Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEon verpasst Squeeze-Out-Schwelle bei Innogy

30.07.2018, 12:50 Uhr

Der Energiekonzern Eon hat bei der Übernahme des Konkurrenten Innogy die nötige Schwelle für ein Squeeze-Out-Verfahren verfehlt. Nach Ablauf der verlängerten Andienfrist kontrolliert das Unternehmen nun 86,2 Prozent des Innogy-Kapitals, wie der Versorger mitteilte. Eon hätte für ein Squeeze-Out mindestens 90 Prozent erreichen müssen.

Eon-Finanzvorstand Marc Spieker gab sich dennoch "sehr zufrieden". Bereits durch den Kauf der "RWE-Mehrheitsbeteiligung hätten wir alle notwendigen Handlungsspielräume erhalten, um Innogy nach dem Vollzug der Transaktion in Eon zu integrieren", erklärte er und kündigte an, schon in den kommenden Wochen mit den künftigen Kollegen den Plan über die Einverleibung vorbereisen zu wollen.

Investmentfonds dürften darauf spekulieren, dass Spieker noch einmal in die Kasse greift und die Offerte aufstockt, um sich den Rest der Papiere zu sichern. Im Vorfeld hatte er aber mehrfach betont, genau das nicht zu tun.