Der Börsen-TagDie Hausse nährt die Hausse
Sieben Handelstage ist das Börsenjahr 2026 alt, sieben Mal ist der Dax mit Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Gestern schloss er 0,6 Prozent fester mit einem Stand von 25.405 Punkten, nachdem er im Verlauf das Allzeithoch bis auf 25.421 getrieben hatte. Die von vielen erwarteten Gewinnmitnahmen an der psychologischen, runden Marke von 25.000 Punkten im Dax sind ausgeblieben und zwingen damit die Anleger in den Markt, die genau darauf gesetzt hatten. "In Frankfurt nährt die Hausse einmal mehr die Hausse, auch weil internationale Investoren ihr Geld aus den USA abziehen und nach Alternativen suchen", so die Analysten von CMC Markets.
Und heute? Winkt der achte Plustag in Folge? Neben der schwierigen geopolitischen Gesamtlage stehen vor allem zwei Termine auf der Agenda, die Anleger im Auge behalten sollten. Zum einen gibt der Finanzkonzern JPMorgan Chase den Startschuss für die Quartalsberichtssaison. Citigroup, Bank of America and Wells Fargo folgen am Mittwoch, während Goldman Sachs and Morgan Stanley am Donnerstag ihre Zahlen vorlegen. Analysten gehen davon aus, dass im vierten Quartal die Investmentbanking-Erträge stiegen. Investoren dürften zudem auf Kommentare der Banken zu den Verbraucherausgaben achten, um einen besseren Einblick in die allgemeine Wirtschaftslage zu bekommen.
Zum anderen stehen Daten zur US-Preisentwicklung an. Dabei dürfte die US-Inflation am Jahresende 2025 nicht gesunken sein. Ökonomen gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise im Dezember erneut um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen sein dürften. Wegen des anhaltenden Preisdrucks gehen viele Experten inzwischen davon aus, dass die US-Notenbank ihren Leitzins in den kommenden Monaten stabil halten wird. Zuletzt hatte sie ihn dreimal in Folge gesenkt.