Montag, 17. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:42 Uhr

Dax-Allzeithoch? "Da fehlte die Fantasie"

Bis 15.482 Punkte ist der Dax im Montagshandel nach oben gelaufen. Für die charttechnisch wichtige 15.500er Marke hat es aber nicht gereicht. Stattdessen gibt der deutsche Börsenleitindex im weiteren Handelsverlauf seine Gewinne wieder ab, verabschiedet sich mit 15.397 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Freitag 1,4 Prozent auf über 15.400 Zähler zugelegt hatte. Die Handelsspanne zum Start in die neue Börsenwoche beträgt immerhin knapp 130 Punkte.

"Für ein neues Allzeithoch fehlte heute einfach die Fantasie", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Der Dax ließ es ruhiger angehen zum Wochenstart, bei den Kursschwankungen der vergangenen beiden Handelstage ist das aber nachvollziehbar", erläutert Meyer und verweist auf das Dax-Tief von etwa 14.800 Punkten im Donnerstagshandel und von etwa 15.400 Zählern zum Wochenschluss. "600 Punkte an knapp eineinhalb Handelstagen sind nicht von schlechten Eltern. Zudem: Die Inflationsangst ist nach wie vor vorhanden, die Rohstoffpreise klettern weiter."

Bei den Einzelwerten zeigen sich im Dax Papiere der Deutschen Telekom und von Adidas an der Spitze der Gewinner. Die T-Aktien legen knapp drei Prozent zu, getrieben auch von einer positiven Analystenstimme. Adidas-Titel verbessern sich etwa 2,5 Prozent. Auf der Verliererseite notieren dagegen MTU, Siemens und Siemens Energy mit Abgaben von jeweils mehr als zwei Prozent ganz oben.

Dax
Dax 15.448,04

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 17,56
MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 219,70

 

17:28 Uhr

Nordex-Kurs steht "vor Trendentscheidung"

Nordex-Aktien notieren 3,7 Prozent schwächer. Thomas Bopp von "Traders'' sieht die Aktie vor einer langfristigen Trendentscheidung: Sollte der Kurs die 200-Tage-Durchschnittslinie bei 18,64 Euro nachhaltig nach unten durchstoßen, dann wäre eine Top-Bildung vollendet, die sich seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres entwickelt habe, sagt er. Nach den Regeln der Charttechnik müsste in diesem bärischen Szenario mit einem weiteren Kursrückgang bis mindestens 10 Euro gerechnet werden. Bei einem erneuten Durchstoßen der 20er Marke wäre dagegen der Weg Richtung 26 Euro frei. "Die Kursentwicklung der nächsten Tage dürfte für die Aktie deshalb von richtungsweisender Bedeutung sein", so der Marktanalyst.

Nordex
Nordex 17,72

17:14 Uhr

Spezialmaschinenbauer schürt Kursfantasie der Anleger

Ein kräftiger Anstieg der Auftragseingänge ermuntert Anleger zum Einstieg bei Aumann. Die Aktien des Spezialmaschinenbauers steuern mit einem Plus von 16,6 Prozent auf den größten Tagesgewinn seit zehn Monaten zu und waren Spitzenreiter auf der Handelsplattform Xetra. Das Volumen der Bestellungen wuchs den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal um fast 32 Prozent auf 50,5 Millionen Euro. Der Umsatz sei allerdings auf 36,4 Millionen Euro geschrumpft. Operativ habe das Unternehmen einen Verlust von einer halben Million Euro gemacht.

Aumann AG
Aumann AG 14,62

16:41 Uhr

Adidas-Aktien streiten mit Telekom um Dax-Spitze

Mit Aufschlägen von knapp drei Prozent starten Adidas sehr fest in die neue Woche. Neues zu der Aktie gebe es nicht, heißt es im Handel. Die Aktie wurde am Freitag von Medienberichten gestützt, laut denen der Verkaufsprozess für die Tochter Reebok in Gang zu kommen scheine. Adidas sind momentan der zweitstärkste Dax-Wert, lediglich die T-Aktien weisen mit etwa 3,1 Prozent stärkere Aufschläge auf.

Adidas
Adidas 288,70

16:24 Uhr

Elektroautos sind Gewinner der Corona-Pandemie

Elektroautos gehören einer Studie zufolge zu den Gewinnern der Corona-Krise. Bei fast jedem Sechsten komme beim Autokauf grundsätzlich nur noch ein E-Auto in Frage, teilt die Versicherungsgesellschaft HUK-Coburg zu einer Umfrage unter 4000 Menschen in Deutschland mit. Bei Jüngeren sei dieser Anteil noch größer. "Das Elektroauto kann damit zum Game-Changer in der Mobilitätsdiskussion werden", sagt Huk-Vorstand Jörg Rheinländer. Zudem stehe das Auto auch nach der Pandemie hoch im Kurs: 69 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, in Zukunft werde das Auto ihr ideales Fortbewegungsmittel sein. Bahn und Bus liegen mit zehn bis 16 Prozent weit dahinter.

 

15:57 Uhr

Wall Street: Auf kräftige Erholung folgt leichtes Minus

Nach der deutlichen Erholungsbewegung zu Wochenschluss ist die Wall Street mit leichten Abgaben in den Montag gestartet. Trotz der Aussagen von Vertretern der US-Notenbank, dass es noch nicht an der Zeit sei, die Geldpolitik wieder zu straffen, weil der derzeitige Inflationsanstieg von vorübergehender Natur sein dürfte, bleibt das Thema Inflation weiter im Mittelpunkt. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,1 Prozent auf 34.361 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,1 Prozent abwärts, der Nasdaq-Composite gibt um 0,4 Prozent nach.

Die Sorgen vor einer Änderung der US-Geldpolitik hatten dem S&P-500 vergangene Woche den kräftigsten Rückgang seit Ende Februar beschert. Die stark gestiegenen Technologie-Aktien sind besonders anfällig für Inflationsängste. Der Nasdaq-Composite ist bereits vier Wochen in Folge gefallen, seine längste Verlustserie seit August 2019. Daher dürften die Aussagen von Fed-Mitgliedern weiter besonders im Fokus stehen. So wird sich am Nachmittag Fed-Vizepräsident Richard Clarida äußern. Der Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, Raphael Bostic, sieht die Zeit nicht gekommen, um die Unterstützung der Wirtschaft durch die US-Notenbank zurückzufahren.

Vor diesem Hintergrund wird auch auf das am Mittwoch anstehende Protokoll der Fed-Sitzung vom 27./28. April geschaut. "Händler werden sich auf das Ereignis dieser Woche konzentrieren: das Protokoll der Fed, und sie würden gerne wissen, was die Federal Reserve über die jüngsten Verbraucherpreis-Daten in den USA denkt", so Naeem Aslam, leitender Marktanalyst bei AvaTrade. Der vorbörslich veröffentlichte Empire State Manufacturing Index für Mai fiel etwas stärker als erwartet.

15:20 Uhr

Milliardenfusion in Indonesiens Tech-Industrie

Indonesiens Fahrdiensvermittler Gojek und der Onlinehändler Tokopedia fusionieren in einem Milliardendeal zum Technologiekonzern Goto. Dies kündigen beide Unternehmen an. Es entsteht die größte privat finanzierte Firma in Südostasien. Noch im laufenden Jahr strebt Goto, an dem Alibaba, Softbank, Google wie auch Tencent beteiligt sind, in Indonesien und den USA an die Börse. Basierend auf den jüngsten Finanzierungsrunden kommt Goto auf einen Firmenwert von insgesamt 18 Milliarden Dollar. Konkurrent Grab stimmte vergangenen Monat einem Spac-Deal der Superlative zu und wird bei der Fusion mit der US-Börsenhülle (Spac) Altimeter Growth mit 40 Milliarden Dollar bewertet. Ursprünglich hatten Grab und Gojek über eine Fusion verhandelt. Der Onlinehandel in Indonesien boomt in der Corona-Krise ähnlich wie im Rest der Welt - allerdings ist die Zustellung der Waren in dem 17.000 Inseln umfassenden Land sehr teuer.


15:01 Uhr

Microsoft nahm Beziehung von Bill Gates zu Kollegin unter die Lupe

Microsoft hat Kontakte von Mitbegründer Bill Gates zu einer Beschäftigten in einer internen Untersuchung beleuchtet. Der US-Technologiekonzern habe die Untersuchung eingeleitet, nachdem er im Jahr 2019 informiert worden war, dass Gates im Jahr 2000 versucht habe, eine Affäre mit einer Beschäftigten zu beginnen, teilt eine Sprecherin mit. Gates und seine Frau Melinda hatten Anfang Mai angekündigt, ihre Ehe nach rund 27 Jahren beenden zu wollen.

Der Sprecherin von Microsoft zufolge wurde eine Anwaltskanzlei eingeschaltet, nachdem die Vorwürfe gegen Gates erhoben worden waren. Das "Wall Street Journal" hatte bereits am Sonntag berichtet, Gates habe sich 2020 aus dem Microsoft-Verwaltungsrat zurückziehen müssen, weil das Gremium eine Beziehung zu der Microsoft-Angestellten als nicht angebracht angesehen habe. Ein Sprecher Gates habe dies bestritten. Die Microsoft-Sprecherin wollte sich nicht zu den Gründen des Rückzugs von Gates aus dem Gremium äußern. Der Milliardär war 2020 aus dem Verwaltungsrat des Windows-Anbieters ausgeschieden. Er hatte dies damals damit begründet, dass er sich mehr der Gates-Stiftung und dem Kampf gegen Krankheiten widmen wolle.

 

14:44 Uhr

Kommen Suse-Aktien für je 30 Euro?

Der Börsengang des Linux-Softwareanbieters Suse ist auf der Zielgeraden. Die Aktien des Nürnberger Unternehmens sollen wohl zu 30 Euro je Anteilsschein zugeteilt werden, wie die begleitenden Banken den potenziellen Investoren mitteilen. Der Ausgabepreis liegt damit nicht ganz am unteren Ende der Spanne, die von 29 bis 34 Euro reicht. Wenn alle 41,1 Millionen Aktien zugeteilt werden, hat der Börsengang ein Volumen von gut 1,2 Milliarden Euro. Der überwiegende Teil des Erlöses geht an den schwedischen Finanzinvestor EQT, der vor drei Jahren bei Suse eingestiegen war.

Die Zeichnungsfrist endet am Montag. Am Mittwoch soll Suse sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Das Unternehmen kommt zum Marktdebüt auf einen Börsenwert von gut fünf Milliarden Euro.

14:01 Uhr

Anleger entdecken Discovery-Aktien

Die Zusammenlegung des Streaming-Angebots von Discovery mit der entsprechenden Sparte von AT&T beschert dem TV-Sender einen Kurssprung. Die Aktien steigen im vorbörslichen US-Geschäft mehr als zwölf Prozent und stehen vor dem größten Tagesgewinn seit eineinhalb Jahren. AT&T-Titel gewinnen knapp zwei Prozent, während Streaming-Primus Netflix 0,5 Prozent verliert.

13:43 Uhr

Sanofi mit Corona-Impfstoff zufrieden, Anleger verhalten

Der französische Pharmakonzern Sanofi treibt nach Rückschlägen die Entwicklung seines Corona-Impfstoffs voran. Das mit GlaxoSmithKline (GSK) entwickelte Präparat zeige in einer Phase 2-Studie bei allen Altersklassen eine starke Wirkung, teilt das Unternehmen mit. Voraussichtlich in den nächsten Wochen werde eine großangelegte Studie der Phase 3 mit Tausenden Probanden starten. Bei Erfolg könnte das Vakzin noch im vierten Quartal dieses Jahres zugelassen werden. Eine Zulassung ist Voraussetzung für Bestellungen etwa durch die EU. Sanofi war gegenüber Konkurrenten wie Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und Astrazeneca bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes in den Rückstand geraten.

Die Zwischenergebnisse zeigten nach der zweiten Dosis in 95 bis 100 Prozent der Fälle die Bildung von Antikörpern, berichteten die Franzosen. Die Sanofi-Aktien legen knapp 0,5 Prozent zu.

Sanofi
Sanofi 88,00

13:23 Uhr

Offene Optionspositionen bei 15.700 und 15.300 Dax-Punkten

Der anstehende Optionsverfall könnte den Dax bei 15.300 und dann bei 15.150 Punkten unterstützen. Bei 15.300 ist eine erste hohe offene Put-Postion offen, bei 15.150 eine weitere. Bei beiden Basispreisen gibt es auch ein größeres offenes Interesse auf der Call-Seite. Mit Blick nach oben gibt es keine größeren offenen Put-Positionen mehr. Eine nennenswerte offene Call-Position gibt es erst wieder bei 15.700 Punkten.

Dax
Dax 15.448,04

13:11 Uhr

FAA ordnet 737-Kontrollen an: Boeing-Aktien im Fokus

Unter den Einzelwerten an der Wall Street geht es für die Boeing-Aktien vorbörslich leicht nach unten. Der US-Flugzeugbauer muss nach einer Anordnung der US-Luftfahrtbehörde FAA alle älteren Flugzeuge des Typs 737 einer Kontrolle unterziehen.

Boeing
Boeing 199,56

12:51 Uhr

Ex-Zalando-Aktionär verzeichnet größten Kurssturz der Firmengeschichte

Die Überschreibung der Zalando-Beteiligung an die eigenen Aktionäre brockt Kinnevik den größten Kurssturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien des Finanzinvestors, mit einem Anteil von knapp 21 Prozent bislang größter Eigner des deutschen Online-Händlers, fallen in Stockholm um fast 36 Prozent.

12:36 Uhr

Wall Street: Kräftige Erholung am Freitag, Abgaben am Montag?

Nach der kräftigen Erholungsbewegung zum Wochenschluss deuten sich an der Wall Street zu Beginn der neuen Handelswoche leichte Abgaben an. Trotz der Aussagen von Vertretern der US-Notenbank, dass es noch nicht an der Zeit sei, die Geldpolitik wieder zu straffen, weil der derzeitige Inflationsanstieg von vorübergehender Natur sein dürfte, bleibt das Thema Inflation weiter im Mittelpunkt. Die Sorgen vor einer Änderung der US-Geldpolitik hatten dem S&P-500 vergangene Woche den kräftigsten Rückgang seit Ende Februar beschert.

Die stark gestiegenen Technologie-Aktien sind besonders anfällig für Inflationsängste. Der Nasdaq-Composite ist bereits vier Wochen in Folge gefallen, seine längste Verlustserie seit August 2019. Vor diesem Hintergrund dürften die Aussagen von Fed-Mitgliedern weiterhin besonders im Fokus stehen. So wird sich am Nachmittag Fed-Vizepräsident Richard Clarida äußern.

Der Future auf den S&P-500 gibt aktuell um 0,3 Prozent nach. Die Agenda der Konjunkturdaten ist übersichtlich, es wird lediglich der Empire State Manufacturing Index für Mai bekannt gegeben.

12:16 Uhr

Analystenkommentar schiebt Zalando an

Ein positiver Analystenkommentar gibt Zalando Auftrieb. Die Aktien des Online-Modehändlers steigen 1,3 Prozent. Die Experten von Goldman Sachs nehmen die Titel auf ihre Empfehlungsliste.

Zalando
Zalando 99,26

11:53 Uhr

Beispielloser Engpass in Baubranche

Eine Umfrage des Ifo-Instituts bestätigt im April plötzlich aufgetretene Engpässe in der Baubranche. Es fehlten Baumaterialien, teilen die Forscher mit. "Das ist ein beispielloser Engpass seit 1991. Offenbar ist es im April dadurch zumindest vorübergehend zu einer Beeinträchtigung in der Bautätigkeit gekommen", sagte Ifo-Experte Felix Leiss.

Im Hochbau berichteten im April 23,9 Prozent der Firmen, sie hätten Probleme, rechtzeitig Baustoffe zu beschaffen. Im März waren es erst 5,6 Prozent. Im Tiefbau sprachen 11,5 Prozent der Betriebe von einer Knappheit im April, nach 2,9 Prozent im März. "So sind Preise durch Lieferschwierigkeiten in mehreren Märkten gleichzeitig gestiegen: zum Beispiel beim Baustahl, Bauholz und bei Kunststoffen - etwa Dämmstoffen und Folien", sagt Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister. Es sei zu vermuten, dass Kapazitäten wegen der Corona-Krise heruntergefahren worden seien und die Nachfrage dann schneller angezogen habe als erwartet. 

11:14 Uhr

Analysten schicken T-Aktien an die Dax-Spitze

Ein positiver Analystenkommentar hievt die Deutsche Telekom an die Dax-Spitze. Die Aktien des Bonner Konzerns steigen 2,4 Prozent auf 17,03 Euro. Die Experten der Barclays Bank stuften die Titel auf "Overweight" von "Equal-Weight" hoch und hoben das Kursziel auf 23 von 19 Euro an.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 17,56

10:58 Uhr

Drohender Streik in Chile treibt Kupferpreis weiter an

Aus Furcht vor Angebotsengpässen decken sich Anleger mit Kupfer ein. Das Industriemetall verteuert sich um gut ein Prozent auf 10.350 Dollar je Tonne. Zuvor hatten Gewerkschaften ein Tarifangebot für die Arbeiter zweier wichtiger chilenischer Kupferminen abgelehnt. Dies erhöht das Risiko eines Streiks. Die in London notierten Aktien der Betreibergesellschaft BHP fallen in London um ein knappes Prozent.

10:17 Uhr

Euro-Anstieg zum Dollar ist keine Euro-Stärke

Die Bewegung des Euro zum Dollar darf nach Einschätzung von Commerzbank-Fachmann Ulrich Leuchtmann "keinesfalls als Euro-Stärke interpretiert werden". Schließlich hätten beispielsweise norwegische und schwedische Krone weitaus stärker zugelegt. Gleichwohl helfe dem Euro, dass aus dem Protokoll der jüngsten EZB-Ratssitzung deutlich optimistischere Konjunkturaussichten und deutlich entspanntere Inflationsaussichten zu vernehmen gewesen seien.

Dass der Euro darauf nicht stärker zulege, habe damit zu tun, dass dies die Inflationsaussichten des Marktes für den Euroraum nur marginal beeinflusse, dass die Inflationserwartungen selbst auf lange Sicht also weiterhin deutlich unter der Schwelle notierten, bei der man erwarten müsse, dass die EZB gezwungen wäre, an der Zinsschraube zu drehen.

Dennoch spreche ein entspannterer EZB-Rat zumindest dafür, dass sich die EZB nicht noch tiefer in expansive Geldpolitik vergrabe. Für die Aussichten auf den (für den Devisenmarkt entscheidenden) Euro-Realzins sei eine weniger alarmierte EZB also zumindest ein marginal gutes Signal. Aktuell geht der Euro mit 1,2141 Dollar um, knapp unter dem an Freitag deutlich gestiegenen Niveau. Der Dollar-Index, der den Wert des Dollar mit sechs anderen Währungen vergleicht, zeigt sich fast unverändert.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

10:00 Uhr

Obst und Gemüse verteuern sich deutlich

Getreide, Gemüse und Obst haben sich wegen der starken Nachfrage deutlich verteuert. Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse erhöhten sich im März um 13,9 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Einer der größten Preistreiber war Getreide: Hierfür mussten 25,2 Prozent mehr bezahlt werden als ein Jahr zuvor. "Ein Auslöser für den Anstieg könnte die hohe Nachfrage durch Exportländer sein, da in diesen die Vorräte knapp sind", erklärten die Statistiker.

Bei Erzeugnissen des Gemüse- und Gartenbaus lag das Plus bei 17,3 Prozent. "Ausschlaggebend hierfür waren unter anderem die gestiegenen Preise für Pflanzen und Blumen", hieß es. Diese verteuerten sich um 22,2 Prozent. "Diese Entwicklung ist auf ein knappes Angebot und eine vermutlich durch Corona bedingte hohe Nachfrage zurückzuführen."

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09:47 Uhr

Dax nimmt Anlauf - und scheitert

Ein Anlauf des Dax an den Widerstand bei 15.500 Punkten ist erst einmal gescheitert. Bei gut 15.480 drehte der Leitindex und notiert nun wenig verändert. "Auch ein Ausbruch sollte auf die Nachhaltigkeit beobachtet werden", sagt ein Marktteilnehmer. So wie der DAX am Donnerstag einen Fehlausbruch unter 14.845 produziert habe, könnte es sich auch auf der Oberseite entwickeln.

Dax
Dax 15.448,04

09:24 Uhr

Raus aus der Strafzinsfalle - Wie schwer ist die Börse?

Immer mehr Banken brummen ihren Sparern ein sogenanntes Verwahrentgelt auf. Sie geben also Strafzinsen direkt an die Kunden weiter. Welche Alternativen gibt es zum Sparbuch oder Festgeldkonto? Warum fällt es vielen Sparern schwer, sich am Aktienmarkt zu engagieren? Und wie eignen Sparer sich gutes Börsenwissen an? Tipps für passende Anlagestrategien, richtige Depotmischungen und wichtige Regeln für die Finanzmärkte erfährt Bianca Thomas  von Kemal Bagci von BNP Paribas und Sven Gundermann von Taunus Investments.

09:10 Uhr

Dax zielt nach "Achterbahn-Woche" auf Allzeithoch

Rauf und runter ist es in der Vorwoche für den Dax gegangen. Inflationsängste verunsicherten zeitweise die Anleger. Doch bereits der Wochenschluss mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent auf 15.417 Punkten hat gezeigt, wo es in dieser Woche für den deutschen Börsenleitindex hingehen könnte: in Richtung 15.500 Zähler, in Richtung Allzeithoch. Zum Start in den Montagshandel notiert der Dax 0,3 Prozent fester bei 15.459 Punkten.

"Der Dax hat eine Achterbahn-Woche hinter sich, mit zum Teil deutlichen Verlusten - getrieben von Preis- und Zinsängsten -, und einem sehr versöhnlichen Wochenschluss", blickt ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil zurück. "In die neue Handelswoche startet er stabil, gestützt auch von den Wall-Street-Vorgaben", so Wohlfeil.

08:41 Uhr

Bayer-Aktie wird es heute sehr schwer haben

Bayer
Bayer 52,79

Mit einer sehr schwachen Eröffnung rechnen Marktteilnehmer bei Bayer. Der Kurs hatte am Freitag nachbörslich bereits etwa vier Prozent verloren. Grund war das Urteil eines Berufungsgerichts zum Glyphosat-Streit in den USA.

Das Bundesberufungsgericht in San Francisco bestätigte eine Verurteilung des Dax-Konzerns zu rund 25 Millionen Dollar Schadenersatz an einen an Krebs erkrankten Kläger. Bayer zeigte sich "enttäuscht" über das Urteil und kündigte Rechtsmittel bis hin zum Obersten US-Gerichtshof an.

08:28 Uhr

Problem bei Tesla-Werk - Musk fliegt ein

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(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Es läuft nicht rund auf der Tesla-Baustelle im brandenburgischen Grünheide. Deshalb muss Konzernboss Elon Musk in Deutschland Feuerwehr spielen. Laut "Tagesspiegel" war er am Sonntagabend überraschend auf dem BER-Airport eingetroffen. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach bestätigte, dass Musk in Kürze die Baustelle besuchen wird.

08:22 Uhr

Japans Nikkei mit rotem Wochenstart

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(Foto: imago images/Kyodo News)

Wieder aufgeflammte Corona-Sorgen haben heute dem japanischen Aktienmarkt zugesetzt. Der Nikkei fiel um ein Prozent und schloss bei 27.814 Punkten. Die Börse Shanghai gewann dagegen 0,7 Prozent auf 3516 Zähler.

In Japan lasteten die schleppenden Coronavirus-Massenimpfungen auf der Stimmung, sagte ein Analyst. Investoren trennten sich daher bevorzugt von den dortigen Index-Schwergewichten. Abwärts ging es auch Honda. Die Aktien fielen um 2,6 Prozent, nachdem der Autobauer vor Einbußen wegen des weltweiten Chip-Mangels gewarnt hatte.

08:14 Uhr

Champions-League-Teilnahme sicher - BVB-Aktie geht ab

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Edin Terzic und Jadon Sancho nach dem Gewinn des DFB-Pokals.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Die Qualifikation für die Champions League hievt das Papier von Borussia Dortmund an die Tabellenspitze des SDax. Der Kurs des Fußball-Bundesligisten stieg vorbörslich um 2,4 Prozent.

Nach dem 3:1-Sieg beim FSV Mainz 05 am Sonntag haben die Westfalen ihren Platz in der europäischen Königsklasse sicher. Am Donnerstag hatten sie im DFB-Pokalfinale RB Leipzig mit 4:1 bezwungen.

08:05 Uhr

Experte: Ölwerte bleiben begehrt

Als weiter aussichtsreich gelten die Ölwerte. Zum einen hat die Branche am vergangenen Freitag den Aufschwung an den US-Börsen angeführt - zusammen mit den Aktien der Fluggesellschaften.

 "Die zunehmenden Lockerungen in Europa gleichen die Restriktionen aufgrund neuer Pandemiefälle in einigen asiatischen Ländern mehr als aus", so ein Marktteilnehmer. "Die Hoffnung der Öl-Bären besteht nun darin, dass nach einer Erneuerung des Atomabkommens mehr iranisches Öl an die Märkte kommt", ergänzt er.

07:59 Uhr

Bitcoin gibt weiter nach

Der Bitcoin-Kurs ist im Verlauf des Morgens weiter kräftig gefallen. Die Kryptowährung bewegte sich um die Marke von 40.000 US-Dollar herum.

Im Sog von Bitcoin gingen auch die Kurse anderer Kryptowährungen wie Ethereum und Ripple nach unten.

07:43 Uhr

Ryanair nach Horrorjahr mit Milliardenverlust

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(Foto: REUTERS)

Der Billigflieger Ryanair hat das Geschäftsjahr 2020/21 wegen der Auswirkungen der Pandemie mit einem großen Verlust abgeschlossen. Auch für das laufende Quartal erwartet der irische Konzern enorme Belastungen der Passagierzahlen. Für das Gesamtjahr traut sich Ryanair aufgrund der hohen Unsicherheit keine konkrete Prognose zu.

Im Geschäftsjahr per Ende März fuhr Ryanair einen Nettoverlust von 1,02 Milliarden Euro ein nach einem Gewinn von 649 Millionen im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Factset-Konsens einen Fehlbetrag von 1,04 Milliarden prognostiziert. Der bereinigte Verlust lag bei 815 Millionen Euro nach einem Gewinn von einer Milliarde Euro im Vorjahr. Vor Steuern wies Ryanair ein Minus von 1,11 Milliarden aus.

Im Sommer 2022 rechnet Ryanair mit einer Erholung auf Vorkrisenniveau.

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07:25 Uhr

Kommt es zur Mega-Hochzeit am US-Medienmarkt?

Die US-Konzerne AT&T und Discovery verhandeln einem Medienbericht zufolge über eine Zusammenarbeit, um gemeinsam besser gegen Netflix und Walt Disney bestehen zu können. Im Gespräch sei eine Zusammenlegung der Inhalte, meldete Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Unternehmen hätten eine Stellungnahme abgelehnt.

Zu AT&T gehören durch die Sparte WarnerMedia unter anderem HBO, HBO Max und CNN. Discovery hat etwa den gleichnamigen Kanal sowie HGTV im Angebot. HBO und HBO Max kommen zusammen weltweit auf 63,9 Millionen Kunden, Disney+ auf mehr als 100 Millionen und Netflix 207,6 Millionen. Discovery erreicht 88,3 Millionen Haushalte in den USA.

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07:12 Uhr

Chancen für ein neues Dax-Allzeithoch

Mit wenig veränderten Notierungen an den europäischen Aktienmärkten rechnen Marktteilnehmer zum Wochenauftakt. "Der Dax dürfte die jüngsten Aufschläge zunächst einmal verteidigen", so ein Händler. Guten Vorlagen aus den USA stünden uneinheitliche Vorlagen der asiatischen Börsen gegenüber. Neue Wirtschaftsdaten aus China zeigten zudem, dass die extrem hohe Aufwärtsdynamik des Aufschwungs zuletzt etwas nachgelassen habe. Der Dax notierte gut anderthalb Stunden vor Handelsbeginn 0,1 Prozent höher bei 15.430 Punkten.

Aus technischer Sicht ist der Leitindex zwischen gut 14.800 und gut 15.500 Punkten zurückgekehrt. "Das kann nun oberhalb von 15.420 bereits den Weg für ein neues Allzeithoch des Dax frei machen", sagt Holger Struck von hs-livetrading.

Am Nachmittag wird in den USA der Empire State Manufacturing Index veröffentlicht. Wesentlich wichtiger als der Konjunkturindex der Notenbankzentrale in New York ist allerdings der so genannte Philly-Fed am Donnerstag.

Dax
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06:49 Uhr

Musk-Tweet lässt Bitcoin-Kurs einbrechen

Elon Musk macht dem Bitcoin erneut zu schaffen. Der Tesla-Boss drückte den Kurs der Kryptowährung mit einem Tweet unter die Marke von 45.000 US-Dollar. Am Morgen notierte der Bitcoin um 43.500 Dollar herum.

Musk antwortete mit dem Wort "Indeed" ("in der Tat") auf eine Twitter-Botschaft eines Nutzers, die Bitcoin-Besitzer würden sich im kommenden Quartal ärgern, wenn herauskomme, dass Tesla den Rest seiner Bitcoins verkauft habe. Unklar blieb zunächst, ob Tesla tatsächlich seine Bestände veräußert hat oder ob Musk sich auf die Kritik an ihm aus der Bitcoin-Szene bezog. Der E-Autobauer hatte angekündigt, doch keine Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Bitcoin
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06:37 Uhr

Chinas Industrie wächst langsamer

Zu Wochenbeginn steht einmal mehr die Welt-Konjunkturlokomotive China im Mittelpunkt. In Peking wurde für den April eine Verlangsamung des Industriewachstums vermeldet. Im abgelaufenen Monat verzeichnete die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Bereich einen Anstieg um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Daten des Nationalen Statistikamtes (NBS) zeigten. Die Daten entsprachen der Prognose der Analysten. Im März hatte es einen Anstieg von 14,1 Prozent gegeben.

Die Einzelhandelsumsätze stiegen im April im Jahresvergleich um 17,7 Prozent und blieben damit deutlich hinter dem von Analysten erwarteten Anstieg von 24,9 Prozent zurück. Im März hatten die Verbraucher die Konjunktur noch mit einem Sprung von 34,2 Prozent angeschoben.

06:27 Uhr

China hui, Japan pfui: Asien-Börsen uneinheitlich

Nikkei
Nikkei 27.985,85

Die asiatischen Aktienmärkte haben zu Wochenbeginn uneinheitlich tendiert. Die Daten zu den chinesischen Einzelhandelsumsätzen verfehlten trotz solider Industrieproduktion die Erwartungen der Analysten und verunsicherten die Anleger. In Tokio lag der Nikkei 1,3 Prozent tiefer bei 27.730 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank um 0,5 Prozent und lag bei 1873 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 1,8 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der US-Dollar fast unverändert bei 109,33 Yen und stagnierte bei 6,4372 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9021 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2133 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0946 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4086 Dollar.

06:02 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

 

Die Inflationsdebatte dürfte Anleger zum Auftakt der neuen Woche erneut beschäftigen: "Es ist das alte Spiel: Die Abwägung zwischen kurzfristig stimulierenden Effekten und langfristig dämpfenden globalen Trends", sagt Analyst Frank Wohlgemuth von der National-Bank in Essen.

Dax
Dax 15.448,04

Wohlgemuth geht davon aus, dass die langfristigen Coronavirus-Folgen wie erhöhte Arbeitslosigkeit oder vermehrte Firmenpleiten den aktuellen Preisanstieg - der durch Konjunkturprogramme und einen Konsumstau befeuert werde - rasch dämpfen werden.

Insgesamt betrachtet er die jüngsten Kursrücksetzer als gesunde Reaktion auf die Rally der vorangegangenen Monate: "Besorgniserregend wäre eine Korrektur der geldpolitischen Ausrichtung. Eine solche ist aber nicht zu erwarten", ist er überzeugt. Grundsätzlich seien die Aussichten gut, sagt auch Marc Decker, Chef-Fondsmanager der Privatbank Merck Finck. "Die Berichtssaison des ersten Quartals war über fast alle Regionen und Sektoren hinweg eine der besten der letzten Jahre. Die Erholung sollte sich weiter fortsetzen."

Frische Impulse von Unternehmen sind in der neuen Woche kaum zu erwarten, da nur einige Nachzügler Zahlen veröffentlichen: Erst im Laufe der Woche öffnen noch einige wenige größere Unternehmen wie der italienische Versicherer Generali, der US-Einzelhändler Walmart und der Netzwerk-Ausrüster Cisco die Bücher. Heute gibt es zudem Zahlen von Ryanair.

Wenn Sie noch einmal nachlesen wollen, wie es am Freitag an der Börse gelaufen ist, klicken Sie bitte hier.

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