Der Börsen-TagEine Aktie zerstört die schöne Fed-Stimmung
Oracle hat die Märkte nach dem positiven Fed-Impuls schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt. Der Kurseinbruch um etwa 12 Prozent im nachbörslichen Handel an der Wall Street drückt nun weltweit auf die Stimmung für Technologiewerte. "Die Frage ist, ob Value-Titel die Schwäche der Techs im Handelsverlauf auffangen können", so ein Marktteilnehmer. Vorbörslich kann sich jedenfalls auch der tendenziell eher zyklische DDax der von Oracle ausgelösten Schwäche nicht entziehen: Er fällt auf gut 24.000 Punkte zurück, nachdem er im Späthandel am Mittwoch nach der Fed-Sitzung mit Ständen um 24.200 so hoch gehandelt worden war wie zuletzt Mitte November.
Oracle will trotz relativ schwacher Ergebnisse die Investitionen in Rechenzentren noch stärker hochfahren als bisher geplant. Daneben warnen Marktteilnehmer vor einer zu starken Abhängigkeit des Unternehmens von "OpenAI". Die Schwäche von Oracle schwappte schnell auf andere Technologiewerte über, so auf Nvidia oder nun auch auf Softbank, die in Japan fast 7 Prozent absacken.
Zuvor hatte die relativ taubenhafte Einstellung der US-Notenbank die Märkte gestützt. Die Fed hat nicht nur den Leitzins zum dritten Mal in Folge um 25 Basispunkte gesenkt, sie will dem Markt auch über den Kauf kurzfristiger Staatspapiere Liquidität zuführen.