Der Börsen-Tag
21. November 2018
imageHeute mit Max Borowski
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17:47 Uhr

Dax beendet Verlustserie

Es ist doch noch etwas Leben im deutschen Markt: Vor dem langen Feiertagswochenende in den USA konnte sich der Dax deutlich erholen und seine fünftägige Verlustserie beenden. k

  • Der Dax gewann 1,7 Prozent auf 11.244 Punkte und machte damit zumindest einen Großteil seines Vortagesverlustes wieder wett. Am Dienstag war er noch auf den tiefsten Stand seit Ende 2016 abgesackt. Der MDax stieg zuletzt um 1,3 Prozent auf 23.304 Punkte.

  • Händlern zufolge kamen dem deutschen Leitindex vor allem die ausdünnenden Handelsumsätze aus den USA zupass, denn an der Wall Street bleiben am Donnerstag wegen Thanksgiving die Handelsräume geschlossen, und am Freitag wird nur verkürzt gehandelt.

  • Im Blick standen vor allem die Aktien von Thyssenkrupp, die nach einem schwachen Start um 2,5 Prozent zulegten. An die Dax-Spitze setzten sich die gestern hart abgestraften Papiere von Covestro und Infineon mit einem Plus von 5,5 beziehungsweise 4,7 Prozent.

Dax beendet Verlustserie
16:57 Uhr

Dollar neigt zur Schwäche

Unterstützung für Gold kommt vom Devisenmarkt, wo der US-Dollar zur Schwäche neigt. Der ICE-Dollarindex sinkt um 0,2 Prozent. Der Euro steigt dagegen auf 1,1404 Dollar nach Wechselkursen unter der Marke von 1,1370 am Vorabend, obwohl die EU ein Defizitverfahren gegen Italien wegen einer zu hohen Neuverschuldung eröffnet hat. Im Handel wiegelt man jedoch ab, denn nichts anderes sei erwartet worden. Hätte die EU nicht reagiert, wäre der Euro wohl unter Druck geraten.

Dollar neigt zur Schwäche
15:18 Uhr

Trump jubelt Saudi-Arabien für Öl-Preissturz zu

Enjoy!

Seit Wochen gibt es diese Spekulation: Dass die saudische Regierung die Ölförderung trotz sinkender Preise deshalb immer höher treibt, um die US-Regierung in Zeiten weltweiter Empörung über den Mord am saudischen Regimekritiker Khashoggi bei der Stange zu halten.

Scheint zu funktionieren. Trump kritisiert den saudischen Kronprinzen nicht nur nicht, er jubelt ihm geradezu euphorisch zu.

Trump jubelt Saudi-Arabien für Öl-Preissturz zu
14:54 Uhr

Amazon greift Handel mit eigenen Läden in Europa an

Amazon startet mit Läden in europäischen Metropolen seine Weihnachtsoffensive gegen den stationären Einzelhandel.

Heute öffnete der Konzern in Madrid einen Pop-up-Store mit einer Angebots-Palette von Elektronik über Computer-Spiele bis hin zu Bekleidung. Morgen öffnet ein weihnachtliches Geschäft in der deutschen Hauptstadt Berlin, gefolgt von Italien und Großbritannien. Pop-up-Stores sind übergangsweise betriebene Geschäfte in leer stehenden Ladenräumen.

Im September hatte Amazon bereits einen solchen Laden in New York eröffnet. Zuvor betrieb der weltgrößte Onlinehändler in den USA schon eigene Lebensmittel- und Buchläden.

Amazon greift Handel mit eigenen Läden in Europa an
13:40 Uhr

iPhone-Produzent muss Milliarden-Sparpaket auflegen

Berichte über deutlich reduzierte Bestellungen für Apples neue iPhones haben in den vergangenen Tagen maßgeblich zum Kurssturz der Tech-Aktien beigetragen. Nun meldet "Bloomberg" ein weiteres Indiz, dass die Branche, die rund um die Kult-Smartphones entstanden ist, in ernsthaften Schwierigkeiten steckt.

Demnach plant Foxcann, der größte Produzent von Apples iPhones ein massives Sparprogramm. Die Kosten sollen in 2019 um umgerechnet 2,9 Milliarden Dollar sinken. Das "nicht-technische" Personal soll um 10 Prozent abgebaut werden.

iPhone-Produzent muss Milliarden-Sparpaket auflegen
13:00 Uhr

Wall Street vor unsicherer Erholung

Nach der Baisse der vergangenen zwei Tage mit dem Fall ins Minus seit Jahresbeginn steuert die Wall Street am Mittwoch auf eine Stabilisierung mit leichten Aufschlägen zu.

Der Aktienterminmarkt suggeriert einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt. Doch dass sich Anleger ausgerechnet vor dem Erntedank-Feiertag am Donnerstag aus der Deckung wagen, gilt als ziemlich unwahrscheinlich.

Am Markt wird bereits die Frage erörtert, ob der zehnjährige Bullenmarkt endgültig an Kraft verliere und möglicherweise sogar auslaufe. Ein Giftcocktail aus Sorgen über das globale Wachstum, die Handelsstreitigkeiten und den Ausverkauf bei Technologiewerten setzt den Aktienmärkten seit geraumer Zeit zu.

Optimisten halten dagegen und verneinen Anzeichen einer drohenden Rezession und unterstreichen das robuste Ergebniswachstum zumindest in den USA. "Der Bullenmarkt ist weiterhin intakt und die Abwärtsdelle ist wegen der bekannten Sorgen temporärer Natur. Eine Rezession lässt noch einige Jahre auf sich warten. Wir verkaufen nicht, wir stehen das durch", beschwichtigt Marktstratege Craig Callahan von Icon Advisers.

Die Vermögensverwalter der UBS Global Wealth Management wollen jüngst sogar ihre Allokation in den weltweiten Aktienmarkt erhöht haben. Der Ausverkauf falle übertrieben aus und die Korrektur des Bullenmarktes lasse die Bewertungen überzeugender erscheinen, heißt es dort.

Wall Street vor unsicherer Erholung
11:18 Uhr

Knickt Italien im letzten Moment im Budgetstreit ein?

Wie die Zeitung "La Stampa" berichtete, könnte Italiens Vize-Regierungschef Salvini die geplanten Ausgaben für die Bürgereinkommen doch noch zurückzuschrauben und die Rentenpläne überdenken. Aus italienischen Regierungskreisen verlautete daraufhin allerdings, dass Salvini keine Änderungen plane.

Die Kurse italienischer Staatsanleihen schwankten am Mittwoch beträchtlich: die Hoffnung auf eine Einigung drückte die Renditen der zehnjährigen Papiere zunächst um elf Basispunkte auf 3,51 Prozent. Die harten Töne aus Rom trieben die Verzinsung dann wieder auf 3,555 Prozent. Euro / Dollar

Der Euro, der kurzzeitig ein Tageshoch von 1,1411 Dollar erklommen hatte, bröckelte auf 1,1382 Dollar ab.

"Alle Augen sind auf Salvini gerichtet", sagte Zinsstratege Michael Leister von der Commerzbank. Er denke, dass die EU-Kommission bei ihrer Haltung zu Italien bleiben werde. In ihrem überarbeiteten Budget für 2019, das die EU-Kommission eingefordert hatte, hatte Italien an den Plänen für höhere Ausgaben und ihren Wachstums- und Defizitprognosen nichts geändert und läuft nun Gefahr, dass die EU ein Strafverfahren einleitet.

Knickt Italien im letzten Moment im Budgetstreit ein?
10:21 Uhr

Trump lädt deutsche Autobosse ins Weiße Haus ein

Die Vorstandschefs der deutschen Autobauer BMW, Daimler und VW haben Berichten zufolge Einladungen aus dem Weißen Haus erhalten. Präsident Trump will offenbar mit ihnen - möglicherweise schon in den kommenden Tagen - über den Handelsstreit mit Europa plaudern. Dabei hatte Trump ja immer wieder die deutschen Autoexporte angegriffen.

Der Sektor der europäischen Automobilwerte gehört am Morgen mit einem Plus von 0,9 Prozent zu den Gewinnern am Aktienmarkt, VW legen um 2,0 Prozent zu.

Trump lädt deutsche Autobosse ins Weiße Haus ein
10:03 Uhr

RTL verliert Chefin

Nach ihrem Abschied aus dem Vorstand von Europas größtem Fernsehkonzern RTL Group zieht sich Anke Schäferkordt auch als Deutschland-Chefin und Mitglied im Vorstand der RTL-Muttergesellschaft Bertelsmann zurück.

"Die RTL Group und Anke Schäferkordt haben gemeinsam und im besten gegenseitigen Einvernehmen entschieden, ihren Vertrag als CEO der Mediengruppe RTL Deutschland nicht zu verlängern", heißt es in einer Mitteilung dazu. Nachfolger auf dem Chefposten der Mediengruppe RTL Deutschland wird zum Jahresende Bernd Reichart, der bisherige Geschäftsführer des ebenfalls zur Mediengruppe gehörenden Kölner Senders Vox.

Schäferkordt leitete den Flaggschiffsender der Gruppe und verantwortete damit auch die deutsche Senderfamilie, die seit 2007 als Mediengruppe RTL Deutschland bekannt ist. Zwischen 2012 und 2017 hatte sie zudem einen der beiden Chefposten der RTL Group inne.

Die in Luxemburg ansässige RTL Group ist zu 75,1 Prozent im Besitz des Medienkonzerns Bertelsmann und beteiligt an 60 Fernsehsendern und 30 Radiostationen in Europa sowie an Produktionsgesellschaften weltweit. In Deutschland sind dies RTL, RTL II, SuperRTL, n-tv und Vox.

RTL verliert Chefin
09:13 Uhr

Schnäppchenjäger stützen Dax - außer Thyssenkrupp

Nach dem jüngsten Kursrutsch nutzen einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den deutschen Aktienmarkt.

Der Dax stieg zur Eröffnung am Mittwoch um 0,7 Prozent auf 11.142 Punkte. Der MDax gewann 0,75 Prozent auf 23 175,30 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,5 Prozent nach oben.

Dies sei aber nur ein Zwischenhoch, warnten Börsianer. Angesichts zahlreicher Unsicherheitsfaktoren wie dem Brexit oder dem Streit um den italienischen Haushalt sowie der Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft seien jederzeit neue Kursrückschläge möglich.

Schlusslicht im Dax war Thyssenkrupp mit einem Kursminus von 0,7 Prozent. Der Mischkonzern kämpft im Autozuliefer- und Aufzugsgeschäft mit sinkenden Margen. Zudem liege das Ziel eines operativen Gewinns von über einer Milliarde Euro im Geschäftsjahr 2018/2019 unter den Erwartungen, schrieb Analyst Seth Rosenfeld von der Investmentbank Jefferies.

Schnäppchenjäger stützen Dax - außer Thyssenkrupp
08:37 Uhr

Ölpreise erholen sich etwas vom Kursrutsch

Brent RohölDie Ölpreise haben sich etwas von ihren kräftigen Verlusten vom Vortag erholen können. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,21 US-Dollar. Das waren 68 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 74 Cent auf 54,17 Dollar.

Am Dienstag waren die Rohölpreise von der allgemein schlechten Stimmung an den Finanzmärkten erfasst worden und erheblich unter Druck geraten. In der Spitze gaben die beiden wichtigsten Erdölsorten der Welt rund sieben Prozent nach. Der Preis für US-Öl sank daraufhin auf den tiefsten Stand seit gut einem Jahr, während der Preis für Nordseeöl auf den tiefsten Stand in diesem Jahr fiel.

Erdöl ist nicht nur ein Rohstoff, sondern zählt auch zu den riskanteren Anlageklassen, die von Anlegern im Falle von Finanzmarktstress abgestoßen werden. Hinzu kommt, dass ein Auslöser der schlechten Marktstimmung Wachstumsängste waren. Diese lassen eine geringere Rohölnachfrage erwarten, was die Rohölpreise zusätzlich belastet.

Ölpreise erholen sich etwas vom Kursrutsch
08:20 Uhr

Minuszeichen dominieren in Japan und China

Der Abwärtstrend an den asiatischen Börsen hält an. Der japanische Nikkei-Index fiel um 0,4 Prozent auf 21.508 Punkte und die Börse Shanghai notierte knapp im Minus bei 2644 Zählern.

"Die Hauptbelastungsfaktoren für japanische Aktien sind die Kursverluste in den USA, die Erwartung geringerer Firmengewinne wegen Sorgen um eine Abkühlung der Weltwirtschaft", sagte Analyst Hikaru Sato vom Brokerhaus Daiwa. Vor diesem Hintergrund gerieten vor allem konjunkturabhängige Werte unter die Räder. Die Aktien des Logistikers Marubeni, des Industriekonzerns Mitsubishi und des Stahlkochers Nippon Steel verloren bis zu 2,7 Prozent.

Nissan-Aktien zogen nach dem jüngsten Kursrutsch um 0,4 Prozent an. Die Affäre um angebliche Veruntreuung von Firmengeldern werde sich wohl kaum auf die Bilanz des Autobauers auswirken, sagten Börsianer. Da das Unternehmen zudem mit knapp sechs Prozent eine fast drei Mal so hohe Dividendenrendite biete wie im Nikkei üblich, könne mit einer raschen Erholung des Nissan-Kurses gerechnet werden.

Minuszeichen dominieren in Japan und China
08:03 Uhr

Leidet Thyssenkrupp-Aktie nach Zahlenvorlage?

Wie entwickelt sich heute die Aktie von Thyssenkrupp? Die vorgelegten Zahlen des Dax-Konzerns liegen nach Angaben eines Börsianers leicht unter Erwartungen. Mit 1,55 Milliarden Euro habe das bereinigte Ebit die Schätzung von 1,6 Milliarden Euro knapp verfehlt. "Zumindest bietet das Zahlenwerk keinen Grund zum Kaufen", sagt er.

Von anderer Seite heißt es, auch der Ausblick sei eher mau. So solle der freie Cashflow vor M&A entgegen den Erwartungen negativ bleiben. "Der Kurs dürfte unter dem Bericht leiden", erwartet dieser Marktteilnehmer.

Leidet Thyssenkrupp-Aktie nach Zahlenvorlage?
07:52 Uhr

Euro präsentiert sich leicht erholt

Der Euro hat sich etwas von seinen Verlusten am Vortag erholen können. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1385 US-Dollar und damit etwas mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch auf 1,1421 Dollar festgesetzt.

In Europa stehen zur Wochenmitte nur wenige Konjunkturdaten an. Allerdings veröffentlicht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre neue Wirtschaftsprognose. Angesichts bestehender Konjunktursorgen dürften sich Anleger dafür besonders interessieren.

In den USA stehen einige Wirtschaftsdaten an, weil am Donnerstag das Fest "Thanksgiving" beginnt. Die meisten der normalerweise erst im Wochenverlauf anstehenden Daten werden deshalb vorgezogen.

Euro präsentiert sich leicht erholt
07:36 Uhr

Stabilisierung des Dax erwartet

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(Foto: REUTERS)

Nach seinem jüngsten Kursrutsch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Mittwoch kaum verändert starten. Der Frankfurter Leitindex notierte vorbörslich 0,3 Prozent höher bei 11.100 Punkten.

Am Dienstag hatte er wegen Spekulationen auf eine nachlassende Kauflaune der Verbraucher 1,6 Prozent im Minus bei 11.066,41 Punkten und damit so niedrig wie zuletzt im Dezember 2016 geschlossen.

Im Tagesverlauf könnten US-Konjunkturdaten Investoren etwas vom Dauerbrenner-Thema Brexit ablenken. Auf dem Terminplan stehen unter anderem die Auftragseingänge für langlebige US-Güter und die Frühindikatoren auf dem Terminplan.

Stabilisierung des Dax erwartet
06:02 Uhr

Konjunkturängste drücken Nikkei

Zunehmende Sorgen um das Wachstum der Weltwirtschaft haben zur Wochenmitte die asiatischen Aktienmärkte ins Minus gedrückt. Börsianer verwiesen auf die vorangegangenen deutlichen Kursverluste an der Wall Street.

In Tokio sank der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 21.506 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßte 1,4 Prozent ein.

Am Devisenmarkt in Fernost zeigte sich der US-Dollar leicht erholt. Der Greenback stieg zur japanischen Währung geringfügig auf 112,87 Yen. Der Euro stagnierte bei 1,1373 Dollar.

Konjunkturängste drücken Nikkei