Der Börsen-TagErdogan setzt auf unorthodoxe Geldpolitik
Trotz rasant steigender Inflation setzt der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan unbeirrt auf den Erfolg der am Finanzmarkt kritisch beäugten unorthodoxen Geldpolitik. Die Türkei werde das Preisniveau so schnell wie möglich drücken, sagt Erdogan. Die Inflationsdaten stünden nicht im Einklang mit der wirtschaftlichen Realität im Land. Er hoffe, dass sich der Nutzen des von der Türkei eingeschlagenen Wirtschaftskurses im Sommer zeige. Die ohnehin hohe Teuerungsrate war im Dezember auf 36 Prozent nach oben geschnellt.
Trotz der hohen Inflation und einer auch damit verbundenen Währungskrise hatte die türkischen Notenbank den Leitzins Mitte Dezember erneut gesenkt. Der erklärte Zinsgegner Erdogan verteidigte diese lockere Linie wenig später: "Wir haben gekämpft, um die Wirtschaft aus dem Kreislauf von hohen Zinsen und hoher Inflation zu retten."