Freitag, 09. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax schafft Wochenplus - und hält die 13.000

Die europäischen Börsen haben sich heute nur wenig verändert gezeigt. Anleger hielten sich angesichts der weiter stark steigenden Infektionszahlen und der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten vor dem Wochenende zurück. Fakten für eine Konjunkturerholung kamen von neuen Daten aus China: Dort haben die Aktivitäten im Dienstleistungssektor im September dank der starken Inlandsnachfrage am Ende des dritten Quartals angezogen. Medienberichte rund um den Feiertag der "Goldenen Woche" deuten darauf hin, dass sich die Verbraucherausgaben weiter gut erholen, was zudem auf einen soliden Oktober hindeutet.

Dax
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An der Frankfurter Börse schloss der Dax 0,1 Prozent höher bei 13.051 Punkte. Damit schaffte der Leitindex in dieser Woche ein ordentliches Plus. Der MDax gewann 0,6 Prozent auf 28.003 Zähler, der TecDax 1,2 Prozent auf 3174 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3271 Punkte nach oben - hier stützen Aufschläge im Technologiesektor.

Bei den Einzelwerten ging es für BASF nach schwächeren vorläufigen Geschäftszahlen um 3,8 Prozent nach unten. Die Ludwigshafener haben für das dritte Quartal ein Ebit vor Sondereinflüssen von 581 Millionen Euro vermeldet. Das liegt deutlich unter der Baader-Schätzung von 798 Millionen Euro.

Eine schwache Henkel-Prognose ließ den Markt dagegen kalt, die Aktie verteuerte sich um 1,4 Prozent. Schon nach dem schwachen ersten Halbjahr waren Analysten vorsichtiger geworden und hatten damit gerechnet, dass das Ziel für 2020 nicht erreicht werden könnte. Henkel schafft diesbezüglich nun Klarheit und stellt einen Gewinnrückgang um bis zu 22 Prozent in Aussicht. Dies ist aber immer noch besser als befürchtet.  

17:05 Uhr

Rolls-Royce-Aktie schafft Rekord-Wochenplus

Rolls-Royce
Rolls-Royce 2,55

Schnäppchenjäger haben dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce den größten Wochengewinn seit seinem Börsengang 1987 beschert. Der Wert der Aktien verdoppelte sich in etwa in der abgelaufenenen Woche, allein heute gewannen die Papiere in der Spitze knapp 30 Prozent.

Das Unternehmen will fünf Milliarden Pfund am Markt aufnehmen, um sich für schwierige Zeiten zu rüsten. Diese Kapitalerhöhung "bereitet Rolls-Royce ausreichend auf eine unsichere Erholung vor und beseitigt alle schwelenden Sorgen in Zusammenhang mit der Liquidität und sogar der Solvenz", sagte Berenberg-Analyst Andrew Gollan.

16:52 Uhr

Verteidigungsministerium kippt Zuschlag für Sturmgewehr

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(Foto: dpa)

Lange Gesichter in Suhl: Das Bundesverteidigungsministerium hat die geplante Vergabe des Großauftrags für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr an den thüringischen Hersteller C.G. Haenel zurückgezogen. Das Ministerium begründete den Schritt mit möglichen Patentrechtsverletzungen durch das Unternehmen zulasten des Mitbewerbers Heckler & Koch.

Die Vergabestelle des Bundes werde nun "in eine Neubewertung der Angebote unter Berücksichtigung aller Aspekte eintreten", teilte das Ministerium mit.

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16:42 Uhr

Covestro kommt besser durch die Krise als erwartet

Der Kunststoffhersteller Covestro hat im dritten Quartal operativ mehr verdient als vom Markt erwartet und blickt optimistischer auf das Gesamtjahr 2020. Der operative Ertrag (Ebitda) betrage dank Kosteneinsparungen und einer besseren Margenentwicklung 456 Millionen Euro bei einer Markterwartung von rund 373 Millionen Euro, teilte der Dax-Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen mit.

Der Start ins vierte Quartal sei besser gelaufen als erwartet. Deshalb rechne Covestro nun für das Gesamtjahr mit einem Ebitda von rund 1,2 Milliarden Euro. Zuvor hatten die Leverkusener diese Kennzahl in einer Bandbreite zwischen 700 Millionen Euro und 1,2 Milliarden Euro prognostiziert.

Die Covestro-Aktie verlor 0,3 Prozent.

Covestro
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16:16 Uhr

Grüner Wall-Street-Start - Trump will Airlines helfen

Anleger an der Wall Street greifen in der Hoffnung auf irgendeine Art von Hilfen für die unter der Corona-Krise leidende Wirtschaft zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,4 Prozent höher bei 28.545 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,5 Prozent auf 3463 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,6 Prozent auf 11.488 Punkte.

US-Präsident Donald Trump hatte gestern von Unterstützung unter anderem für die schwer angeschlagenen Fluggesellschaften gesprochen. So gehörten die Aktien von JetBlue, Delta Air Lines, American Airlines und United mit einem Plus von bis zu 1,1 Prozent zu den Gewinnern.

Die Papiere von Xilinx schnellten um 16,6 Prozent nach oben. Einem Bericht zufolge ist der Chiphersteller AMD an einer Übernahme des Rivalen interessiert; dabei geht es um ein Volumen von mehr als 30 Milliarden Dollar. Die AMD-Titel gaben 2,5 Prozent nach.

15:42 Uhr

BASF schreibt wegen Corona Milliarden ab

BASF
BASF 52,21

Der Chemiekonzern BASF schreibt infolge der Belastungen auch wegen der Corona-Krise einen Milliardenbetrag ab. Wegen eines Nachfragerückgangs aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie und des Wettbewerbsdrucks bei Basischemikalien ergab sich ein Wertminderungsbedarf von 2,8 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Daher werde sich im dritten Quartal voraussichtlich ein Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 2,6 Milliarden Euro ergeben. Den negativen Effekt herausgerechnet dürfte aber ein operativer Gewinn von 581 Millionen Euro erzielt worden sein, und damit mehr als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten.

Auf den Rest des Jahres blickt BASF derweil recht zuversichtlich. Das Ebit vor Sondereinflüssen dürfte sich im Schlussquartal im Vergleich zum dritten Jahresviertel verbessern. Daher traut sich BASF nun auch wieder einen Jahresausblick zu. Der Umsatz dürfte wegen der Folgen der Corona-Pandemie auf 57 bis 58 Milliarden Euro fallen, nach 59,3 Milliarden im Vorjahr. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen dürfte sich auf 3 bis 3,3 Milliarden Euro belaufen. Hier waren es 2019 noch 4,6 Milliarden Euro.

Die BASF-Aktie verbilligte sich am Nachmittag um 2,4 Prozent.

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15:21 Uhr

Gesamtmetall: Bekommen die Corona-Krise allmählich in Griff

Trotz der wieder steigenden Infektionszahlen und eines Produktionsdämpfers im September ist die Metall- und Elektrobranche zuversichtlich.

  • "Es macht auf uns den Eindruck, dass wir (...) das Corona-Thema schon in den Griff kriegen", sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander.
  • "Jetzt stellt sich mehr die Frage des Strukturwandels, was passiert da an Einschlägen für die Wirtschaft?"

Voraussetzung für diese Entwicklung sei, dass es in Folge der Pandemie nicht erneut zu Verschärfungen und Einschränkungen für die Wirtschaft komme. Dass diese erneut runtergefahren werde, halte er aber für unwahrscheinlich, sagte Zander.

14:58 Uhr

USA verhängen neue Zölle für deutsche Alu-Bleche

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(Foto: imago images/Future Image)

Die US-Regierung führt vorübergehend neue Strafzölle für die Einfuhr von Blechen bestimmter Aluminiumlegierungen aus Deutschland und 17 weiteren Staaten ein. Aus der Bundesrepublik wurden 2019 solche Produkte im Wert von rund 290 Millionen US-Dollar eingeführt - deutlich mehr als aus den anderen betroffenen Ländern.

Das US-Handelsministerium wirft Importeuren aus diesen Staaten Preisdumping vor. Insgesamt geht es demnach um Einfuhren im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar.  Die neuen Zölle sollen sich nach der Höhe der angeblich künstlich niedrigen Einfuhrpreise richten. Im Fall von Deutschland könnten das dem Ministerium zufolge zwischen 51 Prozent und 353 Prozent des Warenwerts sein. Der Zoll werde angewiesen, die vorläufige Gebühr bei der Einfuhr in bar zu erheben, hieß es.

Die Entscheidung ist noch nicht endgültig. Alle Parteien können sich nun dazu äußern, am 5. April nächsten Jahres soll final über die Zölle entschieden werden.

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14:39 Uhr

Wie hat Corona das Anlegerverhalten verändert?

Durch die Corona-Krise ist vieles im Umbruch - auch an den Börsen. Wie hat sich dadurch eigentlich das Verhalten der Anleger verändert? Unter anderem das hat die Fondsgesellschaft Schroders Anleger auf der ganzen Welt gefragt. Friedhelm Tilgen spricht mit Joachim Nareike von Schroders über die Ergebnisse.

14:24 Uhr

L'Oreal schließt mehrere Luxus-Geschäfte in den USA

L'Oreal plant im Rahmen eines Strategiewechsels einige Geschäfte seiner Luxusdivision in den USA zu schließen, wie das französische Kosmetikunternehmen mitteilte. Die die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, dass 400 Arbeitsplätze von den Schließungen der US-Geschäfte und dem Strategiewechsel betroffen seien.

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14:00 Uhr

Audi-Aktionär will Squeeze-out per Klage stoppen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Audi-Aktionär versucht, die schnelle und vollständige Übertragung des Ingolstädter Autoherstellers an die Konzernmutter Volkswagen zu verhindern. Wie eine Audi-Sprecherin dem "Handelsblatt" sagte, geht ein einzelner Anteilseigner per Anfechtungsklage gegen den Ende Juli auf der Hauptversammlung getroffenen Squeeze-out-Beschluss vor.

VW hatte schon im Februar angekündigt, die süddeutsche Premiumtochter von der Börse zu nehmen. Mit 99,64 Prozent der Anteile ist der Wolfsburger Konzern der klar dominierende Aktionär. Per Squeeze-out sollen die wenigen freien Aktionäre aus dem Unternehmen herausgedrängt werden.

13:41 Uhr

Befürchteter Einbruch bei Containerschifffahrt bleibt aus

Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 54,10

Die internationale Containerschifffahrt hat sich von den Folgen der Corona-Pandemie nach Angaben aus der Branche schneller als erwartet erholt. Im laufenden Jahr sei mit einem Minus des weltweiten Containertransports von 4,1 Prozent zu rechnen, teilte Rolf Habben Jansen, der Vorstandsvorsitzende der Reederei Hapag-Lloyd, mit. Er berief sich dabei auf internationale Spezialberatungsunternehmen.

Im April dagegen hatte Hapag-Lloyd noch eine Prognose mit einem Rückgang des weltweiten Containertransports von 10,6 Prozent veröffentlicht. Für das nächste Jahr sei ein Wachstum von 5,7 Prozent zu erwarten. Niemand habe damit gerechnet, dass die Nachfrage wieder so steigen würde, sagte Habben Jansen.

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(Foto: imago/Winfried Rothermel)

13:08 Uhr

Chinesischer Automarkt startet richtig durch

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der chinesische Automarkt erholt sich weiter vom Einbruch infolge des Corona-Lockdowns Anfang des Jahres. Im September stieg der Absatz an die Händler im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,3 Prozent, wie aus vorläufigen Daten des Herstellerverbandes CAAM hervorgeht. Damit knüpft der weltgrößte Automarkt an das zuletzt starke, meist zweistellige Wachstum an.

China ist der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive Audi und Porsche), Daimler und BMW. Audi, BMW und Daimler hatten in dieser Woche bereits ihre Absatzdaten für das dritte Quartal vorgelegt und dabei über starke Verkäufe in China berichtet.

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12:43 Uhr

Dax hält sich über 13.000

Zum Ende einer insgesamt erfreulichen Börsenwoche hat sich der Dax heute bislang schwer getan. Nachdem der Leitindex zunächst noch etwas von Konjunkturhoffnungen profitiert hatte, rutschte er leicht ins Minus und stand am Mittag kaum verändert bei 13.040 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich ein Gewinn von knapp 3 Prozent an. Der EuroStoxx50 legte um 0,2 Prozent auf 3261 Zähler zu.

12:06 Uhr

"Goldene Woche" schiebt Chinas Inlandstourismus an

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(Foto: REUTERS)

Nach dem Einbruch durch die Corona-Krise nimmt Chinas Inlandstourismus wieder Fahrt auf. Rund 637 Millionen Touristen besuchten in der "Goldenen Woche" ab dem 1. Oktober die Sehenswürdigkeiten des Landes, wie das Ministerium für Kultur und Tourismus mitteilte. Dies entsprach 79 Prozent der Besucherzahl des vorigen Jahres.

Die Urlaubszeit in der "Goldenen Woche" aus Anlass der Gründung des modernen Chinas ist traditionell auch Reisezeit.

11:40 Uhr

Immobilienbranche fürchtet Corona-Nachwirkungen

Der Chef des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen, Michael Zahn, hat vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wohnungsmarkt gewarnt. Zwar habe die Krise das Unternehmen bislang nicht nachhaltig getroffen, aber "die Auswirkungen von Corona spüren wir aus meiner Sicht noch in drei Jahren", sagte der Manager dem "Handelsblatt". Bislang seien sehr wenige Mieter in Probleme gekommen, "aber in den kommenden zwei Jahren dürften mehr Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten geraten".

Die im Dax notierte Deutsche-Wohnen-Aktie gab um 0,3 Prozent nach. Vonovia verloren 0,4 Prozent.

11:13 Uhr

Österreichs Wirtschaft hat kräftigen Corona-Husten

Corona hat die österreichische Wirtschaft voll erfasst: Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) rechnet damit, dass die Konjunkturerholung nach dem coronabedingten Einbruch im Frühjahr gegen Jahresende deutlich an Schwung verlieren wird. Für das dritte Quartal prognostiziert das Wifo einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von über 10 Prozent, für das vierte Quartal aber nur noch 0,8 Prozent Wachstum. Für das Gesamtjahr 2020 erwarten die Konjunkturforscher ein BIP-Rückgang von 6,8 Prozent.

Die Gründe für die Wachstumsverlangsamung sind die schwächer werdenden Aufholeffekte beim Konsum und die wieder anziehenden Infektionszahlen und die leichte Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen.

10:49 Uhr

Türkische Lira verliert weiter an Wert

Hier wieder die obligatorische Lira-Meldung: Die türkische Währung taumelt weiter von Rekordtief zu Rekordtief. Der US-Dollar stieg im Gegenzug um 0,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 7,955 Lira. Die Lira hat in diesem Jahr rund 25 Prozent abgewertet, hauptsächlich aufgrund von Bedenken wegen der erschöpften Devisenreserven der Zentralbank und kostspieliger Interventionen auf dem Devisenmarkt. Hinzu kamen geopolitische Sorgen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

   

10:27 Uhr

Kauf perfekt: Euronext übernimmt Mailänder Börse

Der Verkauf der Borsa Italiana Group ist in trockenen Tüchern. Die Mehrländerbörse Euronext zahlt dem Londoner Börsenbetreiber LSE 4,325 Milliarden Euro für die Mailänder Börse. Der Kaufvertrag sieht überdies einen Ausgleich vor, der die bis zum Abschluss erwirtschafteten Barmittel widerspiegelt.

Voraussetzung für den Vollzug ist nach Angaben der LSE, dass der Verkauf der EU-Kommission reicht, um die kartellrechtliche Genehmigung für die 15 Milliarden US-Dollar teure Akquisition des Finanzdatendienstleisters Refinitiv zu erteilen. Auch die Deutsche Börse hatte Interesse am italienischen Börsenkonzern.

10:07 Uhr

Ex-Tengelmann-Chef soll für tot erklärt werden

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Seit zwei Jahren verschollen: Karl-Erivan Haub.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Handelsunternehmen Tengelmann hat laut "Handelsblatt" beim Amtsgericht Köln beantragt, dass der ehemalige Firmenchef Karl-Erivan Haub für tot erklärt wird - seine Brüder haben sich dem Antrag angeschlossen. Haub war vor gut zwei Jahren von einer Skitour nicht zurückgekehrt und gilt seitdem als verschollen.

Sollte das Amtsgericht dem Antrag stattgeben, würde das den Streit in der Familie verschärfen. Denn dann müssten Frau und Kinder von Haub Erbschaftsteuer in angeblich dreistelliger Millionenhöhe zahlen. Auch deshalb hatte Haubs Frau bisher mit einem entsprechenden Antrag gezögert.

09:54 Uhr

Henkel wagt Prognose - Anleger reagieren erfreut

Henkel
Henkel 90,60

Der in der ersten Jahreshälfte von der Corona-Krise gebeutelte Konsumgüterkonzern Henkel traut sich nach Zuwächsen im dritten Quartal wieder eine Prognose für das Gesamtjahr 2020 zu. Der Dax-Konzern erwartet nun nach eigenen Angaben einen Rückgang des organischen Umsatzes von 1 bis 2 Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite (Ebit-Marge) werde voraussichtlich in der Bandbreite von 13,0 bis 13,5 Prozent liegen. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) werde bei konstanten Wechselkursen in einer Spanne von 18 bis 22 Prozent liegen. Im dritten Quartal erzielte Henkel ein organisches Umsatzwachstum von 3,9 Prozent.

Mit der Henkel-Aktie ging es am Vormittag um 2,7 Prozent nach oben.

09:38 Uhr

Prognoseanhebung befeuert Zalando-Kurs

Zalando
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Kräftig nach oben ist es mit dem Kurs der Zalando-Aktie gegangen, sie verteuerte sich um 5 Prozent. Die Corona-Krise hat das Geschäft des Online-Modehändlers befeuert. Nach einem starken dritten Quartal werde sich der Betriebsgewinn im Gesamtjahr mindestens mehr als verdoppeln, teilte das MDax-Unternehmen mit.

Konkret rechnet Europas Marktführer 2020 mit einem Betriebsergebnis (Ebit) zwischen 375 und 425 Millionen Euro nach knapp 166 Millionen Euro im Vorjahr. Bisher waren maximal 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden.

09:23 Uhr

Ladesäulen-Bauer will am 21. Oktober Börsendebüt feiern

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Ladesäulen-Hersteller Compleo will bei seinem Börsengang in Frankfurt bis zu 53 Millionen Euro für die Finanzierung seines Wachstums einsammeln. Dazu werden 900.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung zu einem Preis von 44 bis 59 Euro je Stück angeboten, wie das Unternehmen mitteilte. Daneben bieten Altaktionäre Papiere zum Kauf an, so dass im besten Fall insgesamt fast 1,7 Millionen Aktien platziert werden und das Emissionsvolumen bei knapp 100 Millionen Euro liegen könnte.

Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 19. Oktober, am 21. Oktober will der Hersteller von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern.

09:13 Uhr

Dax kraxelt weiter hoch

Mit dem deutschen Aktienmarkt ist es zu Handelsbeginn weiter nach oben gegangen. Der Dax legte um 0,4 Prozent auf 13.093 Punkte zu. Der MDax gewann 0,6 Prozent auf 28.010 Zähler, der TecDax 0,3 Prozent auf 3145 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent höher bei 3272 Punkten.

Investoren beäugen derzeit vor allem die wieder laufenden Gespräche in den USA über neue Konjunkturhilfen. In ihrem Fokus bleiben aber auch die rasant steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland und Europa.

Dax
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08:38 Uhr

Streik und Förderstopp besänftigen Sorge am Ölmarkt

Die Ölpreise geben am Morgen leicht nach, halten sich aber weiterhin auf hohem Niveau. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,23 US-Dollar. Das waren 11 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 7 Cent auf 41,12 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,24

Die Ölpreise wurden zuletzt sowohl durch weitreichende Förderstopps im Golf von Mexiko aufgrund des Wirbelsturms Delta gestützt als auch durch einen Streik von Ölarbeitern in Norwegen. Nach Einschätzung des Marktstrategen Michael McCarthy vom Handelshaus CMC Markets glich dieser Einfluss die zuletzt vorherrschenden Sorgen bezüglich einer mangelnden Förderdisziplin des Ölkartells Opec aus. Hier war es teilweise zu Überschreitungen der vereinbarten Förderkürzungen gekommen.

Daneben gab es zuletzt Signale aus dem Weißen Haus, dass die stockenden Verhandlungen um ein neues US-Konjunkturpaket fortgesetzt werden könnten, nachdem sich US-Präsident Donald Trump zunächst kritisch gezeigt hatte. Laut Medienberichten telefonierte Finanzminister Steven Mnuchin diesbezüglich mit der Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi.

08:14 Uhr

Zalando profitiert von der Krise - Kurs schnellt nach oben

Zalando
Zalando 82,72

Der Online-Modehändler Zalando gilt als einer der Profiteure des aktuellen Konsumverhaltens. Nach dem Lockdown im Frühjahr wird weiter im Internet geshoppt. Nach einem außergewöhnlich starken und profitablen Wachstum im dritten Quartal hat das Unternehmen seine Jahresprognose erneut angehoben. Die Citigroup spricht bei Zalando von einer "soliden Erhöhung" beim bereinigten Ebit 2020 im Bereich von rund 45 Prozent, verursacht sowohl durch Umsatz- als auch Kosten-Komponenten.

Mit Blick auf 2021 sprechen die Experten davon, dass die Verbesserung bei den Kosten 2020 einmalig gewesen sei, allerdings die höhere Umsatzbasis erhalten bleiben dürfte. Die Kollegen von Goldman sollen nach Aussage aus dem Handel das Kursziel bereits auf 100 Euro hochgenommen haben. Die Aktie legt im Spezialistenhandel bereits um 7 Prozent zu.

07:39 Uhr

Dax dürfte US-Börsen nach oben folgen

Dax
Dax 12.584,40

Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften sich dank Kursgewinnen an der Wall Street weiter voran wagen. Der Leitindex Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas höher starten. Investoren beäugen derzeit vor allem die wieder laufenden Gespräche in den USA über neue Konjunkturhilfen. Die Hoffnung darauf hatte den Dax am Donnerstag 0,9 Prozent höher bei 13.042 Punkten schließen lassen.

Auch die Wall Street ging fester aus dem Handel, nachdem US-Regierung und Demokraten im Kongress die von US-Präsident Donald Trump zuvor für beendet erklärten Gespräche über weitere Hilfen am Donnerstag wieder aufnahmen. Im Fokus der Investoren bleiben aber auch die rasant steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland und Europa. Bei den Einzelwerten dürften Anleger auf Zalando achten. Der Online-Versender hat nach einem Umsatz- und Gewinnsprung im dritten Quartal seine Jahresprognose angehoben.

06:48 Uhr

Asiatische Märkte schwächeln zum Wochenausklang

Nikkei
Nikkei 23.525,89

Die Börse in Japan zeigt sich schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 23.613 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1648 Punkten. Auf die Woche gesehen nahm der Markt in Tokio aber dennoch Kurs auf den stärksten Zuwachs seit zwei Monaten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,8 Prozent.

Ausschlaggebend war die Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen in den USA. Die Börse in Shanghai lag 1,7 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 2 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 105,81 Yen und gab 1,2 Prozent auf 6,7090 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9150 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1777 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0780 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,2956 Dollar.

06:30 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht