Montag, 26. März 2018Der Börsen-Tag bei n-tv

Heute mit Kai Stoppel
17:53 Uhr

Dax stürzt auf neues Jahrestief

Dax
Dax 11.423,28

Wie ein Stein fällt der Dax am Nachmittag nach unten und schließt nach zwischenzeitlich soliden Gewinnen mit einem deutlichen Minus von 0,8 Prozent auf 11.787 Punkten. Bei 11.727 Punkten wurde zuvor sogar ein neues Jahrestief markiert. Dabei sah es zwischendurch sogar so aus, als könnte der deutsche Leitindex die am Freitag verlorene 12.000-Punkte-Marke zurückerobern.

Von Anschlussverkäufen nach den Verlusten von Freitag ist am Markt nun die Rede. Als Grund für den Kurssturz zum Wochenanfang gilt zudem der deutlich steigende Euro, der zuletzt deutlich über 1,24 Dollar steigt. Die Aufschläge an der Wall Street können den Dax hingegen nicht beflügeln. 

"So sieht keine konstruktive Erholung aus. Der Dax startet mies in die Karwoche und tobt sich nach unten aus", kommentiert Daniel Saurenz von Feingold Research. Allerdings sei der Markt im Januar auch verdammt teuer gewesen. "Jetzt, rund 2000 Punkte tiefer, ist der Dax anständig bewertet."

Gewinner gibt es im Dax am Ende genau drei: BMW legen 1,2 Prozent zu, Volkswagen verbessern sich um 0,7 Prozent und Lufthansa um 0,4 Prozent. Die Liste der Verlierer ist entsprechend länger. Schlusslicht sind Fresenius mit einem Abschlag von 2,3 Prozent.

16:54 Uhr

Nervöse Anleger verkaufen ihre Dollars

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,88

Angesichts geopolitischer Sorgen werfen viele Anleger den Dollar aus ihren Depots. Der Greenback rutscht gegenüber einem Korb aus wichtigen Währungen um 0,3 Prozent ab. Im Gegenzug steigt unter anderem der Euro um fast einen US-Cent auf 1,2443 Dollar.

"Das ist weniger eine Euro-Stärke als vielmehr eine Dollar-Schwäche im Sog der Trumpschen Personal- und Außenwirtschaftspolitik", sagt ein Händler in Frankfurt. Der eskalierende Streit zwischen Russland und dem Westen über einen Giftanschlag auf einen russischen Ex-Agenten in Großbritannien vor einigen Wochen belaste den Dollar zusätzlich.

16:18 Uhr

Facebook-Aktie gerät weiter unter Druck

Die Wall Street startet mit leichten Gewinnen in die verkürzte Handelswoche. Der Dow Jones und der S&P 500 steigen jeweils um etwa 1,8 Prozent auf 23.945 beziehungsweise 2632 Punkte, der Nasdaq-Composite gewinnt zwei Prozent auf 7139 Zähler. Damit machen sie aber nur einen kleinen Teil des rund sechs-prozentigen Minus der vorigen Woche wieder wett.

Die Nervosität sei weiter hoch, sagte ein Händler. Das liege nicht nur an der Sorge vor einem Handelskrieg. Auch die Beziehungen des Westens mit Russland sorgten für Stirnrunzeln. Als Reaktion auf die Vergiftung des russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien wiesen die USA, Frankreich und Deutschland russische Diplomaten aus.

Bei den Einzelwerten bleiben Facebook mit einem Minus von einem Prozent unter Druck. Die Aktien des weltgrößten Internet-Netzwerks haben im Sog des Daten-Skandals in der Vorwoche 75 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung eingebüßt.

15:42 Uhr

Buffett bietet deutschem Gips-Hersteller Aktien an

RTX1BDPN.jpg

Warren Buffett.

(Foto: REUTERS)

Der deutsche Gips-Hersteller Knauf ist am Kauf des US-Wettbewerbers USG Corp interessiert, stößt damit jedoch auf wenig Gegenliebe. Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway des Investors Warren Buffett bot den Deutschen zwar ihren USG-Anteil an. Das Objekt der Begierde selbst lehnt die Offerte jedoch ab. Es sei nicht im besten Interesse der Anteilseigner.

Zuvor hatte Berkshire Hathaway mitgeteilt, die Deutschen wollten 42 US-Dollar je Aktie zahlen, ein Aufschlag von einem Viertel auf den Schlusskurs am Freitag. Berkshire hält 31 Prozent an dem US-Baustoffhersteller, die zum gebotenen Preis einen Wert von gut 1,8 Milliarden Dollar haben.

15:16 Uhr

Angst vor Trump - Irans Währung stürzt auf Rekordtief

imago57898091h.jpg

(Foto: imago stock&people)

Inmitten von Sorgen um eine weitere Verschärfung der Spannungen mit den USA ist der iranische Rial auf ein Rekordtief gefallen. Trotz einer massiven Intervention der Regierung in Teheran fällt die iranische Währung unter die Schwelle von 50.000 Rial zum Dollar.

Die Regierung hatte im Februar den Verfall zu stoppen gesucht, indem sie die Zinsen erhöhte, Währungshändler festnahm und die Konten von Spekulanten einfror. Dennoch setzte sich der Verfall vor den Ferien zum persischen Neujahr am 21. März fort.

Der Teheraner Finanzanalyst Navid Kalhor verwies auf Sorgen, dass US-Präsident Donald Trump das internationale Atomabkommen aufkündigt. Trump hatte kürzlich Mike Pompeo als Außenminister und John Bolton als Sicherheitsberater berufen.

14:29 Uhr

Mögliche Folgen von Giftanschlag lassen Metro abstürzen

Neue Metro (VZ)
Neue Metro (VZ) 13,85

Im MDax steht das Papier des Handelskonzerns Metro mit einem Minus von rund 4 Prozent weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Grund sind mögliche Konsequenzen aus dem Attentat auf den russischen Doppelagenten Sergei Skripal und dessen Tochter - im Handel wird auf die Sorge der Anleger vor neuen Russland-Sanktionen verwiesen. Russland ist einer der wichtigsten Märkte für Metro.

Daneben verweist Barclays darauf, dass Metro auf dem Investorentag in der vergangenen Woche vor Preisdruck in Russland gewarnt habe. Die dortige Ebitda-Marge ist mit 10,3 Prozent laut den Analysten rund drei Mal so hoch wie auf Gesamtkonzern-Ebene.

14:02 Uhr

Zinsspekulationen treiben Pfund in die Höhe

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,30

Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung schicken das britische Pfund nach oben. Die Währung des Vereinigten Königreichs verteuert sich bis auf 1,4226 Dollar, den höchsten Stand seit Anfang Februar.

Zuletzt hatte der britische Währungshüter Gertjan Vlieghe die Diskussion über eine Zinserhöhung im Mai befeuert. Wahrscheinlich sei es auf Sicht der nächsten Jahre nötig, die Zinsen "ein bis zwei Mal" pro Jahr anzuheben, sagte er am Freitag laut Redetext in Birmingham. Die Bank of England hat die Leitzinsen vergangene Woche konstant gehalten und die Finanzwelt zugleich auf eine Erhöhung eingestimmt.

1c24b651e022310233e4181869346cbb.jpg

(Foto: dpa)

 

13:25 Uhr

Finish Line schießen nach Übernahme durch die Decke

Anleger von Finish Line feiern die Übernahme durch den britischen Sportartikel-Händler JD Sports. Die Aktien des US-Einzelhändlers schießen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 26 Prozent auf 13,30 Dollar in die Höhe. Die in London notierten Titel von JD Sports gewinnen 1,8 Prozent.

Die Briten übernehmen den amerikanischen Rivalen für umgerechnet 451 Millionen Euro und vergrößern damit ihr Geschäft in den USA. Finish Line ist deutlich kleiner als JD Sports, der auf einen Börsenwert von umgerechnet rund vier Milliarden Euro kommt. Die Amerikaner vertreiben unter anderem über den US-Kaufhauskonzern Macy's Sportschuhe der Marken Adidas und Nike.

13:03 Uhr

Warum Auto-Aktien die großen Gewinner sind

STXE 600 Automobilindustrie
STXE 600 Automobilindustrie 495,56

Der Dax macht sich wieder auf den Weg zur am Freitag verlorenen 12.000-Punkte-Marke: Am frühen Nachmittag trennen ihn nur noch knapp 40 Punkte von dieser Linie. Der Leitindex legt 0,6 Prozent zu auf 11.960 Zähler.

Zu den größten Gewinnern zählen die Autowerte: BMW liegen mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent an der Spitze, VW mit plus 1,5 Prozent dahinter. Auch Daimler verbessern sich um 1,1 Prozent.

Autowerte sind auch europaweit gesucht und führen mit 0,9 Prozent Plus die Gewinnerliste an. "Eine marktbreite Erholung muss bei Autos anfangen, weil sie der billigste Sektor sind", sagte ein Analyst schon am Morgen mit Blick auf Kurs-Gewinn-Verhältnisse und andere Kennzahlen.

12:23 Uhr

Einst beste Limo-Aktie ist jetzt die schlechteste

Sie ist nach einem Wasserbüffel benannt und war im Jahr 2016 die am steilsten steigende Softdrink-Aktie der Welt: Carabao. Der für seinen gleichnamigen Energiedrink bekannte Hersteller aus Thailand hatte es sogar geschafft, Red Bull in seinem Heimatmarkt abzuhängen.

Doch die Expansion in neue Märkte wie China und Großbritannien kostete das Unternehmen wieder eine Menge seines Börsenwerts. Seit vergangenem Oktober hat die Carabao-Aktie rund 40 Prozent eingebüßt. Das ist das mit Abstand größte Minus aller Softdrink-Produzenten mit einem Börsenwert von mindestens einer Milliarde Dollar, wie das Portal "Bloomberg" ermittelt hat.

*Datenschutz

 

11:56 Uhr

Thüringer Tech-Firma beglückt ihre Anleger

47929679.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Erstmals seit 10 Jahren will die Funkwerk AG für das abgelaufene Jahr wieder eine Dividende zahlen. Das Thüringer Unternehmen konnte den operativen Gewinn um mehr als ein Drittel steigern, wie das Unternehmen mitteilte, das analoge und digitale Kommunikationstechnik für Bahn, Binnenschifffahrt und Gebäudeschutz produziert.

Die Dividende soll 0,25 Euro je Aktie betragen, genau so viel wie die letztmalig für das Jahr 2007 gezahlte Ausschüttung. Nach vorläufigen Zahlen stieg der operative Gewinn 2017 um rund 32 Prozent auf 7,2 Millionen Euro, der Umsatz leicht um 0,2 Prozent auf 77,8 Millionen Euro.

11:11 Uhr

Spaniens Staatsanleihen sind wieder begehrt

imago80230334h.jpg

Skyline von Madrid.

(Foto: imago/Westend61)

Die Anhebung der Bonitätsnote für Spanien verleiht den Staatsanleihen des Landes kräftig Auftrieb. Die Kurse der zehnjährigen Bonds steigen, im Gegenzug fallen die Renditen mit 1,237 Prozent auf den tiefsten Stand seit knapp 17 Monaten.

Standard & Poor's bewertet die langfristigen Verbindlichkeiten nun mit "A-" nach zuvor "BBB+". Die Ratingagentur begründete die Hochstufung am späten Freitagabend mit der starken Wirtschaftsentwicklung in Spanien. Im Januar hatte schon die Agentur Fitch das Rating auf "A-" von "BBB+" heraufgesetzt.

10:30 Uhr

Sinkender Silberpreis könnte schlechtes Omen sein

Silber, Feinunze
Silber, Feinunze 15,82

Nach zuvor zwei Jahren des Aufwärtstrends hat sich die Preisentwicklung beim Silber in diesem Jahr eingetrübt. Bei Börsianern wird dies als mögliches Warnsignal für den Gesamtmarkt interpretiert.

Denn die Futures auf Silber sind in diesem Jahr um mehr als 3 Prozent gefallen, während Gold um mehr als 3 Prozent zulegen konnte. Im Vorjahr stieg der Goldpreis sogar um 14 Prozent, Silber hinkte bereits mit einem Plus von 7 Prozent hinterher.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.324,83

Damit notiert der Goldpreis im Schnitt 82 mal höher als der Silberpreis, was laut Berechnungen des "Wall Street Journals" rund 27 Prozent mehr sind als der 10-Jahres-Mittelwert.

Ein großer Unterschied zwischen den Preisen wird von manchen Börsianern als schlechtes Omen angesehen: So neigten Anleger dazu, in schlechteren konjunkturellen Zeiten zum Gold zu greifen, während Silber, das in der Industrie wesentlich stärkere Verwendung findet, dann eher abgestoßen wird.

09:57 Uhr

Schweden üben Druck auf Thyssenkrupp aus

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 13,19

Der schwedische Finanzinvestor Cevian fordert, dass beim deutschen Stahl- und Technologiekonzern Thyssenkrupp kräftig aufgeräumt wird: Die komplexe Struktur ist dem Großaktionär ein Dorn im Auge.

"Thyssenkrupp ist der wohl komplexeste Industriekonzern, der in Deutschland zu finden ist", sagte Cevian-Mitbegründer Lars Förberg dem Handelsblatt. "Außerdem ist er derjenige mit der schlechtesten Performance." Gleichzeitig beklagte Förberg die Entwicklung des Aktienkurses seit sieben Jahren und die operativen Renditen im Vergleich zu Wettbewerbern.

Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger arbeitet derzeit eine neue Strategie für den Konzern aus. Auf die Frage, wie das Management die Vorschläge von Cevian findet, sagte er: "Wir stehen in häufigem Kontakt, aber ich möchte nichts über den Inhalt der Gespräche sagen. Aber warten wir mal ab: Ich bin sehr gespannt darauf, was der Vorstand im Mai verkünden wird."

100296010.jpg

(Foto: picture alliance / Bernd Thissen)

 

09:26 Uhr

Dax startet Comeback-Versuch

Dax
Dax 11.423,28

Wunden lecken heißt es am deutschen Aktienmarkt, nachdem der Dax am Freitag unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten gerutscht war. Zum Auftakt in die verkürzte Karwoche startet der deutsche Leitindex einen Comeback-Versuch und legt um 0,3 Prozent zu auf 11.922 Punkte.

In der vergangenen Woche hatten Sorgen um die Auswirkungen der US-Zollpolitik den deutschen Leitindex um gut vier Prozent abrutschen lassen. "Auch wenn es an den Börsen zunächst nach Stabilisierung aussieht, bleibt Vorsicht angesagt", sagt Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. "Ängste vor einem Handelskrieg sorgen weiterhin für trübe Stimmung auf dem Börsenparkett."

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:44 Uhr

Plus in Japan, Südkorea - Minus in China

Unterschiedlich präsentierten sich die asiatischen Aktienmärkte. In Südkorea legte der Kospi um 0,7 Prozent zu, weil sich die USA mit dem Land über eine dauerhafte Ausnahme der seit Freitag geltenden Stahl-Zölle geeinigt hat. Aktien von Stahlkonzernen wie Dongbu Steel, Seah Steel und Husteel stiegen um bis zu vier Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

In Tokio verzeichnete der Nikkei zunächst Verluste. Zum Handelsende hin drehte er aber ins Plus und schloss um 0,7 Prozent fester bei 20.766 Punkten.

Dennoch lässt die Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China die Anleger in Asien nicht los. Die Börsen in China verzeichneten zum Wochenstart deshalb Verluste.

08:15 Uhr

Ölpreise sinken auf höherem Niveau etwas

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 66,91

Die Ölpreise sind zu Beginn der neuen Handelswoche leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 70,36 US-Dollar. Das waren 9 Cent weniger als am Freitag. In der Nacht auf Montag hatte der Brent-Preis allerdings zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Ende Januar bei 71,05 Dollar erreicht. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel zuletzt um 25 Cent auf 65,63 Dollar.

Marktbeobachter begründen das relativ hohe Niveau der Ölpreise mit der Sorge der Anleger vor einem schärferen Vorgehen der USA gegen das große Förderland und Opec-Mitglied Iran. Vor dem Wochenende war bekannt geworden, dass US-Präsident Donald Trump seinen bisherigen Sicherheitsberater H.R. McMaster durch John Bolton ersetzen wird. Dieser vertritt eine härtere Gangart in der Iran-Politik.

08:07 Uhr

Euro legt geringfügig zu

Der Kurs des Euro ist im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2369 US-Dollar und damit geringfügig mehr als am Freitag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs vor dem Wochenende auf 1,2346 (Donnerstag: 1,2316) Dollar festgesetzt.

Der Dollar wurde vor dem Wochenende durch mehrere Entwicklungen belastet. Allen voran wirkten die neuen Strafzölle der USA gegen China als Belastung für die US-Währung. Hinzu kam ein neuerlicher Rauswurf in der US-Regierung.

07:29 Uhr

Dax wird zu Handelsbeginn leichter erwartet

c45004c7109c59a5ba343f16acb43d36.jpg

(Foto: REUTERS)

Angesichts der anhaltenden Angst vor einem neuen Handelskrieg gehen die Börsianer mit gemischten Gefühlen in die Woche. Der Dax wird zu Handelsbeginn mit rund 11.800 Punkten deutlich unter der 12.000er-Marke erwartet. Techniker haben übergeordnet den 11.500er-Bereich als Kursziel im Blick. Vorbörslich notierte der Frankfurter Leitindex 0,2 Prozent tiefer bei 11.866 Zählern.

Der Kursverfall an den US-Börsen war am Freitag ungebremst fortgegangen. Unter Druck standen vor allem die Tech-Werte und Banken mit Kursverlusten von 3,4 Prozent allein in den Indizes. Nur Defensive und Ölwerte konnten sich mit bescheideneren Verlusten von bis zu 0,5 Prozent gegen den Trend stimmen.

Die Benennung des Hardliners John Bolton als Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump und das damit stark gestiegene geopolitische Eskalationsrisiko sei noch überhaupt nicht von den Märkten richtig berücksichtigt worden, sagte ein Händler. Stratege Jochen Stanzl von CMC Markets wies bereits am Freitag auf den "Information Overflow" hin: "An den Märkten passiert aktuell so viel Wichtiges gleichzeitig, dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten".

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers, merkt dazu an, dass Trump zwar ein politisches Risiko für die Finanzmärkte bleibe, "Hoffnung mache aber, dass er seinen Erfolg bisher auch an der Wall Street gemessen hat".

06:48 Uhr

Angst vor Handelskrieg belastet Tokioter Börse

Nikkei
Nikkei 21.397,45

Die Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China hat die asiatischen Börsen zu Wochenbeginn weiter fest im Griff. Der japanische Leitindex Nikkei verlor zu Wochenbeginn 0,5 Prozent auf 20.520 Zähler. Die als sicherer Hafen geltende japanische Währung Yen stieg gegenüber dem US-Dollar, was zusätzlich auf die Stimmung drückte, weil es japanische Waren im Ausland verteuert.

"Protektionismus bleibt eine Ursache für Volatilität und eine Belastung für Aktien", hieß es in einem Kommentar der Analysten von JP Morgan. Der chinesische Blue-Chip-Index CSI300 notierte ebenfalls ein Prozent im Minus.

Die USA wollen nach den Worten von Finanzminister Steven Mnuchin trotz der von China angedrohten Vergeltungsmaßnahmen keinen Rückzieher bei den geplanten Zöllen auf chinesische Produkte, allen voran Stahl, machen. "Zölle für China werden sehr wahrscheinlich Schaden in ganz Asien anrichten, vor allem in kleineren, offenen Ländern", sagte Alex Wolf von Aberdeen Standard Investments.

Aktien von südkoreanischen Stahlfirmen legten allerdings zu, weil die USA mit Südkorea über Ausnahmen verhandelte und eine Einigung erzielt werden konnte. Aktien von Dongbu Steel legten in der Spitze mehr als 20 Prozent zu, Husteel mehr als sieben Prozent, Seah Steel 5,5 Prozent.

An der Tokioter Börse gewannen Yahoo Japan gegen den Trend 1.6 Prozent. Die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, Yahoo Japan wolle in das Geschäft mit Kryptowährungen einsteigen und kaufe dazu einen Anteil von 40 Prozent an der Kryptobörse bitARG. Nach einer Gewinnwarnung brachen die Aktien des Büroausstatters Ricoh um mehr als sechs Prozent ein. Toshiba verloren 0,6 Prozent. Der Konzern teilte mit, er habe noch nicht von allen Behörden die Genehmigung für den Verkauf seiner Chipsparte an ein Konsortium um den Finanzinvestor Bain Capital erhalten.

Der US-Dollar notierte zur japanischen Währung bei 104,95 Yen. Der Euro stieg auf 1,237 Dollar. Ein Schweizer Franken wurde mit im Vergleich zum Dollar mit 0,9465 und zum Euro mit 1,1711 bewertet.