Der Börsen-TagDiese Papiere stehen im Fokus
Rückversicherer könnten etwas unter Druck geraten nach einer Warnung von Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler vor einer zweiten Corona-Welle. Dem "Handelsblatt" sagte er, ein Impfstoff sei keineswegs sicher und könne noch ein, bis zwei Jahre dauern. Der Markt höre genau auf Mumenthaler, da er studierter Molekular-Biologe sei, sagt ein Händler. Die erwarteten Schäden für Rückversicherer schätze er zudem im Bereich von 50 und 100 Milliarden Dollar ein, was am oberen Rand der Markterwartungen liege.
Deutsche Post und Deutsche Telekom gehen jeweils mit frischen Kaufempfehlungen in den Tag.
Die Folgen der Corona-Pandemie schränken den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen weiter ein. Die Zahl der Reisenden sei in der vergangenen Woche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 92,4 Prozent eingebrochen. Die Flugbewegungen gingen um 81,8 Prozent zurück. Das Luftfracht-Aufkommen schrumpfte um 12,8 Prozent. Keine guten Nachrichten für Fraport.
Die Aktien des Laborausrüsters Stratec werden mit einem Dividendenabschlag gehandelt. Die Dividende liegt bei 84 Cent, der Schlusskurs vom Montag bei 79,50 Euro.
Bei Lufthansa dürfte es weiter nach oben gehen mit dem Hilfspaket auch aus Österreich. Die Tochter Austrian Airlines, der österreichische Staat und die Lufthansa hatten auf ein Corona-Hilfspaket geeinigt.
Autowerte stehen im Blick unter anderem mit den Plänen zur CO2-Besteuerung. Diese würde vor allem die für die Hersteller hochprofitablen SUVs treffen. Ein Händler zeigt sich hier allerdings angesichts der Zielgruppe entspannt: "Wer fast 200 Euro für eine Tankfüllung zahlt, stört sich nicht an 1200 Euro CO2-Steuer für das ganze Jahr".
Auf ein grundsätzlich positives Echo in Handel stößt die zukünftige Aufgabentrennung von Herbert Diess bei VW. Diess wird in Zukunft nur noch das Amt des Konzern-Chefs ausüben. Die Aufgaben als Markenchef übernimmt Ralf Brandstätter, bisher Leiter des operativen Geschäfts der Kernmarke. Die Aufteilung mache Sinne und sei überfällig, so ein Teilnehmer. Nicht nur werde Diess entlastet, auch werde Interessenkonflikten entgegengewirkt. Der Händler glaubt indes nicht, dass die VW-Aktie auf die Nachricht reagieren werde.