Freitag, 14. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Diana Dittmer
18:07 Uhr

Dax kommt mit Macht zurück - Neue Batteriefabrik in Salzgitter? - Dudenhöffer: "Wahnsinn!"

Es ist ein mehr als versöhnlicher Schluss nach einer turbulenten Börsenwoche: Die deutlich nachlassende Furcht der Anleger vor baldigen Zinserhöhungen hat den Börsen am Freitagnachmittag sichtlich Auftrieb gegeben. Dax und EuroStoxx50 stiegen um jeweils etwa eineinhalb Prozent auf 15.416,64 beziehungsweise 4016,14 Punkte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,8 Prozent.

Dax
Dax 15.448,04

Erleichtert reagierten Investoren auf die gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten. "Wir befinden uns in einer Situation, in der schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Denn diese verringerten den Druck auf die US-Notenbank Fed, die geldpolitischen Zügel anzuziehen.

Bei den deutschen Einzelwerten schlug die Hammermeldung kurz vor Börsenschluss ein: Das US-Startup Quantumscape teilte mit, dass es zusammen mit seinem größten Aktionär Volkswagen ein neues Feststoffbatteriewerk in Salzgitter bauen will. Die Volkswaren-Titel dürften diese Nachricht nicht gänzlich eingepreist haben, sie schlossen 2,5 Prozent höher.

Früh im Rampenlicht standen am letzten Handelstag der Woche Adidas-Aktien: Einem Zeitungsbericht zufolge bieten das Markenmanagementunternehmen Authentic Brands und der Schuh-Hersteller Wolverine rund eine Milliarde Dollar für die US-Tochter Reebok des Sportartikel-Herstellers. Das entspreche in etwa dem Preis, auf den Adidas hoffe, sagte ein Börsianer. Die Aktie des Konzerns gewann 1,3 Prozent.

17:32 Uhr

VW und Quantumscape planen Batteriefabrik in Salzgitter - Dudenhöffer: "Wahnsinn!"

Die Hammermeldung kommt kurz vor Feierabend: Volkswagen und das US-Startup Quantumscape wollen Batterien für Elektroautos in Salzgitter produzieren. Das gab das kalifornische Unternehmen bekannt.

Der Wolfsburger Autokonzern hat seit 2012 bereits 300 Millionen Dollar in Quantumscape investiert und ist damit einer der größten Anteilseigner an dem Batterie-Newcomer. Auch Microsoft-Gründer Bill Gates ist in das Unternehmen investiert.

Quantumscape arbeitet an der Entwicklung einer sogenannten Feststoffbatterie. Dieser Batterietyp gilt als "heiliger Gral" in der Batterieentwicklung für E-Autos: Die Zellen sollen mehr Reichweite, eine höhere Energiedichte und schnellere Ladevorgänge ermöglichen. Bereits ab 2023 sollen der Mitteilung zufolge serienreife Akkus in Salzgitter produziert werden. Eine endgültige Entscheidung soll zwar erst Ende des Jahres fallen, aber wie am Freitag bekannt wurde, haben beide Unternehmen bereits eine Absichtserklärung unterschrieben.

Was bedeutet das für Tesla?

"Wenn das klappt, sieht Grünheide langweilig aus", kommentiert Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. "Das Rennen um #Elektroauto wird offener."

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

17:04 Uhr

Wall Street im Aufwind - Walt Disney unter Druck

Anleger nutzen die Kursverluste vom Wochenbeginn zum Einstieg in den US-Aktienmarkt. Die Leitindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq gewinnen zwischen 0,8 und 1,8 Prozent.

Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett blieben der Preisdruck und die Aussichten für die US-Leitzinsen. "Entweder ist der Anstieg der Inflation vorübergehend, oder die Fed ist gefährlich selbstgefällig", sagt Anlagestratege Kit Juckes von der Bank Societe Generale. Die kommenden Monate würden zeigen, ob und wie die US-Notenbank auf die gestiegenen Teuerungsraten reagieren werde. Bislang hält die Fed an ihrem Mantra fest, dass die Preise nur kurzfristig steigen und die Geldpolitik auf absehbare Zeit locker bleiben wird.

Gegen den Trend gaben die Aktien von Walt Disney 3,7 Prozent nach. Vor allem das hinter den Erwartungen zurückgebliebene Kundenwachstum des Streaming-Dienstes Disney+ belaste, sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Im vergangenen Jahr war diese Sparte wegen der geschlossenen Vergnügungsparks und gestrichenen Kreuzfahrten der große Pluspunkt."

16:52 Uhr

Maue Wirtschaftsdaten dämpfen US-Wachstumsfantasien

Die bisherigen Aussichten auf einen überaus kräftigen Aufschwung in den USA angesichts der abklingenden Corona-Pandemie haben einen Dämpfer erhalten.

S&P 500
S&P 500 4.142,00

Die Umsätze der US-Einzelhändler verharrten auf dem Vormonatsniveau. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet - nach einem satten Umsatzplus von nach oben revidiert 10,7 Prozent im März. Ökonom Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg verweist zur Einordnung darauf, dass die US-Einzelhandelsumsätze im April immerhin auf "ihrem hohen Vormonatsniveau" stagnierten. Nach seiner Ansicht enthalten die in den zurückliegenden Wochen veröffentlichten Konjunkturindikatoren eine Botschaft: "Es wird im Zweifel weniger Wachstum, aber mehr Inflation geben als bislang gedacht." Die Experten hätten sich bei ihren Prognosen nicht mit Ruhm bekleckert.

Dies gilt auch für das Verbrauchervertrauen, das im Mai überraschend sank. Das entsprechende Barometer fiel auf 82,8 Zähler von 88,3 Punkten im April, wie die Universität Michigan auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 90,4 Punkte gerechnet.

Und auch bei den Gesamtdaten zur US-Produktion von Industrie, Versorgern und Bergbau lagen die Experten etwas daneben: Die Fertigung stieg im April um 0,7 Prozent und damit nicht so stark wie von den Ökonomen erwartet. Sie hatten einen Zuwachs von 1,0 Prozent auf dem Zettel gehabt. Für größere Enttäuschung hatte zuletzt die deutlich verlangsamte Erholung am Arbeitsmarkt im April gesorgt.

16:43 Uhr

Inflationssorgen: US-Verbraucherstimmung fällt im Mai

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai wegen großer Inflationssorgen stark abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 82,8. Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg auf 90,1 erwartet. Bei der Umfrage Ende April lag der Indikator bei 88,3.

Der Index für die Erwartungen belief sich auf 77,6 (Vormonat: 82,7), der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage wurde mit 90,8 (97,2) angegeben. Die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat auf 4,6 von 3,4 Prozent. Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren.

16:05 Uhr

Sandra Navidi: Schwappt die US-Inflation nach Europa?

Die Inflation zieht in den USA kräftig an, die US-Notenbank schließt die Geldschleusen im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise vorerst aber nicht. Inwiefern eine mögliche Überhitzung des US-Marktes Europa betreffen würde, analysiert Sandra Navidi von Beyond Global für ntv:

15:49 Uhr

Britische Ermittler nehmen Greensill-Kunden ins Visier

Nach dem Zusammenbruch des Finanzdienstleisters Greensill Capital haben britische Ermittler ein Verfahren gegen die Unternehmensgruppe des Industriemagnaten Sanjeev Gupta eingeleitet. Es gebe bei Unternehmen der Gupta Family Group Alliance (GFG) den Verdacht auf Betrug, betrügerischen Handel und Geldwäsche, teilte die Behörde Serious Fraud Office (SFO) mit. Im Blick seien dabei auch die Vereinbarungen mit der inzwischen insolventen Greensill Capital. Ein GFG-Sprecher sagte, man werde die Ermittlungen umfassend unterstützen.

Der Fall Greensill zieht in Großbritannien immer weitere Kreise: Am Donnerstag hatte der frühere Premierminister David Cameron vor einem Parlamentsausschuss wegen seiner Lobby-Tätigkeit für das Unternehmen aussagen müssen, das sein Geschäftsmodell auf kurzfristige Handelskredite für Industrieunternehmen gegründet hatte. Cameron hatte mit Dutzenden E-Mails und Textnachrichten versucht, Regierungsmitglieder davon zu überzeugen, Greensill mit staatlichem Geld über Wasser zu halten. Die Beziehungen mit Unternehmensgründer Lex Greensill hatte er während seiner Zeit als Premierminister von 2010 bis 2016 eingefädelt. GFG ist durch die Greensill-Insolvenz selbst in Schieflage geraten. In Deutschland ist von der Insolvenz des Greensill-Konzerns die Bremer Greensill Bank betroffen.

15:04 Uhr

Pepsi bläst zum Angriff auf Coca-Cola

Der US-Riese PepsiCo will in Deutschland endlich aus dem Schatten seines großen Rivalen Coca-Cola treten. Deutschland-Chef Torben Nielsen, der vor knapp einem Jahr vom Ketchup-Produzenten Kraft Heinz zu Pepsico gewechselt ist, kündigte hierfür eine großangelegte Strategie an. "Wir werden die Marke Pepsi in diesem Jahr in Deutschland neu positionieren. Sie wird moderner und nachhaltiger aufgestellt", sagte er der "Welt". Dafür werde das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag investieren, kündigte der Manager an. "Wir sind in Deutschland der Herausforderer. Ich glaube aber, dass sich die Größenverhältnisse stark ändern werden".

Nach Zahlen der Marktbeobachtungsfirma Euromonitor erreicht Coca-Cola mit seinen Marken wie Coca-Cola, Fanta, Mezzo Mix oder Sprite seit Jahren gut 30 Prozent Marktanteil in Deutschland, während Pepsico sich mit Pepsi Max, 7Up oder Mountain Dew bei zehn Prozent wiederfindet.

Wie Nielsen im Zeitungsinterview verrät, baut er unter anderem auf gemeinsame Angebote von Limo und Chips, um seine ehrgeizigen Pläne umzusetzen: "Wir werden Snacks und Getränke in der Vermarktung stärker kombinieren, gerade in Verbindung mit Großevents wie Superbowl oder Champions League", kündigte er an. Bisher habe Pepsico darauf weitgehend verzichtet, weil der Einstieg in den deutschen Snacking-Markt vergleichsweise spät erfolgt sei. Parallel schloss Pepsico einen Vermarktungspakt mit Fast-Food-Ketten.

Der Pepsico-Konzern ist neben seiner Getränkesparte einer der großen Hersteller von Snacks und Nahrungsmitteln mit Marken wie Lay's, Quaker oder Doritos ist. Schaut man nur auf die Getränke, ist Coca-Cola größer.Es ist die bisher größte Kampagne, mit der Pepsi als Nummer zwei den Marktführer direkt adressiert.

14:42 Uhr

Lufthansa sagt Israel-Flüge bis einschließlich Montag ab

Angesichts des militärischen Konflikts in Israel setzt die Lufthansa Flüge nach Tel Aviv noch bis einschließlich Montag aus. "Wir planen, die Flüge am 18. Mai wieder aufzunehmen", ergänzte eine Lufthansa-Sprecherin am Freitag. Doch dazu werde sich die Lufthansa mit den Behörden weiter austauschen und die Sicherheitslage genau beobachten.

Lufthansa
Lufthansa 10,49

Die Airline-Gruppe hatte die Verbindungen nach Tel Aviv am Donnerstag eingestellt. Auch andere Fluggesellschaften wie British Airways, American Airlines und der Billigflieger Wizz Air setzten Flüge nach Israel ab. Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA warnte die Airlines vor Luftschlägen und Raketenangriffen. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in das Land sowie in palästinensische Gebiete ab.

14:23 Uhr

Experte zu Corona-Pleitewelle: "Nur die Spitze des Eisbergs"

Aufgrund der zeitweise ausgesetzten Insolvenzsantragspflicht sinkt die Zahl der Firmenpleiten im Corona-Krisenjahr auf ein Rekordtief. Andreas Lutz vom Verband der Gründer und Selbstständigen ist überzeugt: "Es hat sich einiges aufgestaut". Warum erläutert er im Interview mit ntv:


13:44 Uhr

Ethereum überspringt 4000-Dollar-Marke

Eine Woche nach dem Sprung über die 3000er Marke lässt Ethereum auch die 4000 hinter sich. Die nach Bitcoin zweitwichtigste Cyber-Devise steigt um rund 19 Prozent auf ein Rekordhoch von 4155,65 Dollar. Damit summiert sich das Plus seit Jahresbeginn auf etwa 460 Prozent. Bitcoin kommt im gleichen Zeitraum "nur" auf etwa 100 Prozent.

"Die Rally hat gerade erst begonnen", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Der Kapitalzufluss in die Cyber-Devise sei ungebrochen. Investoren betrachteten Ethereum als unterbewertet. Ein Sprung über die 5000er Marke sei nur eine Frage der Zeit, mittelfristig gehe es in Richtung 10.000 Dollar.

Institutionelle Anleger seien in Kryptowährungen aktiver, als es jene glauben, die den Markt nicht verfolgen, sagte Chris Weston, Chef-Analyst des Brokerhauses Pepperstone. Dabei ziehe Ethereum ganz besondere Aufmerksamkeit auf sich. "Das ist keine Spaß-Devise, sondern hat technische Anwendungsmöglichkeiten."

13:39 Uhr

Krypto-Börse Coinbase verdient prächtig

Coinbase, die größte US-Handelsplattform für Cyber-Währungen wie Bitcoin, hat dank des Krypto-Booms zu Jahresbeginn glänzende Geschäfte gemacht. Im ersten Quartal stieg der Gewinn auf 771 Millionen (638 Mio. Euro) Dollar und legte damit im Jahresvergleich um mehr als das Zwanzigfache zu. Das teilte das Unternehmen in San Francisco mit.

Die Erlöse wuchsen von 191 Millionen auf 1,8 Milliarden Dollar. Coinbase kündigte zudem an, seine Plattform bald für Dogecoin zu öffnen. Das ließ die Witz-Kryptowährung zunächst kräftig steigen.

Coinbase
Coinbase 192,40

Der erste Geschäftsbericht seit dem fulminanten Börsengang im April unterstreicht, wie der Handel mit Kryptowährungen zuletzt brummte. Ob dies so bleibt und das von Transaktionsgebühren abhängende Geschäftsmodell von Coinbase langfristig hohe Gewinne liefern kann, steht auf einem anderen Blatt. Am Donnerstag ließ die Mitteilung von Tesla-Chef Elon Musk, dass sein Konzern wegen Umweltbedenken aufgrund des hohen Stromverbrauchs keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptiert, den Kryptomarkt einbrechen. Auch Coinbase geriet dabei unter Druck. Die Aktie liegt 18 Prozent unter ihrem Einstandskurs beim Börsengang.

12:57 Uhr

Es hagelt US-Daten: Positive Vorzeichen an der Wall Street

Zum Wochenausklang zeichnet sich eine etwas festere Eröffnung an den US-Börsen ab. Damit würde sich die eingeleitete Erholung nach den jüngsten heftigen Verlusten fortsetzen, die Inflations- und Zinserhöhungsängste nach dem überraschend deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise ausgelöst hatten.

S&P 500
S&P 500 4.142,00

Vertreter der US-Notenbank haben sich um Schadensbegrenzung bemüht und wiederholt versichert, dass es noch nicht an der Zeit sei, die Geldpolitik zu straffen, weil der derzeitige Inflationsanstieg als von vorübergehender Natur sein dürfte. Das trägt zur Beruhigung der Anleger bei, ebenso wie der Umstand, dass die Renditen am US-Anleihemarkt wieder etwas gesunken sind. Die Zehnjahresrendite steht aktuell bei 1,63 Prozent, nachdem es im Wochenhoch am Mittwoch noch gut 1,70 Prozent waren.

Konjunkturdaten könnten am Freitag noch für Impulse sorgen. Vor der Startglocke werden die Einzelhandelsumsätze im April veröffentlicht. Sie erlauben Rückschlüsse auf den für die US-Wirtschaft so wichtigen privaten Konsum. Ebenfalls vorbörslich werden Import- und Exportpreise sowie Daten zur Industrieproduktion, jeweils für April, veröffentlicht. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn folgen der Uni-Michigan-Index für die Verbraucherstimmung (erste Umfrage für Mai) und die Lagerbestände aus dem März.

12:24 Uhr

Sparkassen und Volksbanken kritisieren schärfere Bargeld-Regeln

Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind gegen schärfere Geldwäsche-Regeln bei der Einzahlung von Bargeld. Sie kritisierten Pläne der Finanzaufsicht Bafin, den Banken über Anwendungshinweise vorzuschreiben, bei Bar-Einzahlungen ab 10.000 Euro grundsätzlich schriftliche Herkunftsnachweise zu verlangen. Bei Gelegenheitskunden soll dies den Plänen schon ab 2500 Euro greifen.

Bargeld werde stigmatisiert, ohne dass ein Mehrwert bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung entstehe, erklärten der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sowie der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken gemeinsam. Die geforderten Dokumente könne kaum ein Bankmitarbeiter auf Echtheit überprüfen. Es sei auch damit zu rechnen, dass vielen Kunden der Nachweis unmöglich sein werde. Die Kreditinstitute seien zudem vielfach in den Kontoverträgen verpflichtet, Bargeld als Einzahlung anzunehmen.

12:12 Uhr

Honda überrascht Analysten mit Gewinnsprung

Der japanische Autobauer ist dank Kosteneinsparungen im vierten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Von Januar bis März lag der Gewinn im operativen Geschäft bei 213,2 Milliarden Yen (rund 1,61 Milliarden Euro) nach einem Verlust von 5,6 Milliarden Yen in der Vorjahresperiode.

Honda Motor
Honda Motor 26,78

Der Gewinn war fast doppelt so hoch, wie die 107,4 Milliarden Yen, die Analysten im Durchschnitt schätzten. Für das am 1. April gestartete neue Geschäftsjahr 2021/22 prognostizierte die Nummer 2 hinter Toyota in Japan einen operativen Gewinn von 660 Milliarden Yen. In der ersten Jahreshälfte rechnet der Konzern noch mit Einbußen aufgrund des globalen Halbleitermangels sowie höheren Materialkosten. Insgesamt will Honda im neuen Geschäftsjahr fünf Millionen Fahrzeuge verkaufen nach 4,5 Millionen im Vorjahr.

11:50 Uhr

VW mit dickem Verkaufsplus nach Corona-Einbruch

Der Volkswagen-Konzern hat im April gegenüber dem coronabedingten Einbruch vor einem Jahr einen deutlichen Anstieg der Auslieferungen verzeichnet.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

Die Verkäufe legten über alle Marken hinweg um gut 75 Prozent auf 829.800 Fahrzeuge zu, wie Volkswagen mitteilte. Das reichte allerdings noch nicht, um wieder auf die Zahlen aus dem April des Vor-Corona-Jahres 2019 zu kommen.

11:38 Uhr

Chipmangel sorgt für Produktionsausfall von rund vier Millionen Autos

Die Unternehmensberatung AlixPartners schätzt den weltweiten Produktionsausfall von Fahrzeugen wegen des Chipmangels in diesem Jahr mittlerweile auf 3,9 Millionen Einheiten im Wert von 110 Milliarden Dollar.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 2.004,70

"Ein erheblicher Anteil davon wird sich auch in den Verkaufszahlen der Hersteller niederschlagen, die teilweise aus der Reduktion von Lagerbeständen kompensiert werden", sagte Alix-Experte Marcus Kleinfeld.

Hier mehr zum Thema:

11:24 Uhr

Amazon will knapp 100.000 neue Stellen schaffen

Der Internetriese Amazon will in Großbritannien noch in diesem Jahr 10.000 neue Jobs schaffen. Das kündigte der Konzern an, nachdem zuvor bereits eine Großoffensive in den USA und Kanada mit angepeilten 75.000 neuen Mitarbeitern bekannt geworden war.

Amazon
Amazon 2.936,00

In London, Manchester, Edinburgh und Cambridge sollen sowohl im Software-Bereich und in der Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz als auch in Bereichen wie Marketing oder Videoproduktion neue Stellen entstehen. Zudem kündigte der Konzern für die nächsten drei Jahre 10 Millionen Pfund (rund 11,6 Millionen Euro) Investitionen in Aus- und Weiterbildungsprogramme an.

11:03 Uhr

Wann schließt die Fed die Geldschleusen?

Trotz kräftig anziehender Inflation wird die US-Notenbank Fed laut Ökonomen wohl erst Anfang 2022 ihre Geldspritzen im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise verringern. In der jüngsten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 51 Experten veranschlagten 31 Ökonomen dafür das erste Quartal nächsten Jahres.

13 rechnen in der am Freitag veröffentlichten Studie bereits Ende des Jahres damit. Die Verbraucherpreise in den USA waren im April zum Vorjahr um 4,2 Prozent in die Höhe geschossen - auch wegen statistischer Effekte, da die Wirtschaft im Frühjahr 2020 nach Einsetzen der Pandemiekrise in die Knie gegangen war. "Die Fed wird sich nicht von einem erschreckenden Verbraucherpreis-Bericht in Panik versetzen lassen", so die Einschätzung von Chefökonom Ian Shepherdson von Pantheon Macroeconomics.

10:45 Uhr

Pepco-Börsengang spült bis zu einer Milliarde in leere Steinhoff-Kasse

Der angeschlagene südafrikanische Handelskonzern Steinhoff nimmt mit dem Börsengang seiner europäischen Billigladen-Tochter Pepco bis zu eine Milliarde Euro ein. Steinhoff trennt sich im Zuge der Emission an der Warschauer Börse zunächst von einem Fünftel der Pepco-Anteile. 102,3 Millionen Aktien wurden zu 40 Zloty (8,80 Euro) platziert. Die Preisspanne reichte von 38 bis 46 Zloty.

Steinhoff
Steinhoff ,11

Der Betreiber der Billigladen-Ketten Pepco und Dealz in Osteuropa sowie Poundland in Großbritannien wird zum Ausgabepreis mit 23 Milliarden Zloty (fünf Milliarden Euro) bewertet. Die Pepco-Aktien sollen am 26. Mai erstmals an der Börse der polnischen Hauptstadt gehandelt werden.

10:17 Uhr

Swisscom meldet "Großstörung" - Arbeit im Homeoffice "fast nicht möglich"

Schweizer Telekom-Konzerne haben Störungen ihrer Internet-Verbindungen gemeldet. Swisscom warnte vor einer "Großstörung": Internet, Fernsehen und Festnetz-Telefonie seien beeinträchtigt. Der größte Anbieter des Landes arbeite an einer Behebung.

Swisscom
Swisscom 488,50

Es sei unklar, wann die Dienste wieder vollumfänglich funktionierten. Auch Konkurrent Sunrise gab Internet-Störungen für einen Teil der Kunden bekannt.

Wie 20min.ch berichtet, sind die Kundenbeschwerden binnen weniger Stunden "explodiert". Die Arbeit im Homeoffice sei "fast nicht möglich", berichtet ein Betroffener.

Beim Anbieter Sunrise sei die Störung gegen 5 Uhr morgens registriert worden. Betroffen seien die Region Zürich, Winterthur und Schaffhausen.

10:12 Uhr

Biden fordert Amerikaner erneut auf, auf Hamster-Tanken zu verzichten

Nach der Cyberattacke auf die US-amerikanische "Colonial Pipeline" sind viele Bürger verunsichert. Obwohl die Pipeline den Betrieb wieder aufgenommen hat, kaufen sie Benzin auf Vorrat. US-Präsident Biden mahnt erneut, auf das Hamster-Tanken zu verzichten - und gibt Details zu den Hackern bekannt ...

Diesen Bericht haben unsere TV-Kollegen für Sie vorbereitet:

09:57 Uhr

Foxconn verdient 13 Mal mehr als im Jahr zuvor

Der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger profitiert vom Home-Office-Trend in Corona-Zeiten. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Geräten wie Smartphones und Laptops schoss der Nettogewinn im ersten Quartal um das 13-fache in die Höhe auf 28,2 Milliarde Taiwan Dollar (833 Millionen Euro) von 2,1 Milliarden Taiwan Dollar im Vorjahr, wie Foxconn mitteilt. Der Apple-Zulieferer erwartet, dass sich das Wachstum im zweiten Quartal fortsetzen wird.

Foxconn (Hon Hai)
Foxconn (Hon Hai) 6,60

09:50 Uhr

Hier greifen die Anleger heute zu

Zu den größten Dax-Gewinnern gehören heute Morgen Adidas mit einem Plus von 1,2 Prozent. Der fränkische Sportartikelhersteller hat einem Medienbericht zufolge für seine Tochter Reebok ein Gebot für etwas über eine Milliarde Dollar erhalten. Gefragter als Adidas sind im Leitindex allein die Titel von Lufthansa, die ohne aktuelle Nachricht 1,4 Prozent zulegen können.

Im MDax legen Knorr-Bremse nach Zahlen zeitweise mehr als sechs Prozent zu. Der Nutzfahrzeug- und Zug-Zulieferer profitiert vom stark anziehenden Lastwagen-Geschäft vor allem in China.

09:23 Uhr

Insider: Adidas erhält Milliarden-Offerte für Reebok

Adidas hat einem Zeitungsbericht zufolge Offerten für die Tochter Reebok erhalten. Authentic Brands Group habe zusammen mit Wolverine World Wide etwas mehr als 1 Milliarde US-Dollar für die Adidas-Tochter geboten, berichtet die "New York Post" unter Berufung auf einen Informanten.

Adidas
Adidas 288,70

Wolverine World Wide ist vor allem mit der Marke Merrell bekannt. Zudem habe Apollo Global Management ein unverbindliches Gebot abgegeben. Bis Ende Juni könnten noch finale Gebote eingereicht werden. Bei Adidas war niemand für einen Kommentar zu erreichen.

09:18 Uhr

Dax startet steil

Gute Vorlagen von den US-Börsen und aus Asien stützen den Aktienmarkt am letzten Handelstag der Woche. Der Dax notiert zuim Auftakt 0,6 Prozent höher bei knapp 15.300 Punkten. Nach dem Ausverkauf vom Donnerstag im frühen Geschäft gilt der Markt zunächst einmal als "technisch sauber". Nachdem der Dax zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen war, hatte im Verlauf eine Erholung eingesetzt, die sich nun erst einmal fortsetzen dürfte.

Dax
Dax 15.448,04

Zur Beruhigung der Märkte beigetragen hat die US-Notenbank mit der Bemerkung, dass der jüngste starke Inflationsanstieg nur vorübergehender Natur sein dürfte. Damit rechnet der Markt erst einmal mit einer Fortsetzung der lockeren Geldpolitik in den USA - und in der Eurozone sowieso. Zudem weisen die Pandemie-Zahlen weiter nach unten und deuten ein Ende der Krise an.

08:51 Uhr

Japan schließt mit dickem Plus

Der japanische Aktienmarkt hat zum Wochenschluss deutlich Boden gutgemacht. Die Anleger folgten damit den Trend der Investoren an der Wall Street, die am Donnerstag im Plus schloss. Dort wurden nach ermutigenden Arbeitsmarktdaten Aktien gekauft, die am meisten von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren würden.

Der Nikkei-Index gewann 2,3 Prozent auf 28.089 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,9 Prozent und lag bei 1.883 Punkten.

08:49 Uhr

Frankfurter Airport belebt sich wieder langsam

Fraport
Fraport 62,42

Das ist doch ein Lichtblick: Die Zahl der Passagiere am Frankfurter Flughafen ist im April um 423,1 Prozent auf 983.839 angestiegen. Das Plus führte der Flughafenbetreiber Fraport auf den schwachen Vorjahreswert zurück, als wegen der raschen Ausbreitung der Pandemie der Flugverkehr weitestgehend zum Erliegen kam. Im Vergleich zu April 2019 - also vor Ausbruch der Virus-Krise - ging das Verkehrsaufkommen hingegen um 83,7 Prozent zurück.

Das Cargo-Geschäft setzte indes seine positive Entwicklung fort und erzielte laut Fraport einen neuen April-Höchstwert. Gegenüber dem Vorjahresmonat wuchs das Aufkommen an Luftfracht und Luftpost um 42,7 Prozent auf 201.661 Tonnen.

08:34 Uhr

Tui fährt Urlaubsbetrieb in Griechenland hoch

Zum Start der Tourismussaison in Griechenland hat Tui sein Geschäft in dem südeuropäischen Land wieder aufgenommen. Am Vormittag sollten die ersten Maschinen mit Inselurlaubern aus Deutschland auf Kreta ankommen. Bereits gestern waren Tui-Kunden dort gelandet, um nun mit der "Mein Schiff 5" zu einer Kreuzfahrt aufzubrechen - der ersten von acht durch griechische Gewässer.

Am Samstag machen die Griechen den offiziellen Touristik-Auftakt. Tui hatte als weltgrößter Reiseanbieter wegen der Corona-Pandemie in dem wichtigen Zielland mehr als ein halbes Jahr pausieren müssen.

Tui
Tui 4,71

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:26 Uhr

Knorr-Bremse profitiert vom Lkw-Boom - Kurs steigt

Knorr-Bremse
Knorr-Bremse 106,00

Der Nutzfahrzeug- und Zugzulieferer Knorr-Bremse profitiert vom stark anziehenden Lastwagen-Geschäft vor allem in China. Konzernweit legte der Umsatz im ersten Quartal um vier Prozent auf 1,69 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag mit 252 Millionen Euro um zwölf Prozent über Vorjahr. Sorgen machen dem neuen Vorstandschef Jan Mrosik aber der Nachschub an Chips und die wackligen Lieferketten. Trotzdem bleibt der Bremsenhersteller bei seiner Prognose.

Die Zahlen von Knorr-Bremse werden im Handel als "in line" eingestuft. Leicht positiv sei die Marge zu werten, Umsatz wie auch Auftragseingang hätten dagegen im Rahmen der Markterwartung gelegen, hieß es. Seit Jahresbeginn hat der Kurs acht Prozent verloren, am Morgen wird er vorbörslich 1,5 Prozent höher gesehen.

08:14 Uhr

"DarkSide" nimmt Toshiba ins Visier

Das Europa-Geschäft des japanischen Technologiekonzerns Toshiba ist Insidern zufolge Ziel eines Cyberangriffs geworden. Nach einem Bericht des Senders NHK handelt es sich bei den Tätern um die als "DarkSide" bezeichnete Hacker-Gruppe, die auch für den Angriff auf die Colonial Pipeline in den USA verantwortlich zeichnet. Toshiba teilte unterdessen mit, der Vorfall werde untersucht.

08:02 Uhr

Ölpreise stabilisieren sich

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht zurückgegangen. Meldungen über Engpässe bei der Versorgung mit Benzin in Teilen der USA konnten den Notierungen vorerst keinen neuen Auftrieb verleihen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,96 US-Dollar, das waren neun Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank ebenfalls geringfügig um zwei Cent auf 63,80 Dollar.

Im Verlauf der Handelswoche sind die Ölpreise zum Teil kräftig gestiegen, nachdem eine wichtige Ölpipeline in den USA nach einem Cyberangriff ausgefallen war. Am Donnerstag gaben die Notierungen aber wieder deutlich nach, nachdem die Betreibergesellschaft der Pipeline den Betrieb schrittweise wieder aufgenommen hat.

07:49 Uhr

Disney-Aktie nachbörslich schwach

Die von Walt Disney vorgelegten Geschäftszahlen haben den nachbörslichen US-Handel bestimmt. Der Unterhaltungskonzern machte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres deutlich mehr Gewinn als Analysten erwartet hatten. Allerdings war der Erfolg ungleich verteilt. Während sich der Umsatz der Themenparks mehr als doppelt so stark wie erwartet entwickelte, blieb der Streamingdienst Disney+ hinter den Erwartungen zurück. Für die Disney-Aktie ging es um fast vier Prozent nach unten.

Disney
Disney 145,52

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:29 Uhr

Dax wird wohl deutlich fester starten

Dax
Dax 15.448,04

Nach dem sehr schwachen Start und der anschließenden kräftigen Erholung der Aktienkurse an Christi Himmelfahrt - inklusive Dreh ins Plus, werden die europäischen Börsen heute mit einem freundlichen Start erwartet. Damit würden die den Vorgaben aus den USA und auch aus Asien folgen. IG sieht den Dax 100 Punkte fester bei 15.300 Zählern. Am Morgen notierte der Leitindex vorbörslich 0,8 Prozent höher bei 15.318 Punkten.  

Positiv zu werten ist laut Marktbeobachtern, dass weiterhin viel Geld an der Seitenlinie bereit ist, in den Aktienmarkt investiert zu werden. Bei den Technologiewerten wurde zuletzt erneut etwas Luft aus den Bewertungen gelassen. Die Zinsseite dürfte derweil weiter nervös auf Inflationsdaten reagieren,  was sich dann auch auf die Bewertungen am Aktienmarkt niederschlägt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:23 Uhr

Bitcoin verschmäht - Musk setzt nun auf Dogecoin

125481762.jpg

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Elon Musk schreitet zur Tat. Einen Tag nach der Ankündigung des Tesla-Bosses, dass sein Konzern die Krypto-Währung Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert will, bringt er eine digitale Alternative ins Spiel. "Arbeite mit Doge-Entwicklern, um die Effizienz der Transaktionen zu verbessern. Möglicherweise vielversprechend, twitterte Musk. Der Doge-Kurs machte daraufhin einen Sprung nach oben.

Musk hatte in der Nacht zum Donnerstag für ein Bitcoin-Beben gesorgt, als er verkündete, Tesla wolle damit aufhören, Bitcoin für Autokäufe zu akzeptieren. Der Bitcoin-Kurs rutschte teilweise um 14 Prozent ab.

Bitcoin
Bitcoin 34.202,50

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:02 Uhr

Rewe nimmt für Digitalisierung viel Geld in die Hand

Der Lebensmittelhändler Rewe will mit hohen Investitionen die Digitalisierung forcieren. "Von den 2,3 Milliarden Euro, die wir in diesem Jahr investieren, fließen mehrere hundert Millionen Euro in die Digitalisierung", sagte Rewe-Chef Lionel Souque dem "Handelsblatt".

Der Unternehmensbereich Rewe Digital soll demnach wie ein Inkubator wirken, aus dem Tech-Neugründungen wachsen können. "Wir planen, uns an Start-ups zu beteiligen oder aus unseren digitalen Entwicklungen Start-ups auszugründen", erklärte Souque weiter.

06:42 Uhr

Krypto-Börse Coinbase verdient prächtig, aber bleibt das so?

2021-03-17T131208Z_1143065962_RC21DM918R74_RTRMADP_3_COINBASE-IPO.JPG

(Foto: REUTERS)

Coinbase, die größte US-Handelsplattform für Cyber-Währungen wie Bitcoin, hat dank des Krypto-Booms zu Jahresbeginn glänzende Geschäfte gemacht. Im ersten Quartal stieg der Gewinn auf 771 Millionen Dollar und legte damit im Jahresvergleich um mehr als das Zwanzigfache zu. Die Erlöse wuchsen von 191 Millionen auf 1,8 Milliarden Dollar.

Coinbase kündigte zudem an, seine Plattform bald für Dogecoin zu öffnen. Der erste Geschäftsbericht seit dem fulminanten Börsengang im April unterstreicht, wie der Handel mit Kryptowährungen zuletzt brummte.

Ob dies so bleibt und das von Transaktionsgebühren abhängende Geschäftsmodell von Coinbase langfristig hohe Gewinne liefern kann, steht auf einem anderen Blatt. Gestern ließ nämlich die Mitteilung von Tesla-Chef Elon Musk, dass sein Konzern wegen Umweltbedenken aufgrund des hohen Stromverbrauchs keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptiert, den Krypto-Markt einbrechen. Auch Coinbase geriet dabei unter Druck. Die Aktie liegt 18 Prozent unter ihrem Einstandskurs beim Börsengang.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:32 Uhr

Asien-Märkte erholen sich - Nikkei steigt kräftig

Nikkei
Nikkei 27.913,05

Japanische Aktien haben zum Wochenausklang einen Aufschwung an den asiatischen Märkten angeführt. Sie knüpften damit an den Trend der Investoren an der Wall Street an. In Tokio lag der Nikkei im Verlauf 2,2 Prozent höher bei 28.065 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 1,6 Prozent und lag bei 1878 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 1,8 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 109,59 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4452 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9057 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2080 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0942 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4039 Dollar.

06:15 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Die Inflationssorgen haben auch den deutschen Aktienmarkt erreicht. Dennoch hat sich der Dax am Himmelfahrtstag nach einem sehr schwachen Start ins Plus retten können. Gestützt auf eine Erholung Wall Street schloss der Leitindex 0,3 Prozent höher bei 15.200 Punkten, nachdem er im frühen Handel noch um mehr als 2 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Ende März abgesackt war.

Bereits am Mittwoch hatten zunehmende Inflationssorgen - befeuert vom unerwartet kräftigen Anstieg der US-Verbraucherpreise - die US-Börsen auf Talfahrt geschickt. Insbesondere an den US-Märkten grassiert derzeit die Angst, dass der Preisdruck die Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt im Keim ersticken könnte. Denn die US-Notenbank könnte dann womöglich schneller als gedacht an der Zinsschraube drehen, was Aktien im Vergleich zu Anleihen weniger attraktiv machen und Finanzierungskonditionen für Unternehmen verschlechtern könnte.

Der heutige Brückentag ist ziemlich rar an wichtigen Konjunktur- und Unternehmensdaten. Am Nachmittag gibt es Daten zur US-Industrieproduktion im April. Zudem wird der Michigan-Index zum US-Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.