Montag, 07. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax springt mühelos über die 13.000 - Feiertag in den USA

Dax
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Die europäischen Aktienmärkte haben sich heute sehr fest präsentiert. Nach dem Abverkauf am vergangenen Donnerstag und Freitag übersprang der Dax die 13.000er-Marke locker und gewann 2,0 Prozent auf 13.100 Punkte. Der MDax legte um 2,5 Prozent auf 27.567 Zähler zu. Der TecDax vermehrte sich um 3,0 Prozent auf 3074 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,5 Prozent auf 3311 Punkte nach oben. Die Umsätze waren allerdings vergleichsweise dünn, weil die Wall Street aufgrund eines Feiertages geschlossen blieb.

Gute Vorlagen für die Exportaktien kamen von der Handelsbilanz aus China. Dort sprangen die Exporte im August um 9,5 Prozent zum Vorjahr an, was eine weitere Beschleunigung gegenüber dem Juli darstellt. Dies wird als Zeichen für eine Belebung des Welthandels gesehen. Der exportlastige europäische Sektor der Automobilwerte führt mit einem Plus von 2,4 Prozent den Markt an.

So lagen im Dax VW mit einem Plus von 4,7 Prozent an der Spitze. Hier verwies ein Marktteilnehmer auch auf Aussagen von VW-Betriebsratschef Osterloh, der VW in der E-Mobilität als besser aufgestellt sieht als Tesla und höhere Stückzahlen als beim Wettbewerber erwartet. Für die Aktie von Daimler ging es um 3,7 Prozent nach oben.

17:17 Uhr

Aareal Bank bleibt im MDax - Börse hat Instone falsch berechnet

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wirbel um den MDax-Platz der Aareal Bank: Die Deutsche Börse hat das Chaos um das Geldinstitut mit einer Unschärfe im Regelbuch zu den Index-Veränderungen begründet. Der Index-Betreiber Stoxx hatte am Donnerstag entschieden, dass die Aareal Bank mit Wirkung zum 21. September in den SDax absteigt. Am Samstag hatte er die Entscheidung revidiert, nun muss Rocket Internet den Index verlassen.

Nach Informationen von Dow Jones Newswires liegt der Fehler aber am Index-Betreiber selbst. Stoxx hat die Kapitalerhöhung von Instone bereits zum 31. August berücksichtigt. Dadurch landete Aareal auf Platz 101. Vollzogen wurde die Instone-Kapitalerhöhung aber erst zum 1. September. In der für die September-Veränderungen ausschlaggebenden Rangliste per Ende August lagen Instone deshalb hinter der Aareal Bank, Aareal Bank also auf dem rettenden Platz 100. Das zeigt auch die neue korrigierte Rangliste.

16:43 Uhr

Trader 2020 - Börsenspiel in Zeiten von Corona

Mit Geschick kräftige Gewinne kassieren, dieses Ziel haben Anleger auch in der Corona-Krise vor Augen. Um mehr Erfahrung mit den momentanen Schaukelbörsen zu bekommen, können Investoren und Interessierte am Börsenspiel Trader 2020 teilnehmen und 100.000 Euro Spielgeld einsetzen. Am Ende winken reale Gewinne. Veranstaltet wird der Trader 2020 erstmals von der Société Générale, die das Zertifikategeschäft der Commerzbank übernommen hat. Ratschläge und Tipps zum Börsenspiel bekommt Bianca Thomas vom Spielführer Anouch Wilhelms von der Société Générale.

16:31 Uhr

Irisches BIP-Minus liegt klar unter dem der Eurozone

Die Corona-Rezession ist in Irland deutlich geringer ausgefallen als in anderen europäischen Staaten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach im zweiten Quartal im Rekordtempo um 6,1 Prozent zum Vorquartal ein, wie das Statistikamt in Dublin mitteilte. Das ist noch stärker als im Jahr 2008 zu Zeiten der Finanzkrise, als es ein Minus von 4,7 Prozent geben hatte.

In der Eurozone insgesamt fiel das Minus mit 12,1 Prozent allerdings fast doppelt so stark aus. Die irische Industrie stieg gegen den Trend um 1,5 Prozent.

15:59 Uhr

Elon Musk geht im ID.3 von VW auf Spritztour

Tesla-Chef Elon Musk hat sich bei einer Stippvisite bei Volkswagen das neue E-Auto-Modell des Wolfsburger Konzerns zeigen lassen. Musk traf VW-Vorstandschef Herbert Diess und machte auch eine Testfahrt im ID.3 gemacht. Tesla will ab kommendem Jahr im brandenburgischen Grünheide seine Elektroautos bauen.

15:30 Uhr

Firstgroup-Kurs geht durch die Decke

Für die Aktie von Firstgroup ist es um 25 Prozent nach oben gegangen. Kurstreiber war ein Artikel im "Telegraph", dass Finanzinvestoren Interesse am US-Geschäft des britischen Transportunternehmens hätten.

Demnach sollen Brookfield, Apollo Global Management und KKR zu einer Reihe potenzieller Bieter für FirstStudent und FirstTransit gehören.

15:20 Uhr

Fehlende US-Störfeuer tun dem Dax mal gut

Ohne Störfeuer von den heute geschlossenen US-Börsen macht der Dax sein eigenes Ding. Am insgesamt nachrichtenarmen Tag baute der Leitindex am Nachmittag seinen Gewinn aus und stieg um 1,7 Prozent auf 13.063 Punkte. Der EuroStoxx50 stieg um 1,5 Prozent auf 3310 Stellen.

Einem Händler zufolge wird daher auch deutlich bei den Aktien der alten Ökonomie wie Autos zugegriffen. VW lagen mit plus 3,6 Prozent an der Dax-Spitze. Dahinter lagen Daimler mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent. Auch SAP (plus 2,8 Prozent) und Infineon (plus 2,2 Prozent) profitierten von der Ruhe jenseits des "großen Teiches".

14:54 Uhr

IG Metall: Jeder achte Autozulieferer in Existenz bedroht

Die IG Metall will sich beim morgigen Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel für die von Corona-Krise und Strukturwandel hart getroffenen Autozulieferer einsetzen. "Noch läuft es bei den Automobilherstellern in Sachen Beschäftigungssicherung und Gestaltung des strukturellen Wandels der Branche, während es bei den Zulieferern immer härter wird", sagte der Chef der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, gegenüber Reuters.

Jedes achte Unternehmen, vor allem kleinere Betriebe, seien in der Existenz gefährdet. Hofmann fordert deshalb staatliche Finanzhilfen, die mit privaten Investitionen in Fonds kombiniert werden könnten. Kurz nach dem Beschluss zur Verlängerung der Kurzarbeitsregeln bis Ende 2021 will die IG Metall zudem die Option einer noch längeren Frist auf die Agenda setzen.

14:21 Uhr

Hurrikans und Beirut-Explosion kosten Munich Re viel Geld

Die verheerende Explosion in Beirut und eine Hurrikanserie in den USA und der Karibik kosten dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re jeweils mehr als 100 Millionen Euro. Allein aus der Explosion in der libanesischen Hauptstadt Anfang August erwartet der Dax-Konzern eine Schadenbelastung in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe, wie das Unternehmen mitteilte. Die Hurrikane Hanna, Isaias und Laura im Juli und August schlagen ebenfalls mit einem niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag zu Buche.

Allerdings sei dies nur eine erste, noch unsichere Schätzung. Zudem belastet die Corona-Pandemie den Dax-Konzern weiterhin, allerdings habe sich hier die Schadenentwicklung verglichen mit den ersten beiden Quartalen verlangsamt.

14:01 Uhr

Fall Nawalny und Belarus-Krise belasten russischen Rubel

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rubel hat auch heute unter Druck gestanden. Zum US-Dollar war die russische Währung so billig wie zuletzt vor einem halben Jahr, zum Euro markierte er neue Viereinhalbjahrestiefs. Die russische Währung leidet unter den fortgesetzten Spannungen mit der EU wegen des Falls Alexej Nawalny. Hier werden die Stimmen nicht leiser, die als Konsequenz einen Stopp von Nord Stream 2 fordern.

Daneben belasten aber auch die Vorgänge in Belarus den Rubel.  Aktuell wird der Euro mit 90,0144 Rubel bewertet, der Dollar mit 76,1497, verglichen mit 89,2343 beziehungsweise 75,3466 am späten Freitagabend.

13:34 Uhr

Samsung und Verizon schließen 5G-Milliardendeal

Ein Funkmast mit Modulen für die neue Mobilfunk-Generation 5G steht auf einem Feld in Günthersdorf. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa

(Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa)

Hier noch eine Meldung, die Samsung betrifft: Die Südkoreaner haben mit dem US-Telekomkonzern Verizon einen Vertrag über Netzwerkausrüstung und Dienstleistungen im Volumen von 6,65 Milliarden US-Dollar geschlossen. Der Auftrag gibt den Ambitionen des Elektronikkonzerns Auftrieb, ein führender Anbieter für 5G-Technologie zu werden.

Die Vereinbarung zwischen Samsung und Verizon läuft bis Ende 2025 und betrifft in erster Linie die 5G-Infrastruktur, auch wenn sie allgemein den Verkauf, die Installation und die Wartung von Netzwerkausrüstung umfasst, wie aus einer Mitteilung von Samsung in Südkorea hervorgeht. Samsung wollte sich nicht dazu äußern, welches Vertragsvolumen in direktem Zusammenhang mit 5G steht. Auch Verizon hält sich bislang bedeckt.

12:46 Uhr

Citi: US-Exportbeschränkung träfe nicht nur SMIC

Sollten die USA tatsächlich Exportbeschränkungen für den marktführenden chinesischen Chiphersteller SMIC beschließen, so wäre neben dem Konzern selbst auch die gesamte Entwicklung und das Wachstum der Halbleiterindustrie betroffen. Zu dieser Einschätzung kamen die Analysten der Citigroup.

Kurzfristig seien im Falle der Aufnahme auf eine so genannte Blacklist für SMIC auch keine Ausnahmeregelungen zu erwarten. SMIC könne dann gezwungen sein, die meisten Pläne für eine Expansion der Produktion aufzugeben. Damit einher gingen erhebliche Störungen der Lieferketten von Halbleiterunternehmen, was sich in erheblichen Nachfrage- und Ausgabenkürzungen in der gesamten Industrie niederschlüge.

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(Foto: imago stock&people)

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12:25 Uhr

Samsung beendet TV-Produktion in China - Werk macht dicht

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(Foto: REUTERS)

Der südkoreanische Technologieriese Samsung will seine einzige TV-Fabrik in China bis Ende November schließen. Die Entscheidung sei Teil der "laufenden Bemühungen um Effizienzsteigerung" in den Produktionsstätten, erklärte ein Konzernsprecher.

Damit bleibt dem Konzern in China noch eine Haushaltsgerätefabrik in Suzhou sowie Chip-Produktionsstätten in Suzhou und Xian. Es ist der jüngste in einer Reihe von Schritten, die Samsung seit Monaten unternimmt, um die Produktion aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu verlagern. Erst im August hatte der Konzern angekündigt, den Betrieb seiner letzten Computerfabrik in China einzustellen.

11:55 Uhr

Bundesbank ist größte Gläubigerin im Euro-Zahlungssystem

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Forderungen der Deutschen Bundesbank im Zahlungssystem der Euro-Notenbanken sind nach Überschreitung der Billionenschwelle weiter gestiegen. Neuen Daten der Bundesbank zufolge nahmen sie im August um rund 37 Milliarden auf 1,056 Billionen Euro zu.

In der Eurozone wird der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr über das  Verrechnungssystem mit dem Namen "Target-2" abgewickelt. Die Bundesbank ist dabei die größte Gläubigerin. Wie EZB-Direktorin Isabel Schnabel unlängst sagte, ist der jüngste Anstieg der Target-Salden auf die umfangreichen Anleihenkäufe der Währungshüter zurückzuführen. Anzeichen für eine Kapitalflucht aus Ländern mit Target-Verbindlichkeiten gebe es nicht.

11:33 Uhr

Positiver Analystenkommentar gibt Autowerten Auftrieb

Ein optimistischer Branchenausblick von JP Morgan hat die Anleger zum Einstieg in Automobilwerte ermuntert. Der europäische Branchenindex gewann gut 2 Prozent.

Die Experten der US-Bank sagten eine anziehende Nachfrage und Produktion voraus. Bei den Autobauern sei BMW ihr Favorit, bei den Zulieferern unter anderem Hella. Außerdem stuften sie die Titel von Continental auf "Neutral" von "Underweight" hoch. Die im MDax notierte Hella-Aktie legte um 3,1 Prozent zu. BMW gewannen 1,1 und Continental 2 Prozent.

11:14 Uhr

Wie gesund sind die Tech-Treiber?

Nachdem sich der Nasdaq seit den März-Tiefs fast verdoppelt hatte, wurde der Höhenflug jetzt abrupt unterbrochen. Warum die Tech-Aktien bislang so gut gelaufen sind, welche Strategien passen und wie Anleger Kurseinbrüche abfedern können, diskutiert  Bianca Thomas mit Anouch Wilhelms von der Société Générale und Sven Gundermann von Taunus Investments.

11:04 Uhr

Sentix-Index schiebt Dax über 13.000

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(Foto: REUTERS)

Der Dax hat seine Gewinne im Verlauf des Vormittags weiter ausbauen können. Der Leitindex stieg um 1,3 Prozent auf 13.014 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 1,0 Prozent höher bei 3293 Stellen.

Die Rally der konjunkturnahen Aktien wurde nun auch vom Sentix-Index gestützt. Der entsprechende Konjunkturindex für Deutschland stieg im September zum fünften Mal in Folge. Er verbesserte sich auf -0,1 nach -4,5 im Vormonat. Auch der Sentix-Gesamtindex für die Konjunktur im Euroraum stieg im September zum fünften Mal in Folge auf minus 8,0 (minus 13,4) Punkte.

10:36 Uhr

Drogeriekette Müller will Lieferdienst anbieten

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Auch Müller stellt sich auf die neuen Gegebenheiten ein: Die Drogeriemarktkette will ihr Online-Geschäft deutlich ausbauen und künftig auch einen Lieferdienst anbieten. Weiteres Wachstum solle aber nach wie vor auch über neue Filialen in Fachmarktzentren und Innenstädten erreicht werden, sagte Geschäftsführer Günther Helm dem "Handelsblatt".

Der stationäre Handel bleibe wichtig, "hier erleben die Kunden die Marke direkt und anfassbar", äußerte Helm, der das Unternehmen gemeinsam mit Gründer Erwin Müller führt, weiter. Dieser könne aber künftig nur funktionieren in Kombination mit einer intelligenten Onlinelösung. Dazu gehöre auch ein Lieferdienst.

10:14 Uhr

Tesla-Vergleich treibt VW-Aktie an

Stark hat sich in der ersten Handelsstunde die VW-Aktie präsentiert, sie legte in einem freundlichen Umfeld 2,9 Prozent zu. Händler machten aber hauptsächlich mechanische Faktoren nach guten Nachrichten als Kurstreiber aus. Die Aktien seien bei rund 145 Euro aus der Seitwärtsbewegung der letzten Tage ausgebrochen. Daher hätten dort zahlreiche Buy-Stops gelegen, die das Kursplus verstärken.

Fundamental treiben Aussagen von VW-Betriebsratschef Osterloh, der VW als besser aufgestellt sieht als Tesla und höhere Stückzahlen als dort erwartet. Tesla reiche als Schlagwort, um jede Aktie nach oben zu treiben, sagte ein Händler dazu.

VW Vorzüge
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09:54 Uhr

Nazi-Schatten auf Gründer von Heckler & Koch

Der Gründer des Waffenkonzerns Heckler & Koch ist einem Zeitungsbericht zufolge tief in Nazi-Verbrechen verstrickt gewesen. Wie Recherchen der "Bild am Sonntag" ergaben, leitete der Ingenieur Edmund Heckler während der NS-Zeit unter anderem eine Panzerfaust-Fabrik im sächsischen Taucha, wo Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen schuften mussten. Die Zeitung beruft sich auf Dokumente aus verschiedenen Archiven in Deutschland, in denen Zeitzeugen von grausamer Behandlung mit Todesfolgen berichteten.

Edmund Heckler, der NSDAP-Mitglied war, floh nach dem Krieg in den Schwarzwald, wo er 1949 zusammen mit zwei anderen Ingenieuren Heckler & Koch gründete. Er starb 1960. Die Firma ist heute der größte deutsche Hersteller von Handfeuerwaffen und langjähriger Lieferant der Bundeswehr.

In einer Stellungnahme des Unternehmens heißt es, die Zeitzeugen-Berichte hätten große Betroffenheit ausgelöst. Die Firma will nun einen Experten beauftragen, dem Sachverhalt nachzugehen.

09:38 Uhr

Chinas Exporte mit rasantem Wachstum

Nach dem drastischen Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie sind die chinesischen Exporte im August so stark gestiegen wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr. Sie wuchsen um 9,5 Prozent zum Vorjahresmonat. Das war nicht nur der dritte Zuwachs in Folge, sondern zugleich der kräftigste seit März 2019. Er fiel zudem höher aus als erwartet: Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 7,1 Prozent gerechnet. Rekordlieferungen medizinischer Hilfsgüter und eine robuste Nachfrage nach elektronischen Produkten kurbelten die Geschäfte an.

"Chinas Exporteure wachsen deutlich schneller als der Welthandel, wodurch sie globale Marktanteile gewinnen", sagte Volkswirt Louis Kuijs von Oxford Economics.

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Blick auf den Shanghaier Frachthafen.

(Foto: dpa)

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09:18 Uhr

Asiens Börsen arbeiten noch Wall-Street-Minus ab

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Kursverluste am Freitag an der Wall Street haben an den asiatischen Börsen Verkäufe ausgelöst. In Tokio fiel der Nikkei um ein halbes Prozent auf 23.099 Punkte und die Börse Shanghai büßte ähnlich stark auf 3336 Zähler ein. Zu den größten Verlierern am japanischen Aktienmarkt zählte Softbank Group mit einem Minus von gut 7 Prozent. Der Technologie-Investor litt besonders stark unter dem Rücksetzen der US-Technologiebörse Nasdaq.

In Hongkong brachen die Titel von Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) um fast 20 Prozent ein. Die US-Regierung erwägt, den größten chinesischen Chip-Hersteller auf eine schwarze Liste zu setzen, die es US-Firmen verbietet, mit SMIC Geschäfte zu machen.    

09:07 Uhr

Dax geht mit klarem Plus in die Woche

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Nach zwei Tagen mit Verlusten versuchen die deutschen Aktienindizes wieder den Weg nach oben. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 0,7 Prozent auf 12.927 Punkte. MDax und TecDax legten um je 1,0 Prozent zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent höher bei 3278 Stellen.

"Diese Woche muss sich zeigen, ob die Kursverluste der vergangenen Woche nur Gewinnmitnahmen waren oder doch der Auftakt zu einer größeren Korrektur", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

08:49 Uhr

Erholung der deutschen Industrie deutlich verlangsamt

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(Foto: imago/Rainer Weisflog)

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion nach den Einbrüchen durch die Corona-Krise den dritten Monat in Folge gesteigert. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Juli zusammen 1,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten hier allerdings mit einem deutlichen stärkeren Plus von 4,7 Prozent gerechnet. Im Juni hatte es noch ein Plus von 9,3 Prozent gegeben, im Mai von 7,4 Prozent.

Der unerwartet geringe Anstieg im Juli spricht nach Einschätzung der liechtensteinischen VP Bank dafür, dass die Erholung der Industrie ins Stocken kommt. "Zwar steigt die Industrieproduktion bereits den dritten Monat in Folge, allerdings scheint es zu einer Drosselung des Erholungstempos zu kommen", so VP-Chefvolkswirt Thomas Gitzel. Erfreulich sei allerdings, dass die Automobilindustrie ihre Produktion im Juli um 6,9 Prozent hochgefahren habe.

08:29 Uhr

US-Embargopläne schockieren chinesische Chipfirma SMIC total

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SMIC-Zentrale in Shanghai.

(Foto: REUTERS)

Die Überlegungen der US-Regierung, Geschäfte mit der chinesischen Chipfirma Semiconductor Manufacturing Shanghai (SMIC) deutlich zu erschweren, haben Anleger verschreckt. In Hongkong brach das Papier fast 20 Prozent ein, während das Minus in Shanghai bei rund 9 Prozent lag.

Die Trump-Administration hat SMIC ins Visier genommen. Es werde erwogen, den Auftragsfertiger und Halbleiterhersteller auf eine schwarze Liste zu setzen, sagte eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums. Eine Begründung für das Vorgehen nannte sie nicht. US-Zulieferer müssten sich dann um eine schwer erhältliche Lizenz kümmern, um SMIC zu beliefern.

SMIC erklärte, man stehe komplett unter Schock. Man sei bereit, mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten, um Missverständnisse aus der Welt zu räumen.

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08:02 Uhr

Saudische Rabatte setzen Ölpreis zu

Preisnachlässe des staatlichen saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco für asiatische Kunden setzen den Ölpreis heute weltweit unter Druck. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 1,2 Prozent auf 42,16 Dollar je Barrel. Aramco hatte den offiziellen Preis für die Sorte Arab Light um 1,40 Dollar je Barrel gesenkt. Das ist der größte Rabatt seit einem knappen halben Jahr.

Brent Rohöl
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07:32 Uhr

Brexit-Gespräche könnten Dax antreiben

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Im Sog eines erneuten Ausverkaufs im US-Technologiesektor war der Dax zum Wochenschluss unter die Räder gekommen und hatte 1,7 Prozent auf 12.8423,66 Punkte nachgegeben. Wie es an den US-Börsen weitergeht, bleibt zum Wochenstart allerdings offen, denn die Handelsplätze dort bleiben feiertagsbedingt geschlossen. Unternehmenstermine sind ebenso dünn gesät wie relevante Indikatoren. Aus Deutschland stehen lediglich Daten zur Industrieproduktion an.

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Daher richtet sich die Aufmerksamkeit der Börsianer auf die Fortsetzung der Brexit-Verhandlungen. Der Premierminister Boris Johnson forderte einen Deal über die künftigen Beziehungen seines Landes mit der EU bis zum 15. Oktober. "Wenn wir uns bis dahin nicht einigen können, sehe ich kein Freihandelsabkommen zwischen uns und wir sollten das beide akzeptieren und getrennte Wege gehen", sagte er laut einem vorab veröffentlichten Redetext. Bei einem ungeordneten Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Staatengemeinschaft drohen Experten zufolge der Wirtschaft beiderseits des Ärmelkanals Einbußen.

06:51 Uhr

Autobranche büßt Rolle als deutsche "Wachstumslokomotive" ein

Die deutsche Automobilindustrie prägt nach vielen Jahren nicht mehr das Wachstum in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Branchenstudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach habe die Corona-Pandemie "die Autoindustrie im Branchenvergleich hart getroffen". Zunächst seien die globalen Lieferketten von einem Angebotsschock getroffen worden. "Jetzt ist die Branche mit einem Nachfrageschock konfrontiert, von dem sie sich nur langsam wieder erholt", heißt es in der Studie weiter.

Erschwert werde die Situation dadurch, dass bereits hohe Überkapazitäten existierten und der technologische Wandel die Geschäftsergebnisse belaste. "In der Folge steht die Autoindustrie erstmals nach einem Jahrzehnt wieder vor spürbaren Personalanpassungen und wird als Wachstumslokomotive für den Standort Deutschland zunächst ausfallen", erklärten die Forscher.

06:08 Uhr

Chinas Handelsbilanz lässt Asiens Anleger kalt

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Die Anleger in Asien haben sich trotz guter Wirtschaftsdaten aus China zurückhaltend gezeigt. Der Außenhandel der Volksrepublik ist offiziellen Daten zufolge um 9,5 Prozent gewachsen, Analysten waren von einem Anstieg von 7,1 Prozent ausgegangen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 23.127 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1615 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 106,27 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,8296 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9140 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1834 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0816 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,3 Prozent auf 1,3240 Dollar.