Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Dudenhöffer zur "neuen" Autoallianz Renault-Nissan: "Hauptproblem nicht gelöst"

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer ist von der Neuauflage der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi nicht überzeugt. Insgesamt erwecke die "eher komplizierte Matrixstruktur" den Anschein, dass wichtige Entscheidungen in einem äußerst "mühevollen Koordinationsprozess" in einem Gremium der drei Allianzpartner getroffen werden, so Dudenhöffer. Dabei seien die Ziele der Allianzpartner durchaus unterschiedlich.

Unter Carlos Ghosn habe die Allianz lange funktioniert, weil ein Kopf an der Spitze stand. Jetzt müsse man weiter "mühevolle Absprachen und Entscheidungen" erwarten, die durch die komplizierte Matrix nicht einfacher würden.

"Renault bleibt der wichtige Markt China und Nord-Amerika nahezu 'verschlossen' und Mitsubishi ist mit den Nischenmärkten in Asien und Ozeanien 'vertröstet'", so Dudenhöffer weiter. "Die Fahrzeuge werden bei allen drei Partnern bis auf Design-Elemente gleich und damit eine Kannibalisierung in gleichen Märkten größer. Der große Nachteil der Allianz bleibt. Es ist eine Zusammenarbeit die eben komplizierter und von den Entscheidungen langsamer ist als ein klassischer Konzern. "Das Hauptproblem, das nach den Uneinigkeiten der letzten Jahre beobachtbar war, ist nach unserer Einschätzung nicht gelöst."

Quelle: ntv.de