Der Börsen-TagEinigung zwischen den USA und Iran – und nun?
Die weltweiten Finanzmärkte blicken auf ein positives Wochenende und lassen damit auf einen fulminanten Wochenstart hoffen. Der Grund: Die USA und Iran haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt, die bislang blockierte wichtige Straße von Hormus soll nun wieder geöffnet werden. Am Freitag sollen entsprechende Erklärungen unterzeichnet werden. Die entscheidende Frage lautet nun: Wird die getroffene Vereinbarung tatsächlich umgesetzt?
Der Dax dürfte zunächst einmal aber mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Bereits am Freitag hatte der deutsche Börsenleitindex ordentliche Gewinne von mehr als 425 Punkten oder 1,8 Prozent verbucht und war mit einem Stand von 24.635 Zählern ins Wochenende gegangen.
Ebenso interessant sei die Frage, wie lange der Hype rund um den Börsengang von SpaceX die Schlagzeilen beherrscht, erklärte Research-Experte Emden. "Börsianer neigen dazu, rasch vom aktuellen Publikumsliebling zum nächsten Hoffnungsträger weiterzuziehen." Zugleich bestehe die Gefahr, dass die Begeisterung für Wachstumsfantasien in der Technologiebranche den Blick auf ungelöste Risiken verstellt - etwa im Bereich der Geldpolitik.
Im Fokus in der neuen Woche stehen daher die Zinsentscheide der US-Notenbank Fed und der Bank of England am Mittwoch und Donnerstag. Experten und Händler gehen zwar mehrheitlich davon aus, dass die Währungshüter die Zinsen unverändert belassen. Zugleich erhoffen sie sich aus den Aussagen der Notenbanker Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs. Mit Spannung warten Börsianer vor allem auf Äußerungen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh, der als Befürworter niedrigerer Zinsen gilt. "Tiefgreifende Änderungen dürften kurzfristig aber kaum durchsetzbar sein", so die Commerzbank-Experten mit Blick auf die wegen des Iran-Kriegs angestiegene Inflation und den starken US-Arbeitsmarkt. Viele Analysten erwarten, dass der Fed-Ausschuss in seinem Statement vom bisherigen Lockerungskurs abrückt.
Die neue Konjunkturdatenwoche eröffnen heute die Zahlen zur Industrieproduktion und zum Außenhandel in der Euro-Zone im April. Am Nachmittag folgen die Daten zur Produktion in der US-Industrie im Mai.
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