Der Börsen-TagDie Stimmung bleibt schlecht: Wirtschaftsweise senken Prognose für 2026
Die Wirtschaftsweisen blicken skeptischer auf die deutsche Konjunktur im kommenden Jahr und fordern mehr Reformen von der Politik. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2026 trotz hoher staatlicher Ausgaben nur um 0,9 Prozent steigen und nicht mehr wie noch im Mai erwartet um 1,0 Prozent, wie die fünf Top-Ökonominnen und Ökonomen des Sachverständigenrats in ihrem Jahresgutachten für die Bundesregierung mitteilten. "Angesichts der aktuellen Herausforderungen muss Deutschland neue wachstums- und sicherheitspolitische Perspektiven entwickeln", sagte die Gremiums-Vorsitzende Monika Schnitzer. "Die Chancen, die sich aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ergeben, dürfen nicht verspielt werden."
Für 2025 erhöhten die Fachleute zwar ihre Wachstumsprognose leicht von 0,0 auf 0,2 Prozent, betonten aber: "Die deutsche Wirtschaft stagniert nach zwei Jahren Rezession im laufenden Jahr." Maue private Investitionen und die schwache Exportwirtschaft belasteten.