Der Börsen-TagEntspannung an japanischen Anleihemärkten
Wenig Bewegung gibt es zur Wochenmitte an den asiatischen Aktienmärkten. Die Blicke sind vor allem auf die Entwicklungen um Grönland gerichtet. US-Präsident Donald Trump will sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit europäischen Politikern treffen. Der Markt hofft auf eine einvernehmliche Lösung. Daneben steht weiter Japan im Fokus, wo es am Vortag mit der Sorge um übermäßig aggressive fiskalische Maßnahmen zu Turbulenzen am Anleihemarkt mit einem starken Ausverkauf von japanischen Staatsanleihen gekommen war. Im Zuge dessen war die Rendite zehnjähriger Papiere auf den höchsten Stand seit 27 Jahren geklettert. Die Finanzministerin des Landes ist jedoch zuversichtlich, dass die Situation nicht außer Kontrolle geraten wird.
"Japans Plan für die Emission von Staatsanleihen ist sorgfältig ausgearbeitet", so Satsuki Katayama in einem Bloomberg-Interview am Rande des Weltwirtschaftsforums. "Ich glaube, das japanische Finanzministerium ist vielleicht die aufmerksamste Behörde der Welt, wenn es darum geht, einen detaillierten und sorgfältigen Dialog mit den Marktteilnehmern zu führen." Aktuell fällt die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen um 9 Basispunkte auf 2,29 Prozent.
Für den Nikkei geht es um weitere 0,4 Prozent nach unten. An den chinesischen Börsen verbessert sich der Shanghai Composite um 0,2 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong legt um 0,1 Prozent zu. Der Kospi in Seoul zeigt sich wenig verändert. Der Index hatte am Vortag den jüngsten Rekordlauf beendet, der ihn zwölf Handelstage in Folge nach oben geführt hatte. In Sydney hat der S&P/ASX 200 die Sitzung mit einem Abschlag von 0,4 Prozent beendet.