Der Börsen-TagDeutsche Börse profitiert von Krisen-Volatilität
Die Turbulenzen und volatilen Kurse an den Finanzmärkten haben der Deutschen Börse zum Jahresauftakt kräftig Rückenwind gegeben. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um elf Prozent auf 1,82 Milliarden Euro, wie der Dax- am mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um zehn Prozent auf gut eine Milliarde Euro zu. Unter dem Strich stand ein um elf Prozent höherer Nettogewinn von 585 Millionen Euro. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen. Finanzchef Jens Schulte bekräftigte die Prognose: "Mit diesem guten Jahresauftakt sind wir voll auf Kurs, unsere ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen."
Die militärische Eskalation im Nahen Osten und die Sorge vor einer Ölverknappung führten zu einer starken Nachfrage nach Absicherungsprodukten bei Aktien und Anleihen, wie der Börsenbetreiber erläuterte. Auch der Handel mit Strom und Gas zog deutlich an. Dämpfend wirkte sich dagegen das gesunkene Zinsumfeld aus, wodurch das Ergebnis aus der Anlage von Kundengeldern (Treasury) auf 204 Millionen Euro von zuvor 230 Millionen zurückging.