Freitag, 22. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:40 Uhr

Dax schlägt sich wacker

Der Frankfurter Aktienmarkt hat seine Auftaktverluste vollständig aufgeholt. Im Handel ist von vereinzelten Käufen am niedrigen Niveau die Rede. Der Dax gewinnt 0,1 Prozent auf 11.073 Punkte, der MDax 0,8 Prozent auf 24.590 Zähler. Für den TecDax geht es 0,2 Prozent auf 3088 Punkte aufwärts.

Am fundamentalen Umfeld hat sich indes nichts geändert: Die Führung in Peking will mit einem sogenannten Sicherheitsgesetz gegen die Demokratie in der ehemaligen Kronkolonie Hongkong vorgehen. Befürchtet werden nun einerseits neue Unruhen und andererseits eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und dem Westen, besonders den USA.

16:48 Uhr

Lufthansa gerät unter Druck

Lufthansa-Aktien bauen die Verluste aus und verlieren 1,7 Prozent. Belastend dürfte ein Bericht im "Handelsblatt" wirken. In der Schlussphase der Gespräche über ein Rettungspaket habe die Bundesregierung neue Forderungen gestellt, die eine Sanierung faktisch unmöglich machen würden, heiß es. Demnach soll die Lufthansa alle Flugzeuge abnehmen, die sie bei Airbus bestellt hat.

Lufthansa
Lufthansa 10,87

Für die Lufthansa wäre dies eine enorme finanzielle Belastung, hat sie doch Dutzende Maschinen bei Airbus bestellt. In den kommenden drei bis vier Jahren würden über fünf Milliarden Euro für die Übernahme der neuen Flugzeuge nötig werden, schreibt die Zeitung

Allerdings stehen auch andere Titel im Sektor unter Druck: Air France verlieren 2,2 Prozent und die British-Airways-Mutter IAG 6,3 Prozent. Der Sektor gilt als einer der Hauptleidtragenden der Coronakrise. Zwar haben sich viele Gesellschaften in der Zwischenzeit Staatshilfe gesichert, allerdings dürfte es Jahre dauern bis sich die Branche vollständig erholt.

16:11 Uhr

Anleger fürchten Handelszoff

Die Furcht vor einem Wiederaufflammen des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits belastet die Wall Street. Spekulationen auf weitere Konjunkturhilfen stützen die Kurse aber. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte tritt bei 24.469 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq notieren kaum verändert bei 2948 und 9285 Punkten.

Auf die Stimmung schlägt das von China geplante Sicherheitsgesetz in Hongkong, das das Verhältnis mit den USA zusätzlich belasten könnte. Die Börsen seien anfällig für Rückschläge, sagt Stratege Andrea Cicione vom Analysehaus TS Lombard. "Nach dem Schock des COVID-19-Lockdowns müssen wir eine Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit, niedrigen Investitionen und geringer Nachfrage durchmachen, und das ist nicht das, was derzeit eingepreist ist".

14:31 Uhr

Milliardenfusion in Immobilienbranche

Auf dem deutschen Immobilienmarkt bahnt sich eine weitere milliardenschwere Fusion an. Der Wohnungskonzern LEG Immobilien verhandelt mit TAG Immobilien über einen Zusammenschluss, wie LEG mitteilte. Komme es zu einer Fusion, solle diese über einen Aktientausch abgewickelt werden, bei der die TAG-Aktionäre Anteilsscheine der LEG erhalten.

LEG ist an der Börse zuletzt rund 7,7 Milliarden Euro wert, TAG bringt es auf rund 3 Milliarden. Beide Unternehmen sind im Nebenwerteindex MDax gelistet. Bei einem Zusammenschluss könnten sie genug Gewicht auf die Waage bringen, um in den Leitindex Dax aufzusteigen.

14:04 Uhr

Pekings Hongkong-Gesetz lastet auf dem Yuan

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picture alliance/dpa

Der Streit über das geplante Sicherheitsgesetz für Hongkong lastet auf dem Yuan. Die chinesische Währung geht so niedrig wie seit Anfang September 2019 nicht mehr aus dem Handel, ein Dollar kostet 7,1416 Yuan. Händler zeigen sich überrascht, dass die Regierung in Peking die Pläne zu dem Gesetz beim Volkskongress angekündigt hatte. Zudem drückt der Verzicht auf ein Wachstumsziel auf die Stimmung.

13:30 Uhr

Easyjet-Gründer scheitert mit Revolte

Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou ist mit der Revolte gegen Vorstand und Verwaltungsrat der Billigfluggesellschaft offenbar gescheitert. Alle vier Gegenanträge von Haji-Ioannou dürften nach Auswertung der von den Stimmrechtsvertretern vorab abgegebenen Stimmen niedergeschlagen werden, sagte Verwaltungsratschef John Barton.

Easyjet
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Der Firmengründer, dessen Familie immer noch 35 Prozent an Easyjet hält, wollte Vorstandschef Johan Lundgren, Finanzchef Andrew Findlay, Barton und ein weiteres Verwaltungsratsmitglied abberufen lassen und hatte deshalb eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Der Hintergrund: Er fürchtet, dass sich Easyjet mit der geplanten Bestellung von 107 neuen Airbus-Flugzeugen für umgerechnet 5 Milliarden Euro finanziell übernimmt. Das Easyjet-Management hält die Erneuerung der veralteten Flotte dagegen für dringend notwendig und argumentiert, dass Easyjet auch einen anhaltenden Einbruch des Flugverkehrs nach der Coronakrise bewältigen kann.

Haji-Ioannou steht seit Jahren auf Kriegsfuß mit der Führung des Unternehmens, das er 1995 als zweite Billigfluglinie Europas gegründet hatte. Vor dem Aktionärstreffen hatte er sogar eine Belohnung von fünf Millionen Pfund für Hinweise auf verdächtige Beziehungen des Easyjet-Managements mit Airbus ausgesetzt, die zur Stornierung des Großauftrags führen.

13:14 Uhr

Der Euro schwächelt

Der Euro schwächelt gegenüber dem Dollar, der sich aber auch auf breiter Front fester zeigt. Der Euro wird mit 1,0898 Dollar gehandelt, verglichen mit rund 1,0950 gestern Abend. Der Gemeinschaftswährung sei es nicht gelungen, die 1,10er Marke nachhaltig zu knacken, was sich ändern könnte, sollte wieder mehr Risikobereitschaft an die Märkte zurückkommen, so die Devisenexperten von Unicredit. "Der Sprung auf über 1,10 Dollar gestern ist gescheitert, doch hat sich der Euro beim darauf folgenden Rücksetzer über 1,09 gehalten, und das indiziert, dass weitere Angriffe auf 1,10 anstehen dürften, sobald die Risikobereitschaft wieder zunimmt".

12:32 Uhr

Großbritannien nimmt Rekord-Schulden auf

Der britische Staat hat im vergangenen Monat so viele Schulden aufgenommen wie nie zuvor. Das teilte die Statistikbehörde ONS mit. Demnach belief sich die Neuverschuldung der öffentlichen Hand im April auf rund 62 Milliarden Pfund (knapp 69 Milliarden Euro) - das sind 51 Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die britische Regierung hat wegen der Coronavirus-Pandemie ein Programm für Unternehmen aufgelegt, die ihre Arbeitnehmer freistellen. Die Gehälter werden noch bis Ende Juni zu 80 Prozent vom Staat gezahlt. Vergangene Woche kündigte Schatzkanzler Rishi Sunak an, das Programm werde bis Oktober verlängert, wenn auch mit geringerer Beteiligung vom Staat. Gleichzeitig sind die Steuereinnahmen eingebrochen.

In Großbritannien starben bisher etwa 36.000 Menschen, nachdem sie positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle, bei denen Covid-19 als Ursache festgestellt wurde, liegt bei mehr als 41.000. Kein anderes Land in Europa hat bisher so viele Sterbefälle durch die Pandemie verzeichnet.

12:07 Uhr

Putin-Vertrauter bleibt Rosneft-Chef

Igor Setschin, enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ist als Chef des staatlichen Ölkonzerns Rosneft bestätigt worden. Er werde auch in den kommenden fünf Jahren als geschäftsführender Direktor den größten russischen Ölproduzenten leiten, teilte Rosneft mit. Der 59-Jährige führt den Konzern in dieser Funktion seit 2012; zuvor arbeitete er auch als Kremlberater und war Vize-Regierungschef.

Die EU verhängte 2014 wegen des Ukraine-Konflikts Sanktionen gegen zahlreiche russische Unternehmen. Rosneft darf demnach keine Spezialtechnik und Dienstleistungen zur Ölförderung aus dem Ausland beziehen und ist von langfristigen Krediten ausgeschlossen. Aufsichtsratsvorsitzender des Ölriesen ist Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Auch der Chef der Gazprom-Tochter Nord Stream 2, der Deutsche Matthias Warnig, sitzt in dem Gremium.

11:29 Uhr

"Renault kämpft ums Überleben"

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REUTERS

Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sieht den Autohersteller Renault in einer schweren Krise. "Renault kämpft ums Überleben", sagte Le Maire der Zeitung "Le Figaro". Der Konzern habe ein staatlich garantiertes Darlehen von fünf Milliarden Euro beantragt, so der Minister. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", warnte er. "Renault kann verschwinden, die großen Industriehersteller können verschwinden."

Schon nach dem Skandal um den früheren Konzernchef Carlos Ghosn war der Hersteller in Turbulenzen geraten. Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Absatzeinbruch führten zu der verschärften Krise. Generell sagte Le Maire zu "Le Figaro": "Ich habe keine Skrupel, unsere Unternehmen zu retten. Welche andere Lösung gibt es? Sich mit Hunderttausenden von Entlassungen und Konkursen abzufinden? Das wäre für unsere Wirtschaft tödlich gewesen."

10:51 Uhr

Ryanair-Tochter Lauda schließt Basis in Wien

Die Ryanair-Tochter Lauda schließt nach einem Streit mit der Gewerkschaft Vida ihre Basis am Flughafen Wien. Wie das Unternehmen mitteilte, sind davon 300 Arbeitsplätze betroffen. Die Fluggesellschaft hatte der Gewerkschaft zuletzt ein Ultimatum gestellt. Die Gewerkschaft weigerte sich aber, aufgrund der Corona-Krise einen neuen Tarifvertrag mit deutlichen Lohnkürzungen für die Mitarbeiter zu unterzeichnen. Die Basis wird laut der Ankündigung am 29. Mai geschlossen.

Nach Angaben der Airline hätten Einsteiger beim Kabinenpersonal mit dem neuen Tarifvertrag ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 24.450 Euro erhalten, ein Pilot rund 117.000 Euro. Die Gewerkschaft Vida sprach von einem monatlichen Netto-Einstiegsgehalt für Flugbegleiter von 848 Euro.

10:36 Uhr

China plant immense Konjunkturanreize

Die Corona-Krise macht Chinas Wirtschaftsplanung zunichte. In einem bislang beispiellosen Schritt verzichtet die Regierung in diesem Jahr auf ein Wachstumsziel. Das hat es noch nie gegeben, seit die Führung in Peking 1990 solche Vorgaben einführte. Ministerpräsident Li Keqiang versprach zur Eröffnung des jährlichen Volkskongresses aber gewaltige staatliche Ausgaben, um die schwer angeschlagene Konjunktur wieder auf die Beine zu bringen. Nach Analystenschätzung geht es um eine Summe von insgesamt umgerechnet mehr als einer halben Billion Euro.

"Chinas Entwicklung sieht sich mit unvorhersagbaren Umständen konfrontiert", sagte Li vor den Parlamentsabgeordneten. Neben der Pandemie verwies er auf die Unsicherheiten im internationalen Handel. Zuletzt hatten sich im Streit über den Ausbruch des Coronavirus insbesondere die Spannungen mit den USA verschärft.

Li zeichnete ein düsteres Bild von der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Binnennachfrage, Investitionen und Exporte seien rückläufig. Der Druck auf den Arbeitsmarkt habe deutlich zugenommen. Die Finanzrisiken stiegen an, sagte der Regierungschef zu Beginn der einwöchigen Versammlung.

Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt um 6,8 Prozent eingebrochen. Es war der erste Rückgang seit Jahrzehnten.

10:24 Uhr

Burberry leidet

Der britische Luxus-Modekonzern Burberry hat wegen zahlreicher geschlossener Filialen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie einen Umsatzeinbruch verbucht. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 seien die Verkäufe um 27 Prozent geschrumpft, wie das für seine Trenchcoats und Karomuster bekannte Unternehmen mitteilt.

Rund 60 Prozent der Burberry-Geschäfte seien geschlossen gewesen. Wegen der unsicheren Aussichten kappte Firmen-Chef Marco Gobbetti die Dividende. "Es wird Zeit brauchen, bis die Wunden verheilt sind, aber wir sind ermutigt durch unsere starke Erholung in einigen Teilen Asiens und sind gut darauf vorbereitet, diese Phase zu überstehen", so Gobbetti.

Im Gesamtjahr 2019/20 (Ende März) fiel der Umsatz um drei Prozent auf 2,63 Milliarden Pfund (rund 2,9 Milliarden Euro).

09:22 Uhr

Dax fällt unter 11.000-Punkte-Marke

Neue Sorgen um China und den Handelsstreit mit den USA haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt gründlich die Laune verdorben. Nach einem bereits schwachen Vortag rutscht der Dax unter die Marke von 11.000 Punkten, die er erst zu Wochenbeginn zurückerobert hatte. Der Leitindex fällt 1,5 Prozent auf 10.892 Zähler.

Bereits gestern hatte die Wall Street den deutschen Aktienmarkt in die Tiefe gezogen. Weitere Attacken des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung Peking im Corona-Streit wurden von Beobachtern als dramatische Zuspitzung der Lage interpretiert. Nun sorgte China für Unruhe. Es nannte angesichts der Corona-Pandemie erstmals seit fast zwei Jahrzehnten für dieses Jahr kein Wachstumsziel. "Die Ankündigungen des Volkskongresses haben die Anleger richtig verschreckt", sagt Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

China will zudem noch mehr Kontrolle über Hongkong und plant für die Sonderverwaltungsregion ein eigenes Sicherheitsgesetz. Während Marktteilnehmer neue Unruhen in der ehemaligen britischen Kolonie befürchten, dürfte dies auch die Spannungen zwischen den USA und China weiter verschärfen.

09:03 Uhr

Euro lässt Federn

Der Kurs des Euro ist am Morgen gesunken. Die Gemeinschaftswährung wurde bei 1,0922 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend noch bei 1,0950 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag noch deutlich höher auf 1,1000 Dollar festgesetzt.

Yen/Euro
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Nach Einschätzung von Marktbeobachtern haben Konjunktursorgen Währungen gestützt, die am Devisenmarkt als vergleichsweise sicher gelten. So konnte der japanische Yen am Morgen zulegen. Japans Notenbank hatte zudem neue Hilfen für eher kleinere Unternehmen des Landes auf den Weg gebracht. Auch der US-Dollar wurde stärker nachgefragt, während der Euro im Gegenzug etwas unter Druck geriet.

08:23 Uhr

Dax vor schwachem Start - Lufthansa im Fokus

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger in den Handel starten. Gestern hatte der Leitindex nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage den Rückwärtsgang eingelegt. Der Dax verlor 1,4 Prozent auf 11.065 Punkte. Für Gesprächsstoff dürfte das Ringen um ein milliardenschweres Rettungspaket für die Lufthansa sorgen. Die Gespräche darüber sollten zeitnah abgeschlossen werden, um das Überleben des Traditionskonzerns zu sichern. Auf der Konjunkturagenda stehen keine relevanten Indikatoren.

Dax
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07:25 Uhr

Nvidia bekommt durch Corona-Krise Auftrieb

Der Grafikkarten-Spezialist Nvidia hat im vergangenen Quartal von einem regen Geschäft mit Rechenzentren profitiert. Der Umsatz des Konzerns, dessen Technik auch in großem Stil für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz genutzt wird, stieg im Jahresvergleich um 39 Prozent auf gut drei Milliarden US-Dollar. Der Gewinn sprang in dem Ende April abgeschlossenen Vierteljahr sogar von 394 auf 917 Millionen Dollar hoch.

Nvidia
Nvidia 316,40

Mit dieser Zusammensetzung des Geschäftsquartals waren die Ergebnisse von Nvidia stärker von der Corona-Krise geprägt als bei Unternehmen, die über das erste Kalenderquartal berichteten. Nvidia-Finanzchefin Colette Kress verwies auf den Wechsel vieler Beschäftigter ins Homeoffice mit Kommunikation über Videokonferenzen und den Anstieg bei der Nutzung von Videospielen in der Corona-Krise. 

07:03 Uhr

Asiatische Börsen leiden unter Hongkong-Spannungen

Die Aktienmärkte in Asien haben wegen der von China geplanten neuen Sicherheitsgesetze in Hongkong nachgegeben. "Es besteht die Gefahr, dass sich dadurch die Spannungen zwischen den USA und China verstärken", sagte Analyst Ei Kaku von Nomura Securities. US-Präsident Donald Trump erklärte, noch wisse zwar niemand, was genau China plane. Im Zweifel würden die USA aber sehr deutlich reagieren.

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Die Börse in Tokio zeigte sich am schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab im Verlauf um 0,25 Prozent nach. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent Die Börse in Shanghai lag 0,9 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans sank um 0,5 Prozent.

06:26 Uhr

Wirtschaftsweise gegen Autoprämien

Die fünf Wirtschaftsweisen warnen die Bundesregierung vor Kaufprämien für Autos und ähnliche branchenspezifische Hilfen in der Corona-Krise. Solche Projekte würden die tendenziell bestehenden Strukturen verfestigen, ohne eine durchschlagende konjunkturelle Wirkung zu erzielen, begründen die Experten um ihren Vorsitzenden Lars Feld in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung".

Stattdessen solle der Staat breit wirkende Maßnahmen ergreifen wie die Ausweitung der Möglichkeiten zum steuerlichen Verlustrücktrag und -vortrag. Damit diejenigen Unternehmen unterstützt werden, die in den vergangenen Jahren erfolgreich waren und Gewinne erzielten, in diesem Jahr jedoch wegen der Corona-Pandemie Verluste erwarten.