Der Börsen-TagEin Highflyer wird zum Rohrkrepierer
Der Dax hat gestern erstmals die 24.000er-Marke geknackt – und auch darüber geschlossen. Der deutsche Börsenleitindex verabschiedete sich mit einem frischen Allzeithoch von 24.082 Punkten und einem Schlusskurs von 24.036 Zählern aus dem Handel.
Der anhaltende Börsenaufschwung fußt Experten zufolge auf einer Mischung aus Einflüssen, darunter die Hoffnung auf einen Lösungsweg in den globalen Zollstreitigkeiten, die US-Präsident Donald Trump angezettelt hat. Diese paart sich mit einer recht solide verlaufenden Berichtssaison der Unternehmen, dem milliardenschweren Finanzpaket der Bundesregierung und der Erwartung sinkender Zinsen in der Eurozone.
Zur Wochenmitte könnte etwas Ruhe in den Markt einkehren. Konjunkturtechnisch sollten die Anleger die Wirtschaftsweisen auf dem Schirm haben, denn diese legen ihr Frühjahresgutachten vor. Die Regierungsberater um die Münchner Ökonomin Monika Schnitzer hatten der deutschen Wirtschaft noch im November ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent für 2025 prognostiziert. Experten rätseln, ob die Zahl vor dem Hintergrund des internationalen Zollstreits Bestand haben wird. Die EU-Kommission traut der deutschen Wirtschaft dieses Jahr nur eine Stagnation zu.
Unternehmensseitig rückt der Autosektor in den Fokus: Dabei macht vor allem der einst hochprofitable Sportwagenbauer Porsche seinen Aktionären, die sich zur Hauptversammlung virtuell treffen, derzeit große Sorgen. Die Euphorie nach dem Börsengang vor knapp drei Jahren ist längst verflogen. Die im vergangenen Jahr gestartete große Modelloffensive zieht bisher nicht, denn die VW-Tochter hat auf ihren großen Märkten China und USA massive Probleme. Der Weg aus der Krise dürfte daher im Mittelpunkt des Aktionärstreffens stehen. Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.