Montag, 27. Januar 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:56 Uhr

Virus-Sorge lässt Dax fast 400 Punkte fallen

Dax
Dax 13.783,89

Einen echten Horror-Start in die Börsenwoche erlebt der Dax: Um 2,7 Prozent geht es auf 13.205 Punkte nach unten. Das ist im Vergleich zum Schlusskurs vom vergangenen Freitag ein Verlust von mehr als 370 Punkten. Das jüngst erst erreichte Allzeithoch bei 13.640 Punkten ist damit wieder weiter weggerückt.

Die Anleger ergreifen aus Furcht vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Flucht. Börsianer fürchten, dass der Ausbruch der Lungenkrankheit der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft einen Dämpfer versetzt. "An den weltweiten Aktienmärkten war nach den jüngsten Kursgewinnen seit Anfang Oktober das Risiko einer Korrektur hoch, und das Coronavirus war jetzt der Auslöser", sagt Rupert Thompson, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung Kingswood.

Die Volatilität schnellt nach oben, der entsprechende Index steigt um fast 30 Prozent und erreicht den höchsten Stand seit drei Wochen. Anleger flüchten in "sichere Häfen" wie Gold, dessen Preis mit bis zu 1588,50 Dollar je Feinunze so hoch ist wie zuletzt während der USA/Iran-Krise vor drei Wochen.

Im Dax verzeichnen alle Aktien Kursverluste. Am glimpflichsten kommen unter anderem die Energieversorger RWE und Eon weg mit Verlusten von je etwas mehr als einem Prozent.

Deutlich nach unten geht es hingegen für die Lufthansa-Aktie mit einem Verlust von 4,3 Prozent. Auch zyklische Auto-Aktien geben nach: VW verlieren 3,3 Prozent, Daimler 3,1 Prozent und BMW 2,5 Prozent. Schlusslicht im Dax sind Wirecard mit einem Minus von 5,2 Prozent.

Damit ist für heute Schluss an der Frankfurter Börse. Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, noch einen schönen Feierabend. Und denken Sie daran: Das beste Investment ist in die Zeit mit den Liebsten.

Ihr Kai Stoppel

17:15 Uhr

Euro setzt Talfahrt fort

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

Der Euro gibt zum Wochenbeginn weiter nach und knüpft so an seine jüngsten Verluste an. Die europäische Gemeinschaftswährung wird am Nachmittag mit 1,1018 US-Dollar gehandelt. Vergangene Woche war er noch mehr als 1,11 Dollar wert.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich zu Jahresbeginn überraschend eingetrübt. Belastet wurde das vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima durch die Erwartungen für das nächste halbe Jahr. Demgegenüber hellte sich die Bewertung der aktuellen Lage leicht auf.

Die Kursverluste des Euro hielten sich jedoch in Grenzen, da Ökonomen in den Ifo-Daten auch Positives sahen. Schließlich sei der entscheidende Index für das exportorientierte verarbeitende Gewerbe merklich gestiegen, kommentierte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Das stützt unsere Erwartung, dass der Rückgang der Industrieproduktion im Frühjahr auslaufen sollte."

16:47 Uhr

Triebwerksprobleme lassen Rolls-Royce-Aktien einbrechen

Rolls-Royce
Rolls-Royce 8,18

Neue Probleme mit dem Triebwerk Trent 1000 lasten auf den Aktien von Rolls Royce. Die Papiere geben zeitweise 5,8 Prozent nach und kosten mit 619,80 Pence so wenig wie seit drei Jahren nicht mehr.

Die Europäische Flugaufsicht EASA hatte am Freitag Einschränkungen für Triebwerke mit mehr als 24.000 Betriebsstunden verhängt. Wegen Schwierigkeiten mit dem Triebwerk mussten Fluggesellschaften bereits in der Vergangenheit Flüge streichen, die Kosten für den Zeitraum von 2017 bis 2023 wurden zuletzt auf 2,4 Milliarden Pfund beziffert.

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Die Trent-Triebwerke werden unter anderem bei Boeing 787-Maschinen eingesetzt. 

(Foto: imago/Xinhua)

 

16:14 Uhr

Was Discountzertifikate wirklich bieten können

Discountzertifikate gehören zu den meist gekauften Zertifikaten. Mit ihnen lässt sich das Risiko im Vergleich zum Aktien-Direktkauf verringern, wenn der Anleger bereit ist, seinen möglichen Gewinn zu begrenzen. Wann ein solches Investment sinnvoll ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Matthias Hüppe von der HSBC.

 

15:58 Uhr

Angstbarometer schnellt auf höchsten Stand seit Oktober

Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der neuartigen Lungenkrankheit in China drückt auf die Stimmung der Anleger in den USA. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 1,4 Prozent schwächer bei 28.570 Punkten.

Der breiter gefasste S&P 500 sinkt um 1,8 Prozent auf 3236 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 2,3 Prozent nach auf 9098 Punkte. Das Angstbarometer Vix schnellt auf den höchsten Stand seit Oktober.

David Bahnsen, Chefinvestor bei The Bahnsen Group, schrieb an seine Kunden: "Der Dow hat unglaubliche 3000 Punkte in gerade einmal gut drei Monaten zugelegt - es braucht kaum eine Entschuldigung, um hier eine höhere Volatilität zu sehen."

15:32 Uhr

Kupfer vor längster Verlustserie seit sechs Jahren

Kupfer
Kupfer 151,09

Zurück zu den Schattenseiten der Virus-Epidemie: Die Furcht vor einer Abkühlung der Konjunktur in China nach dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus belastet zum Wochenauftakt den Kupferpreis schwer. Das wichtige Industriemetall verbilligt sich um 2,5 Prozent auf 5775 Dollar je Tonne, das ist der größte Preisrückgang seit Anfang August 2019.

Es ist bereits der neunte Handelstag mit einem Verlust in Folge - die längste Verlustserie seit sechs Jahren. Inzwischen hat das Metall die gesamten Gewinne seit Anfang Dezember wieder abgegeben, als die Einigung zwischen den USA und China auf den ersten Teil eines Handelsabkommens Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung geschürt hatte.

14:43 Uhr

Profiteure der Virus-Angst - Diese Aktien sind jetzt gefragt

Die Furcht vor dem Coronavirus belastet allerorten die Aktienmärkte - besonders zur Reisebranche zählende Werte werden verkauft. Aber auch Rohstoffpreise geraten unter Druck. Doch wie es so ist in Krisenzeiten: Es gibt immer auch Profiteure in Zeiten der Angst.

So einer ist das an der New Yorker Börse gelistete Unternehmen Alpha Pro Tech, das Mundschutz und Schutzmasken vertreibt. Und dessen Aktien sind vorbörslich bereits äußerst gefragt: Sie legen um gut 24 Prozent und sind mit 7,46 Dollar so teuer wie zuletzt vor rund fünf Jahren.

Auch die Aktien von BioCryst, die ein Mittel gegen das Virus entwickeln, steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 8,5 Prozent. Die Papiere des Impfstoff-Anbieters Novavax klettern um knapp 20 Prozent.

13:55 Uhr

Krise ade? Kursrally bei Griechenland-Anleihen

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Die US-Ratingagentur Fitch hat zudem den Ausblick für die Kreditbewertung Griechenlands von "stabil" auf "positiv" gesetzt.

(Foto: imago images / Rainer Unkel)

Wer noch die Leiden der Finanzkrise im Gedächtnis hat, dem dürfte diese Nachricht ungewohnt erscheinen: Staatspapiere aus Griechenland sind zu Wochenbeginn sehr gefragt - mit einer wahren Kursrally reagieren sie auf eine Hochstufung der Kreditbewertung des hochverschuldeten Landes.

Am späten Freitagabend hatte die US-Ratingagentur Fitch die Kreditbewertung Griechenlands um eine Stufe angehoben, von zuvor "BB-" auf "BB". Die Bewertung liegt zwar immer noch im sogenannten "Ramschbereich". Griechenland liegt nach der Hochstufung noch zwei Stufen unter dem Bereich, mit dem vergleichsweise sichere Anlagen gekennzeichnet werden.

13:14 Uhr

Neues Problem für Boeing - Aktie gerät unter Druck

Die Anleger von Boeing haben es zuletzt nicht leicht: Da sind etwa die Querelen mit den Unglücksflugzeugen des Typs 737 Max, für die weiterhin ein Flugverbot gilt. Dann äußerte sich US-Präsident Donald Trump zuletzt "enttäuscht" von dem einstigen Vorzeigeunternehmen: Die Probleme Boeings hätten einen enormen negativen Einfluss auf die US-Wirtschaft, so Trump.

Und nun kommt noch das Coronavirus als weiteres Problem hinzu. Denn die Reisebeschränkungen in China wegen der Epidemie machen die Eigner von Luftfahrt- und Touristikwerten in Europa nervös. Die Aktien des US-Flugzeugbauers Boeing notieren vorbörslich 2,6 Prozent tiefer.

 

12:40 Uhr

Virus-Angst belastet Australiens und Russlands Währungen

US-Dollar / Rubel
US-Dollar / Rubel 63,48

Australien und Russland werden selten in einem Zusammenhang genannt - aber an der Börse werden die Währungen dieser exportabhängigen Länder heute jeweils durch den gleichen Auslöser belastet: Die Furcht vor einer nachlassenden Rohstoff-Nachfrage aus China. Denn dort steht gerade die Virus-Sorge im Vordergrund - die weitere Entwicklung ist ungewiss.

So notieren der australische und der neuseeländische Dollar mit 0,6774 beziehungsweise 0,6559 US-Dollar jeweils so niedrig wie zuletzt vor rund zwei Monaten. Auch die russische Währung steht unter Druck. Im Gegenzug steigt der Dollar auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 62,61 Rubel.

11:57 Uhr

Dax stürzt mehr als 300 Punkte nach unten

Die Talfahrt des Dax beschleunigt sich gegen Mittag. Der deutsche Leitindex verliert zuletzt rund 2,3 Prozent und fällt auf 13.270 Punkte - das sind knapp mehr als 300 Punkte weniger als der Schlussstand am vergangenen Freitag.

Vor allem die Ausbreitung des Coronavirus in China setzt die internationalen Aktienmärkte zum Wochenanfang unter Druck. Börsianer befürchten einen Dämpfer für das Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Dax
Dax 13.783,89

11:28 Uhr

Diese Währung profitiert von Virus-Flucht der Anleger

Euro / Schweizer Franken
Euro / Schweizer Franken 1,06

Die mit dem Coronavirus-Ausbruch einhergehende Verunsicherung der Investoren führt zu einer kräftigen Aufwertung des Schweizer Franken. Ein Euro kostet zum Wochenbeginn etwa 1,0690 Franken. Weniger als 1,07 Euro war die Schweizer Hauptexportwährung zuletzt im April 2017 wert.

"Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass aufgrund der mit dem Coronavirus verbundenen Risiken Geld in sichere Häfen wie den Franken fließt", sagt Maxime Botteron, Ökonom bei der Großbank Credit Suisse. Aus Angst vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft durch die rasch um sich greifenden neuartigen Lungenerkrankung, griffen die Anleger auch zur "Krisen-Währung" Gold.

10:54 Uhr

Frankfurter-Flughafen-Aktie unter Druck

Im Dax steht die Aktie der deutschen Airline Lufthansa unter Druck. Grund ist auch hier die Sorge vor dem Coronavirus in China: "Reisekonzerne sind davon betroffen", erklärt ntv-Börsenexpertin Corinna Wohlfeil. Lufthansa sind schwächster Dax-Wert mit einem Minus von 4,0 Prozent.

Die Reisebeschränkungen in China wegen des Coronavirus machen die Eigner von Luftfahrt- und Touristikwerten nervös. Der europäische Branchenindex verliert zwischenzeitlich 2,4 Prozent und steuert auf den größten Tagesverlust seit einem halben Jahr zu.

Aber nicht nur die Lufthansa leidet unter Sorgen um die Reisebranche. "Auch Fraport als Frankfurter Flughafenbetreiber steht heute unter Druck", so Wohlfeil. Die Fraport-Aktie verliert im MDax 3,2 Prozent.

 

10:20 Uhr

Stimmung in deutscher Wirtschaft sinkt überraschend

Eine weitere schlecht Nachricht erreicht die Märkte, diesmal aus der deutschen Wirtschaft: Dort herrscht zum Jahresstart weniger Optimismus als angenommen.

Das Barometer für das Ifo-Geschäftsklima im Januar fiel überraschend auf 95,9 Punkte von 96,3 Zählern, wie das Münchner Institut heute zu seiner Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 97,0 Zähler gerechnet.

"Die deutsche Wirtschaft startet verhalten ins neue Jahr", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Firmenchefs beurteilten ihre Aussichten skeptischer, aber ihre Geschäftslage günstiger als zuletzt.

*Datenschutz

 

09:55 Uhr

Virus-Sorgen treiben Goldpreis nach oben

Die Furcht vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft durch die Ausbreitung des Coronavirus treibt Anleger in "sichere Häfen". Die "Krisen-Währung" Gold gewinnt ein Prozent und ist mit 1586,43 Dollar je Feinunze so teuer wie zuletzt während der USA/Iran-Krise vor drei Wochen.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.586,99

 

09:46 Uhr

Was bringt 2020 für die Börse?

Wird US-Präsident Donald Trump die US-Notenbank weiter zu niedrigen Zinsen anhalten? Wie wichtig sind US-amerikanische Aktien für Anleger? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Matthias Hüppe von der HSBC und Wolfgang Krappe von der Capitell Vermögens-Management über die Erwartungen für das Börsenjahr 2020 und die passenden Strategien für Anleger.

 

09:15 Uhr

Dax tiefrot - Coronavirus-Angst lässt Kurse fallen

Dax
Dax 13.783,89

Kurseinbruch zum Wochenbeginn - mit deutlichen Verlusten startet der deutsche Aktienmarkt in den Handel. In den ersten Minuten nach der Eröffnung gibt es im Dax keine einzige Aktie im Plus.

Sorgen bereiten Anlegern weiterhin die Ausbreitung des neuen Coronavirus in China, sagten Börsianer. Sie befürchteten einen Dämpfer für das Wachstums der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Der deutsche Leitindex büßt am Morgen 1,4 Prozent ein auf 13.380 Punkte ein. Besonders heftig erwischt es die Lufthansa-Aktie, die um mehr als 5 Prozent einbricht. Das frische Allzeithoch vom vergangenen Mittwoch bei stolzen 13.640 Punkten rückt damit wieder etwas weiter weg.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel, und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:32 Uhr

Peking pumpt Milliarden in die Epidemie-Abwehr

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Sorgenvolle Blicke im bevölkerungsreichsten Land der Erde.

(Foto: imago images/Xinhua)

Die Volksrepublik China stellt im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ein Milliardenpaket bereit.

  • Um die Epidemie-Abwehr in dem Riesenreich aufzustocken, sei eine Summe von umgerechnet rund acht Milliarden Euro (60,33 Milliarden Yuan) freigegeben worden, teilte das chinesischen Finanzministerium in Peking mit.
  • Die Zahl der Todesfälle in China stieg zu Wochenbeginn auf 81. Offiziellen Angaben zufolge gelten mehr als 2700  Patienten als infiziert.
  • Zu Wochenbeginn verhängten die Gesundheitsbehörden weitere Sicherheitsvorkehrungen. Der internationale Flughafen Pudong in Shanghai etwa setzt vorsorglich den Fernbusverkehr zum und vom Flughafen ab Dienstag aus.
07:42 Uhr

Virus-Sorgen: Nikkei-Index verliert zwei Prozent

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Flugreisende am Pekinger Flughafen.

(Foto: dpa)

Die Sorgen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Virus-Epidemie in China drückt die Aktienkurse in Asien tief ins Minus. An der Börse in Tokio berichten Händler von einer breiten Verkaufswelle.

  • Der japanische Leitindex Nikkei schließt am ersten Handelstag der neuen Woche bei 23.343,51 Punkten und liegt damit 2,03 Prozent im Minus.
  • Der breiter gefasste Topix verliert 1,61 Prozent auf 1702 Punkte.
  • Der Shanghai-Composite-Index liegt im späten Montagsgeschäft 2,75 Prozent im Minus.
Nikkei
Nikkei 23.159,25

07:30 Uhr

Epidemie-Sorgen erfassen die Börse: Dax tief im Minus erwartet

Eiskalter Stimmungswechsel an der Börse: Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen frostigen Wochenstart gefasst machen. Die Vorgaben aus Asien deuten klar nach unten.

  • Der Leitindex Dax wird zur Eröffnung in Frankfurt in den vorbörslich errechneten Indikationen bei 13.389,50 Punkten gesehen, was einem Auftaktminus von 1,4 Prozent entspricht. Der vor dem Wochenende erzielte Aufschlag wäre damit schon wieder dahin.
  • Im Freitagshandel war der Dax noch 1,4 Prozent im Plus bei 13.576,68 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Belastet wird das Geschäft von den Sorgen um eine Ausweitung der Coronavirus-Epidemie in China. Im asiatischen Aktienhandel hatten Anleger bereits mit massiven Verkäufen reagiert.
Dax
Dax 13.783,89

 

06:52 Uhr

Tiefrotes Minus in Shanghai: Virus verunsichert Asien-Anleger

An den asiatischen Aktienmärkten beherrscht die Coronavirus-Epidemie in China den Handel. Unter Börsianer wachse die Besorgnis, heißt es. Die Aktienkurse geraten teils erheblich unter Druck.

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    Ernste Sorgen in Asien: Lebensgefährlich ist das Virus vor allem für bereits geschwächte Patienten.

    (Foto: REUTERS)

    Der Nikkei-Index in Tokio gibt im Verlauf 1,8 Prozent nach und sinkt bis auf 23.408 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verliert 1,3 Prozent auf 1708 Punkte.
  • Die Börse in Shanghai sackt um 2,8 Prozent ab. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen notiert sogar 3,1 Prozent im Minus. Der sehr viel breiter gestreute MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans hält sich dagegen vergleichsweise robuste 0,2 Prozent im Minus.
  • "Alles, was die Anleger sehen, sind Schlagzeilen über das Coronavirus, was Investoren veranlasst, zu verkaufen", sagte Takeo Kamai von CLSA in Tokio.

Chinas Nationale Gesundheitskommission warnte zu Wochenbeginn vor einer steigenden Fallzahl. Die Übertragungsfähigkeit des Erregers nehme etwas zu, die Erkenntnisse der Behörden über das neuartige Virus seien aber noch begrenzt.

Mittlerweile gelten weltweit mehr als 2700 Menschen mit dem Erreger infiziert. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesfälle - alle in China - ist am Wochenende auf 80 gestiegen.

Nikkei
Nikkei 23.159,25

 

06:32 Uhr

Zittersignale zum Wochenauftakt: Euro gibt leicht nach

Die letzte Börsenwoche im Auftaktmonat der neuen Dekade startet für Devisenhändler in Europa mit einem leichtem Abwärtssog. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung rückt im asiatisch geprägten Handel nah an das untere Ende seiner Handelsspanne der vergangenen Tagen heran.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1027 Dollar und liegt damit 0,04 Prozent unter dem Niveau zum Wochenschluss.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag noch mit 1,1035 (Donnerstag: 1,1091) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,9062 (0,9016) Euro.
  • Nach den jüngsten Rekordständen an den Aktienmärkten dürften in den kommenden Tagen die Risiken wieder in den Vordergrund rücken. In der Vorwoche hatte der Euro zudem mit deutlichen Kursausschlägen auf Signale der EZB-Währungshüter reagiert.

Abgesehen von den Querelen rund um die US-Handelspolitik müssen sich Analysten auch mit möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen der chinesischen Coronavirus-Epidemie befassen.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08