Mittwoch, 19. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:42 Uhr

Dax scheitert nur knapp an 13.000 Punkten

Dax
Dax 13.181,82

Dank robuster Konjunkturdaten hat der Dax seine Vortagesverluste wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex schließt 0,74 Prozent höher bei 12.977 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte legt um 0,33 Prozent auf 27 402,47 Punkte zu. Die Anzeichen für eine Erholung der hiesigen Industrie nach dem Einbruch in der Corona-Krise mehren sich, wie der Anstieg des Auftragsbestandes zeigte.

Trotz des neuerlichen Versuchs des Dax, sich aus seiner engen Handelsspanne zu befreien, halten Marktbeobachter das Potenzial für begrenzt. Während es an den US-Börsen Rekorde zu beklatschen gebe, herrsche in Deutschland Sommerpause, schrieb etwa Marktexperte Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Stanzl sieht den Leitindex zudem aus technischer Sicht angeschlagen, nachdem dieser mehrfach daran scheiterte, die Marke von 13.000 Punkten nachhaltig zurückzuerobern.

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17:24 Uhr

Corona-Pandemie bremst Forschung in Chemiebranche

Seit Monaten forscht die Pharmabranche auf Hochtouren an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Doch insgesamt bremst die Pandemie die Forschungsaktivitäten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Zwar wollen 60 Prozent der Unternehmen ihre Forschungsprojekte wie geplant umsetzen, wie aus einer veröffentlichen Umfrage des Branchenverbands VCI hervorgeht. 30 Prozent der Firmen verschieben aber einzelne Projekte zumindest um einige Monate, zwei Prozent werden ganz gestrichen. Bei externen Forschungsaufträgen wird das Geld vermehrt zusammengehalten. Jedes neunte Unternehmen kann laut VCI wegen der hohen Unsicherheit noch gar keine endgültige Aussage zu seinen Projekten machen.

"Unsere Forschungsaktivitäten bleiben von den massiven Auswirkungen der Pandemie nicht verschont", sagte Thomas Wessel, Vorsitzender des Ausschusses Forschung, Wissenschaft und Bildung beim VCI. 2020 dürfte die Branche den Rekord-Forschungsetat aus dem Vorjahr, der um mehr als drei Prozent auf rund 13 Milliarden Euro gestiegen war, wohl nicht erreichen. "

17:03 Uhr

Apple ist jetzt zwei Billionen Dollar wert

Apple
Apple 93,82

Apple schreibt erneut Wall-Street-Geschichte: Der Börsenwert des iPhone-Riesen ist zum ersten Mal über die Schwelle von zwei Billionen Dollar gestiegen. So hoch wurde noch nie ein US-Unternehmen gehandelt. Nach einem Kursplus von mehr als fünf Prozent auf mehr als 467 Dollar markierte die Marktkapitalisierung des kalifornischen Tech-Konzerns den neuen Meilenstein.

Das Erreichen dieser historischen Marke ist das Ergebnis einer enormen Kursrally - zu Jahresbeginn hatte die Aktie noch knapp 300 Dollar gekostet. Dabei war Apple erst im August 2018 als erster US-Konzern in die Finanzgeschichte eingegangen, der eine dreizehnstellige Bewertung an der Börse schaffte. Hatte das Unternehmen für die erste Billion noch über 42 Jahre benötigt, so kam die zweite in kaum mehr als zwei Jahren hinzu. Dieses Kunststück lässt sich als Beleg für den anhaltend großen Erfolg interpretieren, den Apple trotz einer Weltwirtschaftskrise aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin mit seinen Produkten wie dem iPhone hat.

16:25 Uhr

Übernahme-Pläne von Oracle begeistern Trump

US-Präsident Donald Trump hat den US-Softwareriesen Oracle ein "tolles Unternehmen" für eine Übernahme der umstrittenen chinesischen Video-App Tiktok genannt. Nach einer Rede in Yuma im US-Bundesstaat Arizona sagte Trump auf eine entsprechende Frage, Oracle sei seiner Meinung nach "ein tolles Unternehmen, und ich denke, sein Eigentümer ist ein unglaublicher Kerl. Ich denke, Oracle könnte sicherlich jemand sein, der das schaffen kann."

Medienberichten zufolge erwägt Oracle die Übernahme der Geschäfte von Tiktok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Trump hat bereits ein Dekret unterzeichnet, das auf ein Verbot von Tiktok ab Mitte September hinausläuft, sollte der chinesische Mutterkonzern Bytedance die Plattform bis dahin nicht verkauft haben.

16:06 Uhr

US-Börsen tasten sich zu neuen Rekorden vor

Die Rekordserie an den US-Börsen geht weiter. Kurz nach der Startglocke steigt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 27.853 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,1 Prozent und markiert schon wieder ein neues Allzeithoch, das aber nur 1 Punkt über dem vorigen liegt. Der Nasdaq-Composite legt um etwa 5 Punkte zu. Auch er hat gleich nach der Startglocke sein Rekordhoch vom Dienstag um einige Punkte verbessert.

Southwest Airlines
Southwest Airlines 33,96

Als einer der Nachzügler der eigentlich schon beendeten Bilanzsaison in den USA hat die Baumarktkette Lowe's Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht. Umsatz und Gewinn lagen klar über den Erwartungen des Marktes, was die Aktie um 1,4 Prozent zulegen lässt.

Die von der Corona-Krise gebeutelte Fluggesellschaft Southwest Airlines sieht nach einem schwachen Juli nun wieder einen Silberstreif am Horizont. Die Gesellschaft verzeichnete im August eine leichte Nachfragebelebung und geht davon aus, dass der Monat nicht ganz so schlecht laufen wird wie bisher befürchtet. Die Aktie legt um 2,2 Prozent zu.

15:53 Uhr

Einigung zwischen Lufthansa und Cockpit setzt kaum Akzente

Lufthansa
Lufthansa 8,80

Die Einigung zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) setzt kaum Akzente in der Aktie. Eine solche war in ähnlicher Form erwartet worden. In der Zukunft könnten weitere Einsparmaßnahmen notwendig werden. Die Vereinbarung umfasst Maßnahmen zur Kostensenkung, die bis Ende des Jahres gelten. So werden ab September unter anderem die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes sowie Arbeitgeberbeiträge zur Dotierung der Altersversorgung reduziert.

Für 2020 vereinbarte Tariferhöhungen werden auf Januar 2021 verschoben. Im Gegenzug für den Krisenbeitrag der Piloten sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen bis zum 31. März 2021 ausgeschlossen und frühestens im zweiten Quartal möglich. "Die deutliche Überkapazität bei den Piloten wird jedoch erheblich länger als bis März 2021 bestehen", warnte der Konzern. Die Lufthansa-Aktie liegt 2,2 Prozent in einem freundlichen Sektorumfeld vorne.

15:34 Uhr

Warum die Börse Nervosität braucht

Als die Börsenkurse im März dramatisch eingebrochen sind, war die Panik bei den Anlegern immens. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt. Trotzdem bleiben die Anleger weiter misstrauisch. Dementsprechend bleibt das Angstbarometer der Börse schwankungsanfällig. Wie Anleger dieses Barometer lesen und gezielt für ihre Anlagestrategie nutzen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Metin Simsek von der UBS.

14:39 Uhr

Pharma-Aktie schießt 70 Prozent hoch

Anleger langen bei Aktien von Momenta zu, nachdem der US-Pharmariese Johnson & Johnson das Biotechunternehmen aus dem Bundesstaat Massachusetts für 6,5 Milliarden Dollar kaufen will. Die Papiere klettern vorbörslich an der Wall Street um 68,8 Prozent auf 52,02 Dollar. J&J will 52,50 Dollar je Momenta-Aktie in bar zahlen.

14:18 Uhr

Target-Aktie steuert auf Rekordhoch zu

Target
Target 126,00

Die in der Pandemie gestiegenen Verkaufszahlen für Videospiele, Küchengeräte und Kleidung beim US-Einzelhändler Target locken Investoren an. Die Aktien steuern vorbörslich auf ein Rekordhoch zu und gewinnen mehr als fünf Prozent.

Die Umsätze in den Filialen und im Online-Geschäft wuchsen im Quartal auf vergleichbarer Basis um 24,3 Prozent. Target-Kunden nutzten vor allem den Service für Lieferungen noch am selben Tag.

13:29 Uhr

Nächster Pharma-Milliardendeal steht kurz bevor

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson verstärkt sich im Bereich Autoimmunerkrankungen mit der 6,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Biotechunternehmens Momenta. J&J will 52,50 Dollar je Momenta-Aktie in Bar zahlen, ein Aufschlag von mehr als 70 Prozent zum Schlusskurs am Dienstag. Der Abschluss der Transaktion werde für das zweite Halbjahr dieses Jahres erwartet, teilte J&J mit.

Es ist der zweite Milliardendeal in der Pharmabranche in dieser Woche. Erst am Montag hatte Sanofi angekündigt, für 3,7 Milliarden Dollar die US-Biotechfirma Principia Biopharma zu übernehmen. Die Franzosen bauen damit ebenfalls ihr Geschäft mit Medikamenten für Immunkrankheiten aus.

12:52 Uhr

US-Amerikaner stecken mehr Geld in Projekte in und ums Haus

Lowe s
Lowe s 163,78

Der US-Heimausstatter Lowe hat im zweiten Quartal einen überraschend kräftigen Gewinnanstieg erzielt. Wegen der Corona-Pandemie hätten viele US-Amerikaner mehr Geld in Projekte in und um ihr Haus investiert, so das Unternehmen. Der flächenbereinigte Umsatz in den Filialen kletterte den weiteren Angaben zufolge um 35 Prozent. Die Verkäufe über die Onlineplattform seien sogar um 135 Prozent gestiegen.

In der Summe zogen die Umsätze laut Mitteilung um 30 Prozent auf 27,3 Milliarden US-Dollar an. Das Nettoergebnis stieg auf 2,83 Milliarden oder 3,74 US-Dollar je Aktie von 1,68 Milliarden Dollar bzw. 2,14 Dollar je Anteil. Den bereinigten Gewinn bezifferte die Lowe's Cos auf 3,75 Dollar - Analysten hatten laut Factset nur mit 2,92 Dollar gerechnet.

12:14 Uhr

GM stellt in China Strategie um

General Motors (GM)
General Motors (GM) 31,92

General Motors stellt wegen schrumpfender Marktanteile in China seine Strategie um und setzt stärker auf Elektromobilität und automatisiertes Fahren. "Der Markt verändert sich dramatisch", sagte GMs neuer China-Chef Julian Blissett. Darauf wolle der größte US-Autobauer reagieren und günstige Elektroautos, aber auch größere, umweltfreundlichere SUV auf den Markt bringen, an denen der Konzern mehr verdient. Eine Schlüsselrolle in den Plänen spielt die Marke Cadillac, die die Elektrifizierung ihrer Modellpalette vorantreibt und viele Kunden im Premiumsegment hat. Auch die Marke Buick werde stärker elektrifiziert, kündigte Blissett an.

Daneben will GM die chinesische Marke Wuling, die die Amerikaner gemeinsam mit ihrem lokalen Partner SAIC betreiben, in einen Hersteller günstiger E-Vans umwandeln, sogenannte "People Mover". China setzt seit längerem auf E-Mobilität, um die Umweltbelastung in seinen großen Städten einzudämmen.

11:42 Uhr

Für Corona-Impfstoff: Roche verbündet sich mit US-Pharmakonzern

Der Arzneimittelhersteller Roche aus Basel und der US-Pharmakonzern Regeneron arbeiten bei einer in der Entwicklung steckenden Antikörper-Therapie zur Behandlung von Covid-19 zusammen. Regeneron wird das Medikament, sollte es zugelassen werden, in den USA vertreiben und Roche im Rest der Welt. Erste Daten aus klinischen Tests mit dem REGN-COV2 genannten Wirkstoff werden im kommenden Monat erwartet. Roches Arthritis-Medikament Actemra hatte jüngst in einer breit angelegten klinischen Studie keine Besserung der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenentzündung bewirkt.

11:25 Uhr

In Euro-Zone dümpelt Inflation vor sich hin

Die auf niedrigem Niveau vor sich hin dümpelnde Inflation im Euroraum legt im Juli ein wenig zu. Die Verbraucherpreise stiegen um 0,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte und damit eine Schnellschätzung bestätigte. Im Juni lag die Teuerungsrate mit 0,3 Prozent einen Tick niedriger.

Teurer wurden im Juli vor allem unverarbeitete Lebensmittel: Sie kosteten 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dagegen verbilligte sich Energie um 8,4 Prozent. Die EZB betrachtet eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur, verfehlt dieses Ziel trotz massiver Geldspritzen jedoch seit Jahren. Sie hat sich angesichts weiter gefallener Energiepreise und auch wegen der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung in Deutschland im Kampf gegen die Corona-Krise darauf eingestellt, dass die Inflation erst Anfang 2021 anziehen wird.

10:45 Uhr

Moeller-Maersk kommt besser durch die Krise als erwartet

Moeller-Maersk
Moeller-Maersk 1.283,50

Die Reederei gilt als Barometer des Welthandels: Für die Aktie von Moeller-Maersk geht es im frühen Handel um 5,6 Prozent nach oben. Die dänische Reederei profitierte im zweiten Quartal von höheren Frachtraten, niedrigeren Treibstoffpreisen in Verbindung mit Kosteneinsparungen. Die Analysten von Jefferies streichen heraus, dass das Ebitda in der zweiten Periode rund 8 Prozent oberhalb des Konsens ausgefallen sei und die Analysten mit dem neuen Ausblick die 2020er Schätzungen nach oben nehmen werden.

Auch die Citi-Analysten werten den Ausblick des Reeders als Kurstreiber. So erwartet das Unternehmen nun für 2020 ein Konzern-Ebitda zwischen 6 und 7 Milliarden US-Dollar - verglichen mit der ursprünglichen Gesamtjahresprognose von rund 5,5 Milliarden Dollar und einem Konsens bei 5,7 Milliarden.

10:12 Uhr

Für Curevac hat sich der Börsengang richtig gelohnt

CureVac
CureVac 45,00

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac hat bei seinem Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq einen Gesamtbruttoerlös von rund 245,3 Millionen US-Dollar verzeichnet. Alle 15,33 Millionen Stammaktien seien zu einem Emissionspreis von 16,00 Dollar je Stammaktie verkauft worden, teilte die Gesellschaft mit, die derzeit einen Covid-19-Impfstoffkandidaten in der klinischen Erprobung hat.

Dies beinhalte auch die volle Ausübung der Underwriter-Kaufoption für 1,99 Millionen Stammaktien. Zudem habe Mehrheitsaktionär Dietmar Hopp im Rahmen einer Privatplatzierung von 100 Millionen Euro Stammaktien von Curevac zum Emissionspreis gekauft. Die Bundesregierung ist über die Kreditanstalt für Wiederaufbau an Curevac beteiligt.

09:44 Uhr

RWE holt sich Geld für Ausbau Erneuerbarer Energien, Aktie fällt

RWE
RWE 30,96

Bei den Einzelwerten steht RWE nach einer Kapitalerhöhung im Fokus. Aktien des Energiekonzerns fallen in den ersten Handelsminuten bis zu 5,3 Prozent. Das Essener Unternehmen hat sich binnen weniger Stunden zwei Milliarden Euro frisches Geld für den Ausbau des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien besorgt.

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09:32 Uhr

Dax startet im Minus

Dax
Dax 13.181,82

Der Dax gibt zum Handelsstart moderat nach. Der deutsche Leitindex verliert im frühen Handel 0,30 Prozent auf 12.843 Punkte. Der MDax sinkt um 0,23 Prozent auf 27.250 Punkte. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, fällt um 0,32 Prozent auf 3279 Zähler.

Das Robert-Koch-Institut registriert in Deutschland die höchste Zahl an Neuinfektionen seit mehr als drei Monaten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 1510 neue Fälle. Darüber hinaus könnten Aktien exportabhängiger Unternehmen belastet werden, da sich der starke Euro zunehmend der nächsten runden Marke von 1,20 Dollar nähert.

09:19 Uhr

Amazon will mit Gewinnen 3500 neue Arbeitsplätze schaffen

Der Online-Versandhändler Amazon will mit seinen Gewinnen aus der Corona-Krise in den USA weitere 3500 Arbeitsplätze schaffen. Der Konzern will dabei nach eigenen Angaben Ingenieure, Informatiker und Verwaltungsangestellte rekrutieren. 2000 der neuen Jobs werden demnach in New York angesiedelt. Zudem sollen mit dem Investitionsprogramm von insgesamt 1,4 Milliarden Dollar (1,17 Milliarden Euro) die Technologiezentren des Unternehmens in sechs US-Städten modernisiert werden.

Amazon hatte im zweiten Quartal dieses Jahres seinen Gewinn auf 5,2 Milliarden Dollar verdoppelt. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 40 Prozent. Seit Beginn der Corona-Krise stellte der Konzern weltweit insgesamt 175.000 Beschäftigte ein. Insgesamt beschäftigt Amazon 876.000 Menschen.

08:21 Uhr

Microsoft bekommt im Ringen um Tiktok Konkurrenz

Oracle ist Insidern zufolge in das Bieterrennen für das US-Geschäft der chinesischen App Tiktok eingestiegen. Der SAP-Konkurrent habe sich einigen Investoren des Tiktok-Eigners Bytedance wie General Atlantic und Sequoia angeschlossen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Sie seien an den Nordamerika-Aktivitäten sowie dem Geschäft in Australien und Neuseeland interessiert und bereiteten derzeit ein Angebot vor. Damit würden sie dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft Konkurrenz machen, der bisher als aussichtsreichster Kandidat für den Zuschlag gilt.

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08:00 Uhr

Broker sehen Dax zur Wochenmitte im Aufwind

Dax
Dax 13.185,97

Heute wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag war der deutsche Leitindex 0,3 Prozent niedriger bei 12.881 Punkten aus dem Handel gegangen. An der Wall Street stieg der Börsenindex S&P 500 auf einen Rekordwert. Experten zweifeln allerdings, ob die Höhenflüge der Aktienmärkte den tatsächlichen Zustand der Wirtschaft widerspiegeln. Der Fokus der Anleger richtete sich daher erneut auf weitere Finanzspritzen für die weltgrößte Volkswirtschaft.

Im Ringen um ein neues US-Finanzpaket wollen sich laut Insiderinformationen sowohl Demokraten als auch Republikaner auf ein kleineres Corona-Hilfspaket einigen. "Es könnte sich auf ungefähr 500 Milliarden US-Dollar belaufen", sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Anleger blicken zudem auf den Energiekonzern RWE, der sich über eine Kapitalerhöhung zwei Milliarden Euro frisches Geld für den Ausbau des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien besorgt hat. Zum Ende der Bilanzsaison legt noch der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea Zahlen vor. Aus dem Ausland folgen unter anderem Fortum und Maersk. Auf der Konjunkturseite warten Investoren auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Verarbeitenden Gewerbe sowie dem Gastgewerbe.

07:31 Uhr

Asiatische Börsen klettern auf Vorkrisenniveau

Nikkei
Nikkei 23.360,30

Die asiatischen Aktien sind heute auf ihren höchsten Stand seit sieben Monaten geklettert. Sie folgten damit dem Rekordwert des S&P 500, der durch immer größere politische Anreize zur Abfederung des wirtschaftlichen Rückschlags durch die Coronavirus-Pandemie ausgelöst wurde. Die Märkte werden auch genau die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung lesen, die heute veröffentlicht werden, "um Hinweise darauf zu erhalten, was die Fed im September in Bezug auf die Prognose für die Zukunft bekanntgeben könnte", sagte Tapas Strickland, Ökonom bei der National Australia Bank in Melbourne.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 23.102 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1613 Punkten. Nur die Anleger in Shanghai ließen sich vom Optimismus nicht mitreißen und die Börse lag 0,4 Prozent im Minus. Auch Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent. Die Gewinne wurden vor allem von australischen Aktien mit einem Plus von 0,8 Prozent und Südkorea mit einem Plus von 0,6 Prozent getrieben.

07:00 Uhr

Japans Exporte fallen weiter drastisch

Mangelnde US-Nachfrage und trübe Investitionsaussichten infolge der Corona-Krise lassen die japanische Exporte weiter fallen. Die Ausfuhren im Juli gegenüber dem Vorjahr gingen um 19,2 Prozent zurück und schrumpften damit den fünften Monat in Folge zweistellig, wie Regierungsdaten zeigten. Analysten hatten laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit einem Rückgang um 21,0 Prozent gerechnet. Im Juni verzeichneten die Exporte einen Rückgang um 26,2 Prozent.

Die Lieferungen in die USA - Japans Schlüsselmarkt - gingen im Jahresvergleich um 19,5 Prozent zurück. Die Exporte nach China, Japans größtem Handelspartner, stiegen um 8,2 Prozent, während die Exporte nach Asien um 8,2 Prozent schrumpften. Analysten gehen davon aus, dass eine Erholung im laufenden Quartal bescheiden ausfallen wird, da ein erneutes Auftreten von Infektionen die Nachfrage im In- und Ausland wahrscheinlich beschränken werde.