Der Börsen-TagEin Deal mit Folgen
Im Fokus der Börsianer steht auch in der neuen Woche die Handelspolitik. Der Grund: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union einigen sich auf Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Automobile, Halbleiter und Arzneimittel mit den USA und akzeptieren das Festhalten an den Zöllen von 50 Prozent auf Stahl und Aluminium, teilt ein Vertreter der US-Regierung mit. Die EU wolle die Gespräche über die Stahl- und Aluminiumzölle aber fortsetzen. US-Präsident Donald Trump schlägt vor, dass die EU während seiner Amtszeit Energie im Wert von einer Billion Dollar aus den USA kaufen solle. Dem Regierungsvertreter zufolge einigt man sich auf 750 Milliarden Dollar. Außerdem habe die EU zugestimmt, ihre Märkte für alle Produkte bis auf wenige Ausnahmen zu öffnen. Trump zufolge hat die EU - wie zuletzt auch Japan - weitere Zugeständnisse gemacht, sodass die Einigung für die USA mehr Vorteile mit sich bringt. Die EU werde für 150 Milliarden Dollar Energie aus den USA kaufen. Auch werde es Rüstungskäufe in den USA geben. Die EU werde 600 Milliarden Dollar in den USA investieren. Trump sprach vom größten abgeschlossenen Handelsdeal überhaupt.
Den Aktienmärkten in Europa könnte dieser Deal Schwung verleihen. In Deutschland dürften vor allem Auto- und Rüstungswerte im Fokus stehen. In der Vorwoche hatten enttäuschende Tesla-Zahlen sowie Gewinnwarnungen von Volkswagen und deren Nutzfahrzeugtochter die Kurse belastet. Der Dax war am Freitag mit 24.218 Punkten ins Wochenende gegangen, auf Wochensicht damit nahezu unverändert geblieben.
Im weiteren Wochenverlauf steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zum einen im Blick. Zum anderen geht die Berichtssaison weiter. Im Dax allein öffnen im Wochenverlauf allein elf Konzerne ihre Bücher.