Der Börsen-TagDeutscher Autobranche droht massiver Jobabbau
Die deutsche Automobilindustrie warnt angesichts des weltweiten Einbruchs der Pkw-Nachfrage vor einem Verlust von Arbeitsplätzen. Die durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung erhoffte Erholung der Konjunktur im zweiten Halbjahr werde wahrscheinlich nicht ausreichen, um den Beschäftigungsrückgang aufzuhalten, sagte VDA-Chefin Hildegard. Die Tatsache, dass viele Beschäftigte derzeit in Kurzarbeit seien, dürfe nicht über die schwierige Lage hinwegtäuschen, in der sich vor allem mittelständische Zulieferer befänden.
Daimler etwa will weltweit mindestens 10.000 Mitarbeiter in der Verwaltung und produktionsnahen Bereichen dazu bewegen, das Unternehmen zu verlassen. Audi hat den Abbau von 9500 Stellen in Deutschland angekündigt. BMW hatte sich wegen des Corona-bedingten Absatzrückgangs mit dem Betriebsrat jüngst auf rund 6000 Stellen verständigt, die künftig wegfallen sollen. Auch die Zulieferer bauen Zehntausende Arbeitsplätze ab.
