Der Börsen-TagDie Angst der Anleger vor dem Platzen der KI-Blase
Europas Börsen dürften wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche starten. Spätere Kursverluste sind aber nicht ausgeschlossen angesichts der negativen internationalen Vorgaben. Das Sentiment ist angegriffen. Technologiewerte neigen weiterhin zur Schwäche, die Angst eines Platzens der KI-Blase geht weiter in den Handelsräumen um. Derweil zieht sich der Regierungsstillstand in den USA weiter hin, die Hoffnung liegt nun auf einer Lösung am Wochenende.
Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten stammten von privaten Anbietern, da wegen der Haushaltssperre in den USA derzeit keine Daten von staatlichen Stellen veröffentlicht werden. Der heute anstehende offizielle US-Arbeitsmarktbericht dürfte wohl dem "Shutdown" zum Opfer fallen, womit der US-Notenbank erneut ein Baustein für die weitere geldpolitische Entscheidungsfindung fehlt. Am Donnerstag standen keine wichtigen US-Daten auf der Agenda.
Wie angespannt und nervös die Situation an den Börsen ist, zeigt der Blick auf die Volatilitätsindizes. Besonders spannend ist laut Vermögensverwalter QC Partners der Blick nach Asien. Die Volatilitätsindex des südkoreanischen Kospi-200 habe als erster Volatilitätsindex sein Verlaufshoch aus dem Zollchaos im April übertroffen. "Ein Spitzenwert von fast 45 zeigt, wie verunsichert Anlegerinnen und Anleger in die Zukunft blicken. Zum Vergleich: Der Mittelwert der vergangenen 36 Monate liegt bei 19."