Montag, 23. März 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
18:03 Uhr

Fed-Maßnahmen lassen Dax kalt

Dax
Dax 12.930,98

Der deutsche Aktienmarkt ist sehr schwach in die neue Woche gestartet. Der Dax verliert 2,1 Prozent auf 8.741 Punkte. Die Ankündigung praktisch unbegrenzter Anleihekäufe durch die US-Notenbank, also das US-Pendant zum Vorgehen des früheren EZB-Präsidenten Mario Draghi, verpuffte an den Märkten weitgehend.

"Es hilft doch nichts", merkte ein Händler frustriert an. Die Fed könne durch Wertpapierkäufe keine Produktionsstätten wieder hochfahren, die wegen der Corona-Krise stillgelegt worden seien. Für eine nachhaltige Erholung müsse sich zunächst eine Besserung in der Corona-Krise selbst abzeichnen.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 161,30

MTU verlieren 15,2 Prozent und sind damit Tagesverlierer im Dax. Der Triebwerkshersteller will die Produktionsstandorte in München und im polnischen Rzeszow für drei Wochen schließen. Eine Woche später sollen die Instandhaltungsstandorte in Hannover und Ludwigsfelde folgen.

Fresenius SE
Fresenius SE 44,86

Gut hielten sich Deutsche Börse und Deutsche Post mit Aufschlägen von 2,3 Prozent bzw. 2,2 Prozent - beide Unternehmen gelten als relative Gewinner der Krise. Tagesgewinner im Dax waren Fresenius mit Aufschlägen von 2,7 Prozent.

Eine Verschiebung der für diesen Sommer geplanten Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie könnte nach Einschätzung des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe unter Umständen "unvermeidbar" werden. Adidas geben daraufhin 5,7 Prozent nach und Puma 5,4 Prozent. Ein Ausfall der Olympischen Spiele dürfte weitgehend eingepreist sein.

Weiter aufwärts ging es mit Drägerwerk. Der Kurs steigt um 7,6 Prozent. Das Unternehmen soll Beatmungsgeräte an Kliniken liefern.

17:22 Uhr

Apple fallen unter magische Bewertungsgrenze

Apple
Apple 390,90

Apple fallen im US-Aktienhandel am Vormittag um 7,1 Prozent auf 213,12 US-Dollar. Damit könnte die Bewertung des Technologiekonzerns erstmals seit dem 8. Oktober 2019 wieder unter die Marke von einer Billion Dollar fallen. Im Sitzungsverlauf rutscht die Marktbewertung des Technologiegiganten auf 961,8 Milliarden Dollar. Damit die Marktkapitalisierung bis zum Sitzungsende wirklich unter einer Billion Dollar bleibt, muss die Aktie unterhalb von 228,54 Dollar schließen.

Instinet-Analyst Jeffrey Kvaal hat indes sein Kursziel gesenkt. Er attestiert dem Unternehmen einen signifikanten Nachfrageeinbruch wegen der Lungenseuche Covid-19. Derweil hält sich die Marktbewertung von Microsoft mit 1,04 Billionen Dollar oberhalb der Marke. Im jüngsten Börsencrash verloren Apple 30 Prozent, Microsoft aber nur 24 Prozent. Der Dow-Jones-Index stürzte gar um 36 Prozent ab.

17:01 Uhr

Goldpreis legt nach Fed-Hilfen zu

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.810,37

Die massiven Konjunkturspritzen der US-Notenbank lassen die Anleger zu Gold greifen. Eine Feinunze kostet mit 1543,85 Dollar 3,1 Prozent mehr als am Vortag. "Die Fed hat ihre bislang größte Kanone ausgepackt - sogar noch größer als während der Finanzkrise", sagt Tai Wong, Chef des Edelmetallderivate-Handels beim Finanzdienstleister BMO. Das komme dem Goldpreis zugute. "Der Lackmustest ist aber, ob der Optimismus länger als einen Tag anhält."

15:47 Uhr

Daimler will keine Almosen

Daimler
Daimler 37,56

Der Autobauer Daimler will die Corona-Krise ohne direkte staatliche Finanzspritzen überstehen. "Daimler benötigt derzeit keine Staatshilfe", sagte Konzernchef Ola Källenius dem "Handelsblatt". Der Mercedes-Hersteller sei "mit einer hohen Liquidität solide ausgestattet".

Auch die rund 300.000 Arbeitsplätze seien nicht in Gefahr, sagte Källenius: "Die Sicherheit der Arbeitsplätze steht nicht zur Diskussion." Der Konzern wird allerdings die Arbeitszeit seiner Produktionsmitarbeiter verkürzen, und die Regelung zur Kurzarbeit "werden wir dann auch nutzen", sagte der Daimler-Chef. Der Konzern musste seine Produktion in Europa und Nordamerika großflächig stoppen.

15:41 Uhr

Boeing im Plus

Boeing
Boeing 187,94

Unter den Einzelaktien ziehen Boeing um 4,5 Prozent an. Der Flugzeugbauer hat wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie vorübergehend die Dividende gestrichen. Außerdem wird ein bereits seit vergangenem April ausgesetztes Aktienrückkaufprogramm nicht wieder aufgenommen. Über den Ausfall der Dividende war an den Vortagen bereits spekuliert worden, an denen die Boeing-Aktie schon massiv unter Druck gestanden hatte.

Einen Kurssprung um über 10 Prozent machten Pacific Gas & Electric (PG&E). Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat seinen Widerstand gegen den Versuch von PG&E aufgegeben, den Gläubigerschutz wieder zu verlassen, nachdem sich beide Seiten auf Zugeständnisse geeinigt hatten. Unter anderem will sich PG&E zum Verkauf stellen, sollte es bis 30. Juni nicht gelungen sein, aus dem Gläubigerschutz herauszukommen. Hintergrund der Probleme um den Versorger sind Strafen in Milliardenhöhe im Zusammenhang mit Waldbränden in Kalifornien.

15:29 Uhr

Dollar leidet unter Fed-Maßnahmen

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,88

Der Dollar gehört zu den Verlierern der Fed-Maßnahme, denn die US-Notenbank dürfte ihre Bilanz gewaltig aufblähen und die Inflation befeuern. Der Euro steigt auf das Tageshoch von 1,0803 Dollar nach einem -tief bei 1,0658 - und geht aktuell bei 1,0778 um. Die Dollarschwäche und die Aussicht auf Geldentwertung treiben den Goldpreis um 2,2 Prozent auf 1.521 US-Dollar je Feinunze.

Die Ölpreise, die sich temporär mit der Fed-Ankündigung erholt hatten, fallen wieder. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich je Fass um 0,7 Prozent auf 22,48 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 3,8 Prozent auf 25,96 Dollar.

14:57 Uhr

Fed-Hilfen hieven Wall Street nicht ins Plus

Die massiven Geldspritzen der US-Notenbank Fed können die Sorgen der US-Investoren vor den Folgen der Coronavirus-Pandemie nicht nehmen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 2,6 Prozent tiefer bei 18.665 Punkten.

Die Fed brachte neue Maßnahmen auf den Weg, mit denen unter anderem der Kreditfluss an Haushalte und kleine Firmen unterstützt werden soll. "Sie werfen jetzt alles in die Wagschale", sagte Scott Brown, Chefvolkswirt beim Finanzdienstleister Raymond James. "Diese Maßnahmen alleine machen noch nichts gegen das Virus - das ist das große Problem. Sie helfen, aber wir benötigen immer noch Konjunkturhilfen, und wir brauchen viele davon. Wir müssen es zu den Leuten lenken, die wirklich leiden werden."

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14:18 Uhr

Corona-Schnelltest beflügelt Anbieter Danaher

Danaher Corporation
Danaher Corporation 164,24

In Erwartung eines reißenden Absatzes des neuen Coronavirus-Schnelltests steigen Anleger bei Danaher ein.

Die Aktien der Medizintechnikfirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um zehn Prozent. Am Wochenende hatte die US-Gesundheitsbehörde dem Test einer Danaher-Tochter die Zulassung erteilt.

14:03 Uhr

Fed will unbegrenzt Anleihen kaufen, Dax dreht ins Plus

Dax
Dax 12.930,98

Die Ankündigung der US-Notenbank, praktisch unbegrenzte Anleihekäufe zu tätigen, treibt den Dax ins Plus. Nach Mitteilung des Offenmarktausschusses FOMC will die Federal Reserve alleine in dieser Woche Treasuries für 375 Milliarden US-Dollar und Hypothekenpapiere für 250 Milliarden kaufen.

Darüber hinaus will sie mit dem Ankauf von Papieren der staatlichen Finanzagenturen beginnen, die überwiegend mit verbrieften Krediten zum Erwerb von Wohneigentum in Appartementhäusern hinterlegt sind. Der Dax liegt nun 0,5 Prozent im Plus.

13:28 Uhr

Das sind die Gewinner der Corona-Krise

Das Coronavirus schickt die Börsen weltweit auf Talfahrt. Ganze Branchen kämpfen um ihre Existenz. Während die Krise einen großen Teil der Wirtschaft lahmlegt, gibt es einige Unternehmen, die von der Situation profitieren. ntv-Börsenreporterin Katja Dofel berichtet aus Frankfurt.

12:51 Uhr

Goldman Sachs rechnet mit gravierendem Wirtschaftseinbruch

Der Streit über das US-Konjunkturpaket und die massiven staatlichen Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus schicken zum Wochenauftakt Europas Börsen erneut auf Talfahrt. Der Dax büßt bis zu fünf Prozent auf 8480 Punkte ein. Immer stärker rückten dabei die USA in den Fokus der Anleger.

"Die USA drohen nach Europa nun zum neuen Epizentrum der Corona-Pandemie zu werden", sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst bei CMC Markets. Goldman Sachs geht mittlerweile für das zweite Quartal von einem Einbruch des realen US-Bruttoinlandsprodukts um knapp ein Viertel aus.

"Die Coronakrise - oder genauer gesagt, die Antwort auf diese Krise - stellt eine physische, im Gegensatz zur finanziellen, Beschränkung der wirtschaftlichen Aktivität dar, die in der Nachkriegsgeschichte beispiellos ist", erklärte Goldman Sachs. Für die Weltwirtschaft rechnet die Investmentbank mit einem Rückgang von rund einem Prozent in diesem Jahr. Das ist ein stärkerer wirtschaftlicher Einbruch als im Jahr nach der globalen Finanzkrise 2008. Auch die Analysten von Morgan Stanley warnten vor schweren Schäden für die Weltwirtschaft durch die zunehmende Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit.

12:41 Uhr
Breaking News

Bundeskabinett billigt Milliarden-Hilfspaket zu Corona-Krise

Das Bundeskabinett hat in einer Sondersitzung Nothilfen im Umfang von mehreren hundert Milliarden Euro gebilligt, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Die Ministerrunde brachte unter anderem einen Nachtragshaushalt auf den Weg, um die Hilfsmaßnahmen mit einer Neuverschuldung in Höhe von rund 156 Milliarden Euro zu finanzieren. Das in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellose Maßnahmenpaket soll Bürger und Unternehmen vor dem Verlust der Existenzgrundlage durch die Krise bewahren.

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11:51 Uhr

Deutsche Bank schließt vorübergehend 200 Filialen

Die Deutsche Bank schließt als Sicherheitsmaßnahme in Zeiten der Corona-Pandemie vorübergehend über 200 Filialen in Deutschland für den Kundenverkehr. Von diesem Dienstag an werde das bundesweite Filialnetz bis auf Weiteres von mehr als 500 auf rund 290 verkleinert, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Ziel sei, dennoch für Kunden im ganzen Bundesgebiet gut erreichbar zu sein.

Bei Schließung eines Standortes werden dessen Dienstleistungen von den nächstgelegenen Deutsche-Bank-Filialen oder vom mobilen Vertrieb übernommen. Die Selbstbedienungs-Bereiche der vorübergehend für den Kundenverkehr geschlossenen Filialen bleiben zugänglich und werden - sofern ein Geldautomat vorhanden ist - weiterhin mit Bargeld versorgt. Auch andere Banken und Sparkassen haben ihre Filialnetze als Reaktion auf die Coronavirus-Ausbreitung vorübergehend ausgedünnt.

Die Deutsche Bank versicherte, die Versorgung mit Bargeld sei sichergestellt. Kunden können die Geldautomaten der sogenannten Cash Group (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, Hypovereinsbank) wie gewohnt nutzen. Zudem erhielten Kunden im gesamten Bundesgebiet Bargeld in vielen Supermärkten und bei Shell-Tankstellen.

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11:05 Uhr

Softbanks Rückzug sorgt für Kaufrausch bei Aktionären

Softbank
Softbank 53,00

Der japanische Technologieinvestor Softbank wird sich deutlich verschlanken. Zur Finanzierung eines fast 17 Milliarden Euro schweren Aktienrückkaufs würden Firmen-Beteiligungen im Wert von bis zu 38 Milliarden Euro verkauft oder abgegeben, kündigte das Unternehmen an. Zudem will der weltweit bekannte Softbank-Chef Masayoshi Son Schulden abbauen und Geldreserven auffüllen. Dies spiegele Sons "unerschütterliche Zuversicht" ins Geschäft wider, hieß es.

Bei Aktionären sorgte die Nachricht für einen Kaufrausch. Die Aktie kletterte fast 19 Prozent. Das war der größte Tagesgewinn in fast zwölf Jahren. Softbank hält selbst sowie über seinen 100 Milliarden Dollar schweren Vision Fund unter anderem Anteile am Mitfahrdienst Uber, Coworking-Anbieter WeWork und Chipkonzern ARM Holdings sowie vielen Startups rund um den Globus wie dem Berliner Gebrauchtwagenhändler Auto1.

Zuletzt sind allerdings einige Wetten des Großinvestors nicht aufgegangen, weswegen das Unternehmen unter finanziellem Druck steht, der nun von der Coronavirus-Pandemie noch erhöht wird. Hinzu kommt der aktivistische Hedgefonds Elliott, der höhere Gewinne für Softbank-Aktionäre fordert.

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10:41 Uhr

Airbus macht sich für Corona wetterfest

Airbus
Airbus 69,19

Mit Airbus geht es im MDax um 9,8 Prozent nach unten. Das Unternehmen zahlt zunächst keine Dividende. "Airbus macht nur Nägel mit Köpfen, was andere auch tun", sagt ein Händler: "Wichtig ist die Begründung, dass die Dividende aus Sicherheitsgründen nur zurückgehalten wird". Dies sei etwas komplett anderes, als wenn man operativ nicht in der Lage sei, sie zu erwirtschaften. Angesichts der unklaren Entwicklung beim Virus und der Stornierungen durch Airlines sei Liquidität im Unternehmen sehr wichtig.

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10:05 Uhr

MTU mit Produktionsstopp Verlierer Nummer eins

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 161,30

MTU stehen mit einem Minus von 9,4 Prozent ganz oben auf der Dax-Verliererliste. Der Triebwerk-Hersteller will die Produktionsstandorte in München und im polnischen Rzeszow, an denen das Unternehmen Triebwerke montiert und Komponenten für Triebwerke herstellt, für 3 Wochen schließen. Eine Woche später sollen die Instandhaltungs-Standorte in Hannover und Ludwigsfelde folgen.

"Die Unsicherheit ist da, dass das was mit der Krise der Luftfahrtindustrie und der künftigen Auftragslage zu tun hat", sagt ein Händler: "Ohne das im Kopf ist es aber einfach nur eine verantwortungsvolle Unternehmensentscheidung angesichts der Coronavirus-Krise". Zudem würde man damit nur den Autoherstellern folgen.

09:44 Uhr

Shell stemmt sich mit massiven Einsparungen gegen Corona-Pandemie

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 14,89

Die Welle der Sparmaßnahmen bei Unternehmen reißt nicht ab: Der Öl- und Gasmulti Shell will die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit massiven Einsparungen abfedern. So sollen die Kosten im operativen Geschäft in den kommenden 12 Monaten im Vergleich zu 2019 um 3 bis 4 Milliarden US-Dollar sinken. Zudem sollen die Barinvestitionen 2020 auf 20 Milliarden US-Dollar (rund 18,7 Mrd Euro) oder weniger reduziert werden, wie das britisch-niederländische Unternehmen mitteilte.

Bislang hatte Shell für das Jahr 2020 Investitionen in Höhe von rund 25 Milliarden Dollar angepeilt. Außerdem soll das Betriebskapital verringert werden. Von den geplanten Maßnahmen verspricht sich Shell, seine Finanzkraft zu stärken und abzusichern sowie für den Fall einer Erholung der Märkte gut gewappnet zu sein.

Zudem hält Shell laut Mitteilung an seinem Veräußerungsprogramm für Unternehmensteile in Höhe von mehr als 10 Milliarden Dollar für den Zeitraum 2019/2020 fest, der Zeitpunkt hänge aber von den Marktbedingungen ab. Des Weiteren setzt der Energiekonzern sein laufendes Aktienrückkaufprogramm zunächst aus, sobald die aktuelle Tranche beendet ist. Man behalte sich überdies weitere Schritte vor, sofern diese notwendig werden sollten, hieß es.

09:20 Uhr

Stabilisierungsversuch ist wieder Geschichte

Dax
Dax 12.930,98

Der deutsche Aktienmarkt bleibt im Crashmodus. Der zweitägige Stabilisierungsversuch vor dem Wochenende ist schon wieder Geschichte. Die Sorgen rund um die Folgen durch die Coronavirus-Pandemie und deren Bekämpfung bleiben akut. Der Leitindex Dax sackt zum Handelsstart um 4,84 Prozent auf 8498 Punkte ab.

"Die Börsen geben den US-Politikern heute die Quittung für die ausgebliebene Einigung", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die neuerliche Talfahrt. Denn in den USA sind die Verhandlungen um ein Konjunkturpaket in Höhe von mehr als einer Billion Dollar ins Stocken geraten. Die Demokraten im US-Senat blockierten ein federführend von Republikanern erstelltes Paket gegen die Folgen des Coronavirus."Für die Börsen kommt das zur Unzeit. Weltweit kommt aktuell ein Hilfspaket nach dem anderen. Nur die USA können sich bislang nicht auf die Details verständigen." Altmann rechnet allerdings damit, dass die Einigung womöglich schon an diesem Tag nachgeholt wird.

09:15 Uhr

Ifo-Chef: Corona wird Deutschland Hunderte von Milliarden kosten

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picture alliance/dpa

Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, rechnet mit Kosten in Höhe von Hunderten von Milliarden Euro wegen der Corona-Pandemie. Das Virus beschere der deutschen Wirtschaft Produktionsausfälle, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit und werde den Staatshaushalt erheblich belasten, erklärte Fuest. Je nach Szenario schrumpfe die deutsche Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspreche Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.

"Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte der Ifo-Präsident. Strategien seien erforderlich, die es erlauben, eine Wiederaufnahme der Produktion mit einer weiteren Eindämmung der Epidemie zu verbinden.

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08:15 Uhr

Brent-Öl hält Kurs auf 17-Jahres-Tief

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 43,55

Der Nachfrage-Rückgang durch die Coronavirus-Pandemie setzt dem Ölpreis erneut zu. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,7 Prozent auf 26,24 Dollar je Barrel und notiert damit weniger als 2 Dollar über ihrem 17-Jahres-Tief der vergangenen Woche. Da gleichzeitig wichtige Förderländer den Ölhahn bis zum Anschlag aufdrehten, müsse mit einem weiteren Preisverfall gerechnet werden, sagte Analyst Edward Moya vom Brokerhaus Oanda.

07:42 Uhr

Gespaltener US-Senat schickt Börsen auf Talfahrt

Nikkei
Nikkei 22.796,49

Die Börsen in Ostasien und Australien starten mit deutlichen Verlusten in die neue Woche. Auf der Stimmung lastet, dass sich das Coronavirus weltweit immer weiter ausbreitet und das öffentliche Leben in immer mehr Ländern drastisch eingeschränkt wird. Dazu kommt, dass sich der US-Senat am Wochenende nicht auf Rettungspaket einigen konnte, das die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft lindern soll. Maßnahmen regionaler Regierungen und Zentralbanken verpuffen darüber.

  • An der Börse in Shanghai verliert der Composite-Index 3,4 Prozent.
  • Mit dem Hang-Seng-Index geht es in Hongkong um 4,2 Prozent abwärts.
  • Im südkoreanischen Seoul liegt der Kospi 5,8 Prozent im Minus.
  • In Australien schloss der Aktienmarkt 5,6 Prozent niedriger.
  • Die Börse in Neuseeland schloss 7,6 Prozent niedriger.
  • An der Börse in Bangkok geht es um über 7 Prozent abwärts.
  • Einzig die Börse in Tokio legt gegen den Trend 4,2 Prozent zu.
07:24 Uhr

Corona-Vorbereitung: Airbus stockt Reserven auf

Airbus
Airbus 69,19

Europas größter Flugzeugbauer Airbus macht sich für die Coronakrise und den drastischen Einbruch der Luftfahrt wetterfest. Das französisch-deutsche Unternehmen stockt seine Liquiditätsreserven um rund 10 Milliarden auf 30 Milliarden Euro auf, wie Airbus mitteilte. Dazu sei der Kreditrahmen um 15 Milliarden Euro aufgestockt worden. Zudem werde die Dividende für 2019 von 1,80 Euro je Aktie - das sind insgesamt 1,4 Milliarden Euro - gestrichen und die Aufstockung des Pensionsplan-Vermögens verschoben.

Airbus wolle damit "gewährleisten, dass wir wieder effizient arbeiten können, sobald sich die Lage verbessert", erklärte Vorstandschef Guillaume Faury. "Aufgrund der volatilen Situation haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückgezogen."