Der Börsen-Tag Der Dax schwächelt
Der Dax hat seine anfänglichen Gewinne fast komplett eingebüßt. Der deutsche Leitindex steht noch minimal im Plus bei 15.478 Punkten, nachdem er im frühen Handel Anlauf auf seinen Rekord genommen hatte. Gestern hatte der Dax bei 15.568 Punkten einen Höchststand erreicht.
Aussagen von US-Währungshütern wie etwa von Fed-Gouverneurin Lael Brainard sowie den Fed-Präsidenten in Atlanta und St. Louis, Raphael Bostic und James Bullard hatten die Inflationssorgen in der weltgrößten Volkswirtschaft ein wenig zerstreut. Die Notenbanker sagten, dass eine höhere Inflationsrate infolge der Erholung von der Corona-Krise nichts Überraschendes sei. Sie bekräftigten ihre Sicht, dass Preisanstiege wahrscheinlich zeitlich begrenzt sein würden. Die US-Notenbank dürfte also auf absehbare Zeit ihre sehr lockere Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur fortsetzen und so auch weiterhin die Aktienmärkte antreiben.
"Die beruhigenden Worte der US-Notenbanker zeigen ihre Wirkung", so Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Einziger Wermutstropfen sei derzeit das abnehmende Handelsvolumen, welches der aktuellen Saisonalität geschuldet sein sollte.
Im Dax zählen die Aktien des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care und des Lieferdienstes Delivery Hero mit Gewinnen von jeweils gut ein Prozent zu den Favoriten.
In einem für Bankenwerte europaweit schwachen Umfeld geht es dagegen für die Papiere der Deutschen Bank am Index-Ende um mehr als ein Prozent nach unten. Sie hatten gestern den höchsten Stand seit 2018 erreicht.
Im MDax fallen die Anteilsscheine von CTS Eventim mit einem Plus von 2,5 Prozent positiv auf. Händlern zufolge treiben positive Analystenkommentare die Aktien des Veranstalters und Tickethändlers an.