Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag"Die Stimmung in der Wirtschaft ist weiter schlecht. Und das hat Gründe"

27.03.2024, 11:07 Uhr

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat angesichts der schwachen Konjunkturaussichten für dieses Jahr ein Aufbruchssignal für die Unternehmen gefordert. Zuvor hatten die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Konjunkturprognose für 2024 auf ein Wachstum von nur noch 0,1 von zuvor erwarteten 1,3 Prozent gesenkt. "Die Stimmung in der Wirtschaft ist weiter schlecht. Und das hat Gründe: Die Energiekosten sind noch immer deutlich höher als in anderen Industrieländern. Hinzu kommen hohe Bürokratiebelastungen, ein sich verschärfender Fachkräftemangel und geopolitische Unsicherheiten, die das Exportgeschäft belasten. Die Unternehmen brauchen daher ein deutliches Aufbruchssignal", sagt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Nur durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zum Wirtschaften könnten die benötigten privaten Investitionen angestoßen werden.

Die DIHK forderte eine komplette Abschaffung des Soli, der in der jetzigen Form überwiegend von Unternehmen gezahlt wird. Außerdem sollte die schon diskutierte Investitionsprämie für Klimaschutzmaßnahmen eingeführt werden. Zudem müssen die mit dem Beschleunigungspakt von Bund und Ländern vorgesehenen Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden. "An konkreten Vorschlägen mangelt es nicht. Es mangelt an der Umsetzung", sagte Wansleben.

Quelle: ntv.de