Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEZB: Geldmenge wächst deutlich schwächer als erwartet

28.08.2017, 10:46 Uhr

Das Wachstum der Geldmenge in der Eurozone hat sich im Juli deutlich abgeschwächt. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank EZB stieg die breit gefasste Geldmenge M3 im vergangenen Monat mit einer Jahresrate von 4,5 Prozent. Im Juni war die Geldmenge M3 noch um 5,0 Prozent gewachsen. Experten hatten für Juli einen Anstieg um 4,9 Prozent erwartet.

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 fiel ebenfalls spürbar schwächer aus. Hier meldet die EZB für Juli einen Anstieg um 9,1 Prozent im Jahresvergleich. Im Juni hatte die Wachstumsrate noch 9,7 Prozent betragen. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als guter Konjunkturindikator.

Bei der Kreditvergabe an die privaten Haushalte gab es im Juli keine Änderung. Die Wachstumsrate habe wie im Monat zuvor bei 2,6 Prozent gelegen, teilt die EZB weiter mit. Dagegen gab es ein deutlich stärkeres Wachstum bei der Kreditvergabe an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors. Hier meldete die Notenbank für Juli einen Zuwachs um 2,4 Prozent im Jahresvergleich, nach 2,0 Prozent im Juni.