Montag, 15. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:41 Uhr

Dax scheut vor Rekord zurück

Mit einem Stand von 14.050 Punkten verabschiedet sich der Dax ins Wochenende, am Montag packt der deutsche Börsenleitindex noch weitere Zähler drauf, kann aber kein neues Allzeithoch markieren. Er gewinnt letzten Endes 0,4 Prozent auf 14.109 Punkte und schließt damit nur knapp unter dem Niveau des Tageshochs von 14.131. Das bisherige Allzeithoch liegt mit 14.169,50 in greifbarer Nähe.

Gestützt wurde der Markt von einem deutlichen Nikkei-Plus. "Es geht heute ruhiger zu, weil in den USA Feiertag ist und die Börsen dort geschlossen blieben", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta.

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten zeigen sich MTU und Deutsche Bank mit Aufschlägen von jeweils mehr als zwei Prozent an der Spitze der Dax-Gewinner. Auf der Verliererseite stehen Siemens und Delivery Hero mit Abschlägen von jeweils mehr als einem Prozent vorn.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,58
Siemens
Siemens 130,18

 

17:06 Uhr

Borussia Dortmund holt neuen Trainer: Aktienkurs legt zu

Borussia Dortmund, Tabellensechster der Fußball-Bundesliga, holt Trainer Marco Rose vom niederrheinischen Konkurrenten Borussia Mönchengladbach. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bestätigt den Abschied von Rose zum Saisonende, der eine Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag nutzt. Laut "Kicker" bekommt Rose in Dortmund einen Dreijahresvertrag. Der BVB hatte sich im Herbst von Trainer Lucien Favre getrennt, doch auch sein Nachfolger Edin Terzic führte die Mannschaft nicht zurück in die Erfolgsspur. Borussia Dortmund gewann nur eines der letzten sechs Bundesliga-Spiele. Nachdem die BVB-Aktien noch negativ in den Montagshandel gestartet waren, liegen sie nun knapp 1,5 Prozent im Plus.

BVB
BVB 5,38

16:41 Uhr

Milliardendeal in trockenen Tüchern: Siemens Healthineers-Kurs rutscht ab

Die Aktien von Siemens Healthineers werden an diesem Montag mit einem Dividendenabschlag von 0,80 Euro gehandelt. Im Vergleich zum Freitagsschluss von 48,83 Euro bedeutet dies ein Minus von 1,6 Prozent. Aktuell notieren die Titel in einem freundlichen Marktumfeld allerdings fast 2,1 Prozent im Minus bei 47,81 Euro.

Zuvor war von Insiderseite bekannt geworden, dass die EU-Kommission die Übernahme des amerikanischen Krebs-Spezialisten Varian durch Siemens Healthineers nach Zugeständnissen des Medizintechnik-Konzerns genehmigen will. Das sagen drei mit den Vorgängen vertraute Personen. Die Siemens-Tochter will 16,4 Milliarden Dollar für Varian zahlen. Es wäre die größte Übernahme der Firmengeschichte.

Siemens Healthineers hatte im Januar Zugeständnisse angeboten, um die von Kunden und Konkurrenten gegenüber der EU geäußerten Bedenken auszuräumen. Dabei geht es den Insidern zufolge um die Interoperabilität der Geräte, also die Frage, inwieweit sie mit Computersystemen und Software anderer Anbieter kombinierbar sind.

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 45,89

15:55 Uhr

Nigerianerin wird neue WTO-Chefin

Die Nigerianerin Ngozi Okonjo-Iweala wird neue Chefin der Welthandelsorganisation WTO. Die Ex-Finanzministerin wurde bei einer Online-Konferenz des obersten Entscheidungsgremiums der WTO einstimmig für das Amt der Generaldirektorin ausgewählt, wie zunächst aus Teilnehmerkreisen verlautete. Die WTO bestätigte die Wahl des Allgemeinen Rats später. Okonjo-Iweala ist die erste Frau und erste Vertreterin Afrikas an der Spitze der Organisation.

Anfang November hatte die WTO eigentlich bereits über die Personalie entscheiden wollen. Der Beschluss wurde aber verschoben, weil die US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump die Kandidatur Okonjo-Iwealas ablehnte.

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, erklärt, in Zeiten der Pandemie sei Okonjo-Iweala als bisherige Chefin der internationalen Impfallianz GAVI eine sehr gute Wahl. Sie werde die Zusammenarbeit der WTO mit der Weltgesundheitsorganisation voranbringen. Die WTO steckt in der größten Krise seit ihrer Gründung 1995, unter anderem weil politische Spannungen und ein zunehmender Protektionismus den Welthandel ausbremsen. Dazu kam der Konflikt mit der alten US-Regierung über die Ernennung neuer Richter für das Schiedsgericht der WTO, das über internationale Streitigkeiten entscheidet. Das Gremium wurde deshalb handlungsunfähig. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, fordert Europa und die USA unter dem neuen Präsidenten Joe Biden dazu auf, einen "gemeinsamen Fahrplan" für eine WTO-Reform aufzustellen.

15:39 Uhr

Spekulation um höhere Zinsen: Türkische Lira im Aufwind

In Erwartung weiterer Zinserhöhungen der türkischen Zentralbank decken sich Anleger mit der Landeswährung Lira ein. Im Gegenzug fallen Dollar und Euro um jeweils mehr als ein Prozent auf ein Fünfeinhalb-Monats-Tief von 6,9495 beziehungsweise 8,4180 Lira. Die Experten des US-Bank Morgan Stanley rechnen damit, dass der Leitzins im März oder April auf 18 von derzeit 17 Prozent angehoben wird.

15:12 Uhr

Comdirect schafft kostenloses Girokonto ohne Vorbedingungen ab

Die Comdirect schafft das kostenlose Girokonto ohne Bedingungen ab. Wenige Tage nachdem der seit Januar amtierende Commerzbank-Chef Manfred Knof ein neues Preismodell bei der Online-Bank angekündigt hat, machte die zur Commerzbank gehörende Comdirect am Montag ihre neuen Konditionen öffentlich.

Demnach ist ein Girokonto bei der Comdirect sechs Monate nach Eröffnung nur noch dann kostenlos, wenn eine der drei folgenden Bedingungen erfüllt ist: Monatlicher Geldeingang von 700 Euro, drei Zahlungen via Apple Pay beziehungsweise Google Pay oder mindestens eine Wertpapiertransaktion. Ansonsten verlangt die Bank pro Monat 4,90 Euro Kontoführungsgebühr. Für Studenten, Praktikanten und Azubis unter 28 Jahren ist das Konto kostenlos. Für Bestandskunden der Comdirect gelten die neuen Bedingungen vom 1. Mai 2021 an.

Knof hat dem Commerzbank-Konzern einen harten Sparkurs verordnet. Unter dem Strich werden 7500 Vollzeitstellen gestrichen, das Filialnetz in Deutschland wird auf 450 Standorte fast halbiert. Knof, der sich schon als Deutschlandchef des Versicherers Allianz den Ruf eines Sanierers erworben hat, hatte am Donnerstag auch angekündigt, dass Kunden sich auf Gebühren für Konto und Depot einstellen müssen.

Die Comdirect folgt damit dem Trend in der Branche: Bereits im vergangenen Jahr schaffte die Direktbank ING das kostenlose Girokonto ohne Vorbedingungen ab. Seit Mai verlangt die ING Deutschland 4,90 Euro pro Monat von Kunden, die ein ING-Girokonto nur zum Geldparken nutzen. Kostenlos ist dort das Girokonto nur, wenn monatlich 700 Euro eingehen oder der Kontoinhaber unter 28 ist.

Auch die Consorsbank dreht an der Gebührenschraube: Vom 27. März an ist auch bei der zur französischen Großbank BNP gehörenden Onlinebank ein neu eröffnetes Girokonto nur dann kostenlos, wenn monatlich mindestens 700 Euro eingehen oder wenn der Kontoinhaber unter 28 Jahre alt ist. Ansonsten werden 4 Euro pro Monat fällig.

Commerzbank
Commerzbank 5,60

14:45 Uhr

Euroraum steigert Außenhandelsüberschuss

Die Eurozone hat im Corona-Jahr 2020 ihren Außenhandelsüberschuss gesteigert. Die Ausfuhren des Währungsraums in die übrige Welt gingen im Vergleich zu 2019 zwar um 9,2 Prozent auf 2,131 Billionen Euro zurück, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilt. Doch zugleich schrumpften die Importe stärker - und zwar um 10,8 Prozent auf 1,897 Billionen Euro. Dies führte dazu, dass der Außenhandelsüberschuss mit 234,5 Milliarden Euro höher ausfiel als im vorherigen Jahr - mit damals 221,0 Milliarden Euro.

Im Dezember 2020 lag das Exportvolumen mit 190,7 Milliarden Euro um 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie Eurostat weiter bekanntgibt. Dies war der erste Anstieg seit Februar 2020. Die Importe betrugen 161,5 Milliarden Euro, ein Rückgang um 1,3 Prozent gegenüber Dezember 2019. Damit ergab sich ein Außenhandelsüberschuss von 29,2 Milliarden Euro - im Dezember 2019 lag er lediglich bei 22,6 Milliarden Euro.

13:50 Uhr

Bayer will Curevac-Impfstoff aus Wuppertaler Werk noch dieses Jahr ausliefern

Der Bayer-Konzern will aus seinem Werk in Wuppertal noch in diesem Jahr die ersten Dosen des Curevac-Impfstoffs ausliefern. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir noch vor Jahresende, wenn alles gut geht, die ersten Impfstoffe sogar ausliefern können", sagt Vorstandschef Werner Baumann. Der Impfstoff ist noch nicht zugelassen ebenso wenig wie das Bayer-Werk in Wuppertal, in dem das Vakzin produziert werden soll. Während Beyer-Aktien etwa 1,8 Prozent zulegen, klettern Curevac-Titel knapp 1,5 Prozent.

Bayer
Bayer 51,67
CureVac
CureVac 77,52

 

13:23 Uhr

Unter Strom: Jaguar und Land Rover wollen komplett elektrisch fahren

Der Luxusautobauer Jaguar Land Rover (JLR) will bis zum Jahr 2030 komplett auf umweltfreundliche Fahrzeuge umstellen. Land Rover werde in den nächsten fünf Jahren sechs E-Auto-Modelle anbieten, erklärte der zu Tata Motors gehörende Autobauer. Der erste vollelektrische Land Rover solle 2024 auf den Markt kommen. Jaguar werde seine Produktpalette komplett auf E-Autos umstellen.

Tata Motors
Tata Motors 18,10

13:01 Uhr

Hyundai? Nissan? Apple findet keinen Autopartner

Der japanische Autohersteller Nissan hat offenbar Verhandlungen mit Apple über die Produktion von selbstfahrenden Autos beendet. "Wir sind nicht in Gesprächen mit Apple", sagt eine Nissan-Sprecherin. Das Unternehmen sei jedoch immer offen für Kooperationen und Partnerschaften, um die Transformation der Industrie voranzutreiben. Vertreter von Apple waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die "Financial Times" hatte berichtet, Nissan und Apple hätten kurze Zeit über eine mögliche Partnerschaft für die Produktion von autonomen Autos gesprochen. Die Gespräche seien gescheitert, da Nissan kein reiner Auftragsfertiger für die Apple-Autos werden wollte. Auf der Suche nach einem Produzenten für seine Roboter-Autos war der US-Konzern bereits beim südkoreanischen Autobauer Hyundai abgeblitzt.

Nissan Motor
Nissan Motor 4,50
Apple
Apple 99,43

 

12:17 Uhr

Konjunkturoptimismus heizt Preisauftrieb bei Metallen an

In der Hoffnung auf eine rasche Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie decken sich Anleger mit Metallen ein. Der Preis für Kupfer steigt um rund ein Prozent auf ein Achteinhalbjahreshoch von 8406 Dollar je Tonne. Das zur Stahl-Herstellung benötigte Nickel erreicht ein Eineinhalbjahreshoch von 18.785 Dollar. Das Edelmetall Platin, das in Autokatalysatoren eingesetzt wird, gewinnt etwa 2,5 Prozent und ist mit 1285,17 Dollar je Feinunze so teuer wie zuletzt vor sechs Jahren.

11:52 Uhr

Lanxess-Zukauf beflügelt Kursfantasie der Anleger

Die Übernahme der US-Firma Emerald Kalama durch Lanxess kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien des Chemiekonzerns steigen rund vier Prozent. "Die zweitbeste Akquisition nach dem geplatzten Kauf der Spezialchemie-Sparte von Lonza", sagt ein Börsianer. Der Preis von einer Milliarde Dollar für Emerald Kalama sei aber kein Schnäppchen.

Lanxess
Lanxess 60,70

11:29 Uhr

Übernahme: Aktienkurs von deutschem Batteriehersteller explodiert

Der Darmstädter Batterie-Hersteller Akasol wird für bis zu 727 Millionen Euro an den US-Autozulieferer Borgwarner verkauft. Borgwarner bietet 120 Euro je Aktie, das sind 15 Prozent mehr als der Schlusskurs vom Freitag. Aktuell notieren die Titel rund 17 Prozent im Plus bei etwa 122,50 Euro.

Die Akasol-Gründer um Vorstandschef Sven Schulz, die zusammen 59,4 Prozent halten, verkaufen ihre Aktien an die Amerikaner, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Akasol stellt Lithium-Ionen-Batteriesysteme für elektrisch betriebene Busse, Züge, Lastwagen, Baumaschinen und Schiffe her. Für das abgelaufene Jahr hatte Akasol zwischen 60 und 70 Millionen Euro Umsatz angepeilt, 2021 sollen es nach Schätzungen von Analysten 125 Millionen werden. Das 1990 als Verein gegründete Unternehmen, das seit 2018 an der Frankfurter Börse notiert ist, arbeitet operativ an der Gewinnschwelle.

Die Übernahme biete Akasol "eine hervorragende strategische Perspektive", sagt Schulz, der über seine Familienholding aus dem schwäbischen Ravensburg allein 47,4 Prozent der Aktien hält. "Gemeinsam werden wir die Technologie- und Marktführerschaft von Akasol für hoch entwickelte Batteriesysteme weiter ausbauen." Er werde das Unternehmen auf Wunsch des neuen Eigentümers zusammen mit Finanzvorstand Carsten Bovenschen weiterführen.

Akasol
Akasol 119,10

Borgwarner ist auf die Antriebstechnik spezialisiert und hat rund 48.000 Mitarbeiter. Der Konzern aus Auburn Hills bei Detroit hatte in den vergangenen Jahren mehrfach in Deutschland zugekauft, darunter den Zündtechnik-Spezialisten Beru und Gustav Wahler, einen Hersteller von Abgasrückführungs-Systemen. Zuletzt übernahm Borgwarner den Konkurrenten Delphi für 3,3 Milliarden Dollar.

11:13 Uhr

Eon-Aktie ist für Analysten ein "Kauf"

Ein positiver Analystenkommentar hievt Eon in die Spitzengruppe der Dax-Gewinner. Die Aktien des Versorgers steigen knapp ein Prozent. Die Experten der Berenberg Bank haben die Titel auf "Buy" von "Hold" hochgestuft.

Eon
Eon 8,52

10:32 Uhr

BVB-Remis bremst Aktie aus

Das 2:2 Unentschieden im Heimspiel gegen Hoffenheim drückt Borussia Dortmund (BVB) ans Ende der SDax-Tabelle. Der BVB hat mit dem Remis erneut einen Rückschlag im Kampf um die lukrativen Champions-League-Plätze erlitten. Die Aktien des Fußball-Bundesligisten fallen rund zwei Prozent.

BVB
BVB 5,38

10:14 Uhr

Impf-Fortschritt:t Pfund gesucht

In der Hoffnung auf einen raschen Ausstieg aus dem Lockdown in Großbritannien decken sich weitere Anleger mit Pfund Sterling ein. Die britische Währung steigt auf ein Drei-Jahres-Hoch von 1,3909 Dollar. Zur europäischen Gemeinschaftswährung erreicht sie mit 1,1461 Euro ein Neuneinhalb-Monats-Hoch.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,15
Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,15

 

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09:43 Uhr

Anleihenrendite zieht deutlich an

In der Hoffnung auf einen Wirtschaftsaufschwung ziehen sich immer mehr Anleger aus "sicheren Häfen" wie Bundesanleihen zurück. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Fünfeinhalbmonatshoch von minus 0,387 Prozent. Die 30-jährigen Papiere rentieren mit plus 0,127 Prozent so hoch wie zuletzt vor etwa acht Monaten.

09:06 Uhr

Dax steht kurz vor dem Rekord

Das Auf und Ab der Vorwoche scheint der Dax zum Start in die neue Handelswoche hinter sich zu lassen. Ins Visier nimmt der deutsche Börsenleitindex dagegen wieder sein Allzeithoch von 14.169,50 Punkten. Nachdem er am Freitag mit 14.050 Zählern aus dem Handel gegangen war, liegt der Dax nun 0,4 Prozent im Plus bei 14.110 Punkten. ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer nennt drei Gründe für diese positive Entwicklung: "Die asiatischen Märkte sind deutlich gestiegen. Der Dax hat in der Vorwoche bei 13.850 Zählern gedreht. Und: der aufflammende Konjunkturoptimismus der Anleger. Wenn die Impfstoffe sich durchsetzen und die Pandemie nach und nach abebbt, wird die Konjunktur von Nachholeffekten zunächst einmal bestimmt sein."

08:46 Uhr

Nikkei schließt erstmals seit 1990 über 30.000 Punkten

In Erwartung eines Wirtschaftsaufschwungs und steigender Firmengewinne decken sich Anleger mit asiatischen Aktien ein. Der japanische Nikkei-Index stieg am Montag um knapp zwei Prozent auf 30.084 Punkte und schloss erstmals seit mehr als 30 Jahren über der psychologisch wichtigen 30.000er Marke. Die chinesischen Börsen blieben wegen der dortigen Neujahrsfeiern erneut geschlossen. "Die Aktienkurse sind so schnell gestiegen, sie haben quasi das Tempolimit überschritten", sagte Anlagestratege Ayako Sera von der Sumitomo Mitsui Trust Bank. Daher hätten die Börsen derzeit kaum noch Luft nach oben. Größere Rücksetzer seien aber auch nicht zu erwarten.

In Seoul rutschten die Aktien von SK Innovation um 4,2 Prozent ab. Der südkoreanische Batterie-Hersteller hatte in den USA ein Verfahren gegen den heimischen Rivalen LG Chem wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen im Zusammenhang mit Elektroauto-Batterien verloren. LG-Chem-Titel legten gut drei Prozent zu.

Nikkei
Nikkei 29.458,49

08:35 Uhr

Ölpreise setzen Höhenflug fort

Die Ölpreise legen weiter zu und erreichen die höchsten Werte seit über einem Jahr. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 63,59 Dollar. Das sind 1,16 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt 1,35 Dollar auf 60,82 Dollar.

Im frühen asiatischen Handel erreichten der US-Ölpreis bei 60,95 Dollar und der Brent-Preis bei 63,76 jeweils den höchsten Stand seit Januar 2020. Bereits am vergangenen Freitag gab es einen kräftigen Preisanstieg, den Marktbeobachter unter anderem mit Kursverlusten des US-Dollar erklärten. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger, da es in Dollar gehandelt wird. Dies stärkt die Nachfrage und stützt die Ölpreise. Seit Freitagmittag haben die Ölpreise mittlerweile jeweils etwa fünf Prozent zugelegt.

Am Markt wird aber auch auf die kalte Witterung in wichtigen Industriestaaten verwiesen. So habe unter anderem ein extremer Kälteeinbruch in den USA die Förderung, den Transport und die Verarbeitung von Rohöl zu Treibstoffen behindert und die Preise gestützt.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,02

 

08:14 Uhr

Dax setzt zum Sprung auf Rekordhoch an

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex hauchdünn über der psychologisch wichtigen 14.000er-Marke geschlossen und stieg um rund 0,1 Prozent auf 14.050 Punkte.

Dax
Dax 13.879,33

Angetrieben von Kursgewinnen an der Wall Street und den asiatischen Börsen wird der Dax seine bisherige Bestmarke von 14.169 Punkten wohl überspringen. Experten rechnen insgesamt aber mit dünnen Umsätzen, weil die Weltleitbörsen in New York wegen eines US-Feiertages geschlossen bleiben. Auf Konjunkturseite stehen Zahlen zur europäischen Industrieproduktion auf dem Terminplan. Außerdem legen weitere Firmen Geschäftszahlen vor.

08:02 Uhr

Daimler ruft 1,3 Millionen US-Fahrzeuge zurück

Der deutsche Autobauer Daimler ruft in den USA wegen eines möglichen Problems mit dem automatischen Notrufsystem knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge von Mercedes-Benz zurück. Der Fehler könnte dazu führen, dass das System bei einem Unfall eine falsche Position des Fahrzeugs melde, teilt der Konzern mit.

Daimler
Daimler 65,28

Fälle, in denen es im Zusammenhang mit dem Problem zu Sach- oder Personenschäden gekommen sei, seien Mercedes-Benz USA aber nicht bekannt. Nach Angaben der US-Behörden sind zahlreiche Modelle der Baujahre 2016 bis 2021 von der kompakten A- bis zur S-Klasse betroffen. Ein Update der Software des Notrufsystems soll Abhilfe schaffen.

07:43 Uhr

Nikkei zieht es auf historisches Kursniveau

Die Kauflaune Anleger treibt die asiatischen Aktien auf Rekordhöhen. Die erfolgreiche Einführung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus schürt weltweit Hoffnungen auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung. "Solange der Anstieg der Inflation allmählich erfolgt, können die Aktienmärkte unserer Ansicht nach weiterhin gut abschneiden. Allerdings würden unkontrollierte Bewegungen die Stimmung der Anleger sicherlich beeinträchtigen", sagt Esty Dwek, Leiterin Marktstrategie bei Natixis.

Nikkei
Nikkei 29.458,49

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,6 Prozent höher bei 30.003 Punkten, obwohl Daten zeigten, dass sich die Erholung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt im vierten Quartal verlangsamte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,9 Prozent und lag bei 1952 Punkten. Die Märkte in China und Hongkong sind wegen des Mond-Neujahr-Festes geschlossen.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,04 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4542 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8910 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2130 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0810 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,4 Prozent auf 1,3895 Dollar.

07:35 Uhr

Japans Wirtschaft erholt sich weiter

Die japanische Wirtschaft ist im vierten Quartal stärker als erwartet gewachsen und dank steigender Exporte von der schwersten Rezession der Nachkriegszeit weiter auf dem Weg der Erholung. Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt wuchs im Zeitraum Oktober-Dezember um auf das Jahr hochgerechnet 12,7 Prozent, wie Regierungsdaten zeigen.

Yen/Euro
Yen/Euro ,13

Die Erholung verlangsamte sich jedoch gegenüber dem Tempo des dritten Quartals mit einem Rekordwert von auf das Jahr hochgerechnet 22,9 Prozent. Der Auftrieb der Wirtschaft im Sommer war vor allem auf die aufgestaute Nachfrage nach der Aufhebung des Lockdowns im Mai zurückzuführen.