Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Dollar zieht an, Yuan gerät unter Druck

Der Kurs des Euro ist am Montag nach besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten gesunken. Am Morgen hatte sich die Gemeinschaftswährung zunächst noch stabil gehalten. Seit dem Vormittag stand der Euro aber unter Druck, wobei der Kurs am Nachmittag auf ein Tagestief bei 1,1036 US-Dollar rutschte. In der vergangenen Nacht wurde der Euro noch bei knapp unter 1,11 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1066 (Freitag: 1,1052) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9037 (0,9048) Euro.

Der US-Dollar konnte zu allen wichtigen Währungen zulegen, während der Euro im Gegenzug unter Druck geriet. Am Nachmittag erhielt die amerikanische Währung weiteren Auftrieb nach besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten. Zu Beginn des Jahres hat sich die Stimmung in den US-Industriebetrieben stärker als erwartet aufgehellt und deutet erstmals seit dem vergangenen Sommer wieder auf Wachstum im verarbeitenden Gewerbe der größten Volkswirtschaft der Welt hin. "Insgesamt sehen wir durch den heutigen Bericht unsere Einschätzung bestätigt, dass die US-Wirtschaft nicht in eine Rezession abgleitet", sagte Analyst Christoph Balz von der Commerzbank.

Am Devisenmarkt blieb das Coronavirus ein beherrschendes Thema. Nachdem es an Chinas Aktienbörsen zu starken Kursverlusten kam, stand der chinesische Yuan unter Verkaufsdruck. Im Handel mit dem amerikanischen Dollar verlor Chinas Währung etwa 1,5 Prozent an Wert.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,41

Unter Druck stand auch das britische Pfund, das ebenfalls zu allen wichtigen Währungen an Wert verlor. Der britische Premierminister Boris Johnson hat für die Verhandlungen über die künftigen Handelsbeziehungen zur EU eine harte Linie angekündigt. Die britische Regierung will sich demnach auf keinen Fall vertraglich auf die Einhaltung von EU-Standards bei Umweltschutz, Arbeitnehmerrechten und staatlichen Wirtschaftshilfen festlegen lassen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84775 (0,84175) britische Pfund, 120,10 (120,35) japanische Yen und 1,0672 (1,0694) Schweizer Franken fest.

Quelle: ntv.de

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