Finanzmärkten. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) fällt erstmals seit Monaten unter die Marke von 1800 US-Dollar. Im Tiefpunkt werden 1774 Dollar markiert. Das ist der niedrigste Stand seit Juli dieses Jahres.

Auch der Silberpreis bricht ein, prozentual sogar noch deutlich stärker. Die Gründe für die aktuelle Edelmetallschwäche lassen sich in zwei Worten zusammenfassen: Corona und US-Politik. Zum einen sorgt die Aussicht auf bald verfügbare Impfstoffe gegen das Corona-Virus für Zuversicht an den Finanzmärkten. Das Krisenmetall Gold wird hingegen eher in unsicheren Zeiten nachgefragt.

Ein weiterer Grund für die Goldpreisschwäche liegt in der US-Politik. Dort zeichnet sich zunehmend ein halbwegs geordneter Übergang vom derzeitigen Präsident Donald Trump zum gewählten neuen Präsidenten Joe Biden ab. Das Vertrauen in die größte Volkswirtschaft der Welt USA wird dadurch gestärkt und lässt Anleger zuversichtlicher in das nächste Jahr blicken.

16:24 Uhr

VW-Streit spitzt sich zu: Diess besteht auf Vertragsverlängerung

Volkswagen-Chef Herbert Diess drängt die Anteilseigner Insidern zufolge erneut zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung, um den Umbau des Autokonzerns zu beschleunigen. Der Konzernchef habe deshalb bei den Familieneignern Porsche und Piech vorgefühlt, sagte einInsider aus dem Umfeld des Aufsichtsrats der Nachrichtenagentur Reuters.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 152,80

Eine weitere Person bestätigte das. Die Aussichten dafür seien jedoch gering, weil Diess neben dem Land Niedersachsen als zweitgrößtem Aktionär auch die Zustimmung des einflussreichen Betriebsrates benötigen würde. Betriebsratschef Bernd Osterloh gilt jedoch als einer der schärfsten Kritiker des früheren BMW-Managers. Die VW-Aktie verliert nach dem Bericht mehr als zwei Prozent an Wert.

16:18 Uhr

Lufthansa Cargo startet ersten klimaneutralen Frachtflug

Die Fluggesellschaft Lufthansa Cargo und der Logistikdienstleister DB Schenker Cargo haben den nach ihren Angaben weltweit ersten klimaneutralen Frachtflug organisiert. Für den Flug von Frankfurt nach Schanghai und zurück wurde der komplette Bedarf der Boeing 777 von 174 Tonnen Kerosin als nachhaltig produzierter Kraftstoff eingekauft, wie die Leiter der beiden Unternehmen in Frankfurt mitteilten.

Lufthansa
Lufthansa 10,48

Die Frachtkunden müssen für den CO2-neutralen Transport höhere Preise zahlen, weil der vorrangig aus Lebensmittelresten hergestellte Bio-Sprit (SAF) bis zu fünf Mal teurer ist als herkömmliches Kerosin. Zum Premierenflug an diesem Sonntag (29. November) haben die Unternehmen Siemens Healthineers und Merck als Kunden das Transportangebot genutzt.

15:17 Uhr

"Black Friday" in Grün

Zum Wochenausklang dürfte die Wall Street mit leichten Gewinnen in den Handelstag starten. Am Brückentag nach "Thanksgiving" dürften allerdings viele Akteure dem Markt fernbleiben. Zumal nach dem Feiertag am Vortag nur eine verkürzte Sitzung stattfindet. Der Aktienmarkt bleibt lediglich bis 19 Uhr MEZ geöffnet, der Anleihemarkt eine Stunde länger. Der Future auf den S&P-500 verbessert sich aktuell um 0,3 Prozent.

S&P 500
S&P 500 3.807,20

Damit dürfte sich der Dow-Jones-Index weiter in der Nähe seiner in dieser Woche erreichten Rekordstände bewegen. Der Index hatte im Wochenverlauf erstmals die Marke von 30.000 Punkten übersprungen.

14:58 Uhr

London will Bewertung von Astrazeneca-Impfstoff

Trotz Zweifeln an der Wirksamkeit des vom britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca und der Oxford-Universität entwickelten Corona-Impfstoffkandidaten setzt die britische Regierung weiter auf eine rasche Zulassung.

AstraZeneca
AstraZeneca 86,94

Gesundheitsminister Matt Hancock erklärte heute, die Regierung habe die Arzneimittelbehörde MHRA mit der Bewertung des Stoffs beauftragt. Die Behörde solle prüfen, ob er die "strengen Sicherheitsstandards" erfülle. Zuvor hatte Konzernchef Pascal Soriot eine "zusätzliche Studie" angekündigt, nachdem Experten die Angaben zur Wirksamkeit des Impfstoffs in Frage gestellt hatten.

14:30 Uhr

Das Index-Karussell dreht sich: Wer steigt auf, wer ab?

Bei der Indexüberprüfung der Deutschen Börse kommenden Donnerstag dürfte es bei den Nebenwerten zu einem Stühlerücken kommen. Experten zufolge wird wohl Siemens Energy in den MDax einziehen und den kleinsten Wert in dem Auswahlindex verdrängen. Das wäre nach Berechnungen der Commerzbank voraussichtlich der Leasingkonzern Grenke. Der britische Finanzinvestor Fraser Perring warf Grenke Mitte September Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung vor - und wettete gleichzeitig auf einen Absturz der Aktien.

Grenke
Grenke 38,30

Grenke wehrt sich dagegen, fasste an der Börse aber nicht mehr richtig Tritt. Die Aktien sind seitdem um rund 30 Prozent eingebrochen. Fix ist der Abstieg dennoch nicht, auch die Aareal Bank kann es nach Ansicht der Commerzbank noch erwischen.

Zudem dürften im SDax einige Wechsel anstehen. Die Überprüfung im Dezember erfolgt außerordentlich, das heißt ein Titel fällt per sogenanntem Fast Exit heraus. Als mögliche Kandidaten für einen Fast Exit gelten Tele Columbus, Leoni, W&W, DMG Mori, Secunet Security und Dr. Hoenle. Die besten Aussichten einen der freien Plätze zu ergattern hätten demnach Flatex, Hensoldt, Home24, Verbio vereinigte Bioenergie und Westwing. Wirksam werden würden mögliche Änderungen zum 18. Dezember.

14:13 Uhr

1,6 Milliarden Pakete: DHL knackt schon jetzt den Vorjahreswert

Schon fünf Wochen vor Jahresende hat die Deutsche Post DHL mehr Pakete zugestellt als im ganzen Vorjahr. In Deutschland seien 2020 bisher 1,6 Milliarden Pakete transportiert worden, teilte der Bonner Konzern mit.

Deutsche Post
Deutsche Post 42,91

Damit wurde der firmeneigene Rekord schon jetzt übertroffen - 2019 hatten die gelben Transporter hierzulande 1,59 Milliarden Pakete befördert und damit so viel wie nie zuvor. Wegen des boomenden Online-Handels bricht die Firma schon seit langem Jahr für Jahr ihren eigenen Höchstwert, nun geschieht dies außergewöhnlich früh. Der Grund: In Corona-Zeiten shoppen viele Menschen lieber im Internet als im Geschäft. Bis zum Jahresende rechnet der Konzern mit rund 1,8 Milliarden beförderten Paketen, das wäre ein Plus von etwa 15 Prozent. So hoch war der Zuwachs noch nie. Zum Vergleich: 2018 lag das Plus bei 7,7 Prozent und 2019 bei 5,7 Prozent.

Auch die Wettbewerber Hermes und DPD rechnen mit Höchstwerten, insgesamt beschäftigt die Paketbranche bis Jahresende 30 000 zusätzliche Kräfte zur Bewältigung der Sendungsmassen

14:44 Uhr

Kryptowährung Libra geht wohl im Januar an den Start

Facebook bringt seine Kryptowährung laut einem Zeitungsbericht noch im Januar an den Start. Das meldet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Die in der Schweiz für den Aufbau des Kryptogeldes gegründete Libra Association wolle zunächst eine digitale Münze anbieten, die an den Dollar angebunden ist, heißt es. Damit würde der Marktstart schmaler als erwartet ausfallen.

Noch im April hatte der US-Konzern - nach massiven Bedenken von Regierungen und Finanzwächtern - seine Pläne zurückgeschraubt und angekündigt, mehrere Cyberdevisen anbieten zu wollen, die an einzelne Währungen wie möglicherweise den Euro, den Dollar oder an das britische Pfund angebunden sind. Facebook wollte keine Stellung zu dem Bericht nehmen. Die Libra Association ist das weltgrößte Internet-Netzwerk, ihm gehören 27 Mitglieder an - neben Facebook gehören auch Whatsapp und Instagram dazu.

12:11 Uhr

Wie in der Finanzkrise: Corona entwickelt sich zur Investitions-Keule

Daniel Ziegler, Fachkraft für Rohr-, Kanal-, und Industrieservice, inspiziert einen Abwasserkanal. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Flutsch und weg in der Krise: Investitionen sind wie in der Finanzkrise Mangelware.

Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Wegen der Corona-Krise dürften die Investitionen deutscher Unternehmen laut einer Studie einbrechen wie seit Jahren nicht mehr.

2020 könnten die Investitionen auf rund 12 Prozent des BIP fallen und damit auf einen ähnlich niedrigen Stand wie in der globalen Finanzkrise ab 2007. Allein im Mittelstand dürften fast 40 Milliarden Euro Investitionen verloren gehen, schätzt die Förderbank KfW. Damit ende der sechs Jahre andauernde Investitionsaufschwung im Mittelstand jäh, heißt es in der Studie.

11:33 Uhr

Insider: Adidas macht Ernst mit Reebok-Verkauf

Einem Zeitungsbericht zufolge hat Adidas die Investmentbank JPMorgan mit dem Verkauf von Reebok beauftragt. Mehrere Banken hätten sich um das Mandat bemüht, meldete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eigene Informationen. Die US-Bank lehnte demnach eine Stellungnahme ab und der Sportartikelhersteller wollte Gerüchte nicht kommentieren.

Adidas
Adidas 287,30

Über die Zukunft von Reebok wird seit Monaten spekuliert. Adidas hatte das Geschäft 2006 übernommen, das seither auf der Stelle tritt. In Medienberichten werden als Interessenten VF (North Face, Timberland, Eastpak, Napapijri, Icebreaker, Lee, Wrangler) oder Amer Sports aus Finnland (Salomon, Atomic, Mavic) gehandelt, aber auch Investoren aus China oder Singapur.

11:09 Uhr

Medien: Ford will E-Auto in Köln bauen

Der Automobilkonzern Ford will einem Rundfunkbericht  zufolge am Standort Köln ein E-Auto bauen. Auch hierfür solle das Werk für eine Milliarde Euro umgebaut werden, berichtete der Saarländische Rundfunk ohne genaue Quellenangabe.

Ford
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Köln erhielte damit als erster Ford-Standort in Europa den Zuschlag für ein Elektroauto. Der Pkw soll auf der Plattform des ID3 von Volkswagen gebaut werden. Die Ford Werke in Köln wollten den Bericht nicht kommentieren. Von VW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

VW und Ford hatten im vergangenen Jahr eine milliardenschwere Allianz für E-Autos und autonomes Fahren vereinbart. Ford will den von VW entwickelten Elektrobaukasten nutzen, um ab 2023 mindestens ein emissionsfreies Fahrzeuge in Europa in Großserie zu bauen.

10:41 Uhr

Ab 20.000 Euro: VW plant kleines massentaugliches E-Auto

Volkswagen zieht wegen der erwarteten weiteren Verschärfung der Klimavorgaben die Entwicklung eines kleinen E-Autos vor. Der Wagen mit dem Projektnamen "Small BEV" (Battery Electric Vehicle) soll unterhalb des im September angelaufenen kompakten ID.3 angesiedelt sein und für 20.000 bis 25.000 Euro zu haben sein, wie aus Planungen der Marke VW hervorgeht.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 152,80

An dem Modell arbeitet eine Projektgruppe derzeit mit Hochdruck. Wie das Fahrzeug von der Größe eines Polo aussehen, wann es auf den Markt kommt und wo der Wagen gebaut werden soll, verrät Volkswagen noch nicht. Der rein batteriegetriebene Kleinwagen soll die E-Mobilität für größere Bevölkerungsschichten öffnen und so für weiteren Schub bei den Absatzzahlen sorgen.

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10:24 Uhr

China-Daten überzeugen: Börse Tokio auf 29-Jahres-Hoch

In Erwartung einer deutlichen Konjunkturerholung haben Anleger am Freitag bei asiatischen Aktien zugegriffen. In Tokio schloss der Nikkei-Index auf dem höchsten Stand seit mehr als 29 Jahren. Starke Wirtschaftsdaten aus China, nachlassende politische Unsicherheit in den USA und die Hoffnung auf eine rasche Ausgabe von Corona-Impfstoffen untermauerten die positive Stimmung an den Börsen.

Nikkei
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"Die Anleger sind zunehmend zuversichtlich, dass sich die Gewinne im nächsten Geschäftsjahr erholen werden", sagte Takuya Hozumi, Anlagestratege beim Vermögensverwalter Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. "Wenn man davon ausgeht, dass die Gewinne im nächsten Jahr um 40 bis 50 Prozent steigen werden, dann sieht die aktuelle Bewertung nicht teuer aus", so Takuya Hozumi. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg den vierten Tag in Folge und gewann 0,4 Prozent auf 26.644 Zähler. Damit stand er so hoch wie seit Januar 1994 nicht mehr. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent.

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09:59 Uhr

Übernahme im Pharmasektor: Medios-Aktie explodiert

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Medios

Bei den Einzelwerten ragen am Morgen im SDax die Aktien des Spezialpharma-Anbieters Medios heraus. Sie gewinnen zwischenzeitlich über 20 Prozent auf 34,30 Euro und steuern damit auf ihren besten Börsentag überhaupt zu.

Medios
Medios 39,60

Grund: Das auf besondere Arzneimittel etwa gegen seltene oder chronische Erkrankungen spezialisierte Pharmaunternehmen kauft den Großhändler Cranach Pharma GmbH. "Auf den ersten Blick sieht die Übernahme wertsteigernd aus und verbreitert die Wachstumsbasis von Medios erheblich", urteilen die Analysten von Jefferies. Durch den Zukauf soll der Konzernumsatz 2021 deutlich auf über eine Milliarde Euro steigen, teilte Medios mit.

09:49 Uhr

Dax tastet sich vorsichtig vor

Zum Abschluss der Börsenwoche notiert der deutsche Leitindex leicht im Plus. Grund für die Zurückhaltung ist heute derselbe wie gestern: Börsianer schwanken zwischen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Coronavirus-Beschränkungen und der Hoffnung auf eine rasche Verfügbarkeit von Impfstoffen.

Sorgen bereitet den Anlegern vor allem die aktuelle Corona-Welle. In Deutschland ist die Marke von einer Million Corona-Infektionen überschritten worden. Unter diesem Aspekt werden Börsianer auch die anstehenden Barometer für die Stimmung bei den europäischen Verbrauchern und in der Wirtschaft abklopfen.

Bei Ersterem rechnen sie für November mit einem unveränderten Wert von minus 17,6 Punkten. Letzterer werde sich voraussichtlich auf 86,5 Punkte von 90,9 Zählern verschlechtern.

Bewegung dürfte in die spanischen Bankenwerte kommen: Die erst vor zwei Wochen bekanntgewordenen Fusionsgespräche zwischen BBVA und der sehr viel kleineren Banco de Sabadell sind gescheitert. Nachdem die Sabadell-Aktie massiv von den Gesprächen profitiert hatte, strafen sie Anleger nun mit über zehn Prozent Minus ab

Vorgaben von der Wall Street fehlen heute, denn die hatte am Donnerstag wegen Thanksgiving geschlossen. Heute wird in New York feiertagsbedings verkürzt gehandelt.

Auch wenn die Impulse von der Wall Street fehlen, mangelt es an diesem Freitag zum Glück nicht an kursrelevanten Nachrichten. Im S-Dax gibt es am frühen Morgen eine Kursexplosion, die sich sehen lassen kann. Und in Sachen E-Mobilität warten gleich mehrere Autobauer mit vielversprechenden Neuigkeiten auf. Guten Morgen, mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie durch den letzten Handelstag der Woche.

08:56 Uhr

Euro bleibt auf hohem Niveau

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

Der Euro hat am Freitag leicht zugelegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,19 US-Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Nur wenig höher hatte der Euro am Vortag ein Dreimonatshoch markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf genau 1,19 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende stehen in Europa einige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, darunter die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone. Außerdem äußern sich einige Notenbanker aus den Reihen der EZB. In den USA bleibt es überwiegend ruhig, da viele Amerikaner einen Tag nach Thanksgiving frei nehmen.

08:22 Uhr

Fehlende US-Impulse drücken Asiens Börsen

Nikkei
Nikkei 28.523,26

Sorgen bereitet den Anlegern vor allem die grassierende Corona-Welle. Zudem fehlen Impulse aus den USA, wo am Donnerstag aufgrund des Thanksgiving-Feiertags nicht gehandelt wurde. In Tokio verfolgen die Anleger aufmerksam die Entwicklung von Corona-Eindämmungsmaßnahmen. In Hongkong belasten Ölwerte, die zuletzt aufgrund steigender Ölpreise Zugewinne verbucht hatten. CNOOC geben 1,8 Prozent nach, Petrochina verlieren 1,9 Prozent.

Die Angst vor steigende Infektions-Zahlen sorgt auch in Südkorea für Zurückhaltung bei den Anlegern. Der Kospi pendelt zwischen leichten Gewinnen und Verlusten hin und her. Marktteilnehmer verweisen auch auf Gewinnmitnahmen in einzelnen Werten.

Auch die Börse in Sydney wurde von Ölwerten belastet; Santos gaben 1,6 Prozent nach, für Woodside und Oil Search ging es um 1,5 bzw. 3,7 Prozent nach unten. Für zusätzliche Belastung bei Oil Search sorgte die Mitteilung, dass der designierte CFO Ayten Saridas das Unternehmen verlassen will. Treasury Wine brachen aufgrund von Importzöllen aus China um 11 Prozent ein, bevor der Handel der Aktie ausgesetzt wurde.

07:38 Uhr

VW will günstigen Elektro-Kleinwagen entwickeln

VW St.
VW St. 165,70

Volkswagen wird in seine neue Reihe reiner Elektroautos auch einen günstigen Kleinwagen aufnehmen. Das Fahrzeug ist für die nächste größere Ausbaustufe ab dem Jahr 2023 vorgesehen, soll unterhalb des jüngst gestarteten ID.3 angesiedelt werden und in der Basisversion schätzungsweise um die 20.000 Euro kosten. Ein eigenes Projekt-Team beschäftigt sich mit dem batterieelektrischen Modell, das in etwa die Größe eines Polo haben dürfte, wie aus Planungen des Konzerns hervorgeht. Details sind noch nicht bekannt. Ein möglicher ID.2 wäre der bei Branchenbeobachtern erwartete Schritt von VW, das E-Angebot auch nach unten auszuweiten.