Montag, 08. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax macht eine Verschnaufpause - Lufthansa-Aktie stark

Es war einer der zähen Tage: Die europäischen Börsen wurstelten sich wegen sehr dünner Konjunkturdatenlage in Europa und in den USA durch den Handel. Ohnehin ist der Börsenhandel wegen des billigen Geldes der EZB von der realen Wirtschaft weitgehend abgekoppelt. Während die Ökonomien die Corona-Krise noch abzuarbeiten haben, sind die Aktienindizes bereits weitgehend auf Vorkrisenniveau.

imago55977937h.jpg

(Foto: imago stock&people)

Heute herrschte Verschnaufpause nach der jüngsten Rally - Gewinnmitnahmen waren über weite Strecken angesagt. Daneben bremsten neue Konjunkturdaten aus China die Euphorie nach dem US-Arbeitsmarktbericht etwas aus. Am Ende verlor der Dax 0,2 Prozent und schloss bei 12.820 Punkten. Der MDax gab 0,8 Prozent auf 26.991 Zähler ab. Der TecDax verringerte sich um 1,8 Prozent auf 3193 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 3373 Punkte nach unten.

Die Papiere des bereits feststehenden Absteigers Lufthansa waren mit plus 9,1 Prozent klare Gewinner im Dax. Die Frankfurter haben nun auch in Österreich Staatshilfen für ihre Tochter AUA festgezurrt. Im Aufwind befanden sich weiter Deutsche Bank mit einem Zuschlag von 3,8 Prozent. Dagegen lagen Adidas mit minus 2,7 Prozent am Dax-Ende. Die Herzogenauracher sind als Exporteur stark von China abhängig.

17:16 Uhr

Lufthansa ist weiteres Problem los - Österreich hilft AUA

119162615.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein weiteres Brett ist gebohrt: Österreichs Regierung und die Lufthansa haben sich einem Agenturbericht zufolge auf ein millionenschweres Rettungspaket für die strauchelnde Konzerntochter Austrian Airlines (AUA) geeinigt. Konkret greife Wien der Airline mit 450 Millionen Euro unter die Arme, berichtet Reuters unter Berufung auf zwei Insider.

Neben staatlich garantierten Bankkrediten von 300 Millionen Euro erhalte die von der Corona-Pandemie getroffene Fluggesellschaft einen Zuschuss von 150 Millionen Euro. Zudem steuere die Lufthansa ebenfalls 150 Millionen Euro bei. Das Hilfspaket belaufe sich somit auf insgesamt 600 Millionen Euro.

17:02 Uhr

Saudis sind sauer - freiwillige Öl-Förderdrosselung endet

Saudi-Arabien wird seine freiwillige Kürzung der Ölförderung einstellen. Das Königreich werde seine Förderung nur mehr so weit drosseln, wie es der neue Pakt ab Juli vorsieht, aber keinen Tropfen mehr, sagte der Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman.

Seit Anfang Juni hatte der weltweit führende Erdölexporteur seine Produktion um weitere 1 Million Barrel pro Tag gedrosselt - über das Niveau hinaus, zu dem er sich im April gegenüber dem Ölkartell Opec und seinen Verbündeten verpflichtet hatte, um die Ölmärkte wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der Energieminister sagte lapidar, "die freiwillige Kürzung hat ihren Zweck erfüllt".

Seine Ankündigung ist Teil der neuen Bemühungen Saudi-Arabiens, die Verpflichtungen der Opec einzuhalten und gegenüber Mitgliedern, die ihre Förderversprechen nicht einhalten, hart durchzugreifen.

16:42 Uhr

Für die Börse ist die Corona-Krise vorbei

Die Börse hat die Krise offenbar längst abgehakt. Zumindest ist das die Sprache, die die Aktienkurse sprechen. Aber ist das gerechtfertigt und: kann das sogar noch weiter gehen? Friedhelm Tilgen spricht mit Anouch Wilhelms von der Société Générale darüber, wie Anleger jetzt noch in den Markt einsteigen können und wie sich mit Bonuszertifikaten sogar noch ein Puffer nach unten einbauen lässt.

16:28 Uhr

Prozess gegen Ex-Audi-Chef beginnt Ende September

122817506.jpg

Rupert Stadler

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Skandal um massenhafte Manipulation von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen muss sich der frühere Audi-Chef Rupert Stadler vom 30. September an vor Gericht verantworten. Das Landgericht München ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft wegen Betrugs, mittelbarer Falschbeurkundung und strafbarer Werbung gegen Stadler und drei frühere Audi-Ingenieure in wesentlichen Punkten zu.

Für die Aufarbeitung der Vorfälle hat die Wirtschaftsstrafkammer 176 Verhandlungstermine bis Ende 2022 angesetzt.

16:20 Uhr

Konjunkturhoffnung an der Wall Street - Reisewerte im Aufwind

131466178.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hoffnung auf eine rasche Konjunkturerholung hat die US-Anleger zum Wochenauftakt zugreifen lassen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,8 Prozent fester bei 27.350 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,3 Prozent auf 3204 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,1 Prozent auf 9826 Punkte zu.

Inzwischen haben die Indizes fast den gesamten Einbruch vom März wieder wettgemacht. Gefragt waren die Aktien von Reiseunternehmen: Die Titel von American Airlines, United oder den Kreuzfahrtanbietern Carnival und Royal Caribbean legten bis zu knapp 15 Prozent zu. Sie profitierten von den Hoffnungen auf eine rasche Konjunkturerholung und einer Rückkehr der Reiselust.

Die Papiere von Schieferölfirmen wie Marathon, Devon oder Occidental Petroleum schnellten um bis zu knapp 16 Prozent hoch. Die wichtigsten Öl-Förderländer haben sich am Wochenende darauf geeinigt, die Förderbremse um einen Monat zu verlängern.

16:16 Uhr

Commerzbank stärkt Eigenkapital mit Nachranganleihe

Die Commerzbank stärkt mit einer speziellen nachrangigen Anleihe ihr Kernkapital. Das sogenannte AT-1-Papier hat ein Volumen von 1,25 Milliarden Euro und wird mit 6,125 Prozent verzinst, wie das MDax-Unternehmen mitteilte. Die Anleihe hat wie alle Nachranganleihen eine unbestimmte Laufzeit, frühestmöglicher Kündigungstermin vonseiten der Bank ist im Zeitraum Oktober 2025 bis April 2026.

AT-1-Anleihen werden unter bestimmten Umständen auf das Eigenkapital einer Bank angerechnet, da die Gläubiger in einer Krise an den Verlusten des Instituts beteiligt werden. Bei der neuen Anleihe der Commerzbank gilt nach Angaben des Instituts eine Abschreibungsregelung, wenn die Kernkapitalquote unter die Schwelle von 5,125 Prozent fällt.

15:51 Uhr

Porsche plant Corona-Nachholschichten an Samstagen

Eine Mitarbeiterin der Porsche AG hält ein Porsche-Emblem auf eine Motorhaube. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

(Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild)

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt: Nein, es geht nicht um die legendäre Band Geier Sturzflug, sondern um Porsche. Mit zusätzlichen Schichten am Samstag will der Sportwagenbauer einen Teil der in der Corona-Zwangspause ausgefallenen Produktion wieder aufholen. Im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen gehe es um etwa ein Dutzend Samstage in diesem Jahr sowie um den bevorstehenden Brückentag an diesem Freitag, sagte ein Konzernsprecher.

Die Produktion bei Porsche hatte sechs Wochen lang stillgestanden, seit Anfang Mai läuft sie wieder. Auch im Werk in Leipzig solle zusätzlich an einigen Samstagen gearbeitet werden, allerdings seien es dort weniger, hieß es. Mitte August fährt Porsche seine Produktion dort ohnehin vom bisherigen Zwei- in einen Drei-Schicht-Betrieb hoch.

15:32 Uhr

VW-Aufsichtsrat tagt - Wird Diess die Markenführung los?

a357c49e828be0edc0568a1875d19ad5.jpg

Herbert Diess

(Foto: dpa)

Volkswagen bereitet angesichts der jüngsten Misserfolge offenbar eine Neuordnung der Führung der Hauptmarke VW vor. Der Aufsichtsrat werde noch heute darüber beraten, hieß es in Wolfsburg. Es gehe nicht um Veränderungen im Konzernvorstand, sagte ein Insider. Ein anderer in die Konzernvorgänge Eingeweihter sagte, es seien sowohl personelle als auch strukturelle Veränderungen geplant. Es sei "eine größere Gemengelage". Die Beratungen könnten sich länger hinzuziehen. Es stehe noch nicht fest, ob und wann Ergebnisse veröffentlicht werden könnten. VW äußerte sich nicht dazu.

Konzernchef Herbert Diess, der in Personalunion die Hauptmarke des Konzerns führt, war als VW-Markenchef durch Probleme beim Golf 8 und dem neuen Elektroauto ID.3 unter Druck geraten und musste sich massiver Kritik des Betriebsrats erwehren. Schon länger wird daher vermutet, er solle als Markenchef entlastet oder gar abgelöst werden.

15:20 Uhr

Weniger Firmenpleiten in Q1 - Corona noch nicht eingepreist

BER_3.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Quartal 2020 um 3,7 Prozent auf 4683 gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Grundlage der Meldungen der Amtsgerichte mit. Vergleichsbasis ist das erste Quartal des Vorjahres. Die Folgen der Corona-Krise spiegeln sich somit noch nicht in der Statistik wider.

Die meisten Insolvenzen gab es mit 788 Fällen demnach im Wirtschaftsbereich Handel einschließlich der Kfz-Werkstätten. Auch dies waren aber den Angaben zufolge 80 Insolvenzen weniger als ein Jahr zuvor. Im Baugewerbe gab es einen Rückgang um 42 auf 761 Insolvenzanträge, im Gastgewerbe um 76 Fälle auf 514.

Gleichwohl sind die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal deutlich um 2,6 Milliarden Euro auf nun 7,3 Milliarden Euro gestiegen. Dies sei darauf zurückzuführen, dass Anfang des laufenden Jahres mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragten als im Vorjahr.

14:53 Uhr

BP stark unter Druck - massiver Stellenabbau steht an

116530405.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Der britische Ölriese BP will Insidern zufolge wegen der Coronavirus-Krise rund 15 Prozent seiner Stellen abbauen. Vorstandschef Bernard Looney kündigte in einer Online-Mitarbeiterversammlung an, dass das Unternehmen 10.000 der gegenwärtig 70.100 Stellen streichen will - die meisten davon bis Jahresende.

BP steht unter massivem Druck: Infolge der Corona-Krise war die Ölnachfrage weltweit eingebrochen, was wiederum zu einem Preisverfall führte. Der Nettogewinn von BP fiel zu Jahresbeginn um zwei Drittel auf 800 Millionen US-Dollar und auch im zweiten Quartal rechnet Looney mit deutlich niedrigeren Margen im Raffineriegeschäft.

14:32 Uhr

Boeing-Aktie erlebt Wiederauferstehung

Ja, sie lebt noch! Die wegen des Debakels mit der 737 Max lange verschmähte Boeing-Aktie erfreut sich wieder reger Nachfrage. Anleger setzen auf eine Wiederbelebung des Luftverkehrs und darauf, dass die Fluggesellschaften ältere Flugzeuge durch neue Modelle ersetzen. Am Freitag schoss der Kurs um 11,5 Prozent nach oben, wobei die rekordhohe Zahl von fast 100 Millionen Aktien den Besitzer wechselte. Auf Wochensicht summierte sich das Plus auf 40 Prozent.

Und auch der heutige Tag fängt vielversprechend an. Vorbörslich geht es mit dem Kurs um gut 8 Prozent nach oben. Morgen wird der zuletzt arg gebeutelte Konzern über die Auftragslage im Mai berichten.

Boeing
Boeing 180,32

14:23 Uhr

US-Indizes nach Freitagrally weiter auf dem Weg nach oben

748c713f9a8a4dcbf785783fa4520da2.jpg

(Foto: REUTERS)

Nach der Kursrally in Reaktion auf unerwartet gute Arbeitsmarktzahlen und fast 7-Prozent-Zuwachs über die komplette Vorwoche, sieht es heute zum Start an der Wall Street nach weiteren Gewinnen aus von bis zu 0,7 Prozent. Die schrittweise Öffnung der Wirtschaft sorge einerseits für Zuversicht, doch andererseits bleibe die Furcht vor einer zweiten Pandemiewelle im Raum, hieß es in New York.

Auch wenn sich die Marktstimmung verbessert habe und die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag gut ausgefallen seien, dürfte der Weg zu einer vollständigen Erholung steinig bleiben. Einige US-Bundesstaaten berichteten überdies von wieder steigenden Neuinfiziertenzahlen, nachdem die pandemiebedingten Verbote gelockert worden seien.

Die Aktie von Gilead Sciences zeigt sich beflügelt von Gerüchten über ein mögliches Zusammengehen mit Astrazeneca. Wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete, hat Astrazeneca Gilead im Mai informell kontaktiert, um das Interesse der anderen Seite abzuklopfen. Um mögliche Bedingungen für eine Fusion sei es dabei nicht gegangen. Es wäre die größte Fusion in dem Pharmasektor aller Zeiten.

14:14 Uhr

Deutsche Industrie leidet weiter - "Sturzflug wird flacher"

Nach dem historischen Produktionseinbruch im April blickt die deutsche Industrie optimistischer auf die nächsten drei Monate, erwartet aber nach wie vor einen Rückgang. Wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte, stieg der Ifo-Index der Produktionserwartungen von minus 51,0 Punkten im April auf minus 20,4 Punkte im Mai. Das bedeute nur, dass "der Sturzflug nun flacher wird", erklärte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Einzig die Autobranche erwartet den Angaben zufolge eine steigende Produktion. Der Indikator stieg hier auf 23 Punkte - im April hatte er noch bei minus 41 Punkten gelegen. Der deutliche Anstieg sei "keine Überraschung, nachdem die Produktion vielerorts nahezu komplett eingestellt worden war", erklärte Wohlrabe.

13:50 Uhr

Sentix: Konjunkturelle Talsohle ist durchschritten - Dax im Plus

Es bereits Licht zu sehen: Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex für Deutschland zeigt an, dass nach dem tiefen Fall im Zuge der Corona-Pandemie die Talsohle durchschritten ist. Wie Sentix berichtete, stieg der Index im Juni auf minus 17,2 (Mai: minus 35,3) Punkte. Der Index der Lagebeurteilung kletterte auf minus 53,0 (minus 66,0). Der Index der Konjunkturerwartungen schaffte den dritten Anstieg in Folge und stieg auf plus 27,3 (2,5) Punkte. Das ist der höchste Wert seit März 2015.

Der Konjunkturindex des Euroraums stieg auf minus 24,8 (41,8) Punkte. Der Lageindex erhöhte sich auf minus 61,5 (minus 73,0). Und der Erwartungsindex kletterte auf plus 21,8 (minus 3,0) Punkte. Mit seinem dritten Anstieg in Folge liegt er jetzt auf dem höchsten Stand seit November 2017.

Am deutschen Aktienmarkt ist diese Nachricht mit Wohlwollen registriert worden. Der Dax drehte ins Plus und legte um 0,1 Prozent auf 12.864 Punkte zu. Auch der EuroStoxx50 baute seine Verluste ab und notierte kaum verändert bei 3384 Stellen.

Dax
Dax 12.479,57

13:34 Uhr

Investor will neuen ProSieben-Chef nicht lange haben

Steht wieder Ärger ins Haus? ProsiebenSat.1-Aktionär Deka will dem neuen Chef des Fernsehkonzerns auf der Hauptversammlung zunächst den Rücken stärken, fordert mittelfristig aber seine Ablösung.

  • "In der jetzigen Situation, in der es gilt, sich auf Kosten-, Liquiditäts- und Cashflow- Management zu konzentrieren, ist Herr Beaujean der richtige Mann an der Spitze", sagte Winfried Mathes von Deka Investment. "In der Zeit danach sollte aber unbedingt ein branchenerfahrener Topmanager das Unternehmen führen."

Deka wolle zwar die Gremien entlasten und "im Sinne der Verwaltung" stimmen. Mathes kritisierte aber den jüngsten Strategiewechsel in Richtung Unterhaltungsgeschäft im deutschsprachigen Raum und damit die mangelnde Kontinuität in der Sendergruppe.

13:18 Uhr

Absatzeinbruch von Mercedes-Benz flacht etwas ab

aaeacdcca3dbaf4e7148d9f4a1efac52.jpg

(Foto: imago images/7aktuell)

Die rasante Talfahrt beim Absatz der Daimler-Premiummarke Mercedes-Benz in der Corona-Krise hat sich im Mai etwas verlangsamt. Der Stuttgarter Dax-Konzern lieferte im vergangenen Monat knapp 135.000 Pkw an die Händler aus, verlautete auf seiner Website. Das waren fast 29 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Im April hatte das Minus wegen geschlossener Autohäuser und der Beschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Ländern allerdings noch 44,5 Prozent betragen.

12:58 Uhr

Sartorius-Aktie: erst Erholungsgewinnerin, nun Absturz

Sartorius
Sartorius 298,80

Schlecht ist es heute der Sartorius-Aktie gegangen, ihr Kurs fiel am frühen Nachmittag um 8,5 Prozent.

  • "Ein Marktteilnehmer nimmt aggressiv Gewinne mit, und die Geldseiten waren im frühen Handel dünn", sagte ein Händler.
  • Sollte der Kurs im Tagesverlauf keine Intraday-Stabilisierung durchlaufen, könnten sich die Gewinnmitnahmen in den kommenden Tagen mit dem Trendbruch noch ausweiten.

Der Göttinger Pharma- und Laborzulieferer, der im TecDax notiert ist, ist bislang einer der großen Gewinner der Erholung. Nach dem März-Tief von 164,20 Euro hat sich der Kurs mehr als verdoppelt bis auf ein Allzeithoch von 339 Euro in der vergangenen Woche.

12:42 Uhr

Karstadt-Kaufhof-Chef Fanderl vor dem Rauswurf

120120168.jpg

Stephan Fanderl

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Chef von Galeria Karstadt Kaufhof, Stephan Fanderl, steht nach ntv-Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens vor der Abberufung. Die Personalie soll in den kommenden Tagen bekannt werden. Er soll eine Abfindung in Millionenhöhe erhalten. Ihm wird Missmanagement bei der Ausrichtung des Unternehmens vorgeworfen. Das Unternehmen wollte dies auf Anfrage von ntv nicht kommentieren.

"Herr Fanderl befindet sich in einer lange aufgeschobenen Reha-Maßnahme. Darüber hinaus äußern wir uns nicht", sagte ein Sprecher gegenüber ntv.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:25 Uhr

Bedenken in Brüssel: Fusion von Autoriesen wackelt

Fiat Chrysler und die Opel-Mutter PSA sind bei ihren Fusionsplänen offenbar mit Bedenken der europäischen Wettbewerbshüter konfrontiert. Die EU-Kartellbehörde habe Sorgen wegen des hohen Marktanteils des kombinierten Unternehmens bei Kleintransportern geäußert, sagten Insider gegenüber Reuters. Dies habe die Behörde den beiden Autobauern bereits vergangene Woche mitgeteilt.

Sollten beide Konzerne die Zweifel nicht binnen zwei Tagen ausräumen können und Zugeständnisse anbieten, werde die Wettbewerbsbehörde das Vorhaben einer viermonatigen Prüfung unterziehen. Fiat Chrysler und PSA wollen mit einer 50 Milliarden US- Dollar schweren Fusion zum weltweit viergrößten Autobauer aufsteigen.

12:10 Uhr

Dax baut Verlust ab - Analyst: "13.000 nur Frage der Zeit"

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt scheinen nach dem schwächeren Start wieder in Stellung gegangen. Allerdings ist die Lage bis zum Mittag doch fragil gewesen. Kurzzeitig hatte es den Anschein, dass der Dax seine Verluste wieder abbauen könnte, doch das erwies sich bislang als Trugschluss. Dennoch baute der Leitindex sein Minus ab und notierte nur noch 0,5 Prozent tiefer bei 12.788 Punkten. Der EuroStoxx50 sackte um ebenfalls 0,5 Prozent auf 3368 Zähler ab.

Laut Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader dürften die 13.000 Punkte im Dax nur eine Frage der Zeit sein. Die Stimmung bleibe freundlich und damit dürfte auch das Kaufinteresse bei Rücksetzern bestehen bleiben, vermutete er.

11:58 Uhr

Booking.com vermittelt nun Ausflugsangebote von Tui

64638176.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Reisekonzern Tui hat eine Partnerschaft mit dem Online-Buchungsportal Booking.com zur Vermittlung von Touren, Aktivitäten und Ausflügen vereinbart. Ab Juli sollen Kunden über die Plattform auf das Portfolio von mehr als 70.000 Angeboten der TUI-Tochter Musement zugreifen können.

Diese ist ein wichtiges Element der Digitalstrategie von Tui. Das Angebot soll auf eine Million Aktivitäten wie Wellness, Stadtführungen oder individuelle Sightseeing-Touren erweitert werden.

11:38 Uhr

Geldinstitut erwartet Rekordminus für deutsches BIP

Nach Ansicht der VP Bank hat sich die deutsche Wirtschaft im April "im künstlichen Koma" befunden. Dieses trete nun zutage, analysierte das Geldinstitut mit Blick auf die deutschen Produktionszahlen für April.

  • "Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird im zweiten Quartal vermutlich um mehr als 10 Prozent schrumpfen. Für Friedenszeiten ein zuvor noch nie gemessener Wert", kommentiert Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.
  • Klar sei aber auch, dass wenn die deutsche Wirtschaft wieder anfährt, das Zahlenwerk entsprechend positiv ausfalle. "Wenn man am Boden liegt, reicht schon eine leichte Steigerung der Produktion für deutliche prozentuale Zugewinne. Schon bald also werden rekordverdächtige Zuwachsraten die Schlagzeilen dominieren", sagt Gitzel voraus.
11:19 Uhr

Tui beruhigt - Verzögerungen bei Erstattung werden abgestellt

131561220.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Kundenkritik wegen ausbleibender Antworten auf Stornierungswünsche hat Tui Deutschland eine rasche Bearbeitung und baldige Erstattungen versprochen. Man habe zunächst von einzelnen Überweisungen auf ein automatisches System umstellen müssen, erklärte ein Sprecher. Nun seien "die Prozesse soweit aufgesetzt".

  • "Das hat nicht sofort geklappt. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich weiß aber auch, dass die Kunden bis Mitte/Ende kommender Woche das Geld für alle Reisen, die bis zum 15. Mai abgesagt wurden und bei denen eine Erstattung gewünscht ist, auf ihren Konten haben werden", sagte Geschäftsführer Marek Andryszak der "Bild"-Zeitung.

Tui Deutschland hatte Urlaubern in der Corona-Krise Rückzahlungen angeboten. Mitte Mai ergänzte das Unternehmen dann mit Blick auf die verspätet gestartete Sommersaison: Wer bis Ende Juni buche, könne nötigenfalls bis 14 Tage vor Abreise kostenlos stornieren - die Anzahlung gebe es dann zurück. Eine gebührenfreie Umbuchung bis zwei Wochen vor Abreise ist ebenfalls möglich, es gibt zudem "Treueboni".

11:04 Uhr

Italiens Wirtschaft mit massivem Einbruch

Corona bremst Italiens Wirtschaft kräftig aus: Diese bricht im laufenden Jahr voraussichtlich um 8,3 Prozent ein, wie aus der aktuellen Prognose des nationalen Statistikamts Istat hervorgeht. Für 2021 erwarten die Experten ein Wachstum von 4,6 Prozent.

Damit hätte die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone die Einbußen der starken Rezession aber im nächsten Jahr noch lange nicht wieder aufgeholt. Italien ist eines der in Europa am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

132659962.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

10:45 Uhr

Autowerte ignorieren erst einmal Trump-Drohung

132880124.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Heute ist wieder ein interessanter Tag für die Autoaktien. Sie standen kurz nach Handelseröffnung unter Verkaufsdruck, erholten sich dann aber wieder. Wieder einmal hat US-Präsident Donald Trump erneut mit Strafzöllen auf europäische Fahrzeuge gedroht.

BMW und Volkswagen verteuerten sich um je 2,1 Prozent. Daimler gingen um 1,1 Prozent hoch. Es sei schwierig zu beurteilen, "wie ernst diese Drohung ist", sagte ein Börsianer dazu.

10:18 Uhr

Neue Internetbank tritt auf die Bühne

Die neue Internetbank Vivid Money will mit Akteuren wie N26 und Revolut in Wettbewerb treten. Mit dem Start des Deutschlandgeschäfts können Kunden ein Bankkonto eröffnen und werden mit einer Visa-Debit-Karte ausgestattet.

Das Berliner Unternehmen war im vergangenen Jahr von Artem Yamanov und Alexander Emeshev gegründet worden. Später sollen auch Investmentprodukte angeboten werden. Zu den Investoren gehört die russische Bank TCS Group Holding.

10:03 Uhr

Ex-Kanzler Schröder bleibt Rosneft-Chefkontrolleur

2483e3bc9084086b8f0a560ce794b241.jpg

(Foto: dpa)

Der russische Energieriese meldet eine wichtige Personalie: Gerhard Schröder bleibt Aufsichtsratsvorsitzender des Staatskonzerns Rosneft. Das teilte Rosneft nach dem Jahrestreffen der Aktionäre mit. Der ehemalige Bundeskanzler gehört seit Ende September 2017 dem Gremium an. Ebenfalls als Aufsichtsratsmitglied bestätigt wurde der Chef der Gazprom-Tochter Nord Stream 2, Matthias Warnig.

Der 76-jährige Schröder wird unter anderem wegen seines Engagements für die vom Kreml kontrollierten Konzerne Gazprom und Rosneft immer wieder in Deutschland kritisiert. Rosneft steht wegen Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt auf der Sanktionsliste der EU.

Rosneft
Rosneft 4,54

09:41 Uhr

Die Börse prescht vor - kommt die Wirtschaft hinterher?

Sind die deutlich gestiegenen Aktienkurse eigentlich noch gerechtfertigt? Wird die wirtschaftliche Realität in den nächsten Monaten das einlösen können, was die Börse jetzt schon erwartet? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Anouch Wilhelms von der Société Générale und Thomas Koch von Platow Derivate darüber, wie es jetzt an der Börse weitergehen kann und welche Strategien für Anleger jetzt passend sind.

09:37 Uhr

Bank-Aktien laufen gut und sind weiter gesucht

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,63

Neben den Öl- und Gaswerten haben auch die die Aktien der Banken ihre Erholungsgewinne ausgebaut. Ihr Stoxx-Branchenindex stieg um 0,9 Prozent, der Euro-Stoxx-Banken-Index sogar um 1,4 Prozent. Die Stärke der europäischen und US-amerikanischen Branchentitel zum Wochenausklang hatte sich am Morgen bereits in Asien fortgesetzt.

Im Dax stiegen Deutsche Bank um 1,4 Prozent an die Dax-Spitze. Noch stärker nach oben ging es in Paris mit Credit Agricole und mit Societe Generale.

09:09 Uhr

Dax startet mit kräftigem Abschlag - Wirecard-Aktie tiefrot

Nach den kräftigen Gewinnen der Vorwoche ist der deutsche Aktienmarkt deutlich leichter in den Handel gestartet. Der Dax verlor 1,3 Prozent auf 12.673 Punkte. Der MDax gab um 0,9 Prozent auf 26.931 Zähler nach, der TecDax um 1,7 Prozent auf 3196 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,2 Prozent auf 3342 Punkte runter.

Im Dax lagen Wirecard mit minus 4,2 Prozent am Indexende. Nach Börsenschluss am Freitag war bekannt geworden, dass der gesamte Vorstand des Zahlungsdienstleisters um KFirmenchef Markus Braun wegen des Verdachts auf Marktmanipulation von der Finanzaufsicht Bafin angezeigt wurde.

Dax
Dax 12.479,57

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:49 Uhr

US-Jobdaten geben Asiens Börsen Auftrieb

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die ermutigenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag haben zu Wochenbeginn die Anleger in die asiatischen Aktienmärkte gelockt. Der japanische Nikkei-Index stieg zeitweise auf ein Dreieinhalb-Monats-Hoch von 23.163 Punkten und lag zuletzt 1,1 Prozent im Plus bei 23.121 Zählern. Der Börse Shanghai rückte 0,2 Prozent auf 2936 Stellen vor.

Aktuell überwiege die Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur, sagte ein Analyst. Vor diesem Hintergrund griffen die Investoren unter anderem bei Autowerten zu. Die Aktien von Nissan und Mazda stiegen um bis zu 7,6 Prozent. Die Branche profitierte Börsianern zufolge zusätzlich von der jüngsten Abwertung der japanischen Währung Yen.

08:33 Uhr

Deutsche Produktion bricht ein - "Tiefpunkt erreicht"

Die Sonne geht hinter den hochgeklappten Containerbrückenkränen unter. Foto: Axel Heimken/dpa/Symbolbild

(Foto: Axel Heimken/dpa/Symbolbild)

Die Corona-Krise fordert ihren Tribut: Deutsche Unternehmen haben ihre Produktion im April stark gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorgern stellten zusammen 17,9 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang von 16,8 Prozent gerechnet, nachdem es schon im Vormonat um 8,9 Prozent nach unten gegangen war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es sogar einen Einbruch von 25,3 Prozent. "Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991", hieß es.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist damit der "konjunkturelle Tiefpunkt erreicht". Der exportabhängigen Industrie brachen die Aufträge im April in Rekordtempo weg. Sie fielen um 25,8 Prozent niedriger aus als im März.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:57 Uhr

Diese Papiere könnten im Fokus stehen

Die erneute Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf europäische Autos setzt den deutschen Fahrzeug-Herstellern vorbörslich zu. Die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen verlieren bis zu 1,8 Prozent.

Nachholpotenzial haben einem Marktteilnehmer zufolge bei derweil Aktien aus dem Öl- und Gasbereich. "Sie sind gegenüber dem Gesamtmarkt noch deutlich zurückgeblieben", sagt er. Der Markt setze aber derzeit auf Nachzügler.

Wirecard
Wirecard 3,40

Im Blick behalten werden Investoren auch Wirecard. Die Papiere des Zahlungsabwicklers verloren am Freitag im Späthandel mehr als zwölf Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass der gesamte Vorstand des Zahlungsdienstleisters um Firmenchef Markus Braun wegen des Verdachts auf Marktmanipulation von der Finanzaufsicht BaFin angezeigt wurde.

Deutsche Wohnen werden mit einem Dividendenabschlag von 0,90 Euro gehandelt. Im Vergleich zum Freitagsschluss von 41,67 Euro bedeutet dies ein Minus von 2,2 Prozent.

07:29 Uhr

Dax beginnt wohl schwächer

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Woche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Die milliardenschweren Konjunkturspritzen von Europäischer Zentralbank und Bundesregierung hatten den deutschen Leitindex zuletzt ebenso beflügelt wie besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten.          

Im Blick behalten werden Investoren die Aktien von Wirecard, die am Freitag im Späthandel zeitweise mehr als zwölf Prozent verloren hatten. Nach regulärem Börsenschluss war bekannt geworden, dass der gesamte Vorstand des Zahlungsdienstleisters um Firmenchef Markus Braun wegen des Verdachts auf Marktmanipulation von der Finanzaufsicht BaFin angezeigt wurde.

Bei den Konjunkturdaten richtet sich die Aufmerksamkeit auf Daten zur deutschen Industrieproduktion. Analysten rechneten für April mit einem Rückgang um 15,5 Prozent.

07:03 Uhr

Nimmt der Dax Anlauf für die 13.000er Hürde?

An den europäischen Börsen sieht es zum Wochenauftakt erst einmal nach einer kleinen Verschnaufpause aus. Det deutsche Leitindex Dax und Euro-Stoxx-50 dürften die aufgelaufenen Gewinne erst einmal mehr oder weniger verteidigen. Nachdem der Dax in der vergangenen Woche fast 1300 Punkte gewonnen hat, richten sich Marktteilnehmer nun auf eine Eröffnung knapp über 12.800 Punkte ein. Die Vorlagen sind zwar günstig, aber der Dax hat sie mit dem starken Freitag laut Marktteilnehmern erst einmal vorweggenommen.

Dax
Dax 12.479,57

Marktanalysten weisen darauf hin, dass der Bereich 12.800 bis 13.000 ein technischer Widerstand ist, der letzte vor dem Gap zwischen 13.237 und 13.350 Punkten. Sie sehen aber gute Chancen, dass der Dax über den Tag hinaus die 13.000er Marke überwindet und den Gap-Widerstand attackiert: "Der Markt dürfte sich nun zunehmend auf den Verfall positionieren, und der Verfall wirkt häufig trendverlängernd", sagt ein Marktteilnehmer. Am Freitag nächster Woche laufen an der Eurex die Juni-Futures und die Juni-Optionen aus.

Impulse könnten am Montag vom Sentix-Konjunkturindex ausgehen, er gilt als Vorläufer des ifo-Geschäftsklima-Index.

06:38 Uhr

Japans Wirtschaft schrumpft moderater

Japans Wirtschaft hat sich im ersten Quartal besser geschlagen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank annualisiert um 2,2 Prozent, wie die Regierung mitteilte. Zunächst war sogar ein Minus von 3,4 Prozent prognostiziert worden. Im ersten Quartal zeigten sich erste Auswirkungen der Corona-Pandemie. Im letzten Quartal 2019 war die Wirtschaft nach einer Mehrwertsteuererhöhung um revidiert 7,3 Prozent geschrumpft. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt befindet sich damit in der Rezession.

Zwischen Januar und Ende März sanken die Verbraucherausgaben um 0,8 Prozent zurückging. Anders als zunächst angenommen stiegen aber die Kapitalinvestitionen um 1,9 Prozent. Ökonomen zufolge spiegelt dies aber die Folgen der Pandemie möglicherweise nicht korrekt wider, da viele Unternehmen ihre Pläne nicht fristgerecht eingereicht hätten. Diejenigen, die nicht in der Lage waren, rechtzeitig zu antworten, dürften stärker von dem Virus betroffen sein.

06:32 Uhr

Konjunkturzuversicht treibt Asien-Börsen

An den asiatischen Märkten geht es zu beginn der neuen Handelswoche  für die Kurse weiter hinauf. Hier wirken die unerwartet positiven US-Arbeitsmarktdaten nach. "Obwohl es in den USA einige Risikofaktoren wie Demonstrationen und Bedenken über eine zweite Coronavirus-Welle gibt, rücken die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Wiedereröffnung in den Mittelpunkt", sagt Masahiro Ichikawa, Leitender Stratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management.

Fed-Chef Jerome Powell sagte, die US-Wirtschaft könnte das Ausmaß der Beschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie länger als ein Jahr zu spüren bekommen. Chinesische Handelsdaten, die am Sonntag veröffentlicht wurden, zeigten auch die anhaltenden Auswirkungen der Epidemie.

Die Börse in Tokio zeigte sich zunächst stärker. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 1,2 Prozent höher bei 23.145 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,7 Prozent auf 1624 Stellen. In Shanghai geht es 0,3 Prozent vorwärts. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans klettert um 1,1 Prozent.