Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDeutscher Stahlkonzern warnt vor Risiken

21.03.2022, 10:24 Uhr

Der Stahlkonzern Salzgitter warnt angesichts des Krieges in der Ukraine vor Folgen für die Geschäftsentwicklung. Der russische Angriff auf das Nachbarland und seine Folgen könnten dazu führen, dass die wirtschaftliche Erholung abrupt abgebremst werde. Das könne Auswirkungen auch auf Konzerngesellschaften haben, teilten die Niedersachsen mit. Damit gehe die Gefahr eines weiteren Anstiegs der bereits sehr hohen Energiekosten einher. "Somit bestehen aktuell kaum quantifizierbare Prognoserisiken," erklärte der Vorstand.

Ein Unternehmenssprecher sagte auf Anfrage, Salzgitter stelle seine Geschäftsprognose damit nicht unter Vorbehalt, sondern weise auf Risiken hin. Der Ausblick gelte weiter. Salzgitter hatte Anfang Februar und damit vor dem Einmarsch Russlands in der Ukraine für dieses Jahr einen Vorsteuergewinn von 600 bis 750 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll 2022 auf knapp elf Milliarden Euro steigen nach 9,8 Milliarden im Vorjahr. Schon damals hatte Salzgitter erklärt, die hohen Energiekosten belasteten die Bilanz. Die im SDax notierte Salzgitter-Aktie notierte 2,7 Prozent im Plus.